Sei doch vernünftig: Neue Welten

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Auch die Wissenschaften erschließen schöne, neue Welten


Ist mit den Wissenschaften nur eine schöne Welt untergegangen? Sind nicht auch viele neue schöne Welten entstanden?

Die Wissenschaften sind nicht nur sehr nützlich, sie haben auch neue Welten erschlossen, wunderbare Welten, wie kein Dichter sie sich ausdenken könnte:

Einblick in den Kosmos...

Gas giants in the solar system.jpg Globe.svg

...in die Welt der Tiere... in ihr Verhalten, ihre Sprache...

GrantsZebra1.jpg P1000852.jpg

Geese Fruggo02.JPG

...in die Urzeiten der Welt...

Ammonite section.JPG

...in die Welt des Computers...

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...in die Mikrowelt der Quarks, Atome und Moleküle...

Stylised atom with three Bohr model orbits and stylised nucleus.svg

...in die Erforschung des Gehirns und seiner "Bioprogramme"...

Hypothalamus.jpg

...in einige der letzten Geheimnisse des Lebens

DNA replication split.svg


Aber worin lag denn nun der eigentliche Verlust?

  • Ist es vielleicht nur die Geborgenheit, die uns verloren ging? Geborgenheit ist schön; sie hat aber auch Nachteile. Unsere Geborgenheit lag darin, dass andere die Verantwortung für uns hatten: die Götter oder Gott oder die beseelte Natur. Was wir tun sollen, sagte uns stets ein anderer. Schuld an allem Möglichen hatte immer ein anderer.
  • Diese Art von Unwissenheit befreite uns von Verantwortung. Wenn man erst einmal weiß, dass Blitze, die in Häuser einschlagen, elektrische Entladungen sind und nicht die Strafe der Götter, dann muss man etwas dagegen tun. Dann muss man sich gegen ein zufälliges Unglück schützen; dann muss man dem anderen, den das Unglück getroffen hat, helfen; denn es war nicht seine gerechte Strafe, sondern blinder Zufall, was ihm widerfuhr. Die schönen Zeiten waren nur schöne Zeiten, weil wir für nichts die Verantwortung hatten: sie waren schöne Zeiten der 'Verantwortungslosigkeit'.


  • Mit dem Wissen kommt die Last der Verantwortung in unsere Welt. Sollen wir der Unwissenheit also nachtrauern?
  • Wissenschaft ist Entzauberung der Welt (Max Weber) und zwar in zweierlei Weise:
Entzauberung I als Befreiung von Magie und Furcht
Entzauberung II als Verlust des Schönen, wobei bei näherem Hinsehen das Schöne nur das schöne Leben, ohne Verantwortung zu haben, war


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