Soziologische Klassiker/ Gorz, Andrè

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Grundstruktur des Kapitels:


Biographie in Daten[Bearbeiten]

Gorz Andrè


  • geboren 1923 in Wien mit dem Namen Gerhart Hirsch


  • Gorz war Sohn eines jüdischen Holzhändlers und änderte in den 30er Jahren erstmals seinen Namen, um der Verfolgung der Nationalsozialisten zu entkommen.
  • Während des 2. Weltkriegs begann Gorz ein Chemiestudium im Schweizer-Exil, dort verfasste er auch einige philosophische und politische Artikel für eine Schweizer Genossenschaftszeitschrift.
  • 1949 geht Gorz nach Frankreich um als Pressereferent und Militärattaché zu arbeiten. Schon bald wird er Redakteur bei einer Zeitung namens Paris-Presse. Seine sozialphilosophischen Texte werden unter dem Namen A. Gorz veröffentlicht. Als Journalist wird er unter dem Namen Michel Bosquet bekannt.
  • Gorz nimmt die französische Staatsbürgerschaft 1957 an, und wird 1960 Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Les temps Modernes“
  • Andre Gorz nimmt sich am 22.09.2007 gemeinsam mit seiner Frau das Leben

Gorz hat sich in den sechziger und siebziger Jahren einen Namen als Befürworter der politischen Ökologie und Theoretiker der Arbeitsverwaltung gemacht.

Historischer Kontext[Bearbeiten]

Als geborener Wiener und verfolgter Jude vor und während des 2. Weltkriegs, war Gorz gewissermaßen gezwungen, sich mit den ideologischen Aspekten der zu dieser Zeit dominierenden politischen Herrschaftsformen auseinanderzusetzen.


Theoriegeschichtlicher Kontext[Bearbeiten]

Die Bekanntschaft und die spätere Zusammenarbeit mit Jean Paul Sartre haben Gorz mit Sicherheit richtungsweisend beeinflusst. Gorz' Werke beschäftigen sich in erster Linie mit Kapital - Arbeit - und Wissen, als Marxist vertritt er einen Standpunkt, der von vielen als utopisch, oder realitätsfremd kritisiert wird.


Werke[Bearbeiten]

  • Strategy for labor : a radical proposal. Beacon Press (1968)
  • Die Aktualität der Revolution. Nachtrag zur Strategie der Arbeiterbewegung (1970)
  • Zur Strategie der Arbeiterbewegung im Neokapitalismus (1974)
  • Kritik der Arbeitsteilung (1974)
  • Ökologie und Politik. Beiträge zur Wachstumskrise (1977), (1980)
  • Socialism and revolution. Allen Lane (1975)
  • Der Verräter (1980)
  • Abschied vom Proletariat (1980)
  • Wege ins Paradies (1983)
  • Kritik der ökonomischen Vernunft (1989)
  • Arbeit zwischen Misere und Utopie (1999)
  • Wissen, Wert und Kapital (2004)


Das Werk in Themen und Thesen[Bearbeiten]

24.8.2005 "Jede Politik, auf welche Ideologie sie sich sonst auch berufen mag, ist verlogen, wenn sie die Tatsache nicht anerkennt, daß es keine Vollbeschäftigung für alle mehr geben kann und daß die Lohnarbeit nicht mehr länger der Schwerpunkt des Lebens, ja nicht einmal die hauptsächliche Tätigkeit eines jeden bleiben kann." [1] Zitat aus André Gorz: Wege ins Paradies

Der Kapitalismus, und die Ausbeutung durch den Kapitalismus, stehen meist im Mittelpunkt von Gorz Werken. Allerdings steht der Kapitalismus laut Gorz kurz vor dem Aus, er hat seinen Höhepunkt erreicht.

Andre Gorz versucht in seinen Werken eine andere Sicht der Dinge darzustellen, und zu zeigen, dass es immer mehrere Wege gibt. Das Wissen ist das neue Kapital unserer Gesellschaft.


Rezeption und Wirkung[Bearbeiten]

Andre Gorz blieb stets seiner Linie treu. Als Anti-Kapitalist und Marxist veröffentlichte er Werke, die bei seinen Kritikern als unrealistisch und utopisch abgetan wurden. Gorz' Anhänger sehen in seinen Werken alternative Wege zu einer neuen umstrukturierten Gesellschaft.


Literatur[Bearbeiten]

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Internetquellen[Bearbeiten]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gorz, Andrè (1984): Wege ins Paradies, Berlin, S. 56