Soziologische Klassiker/ Linton, Ralph

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Grundstruktur des Kapitels:

Biographie in Daten[Bearbeiten]

Linton Ralph

  • geboren am 27. Februar 1893 in Philadelphia, Pennsylvania
  • gestorben am 24. Dezember 1953 in New Haven, Connecticut. Linton erlag einem Herzinfarkt.


Vater: Isaiah Waterman Linton, Besitzer einer Restaurantkette; Quäker Mutter: Mary Elizabeth Gillingham; Quäker 1. Ehefrau: Josephine Foster, Heirat in 1925. 2. Ehefrau: Margaret McIntosh, Heirat nach dem Ersten Weltkrieg. 1934 zerbrach die Ehe. 3. Ehefrau: Adelin Sumner Briggs, Heirat in 1935. Später seine Sekretärin. Kinder: 1 Sohn aus 2ter Ehe.


Lebenslauf[Bearbeiten]

27.02.1893 geboren in Philadelphia, Pennsylvania; besuchte im schulfähigen Alter die Friends High School 1911 - 1915 Swarthmore College B.A. 1912 Archäologische Forschungstrips in New Mexico und Colorado 1913 in Guatemala 1916 M.A. University of Pennsylvania 1920 - 1922 Ethnologische Forschungen auf den Marquesas Inseln im Pazifik 1924 Archäologische Forschungen in Ohio 1925 Ph.D. Harvard University. Ehe mit Josephine Foster 1925 Unterrichtet an der University of Wisconsin und an der Columbia University WW1 Kämpfe in Frankreich. Linton verließ die Armee als Liaison Corporal. Ehe mit Margaret McIntosh. 1 Sohn. 1925- 1927 Ethnologische Forschungen auf Madagaskar und Ost-Afrika. The Tanala: a Hill Tribe of Madagascar 1928 Lehrtätigkeit an der University of Wisconsin 1934 Scheitern der Ehe mit Margaret McIntosh 1935 Heirat mit Adelin Sumner Briggs 1936 The Study of Man 1937 - 1946 Lehrtätigkeit an der Columbia University WW2 Lehrtätigkeit an der Columbia's School of Military Government & Administration. The Cultural Background of Personality 1946 Sterling Professor of Anthropology an der Yale University & Präsident der American Anthropological Association
1951 Mitgliedschaft in der National Academy of Sciences
1951 - 1953 Beginn mit der Arbeit an The Tree of Culture, seine Frau vervollständigte diese 24.12.1953 Tod an einem Herzinfarkt in New Haven, Connecticut 1954 Erhalt der Huxley Memorial Medal of the Royal Anthropological Institute


Historischer Kontext[Bearbeiten]

Während des Ersten Weltkrieges kämpfte Linton in Frankreich. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Linton in die Kriegsplanung (war planning) involviert, was seine Gedanken über den Krieg und die Rolle der Vereinigten Staaten veränderte und deutlich Einfluss auf seine folgenden Nach-Kriegs-Werke hatte. Besonders in The Science of Man in the World Crisis (1945) und Most of the World (1949) kommt dies zum Ausdruck.


Theoriegeschichtlicher Kontext[Bearbeiten]

Die Bekanntschaft mit Alfred Radcliffe-Brown, ein britischer Sozialanthropologe und Mitbegründer des Strukturfunktionalismus, hatte großen Einfluss auf Linton's Werk The study of Man, da Radcliffe-Brown ein Schüler Emile Durkheims und Anhänger der Philosophen Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau war.


Werke[Bearbeiten]

The Tanala, a Hill Tribe of Madagascar, 1933, Chicago : Field Museum of Natural History
The Study of Man 1936, Appleton Century Crofts Inc.
The Science of Man in the World Crisis, 1945, Columbia University Press
The Cultural Background of Personality, 1945, Appleton Century Crofts.
Most of the World, 1949
The Tree of Culture, 1955, Knopf


Das Werk in Themen und Thesen[Bearbeiten]

Linton begründete 1936 die Rollentheorie (Study of Man), wobei er sich hauptsächlich mit den Konzepten Rolle und Status befasste.


Thesen

  • Jedes Individuum verfügt über mehrere Status.
  • Jedem Status wird eine bestimmte Anzahl an Rollen zugeschrieben.
  • Die Rollen werden mit der Zeit angeglichen, um Rollenkonflikte zu vermeiden.
  • Innerhalb einer sozialen Struktur gibt es nichts, was zu Konflikten führen könnte.
  • Faktoren, die zu Konflikten führen, sind extern.


Rezeption und Wirkung[Bearbeiten]

Zu seiner Zeit als Professor an den verschiedenen Universitäten hatte Ralph Linton viele Schüler, die später durch ihre Arbeiten und Forschungen aus der Anthropologie nicht mehr wegzudenken waren. ZU diesen zählten Clyde Kluckhohn, Marvin Opler und Sol Tax.


Linton's Rollentheorie hat sich bis heute durchgesetzt - Talcott Parsons übernahm diesen Ansatz und entwickelte die pattern variables, welche folglich von Parson's Schüler Robert K. Merton in einem mehrdimensionalem Modell weiterverarbeitet wurden.


Internetquellen[Bearbeiten]