Soziologische Klassiker/ Gerhardt, Uta

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Biographie in Daten[Bearbeiten]

Gerhardt Uta

geboren am 11. Juni 1938 in Zella - Mehlis (Thüringen)


Ausbildung:[Bearbeiten]

  • Studium der Soziologie, Philosophie und Geschichte in Frankfurt am Main und Berlin

1969: Promotion zur Dr. rer. soc. in Konstanz


Berufliche Daten:[Bearbeiten]

  • 1969-l973: Akademischer Rat am Fachbereich Soziologie der Universität Konstanz.
  • 1970-1971: Sprecherin des Fachbereichs.
  • 1970-1973: Assistentenvertretung in der Sozialwissenschaftlichen Fakultät.
  • 1971: Forschungsreise nach Oxford und London im Rahmen des Young Researchers‘ Exchange Program des British Council, London, und DAAD, Bonn.
  • 1971-1972: Vorsitzende des Ausschusses zur Einrichtung des Studienganges Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz.
  • 1971-1973: Zweijähriges Forschungsprojekt zum Thema „Rollenkonflikt in einer

bürokratischen Organisation“.

  • 1972: Wahl in das Konzil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (Wiederwahl 1976).
  • 1973: Lehrstuhlvertretung für Friedrich Tenbruck an der Universität Tübingen im Sommersemester 1973.
  • 1973: Ruf auf eine C-3-Professur für Soziologie an der Universität Aachen (abgelehnt im Winter 1973/1974 wegen des Angebots der University of London)
  • 1973-1974: Postdoktorandenstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft für einen Aufenthalt an der University of California zur Ausbildung in Methoden der qualitativen Forschung. Drei Perioden des Forschungsaufenhaltes: University of California San Diego (Zusammenarbeit mit Aaron Cicourel) Oktober-Dezember l993, Los Angeles
  • l993-l974: Kolloquium mit Harold Garfinkel (San Francisco Medical School) in Zusammenarbeit mit Anselm Strauss und Reinhard Bendix (UC)
  • Berkeley. Research Officer, Department of Social and Behavioral Sciences, San Francisco Medical School. Forschungsprojekt: „Economic Aspects of Illness“, qualitative Interviews in englischer Sprache.
  • 1974-1979: Lecturer, Social Research Unit, Bedford College, University of London, Dozentin im M.Sc. Graduate Studies Program
  • 1977-1980: Forschungstätigkeit am Social Science Research Council, Thema: „Patient Careers in End-Stage Renal Failure“.
  • 1978-1979: Vorsitzende des Examining Board der London University für das Fach Sociological Theory im Board of Studies in Sociology and Social Administration.
  • 1978: Wahl in das Executive Board der Medical Sociology Group der British Sociological Association (ausgeschieden 1979 wegen Rückkehr nach Deutschland).
  • 1979-1993: Ordentliche Professorin für Medizinische Soziologie am Fachbereich Humanmedizin der Justus-Liebig-Universität Giessen. Leitung der Abteilung Medizinische Soziologie (Ernennung zur Abteilungsleiterin auf Lebenszeit durch den Hessischen Minister für Wissenschaft und Bildung 1991).
  • 1980-1984: Wahl und Wiederwahl in den Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
  • 1980-1983: Wahl und zweimalige Wiederwahl als Erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie.
  • 1981-1982: Forschungsprojekt, finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Thema: „Biographische Typenkonstruktion bei Patientenkarrieren der chronischen Niereninsuffizienz. Das Projekt diente der Entwicklung der Datenauswertung durch Idealtypenanalyse.
  • 1983-1990: National Coordinator der European Society for Medical Sociology für

die Bundesrepublik Deutschland.

  • 1984-1992: Wahl und Wiederwahl als Fachgutachterin der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Fachausschuß „Empirische Sozialforschung“.
  • 1986-1996: Mitglied des Gutachtergremiums des DFG-Sonderforschungsbereichs 186.
  • 1984-1985: Mitglied der Kommission „In-vitro-Fertilisation und extra-korporaler Gametentransfer“ des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer, Köln.
  • 1984-1992: Wahl und zweimalige Wiederwahl in das Konzil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
  • 1986: Gastprofessur am Department of Sociology der University of Wisconsin, Madison (Lehrveranstaltungen über Familiensoziologie und Soziologische Theorie).
  • 1986, 1987, 1988, 1991-1992, 1993: 3- bis 6-monatige Forschungs- und Studienaufenthalte als Research Affiliate des Minda de Gunzburg Center for European Studies der Harvard University, Cambridge, MA (USA).
  • 1987-1990: Forschungsprojekt, Deutsche Forschungsgemeinschaft, Thema: „Aortokoronarer Venenbypass und Rückkehr zur Arbeit.
  • 1989-1990: Auswärtige Gutachterin der Evaluation zweier Forschungsinstitute, Centre National de Recherches Scientifiques (CNRS), Paris.
  • 1990: Sechsmonatiges extracurriculares Forschungsfreijahr der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1990-2005: Vorstandsmitglied (durch Wahl) der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute (ASI), Bonn.
  • 1990-1991: Vorsitzende der Sachverständigenkommission „Querschnittsfragen der Alternsforschung“ des Bundesministeriums für Forschung und Technologie, Bonn.
  • 1991-1995: Mitglied des Comité Scientifique Sectoriel No. 5 des Centre National de Recherches Scientifiques (CNRS), Paris.
  • 1991-1993: Mitglied der Ethikkommission des Klinikums des Fachbereichs Humanmedizin der Justus-Liebig-Universität Giessen.
  • 1991-1993: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Phase 2 des Projektes „Aortokoronarer Venenbypass und Rückkehr zur Arbeit.
  • 1992: Sechswöchige Vortragsreise in die USA (Universitäten: Chicago, Northwestern, Wisconsin/Madison, Pittsburgh, Case Western Reserve Cleveland, OH u.a.), finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.
  • 1992: Mitglied des Fachbereichsrates des Fachbereichs Humanmedizin der Justus-Liebig-Universität Giessen (Amtszeit bis l994, Ausscheiden wegen Weggangs an die Universität Heidelberg l993).
  • 1993: Gastprofessur, Department of Sociology, Case Western Reserve University, Cleveland OH (USA) (3 Monate). Lehrveranstaltungen zu soziologischer Theorie und Sozialgeschichte.
  • 1993 – 2003: Professorin für Soziologie (C 4), Lehrstuhl für Soziologie II, Universität Heidelberg.
  • 1994-l996: Verwaltungsrat des Informationszentrums Sozialwissenschaften, Bonn.
  • 1994 – 2006: Koordinationsausschusses des Studium Generale der Universität Heidelberg.
  • 1994: Sommerakademie, Studienstiftung des Deutschen Volkes (La Villa /Italien). Thema: Die Demokratisierung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg durch das amerikanische Besatzungsregime.
  • 1995: (gemeinsam mit Julius Carlebach, Hochschule für Jüdische Studien,Heidelberg): Konferenz „Das Vermächtnis des Massenmords“ (mit Raúl Hilberg, Hans Mommsen, Yehuda Bauer u.a.], Universität Heidelberg.
  • 1995: Gastprofessorin, Department of Sociology, New York University, New York. Lehrveranstaltungen über amerikanische und deutsche soziologische Theorie sowie amerikanische Besatzungspolitik nach 1945 (Reeducation-Thematik).
  • 1995-l997: Vorbereitungsprogramm eines Sonderforschungsbereichs an der Universität Heidelberg, Landesforschungsverbund des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg. Projekt: „Anfänge der Zivilgesellschaft in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg: Die Bedeutung der amerikanischen Besatzungsmacht“ Durchgeführt wurden Materialdokumentationen, teilweise verbunden mit Archivreisen im In- und Ausland.
  • 1996 – 2004: Vertrauensprofessor für die Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Universität Heidelberg.
1996, 1997, 1998, 2002, 2003 3- bis 6-monatige Studien- und Forschungsaufenthalte am Minda de Gunzburg Center for European Studies, Harvard University.
  • 1997: (mit Bernard Barber, Columbia University): Internationale Konferenz, Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg
  • 1997: Session, 96th Annual Conference der American Sociological Association l997 in Toronto, zum Thema „The Politics of Talcott Parsons“.
  • 1997 – 2001: Promotionsausschuss, Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der Universität Heidelberg.
  • 1998: Organisation und Leitung der Sektion „Amerikanische Besatzungspolitik: Absichten – Wirkungen – heutige Perspektiven“ anlässlich des 42. Deutschen Historikertages in Frankfurt/Main.
  • 1999-heute: Editorial Advisory Board der Zeitschrift The American Sociologist./ Internationaler Wissenschaftlicher Beirat der Zeitschrift Soziale Welt.
  • 1999/2000: Sechsmonatiges Forschungsfreijahr, durch Deutsche Forschungsgemeinschaft. Forschungsthema: „Typenkonstruktion in der Tradition der soziologischen Theorie Georg Simmels.“
  • 2000: Vierwöchiger Forschungsaufenthalt. Yale University, New Haven. Beinecke Library.
  • 2000: Sommerakademie (mit H. – J. Gerigk), Studienstiftung des Deutschen Volkes (Alpach/Tirol Thema: „Soziologie und Literatur.“)
  • 2001-2003: Mitglied des Ausschusses zur Vergabe von Stipendien nach dem Landes-Graduierten-Förderungsprogramm Baden-Württemberg (Universität Heidelberg).
  • 2001: Internationale Fachtagung am Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg. Thema: „Soziologie – Geschichte – Kultur. Zum Problem der Zeitlichkeitkeit geistes- und sozialwissenschaftlicher Analyse(n).“
  • 2001: 3-monatiger Studienaufenhalt am German Historical Institute, Washington D.C.
  • 2001-heute: Editorial Advisory Board der Zeitschrift Journal of Classical Sociology, London/Toronto.
  • 2002: 3-monatiger Studienaufenthalt, National Archives, Washington D.C., in Verbindung mit dem German Historical Institute, Washington D.C.
  • 2002-2005: Forschungsprojekt „Demokratisierung durch ritualisierten Kulturtransfer: Westdeutschland in der Reeducation-Phase“ im Rahmen des DFG Sonderforschungsbereichs 619 „Ritualdynamik. Soziokulturelle Prozesse in historischer und kulturvergleichender Perspektive“ an der Universität Heidelberg.
  • 2003-2005: Stellvertretende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftlicher Institute (ASI).
  • 2003-2005: Forschungsprojekt „Die Anfänge der empirischen Sozialforschung (Surveyforschung) in Westdeutschland nach dem Ende des Nationalsozialismus“ mit Schwerpunkt „Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Deutschland im internationalen Zusammenhang im späten 19. und 20. Jahrhundert“.
  • 2003-2006: Executive Board der Theory Section der American Sociological Association (ASA).
  • 2005-2007: Forschungsprojekt: “Die Anfänge der Surveyforschung in Westdeutschland” im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms Wissenschaftsgeschichte (Verlängerung des Projekts aus dem Zeitraum 2003-2005).
  • 2005-2007: Executive Board der History of Sociology Section der American Sociological Association (ASA).

Werke[Bearbeiten]

1971: Rollenanalyse als kritische Soziologie

1985: Patientenkarrieren

1988: Uta Gerhardt, Yvonne Schütze: Frauensituation. Veränderungen in den letzten zwanzig Jahren

1991: Gesellschaft und Gesundheit

1992: Uta Gerhardt, Ekkehard Mochmann [Hrsg.]: Gesellschaftlicher Umbruch 1945 - 1990

1993: Uta Gerhardt, Talcott Parsons: Talcott Parsons on National Socialism

1994: Hans Ulrich Derlin, Uta Gerhardt: Systemrationalität und Partialinteresse. Festschrift für Renate Mayntz

1995: Uta Gerhardt [Hrsg.]: Familie der Zukunft: Lebensbedingungen und Lebensformen

1995: Uta Gerhardt, Ekkehard Mochmann [Hrsg.]: Gewalt in Deutschland. Soziale Befunde und Deutungslinien

1999: Herz und Handlungsrationalität

1999: Bernard Barber, Uta Gerhardt: Agenda for Sociology

2001: Idealtypus: Zur methodischen Begründung der modernen Soziologie

2005: Soziologie der Stunde Null


Literatur[Bearbeiten]

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Internetquellen[Bearbeiten]