Soziologische Klassiker/ Das soziologische Dorf/ Ahnengalerie - Ferguson

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Adam Ferguson (1723-1816)[Bearbeiten]

Erste systematische Handlungstheorie

Der Mensch lernt durch Erfahrung und zeichnet sich dabei durch Plastizität, d.h. Formbarkeit und Biegsamkeit aus. Als gesellschaftliches Wesen gründet er Gesellschaften, ist von diesen aber wiederum abhängig. Es gilt, die Bildung der unterschiedlichen Schichten wie auch die Schichten selbst zu untersuchen. So kommt man auf menschliche Universalien. Ferguson betont die Plastizität des Menschen, die sich in der Entwicklung vor allem in einer strukturellen Selektion zeigt. Bestimmte Eigenschaften, die als notwendig erachtet werden, werden gefördert (Tapferkeit im Krieg, Wissen in der Wissenschaft), während andere aussterben. Mit der Ansicht, Wissen und Sprache seien von der Gesellschaftsstruktur abhängig kann als er Wegbereiter der Wissenssoziologie gesehen werden. Ähnlich, wie bei den Tieren die Instinkte, sind es beim Menschen die Gewohnheiten, die es vor allem sind, die Handlungen anleiten.

Institutionen

Institutionen bilden sich bei der Suche der Menschen nach Erfolg. Sie sind Ergebnisse des menschlichen Handelns, aber nicht des menschlichen Planes. Sie werden von Menschen geschaffen und nach ihnen muss er sein Handeln ausrichten, ihnen unterliegt der Mensch jedoch nicht vollkommen.

Konflikt

Der Konflikt ist der Weg zum Fortschritt, denn erst durch Konflikte ist Ordnung möglich. Institutionen sind dann am erfolgreichsten, wenn sie Konflikte zulassen und ihre Austragung ermöglichen. Im Markt sieht er die ideale Institution.


Literatur[Bearbeiten]

  • Gabriel, Manfred (2005):
    "Geschichte der Soziologie. Vorlesung WS 2005/06. Paris Lodron Universität"
    Salzburg.