Soziologische Klassiker/ Radcliffe-Brown, Alfred

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Grundstruktur des Kapitels:

Biographie in Daten[Bearbeiten]

Alfred Reginald Radcliffe-Brown

  • geboren am 17. Jänner 1881 in Birmingham, England
  • gestorben am 24. Oktober 1955 in London, England


Werdegang[Bearbeiten]

  • 1901 Einschreibung als Student der Naturwissenschaften, Philosophie, Ökonomie und Psychologie an der Universität Cambridge
  • 1904 Bachelor an der Universität Cambridge
  • 1908 erlangte er an der Universität Cambridge den Fellow
  • 1909 Lecturer(Professor) der Ethnologie an der Universität London
  • Während des Ersten Weltkrieges Erziehungsleiter im Königreich Tonga
  • 1921-25 Prof. der Sozialanthropologie an der Universität Kapstadt
  • 1929-31 lehrte Radcliffe-Brown in Sydney
  • 1931-37 lehrte Radcliffe-Brown in Chicago
  • 1937-46 lehrte Radcliffe-Brown in Oxford


Historischer Kontext[Bearbeiten]

Radcliffe-Brown lebte und wirkte in einer Zeit der Veränderungen und der großen Herrschaftsysteme. Trotz allem flossen diese Umstände kaum bis gar nicht in seine Ansichten mit ein.


Theoriegeschichtlicher Kontext[Bearbeiten]

Radcliffe-Brown setzte es sich zum Ziel, herauszufinden, in welcher Art und Weise Menschen ohne Herrschaft und Staat leben können. Dabei wurde er von Emile Durkheim, J. Rousseau, sowie Thomas Hobbes und auch Bronislaw Malinowski beeinflusst. Er befasste sich mit verschiedenen Gesellschaftssystemen und deren Organisationsformen und bearbeitete diese mit Hilfe der Theorien von Hobbes und Durkheim.


Werke[Bearbeiten]

  • 1931 The Social Organization of Australian Tribes
  • 1933 The Andaman Islanders, (1922)
  • 1952 Structure and Function in Primitive Society
  • 1957 A Natural Science of Society


Das Werk in Themen und Thesen[Bearbeiten]

Die von Radcliffe-Brown verfassten Werke befassen sich mit den Strukturen und Funktionen von Organisationen und Institutionen in verschiedenen Gesellschaften und Kulturen. Er ließ dabei die historischen Veränderungen außer Acht, die koloniale Herrschaft wurde zudem nicht für Veränderungen oder Abweichungen in den verschiedenen Systemen in Betracht gezogen.


Strukturell-funktionale Theorie

Radcliffe-Brown kann als Mitbegründer des Strukturfunktionalismus angesehen werden. Er ging zwar wie viele Andere von empirischen Analysen der Ethnologie aus, fügte aber seiner Theorie eine bestimmte Annahme bei. In dieser hält er eine "Analogie zwischen dem sozialen und dem organischen Leben" fest. Weiters sieht er in Tätigkeiten die sich stätig wiederholen und in den bestimmten Gebräuchen der Kulturen, einen Stabilisator für das gemeinsame Zusammenleben.


Rezeption und Wirkung[Bearbeiten]

Radcliffe-Brown war ein anerkannter Sozialanthropologe und zudem Mitbegründer des Strukturfunktionalismus. Seine Zeitgenossen hatten durchaus Interesse an seinen Theorien und Vorstellungen. Unter seinen Schülern sind Namen wie Victor Turner, Meyer Fortes und Sir Edwards Evans Pritchard zu finden.

Für die Gegenwart ist festzuhalten, dass der Strukturfunktionalismus und damit auch die Ansichten von Radcliffe-Brown, durchaus Einfluss auf die Darstellung der sozialen Systeme und damit auf die gesammte Soziologie haben. Von Wichtigkeit ist hier vor allem die Bedeutung von Gemeinsamkeiten für ein gesichertes, stabiles System.


Literatur[Bearbeiten]

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Internetquellen[Bearbeiten]