Soziologische Klassiker/ Musiksoziologie

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Einleitung[Bearbeiten]

''Es ist durchaus möglich, Musik während des ganzen Lebens folgenlos zu ignorieren; besser: es scheint möglich zu sein. Zum anderen verfügt Musik über die Eigenheit, sich immer und überall auf zwingende Weise mit dem Menschen zu zeigen- in jedem wirtschaftlichen, sozialen, politischen System, unbeschadet der Zeitalter, der geografischen, der klimatischen Bedingtheiten, unabhängig von bestehenden oder nicht bestehenden Sorgen und Problemen. Nicht Arbeitslosigkeit und nicht Hungersnot, nicht Terrorismus und nicht Naturkatastrophen sind geeignet, eine Menschheit ohne Musik hervorzubringen. [1]


Die Musiksoziologie ist eine noch junge Wissenschaftsdisziplin innerhalb der Soziologie. Das vorliegende Projekt stellt einen Versuch dar, den derzeitigen Forschungsstand dieses sehr bunten Fachgebietes im Blick auf die wissenschaftstheoretischen Hintergründe zu untersuchen. Die Darstellung der Methoden der Musiksoziologie soll zunächst in die Problematik des Verstehens von Musik aus soziologischer Sicht einführen. Zur Aufbereitung der theoretischen Fundamente der Musiksoziologie werden in einem weiteren Schritt die Klassiker der Soziologie, deren Vordenker und Erben, im Hinblick auf ihren Beitrag zu diesem musiksoziologischen Grundgerüst, chronologisch untersucht. Die nachstehende Theory-Map, welche wie ein Musikstück nach der Sonatenhauptsatzform von der Einleitung über Exposition, Durchführung und Reprise hin zur Coda führt, soll dazu einen Überblick geben. Dabei wird der historische Werdegang der Musiksoziologie in Relation zu den jeweiligen soziologischen Theorien aufgezeigt, wobei versucht wurde, „Theoriestränge“, die einander rückblickend stark geprägt oder bedingt haben, in einer Linie darzustellen. Soziologen, die das Themenfeld des musikalischen Handelns im Speziellen behandelt haben, wurden rot, jene, die die Musiksoziologie „nur“ indirekt geprägt haben, schwarz gekennzeichnet. Anhand der an die Theory Map anschließenden Tabelle, sollen in der Folge die bearbeiteten Themenfelder der Musiksoziologie noch einmal gebündelt dargestellt werden. Auf dieser Seite findet sich also ein anschaulicher Überblick über die Musiksoziologie sowie ein ausführlicher Literaturhinweis wieder. Die konkrete inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik und damit die vollständige Version der Arbeit wurde aus urheberrechtlichen Gründen auf die Homepage der Universität Salzburg verlegt.

Übrigens: Die über die Theory Map verlinkte Langform dieser Arbeit können Sie auch als stringent formatiertes PDF lesen.

Theory Map[Bearbeiten]

In der folgenden Theory Map sind alle Namen und sonstigen Inhaltselemente auf die entsprechende Stelle in der Langform dieser Arbeit (die wie oben schon erwähnt aus urheberrechtlichen und praktischen Gründen auf einem Server der Univ. Salzburg liegt) verlinkt. Das Laden der Datei hinter den Links in der Theory Map kann aufgrund ihrer Größe manchmal etwas länger dauern.


InhaltVorwortMethodenPlatonDescartesSchützTenbruckMertonBourdieuLuhmannGoffmanMarxDarminCompteTardeSpencerSimmelVeblenCombarieuAdornoDahrendorfHabermaasEngelMüllerSilbermannKlausmeierBlaukopfKneifBühlRommenhöllerKadenEngelGabrielSchlusswortLiteraturMeadDurkheimWeberAsanger.carmen.musiksoziologie.png
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Übersicht über die Themenfelder des Musiksoziologie[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht darüber, welche Soziolog/inn/en sich mit welchen Themen der Musiksoziologie beschäftigt haben. Jeder Vermerk hat seine Entsprechung in der Langform dieser Arbeit. Auf eine Verlinkung wurde hier verzichtet, weil die vielen dafür nötigen Links diese Seite sehr langsam machen würden.


Asanger carmen musiksoziologie themenfelder.png

Eine auch als Tabelle formatierte und teilweise auch verlinkte Version dieser hier als Bild formatierten Tabelle können Sie hier aufrufen.

Literaturliste[Bearbeiten]

„Solange auch nicht die geringste Einigkeit darüber zu erzielen ist, was denn Musiksoziologie eigentlich sei, welchen Stellenwert sie innerhalb der Musikwissenschaft einnehme, welche Wissenschaftstheorien, welche Methoden die ihr angemessenen seien, solange wird eine musiksoziologische Literaturliste immer unvollständig bleiben." [2]


  • Adorno, Theodor, W. (1959):
    "Klangfiguren. Musikalische Schriften I."
    Frankfurt.
  • Adorno, Theodor, W. (1962):
    "Einleitung in die Musiksoziologie."
    Frankfurt.
  • Adorno, Theodor, W. (1969):
    "Dissonanzen, Musik in der verwalteten Welt, 4. Ausgabe."
    Göttingen.
  • Adorno, Theodor, W. (1969):
    "Impromptus. Zweite Folge neu gedruckter musikalischer Aufsätze, 2.Auflage."
    Frankfurt.
  • Almer, Wolfgang (2002):
    "Strukturen und Strategien der Musikwirtschaft im Umgang mit verallgemeinerten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen."
    Linz.
  • Blaukopf, Kurt (1982):
    "Musik im Wandel der Gesellschaft. Grundzüge der Musiksoziologie."
    München, Zürich.
  • De la Motte-Haber, Helga/ Neuhoff, Hans (Hrsg):
    "Musiksoziologie. Handbuch der systematischen Musikwissenschaft, Band 4:"
    Lappersdorf.
  • Bühl, Walter Ludwig (2004):
    "Musiksoziologie Band 3 aus: Krakauer, Peter Maria (Hrsg.)."
    Bern.
  • Descartes, Renatus (1992):
    "Musiceae Compendium. Leitfaden der Musik herausgegeben und ins Deutsche übersetzt von Johannes Brockt, 2. unveränderte Auflage."
    Darmstadt.
  • Engel, Gerhard (1980):
    "Musik und Wissenschaft. Zur Wissenschaftslehre, Ästhetik und Didaktik der Musik aus der Sicht des neueren Kritizismus in: Jakoby, Richard (Hrsg.): Schriftenreihe zur Musikpädagogik."
    Frankfurt am Main. Berlin. München.
  • Engel, Gerhard (1990):
    "Zur Logik der Musiksoziologie. Ein Beitrag zur Philosophie der Musikwissenschaft"
    Tübingen.
  • Engel, Hans (1960):
    "Musik und Gesellschaft. Bausteine zu einer Musiksoziologie."
    Berlin. Halensee.
  • Engel, Hans (1986):
    "Musik der Zeiten und Völker. Eine Geschichte der Musik von den Anfängen bis zur Gegenwart."
    Wiesbaden.
  • Gabriel, Manfred (1994):
    "Zwischen den Stühlen: Das zeitgenössische Musiktheater und sein Komponist. Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg."
    Salzburg.
  • Gabriel, Manfred (1997):
    "Musik und Paradigma. Eine soziologisch-handlungstheoretische Erklärungsskizze mit Fallbeispielen aus der Neuen Musik nach 1945 in: Fischer, Michael/ Hoyningen-Huene, Paul (Hrsg.) Paradigmen. Facetten einer Begriffskarriere, Band 17 der Salzburger Schriften zur Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie."
    Frankfurt am Main.
  • Großmann, Rolf (1991):
    "Musik als Kommunikation. Zur Theorie Musikalischer Kommunikationshandlungen Band XIV in: Barsch, Achim/Linke, Peter/ Hauptmeier, Helmut/ Kindt, Walther/ Meutsch, Dietrich/ Rusch, Gebhard/ Schmidt, Siegfried/ Viehoff, Reinhold/ Zobel, Reinhard (Hrsg.): Konzeption Empirische Literaturwissenschaft."
    Braunschweig.
  • Haselauer, Elisabeth (1980):
    "Handbuch der Musiksoziologie."
    Wien.
  • Kaden, Christian (1984):
    "Musiksoziologie"
    Wilhelmshaven.
  • Klausmeier, Friedrich (1978):
    "Die Lust, sich musikalisch auszudrücken. Eine Einführung in sozio-musikalisches Verhalten, 1.Auflage."
    Reinbek bei Hamburg.
  • Kneif, Tibor (1971):
    "Musiksoziologie."
    Köln.
  • Müller, Renate (2003):
    "Soziokulturelle Musikpädagogik – unreflektiert? Eine Entgegnung auf Vogts Frage „Empirische Forschung in der Musikpädagogik ohne Positivismusstreit?“. In: Zeitschrift für Kritische Musikpädagogik, Als elektronischer Artikel 2003, S. 4 [1], abgerufen 7. Mai 2009
  • Müller Renate (2004):
    "Musiksoziologische Grundlagen", In: Hartogh, Theo/Wickel, Hans Hermann (Hrsg.):Handbuch Musik in der sozialen Arbeit
    Juventa.
  • Parzer, Michael (2007):
    "Zur Musik der Gesellschaft. Zur Interdisziplinarität musiksoziologischer Forschung, Bericht der 3. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Musiksoziologie/Sektion Kultursoziologie der DGS. Universität für Musik und darstellende Kunst."
    Wien.
  • Rummenhöller, Peter (1978):
    "Einführung in die Musiksoziologie in: Schaal, Richard (Hrsg.): Taschenbücher zur Musikwissenschaft."
    Wilhelmshaven.
  • Vogt, Jürgen (2003):
    "Empirische Forschung in der Musikpädagogik ohne Positivismusstreit? Zum 100. Geburtstag Theodor W. Adornos. In: Vogt, Jürgen (Hrsg.) Zeitschrift für kritische Musikpädagogik. Elektronischer Artikel. www- Dokument: http://home.arcor.de/zfkm/vogt5.pdf, abgerufen am 06.12.2008.
  • Weber, Max (1973):
    "Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre."
    Tübingen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Haselauer, Elisabeth (1980): Handbuch der Musiksoziologie. Wien, S.49.
  2. Rummenhöller, Peter (1978): Einführung in die Musiksoziologie in: Schaal, Richard (Hrsg): Taschenbücher zur Musikwissenschaft; Wilhelmshaven, S.248.