Traktorenlexikon: Massey Ferguson FE 35/MF 35

Aus Wikibooks
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mängelhinweis
Diese Seite enthält kleine oder große inhaltliche Unstimmigkeiten oder Mängel. – Das ist nicht schlimm, denn Du kannst mithelfen beim Korrigieren und Nachbessern. Wenn das Problem behoben ist, sollte die Mängelvorlage entfernt werden.

Hinweise zur Mängelbehebung: Die Inhalte dieser Seite sind aus mehreren Traktorenlexikonseiten zusammengeführt worden, weil es sich beim FE 35, FE 35 spezial und MF 35 letztlich um ein Modell handelt. Eine Überarbeitung der teilweise leider etwas inkonsistenten Infos, eine sinnvolle und übersichtliche Gliederung sowie eine allgemeinverständliche Einleitung wären super! Auch dürfte es bei einigen Punkten (z.B. den Motoren) hilfreich sein, bloße Aufzählungen durch ganze Sätze zu ersetzen bzw. zu ergänzen.

Traktorenlexikon GreenButton LeftArrow.svg Hersteller-/Markenübersicht GreenButton LeftArrow.svg Kapitel „Massey Ferguson“
Massey Ferguson FE 35/MF 35
Ferguson FE 35
Basisdaten
Hersteller/Marke: Massey Ferguson
Modellreihe: „3“ (?)
Modell: FE 35/MF 35
Bauweise: rahmenlose Blockbauweise
Produktionszeitraum: 1956–1964
Stückzahl: FE 35 + MF 35: 387.382
Maße
Eigengewicht: 23C: 1432; A3.152: 1440 kg
Länge: 2835–2972 mm
Breite: 1630 mm
Höhe: 1370?–1372 mm
Radstand: 1830 mm
Bodenfreiheit: 320 mm
Spurweite: vorne: 1219–1220? mm
hinten: 1320 mm
Wenderadius mit Lenkbremse: 5330–5334 (5534?) mm
Wenderadius ohne Lenkbremse: 5860–5867 mm
Standardbereifung: vorne: 6.00-16 AS
hinten: 13.2-28 AS
Motor
Nennleistung: 32,5–42 (je nach Baujahr und Motor) PS
Nenndrehzahl: 1688–1720/min
Zylinderanzahl: 4 oder 3
Hubraum: 2259–2502 cm³
Kraftstoff: Diesel (oder Benzin)
Kühlsystem: Wasser(umlauf)kühlung
Antrieb
Antriebstyp: Hinterradantrieb
Getriebe: 6/2
Höchstgeschwindigkeit: 19,45–32 km/h

Die Bezeichnung MF 35 steht für das Modell FE 35 nach der Fusion von Massey-Harris und Ferguson Ltd. In dieser Zeit entstanden Traktoren, die zwar offiziell Massey-Ferguson MF 35 heißen, aber von der Ferguson Ltd. entwickelt und auch gebaut worden sind und die auf ihren Bauteilen noch dazu MHF, also noch Massey-Harris-Ferguson eingeprägt haben. Ging wohl in der damaligen (Fusions-)Zeit etwas durcheinander.

Ein MF35 wurde der Traktor erst nach der Übernahme von Perkins-Diesel durch Massey-Ferguson, da dann der 4-Zylinder-Standard-Motor vom 3-Zylinder-Perkins-Motor abgelöst wurde.

Sämtliche anderen Bauteile wie Getriebe, Hinterachse, Hydraulik und Design blieben gleich. Viele Teile des MF (FE) 35 wurden auch Jahre später in den 100er und 200er Baureihen von MF bis weit in die 1970er Jahre teilweise unverändert verbaut.

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem von 1946 bis 1956 über eine halbe Million Ferguson-TE-Traktoren im Werk Banner Lane im britischen Conventry gebaut worden waren, wurde der TE vom neuen Ferguson-Modell FE 35 abgelöst. Erwartungsgemäß trat der FE35 ein schweres Erbe seines sehr erfolgreichen Vorgängers an. Motor- und Kühlerverkleidung hatten eine rundlichere Form erhalten und wurden somit den Zeitgeschmack der späten 1950er Jahre angepasst. Die Blechteile wurden weiterhin in Harry Fergusons bevorzugtem Grauton lackiert. Der Rumpf erhielt eine goldene Lackierung, weshalb man ihn auch „Goldbauch“ nannte. Die Motorhaube wurde oben mit einer langen schmalen Klappe ausgelegt, um einen leichteren Zugang zu Batterie, Kühler- und Tankverschlüssen zu ermöglichen. Im FE 35 arbeitete jetzt ein Sechsganggetriebe und eine verbesserte und mit höheren Druck arbeitende Regelhydraulik, die auch ohne Einschalten der Zapfwelle bedient werden konnte. Das Lenkgetriebe wurde durch die neue Kugelumlauflenkung ersetzt, um gleitende in rollende Reibung umzuwandeln, wodurch Fahrbahnstöße besser aufgefangen werden konnten. Angetrieben wurden die FE-35-Traktoren von den bekannten Standard-Benzin- und -Dieselmotoren aus der TE-Serie, allerdings wurde der Hubraum erhöht, wodurch die Leistung auf 35 PS stieg. Der 23c-Dieselmotor arbeitet mit Ricardo-Komet-Verbrennungskammern und indirektem Einspritzverfahren. Er ist mit Zweiloch-Zapfdüsen ausgerüstet, die eine besondere Einspritzöffnung besitzen, die als Starterleichterung dient. Im Winter war das Startverhalten dennoch katastrophal, weshalb die Motoren später mit einzelnen Glühkerzen ausgerüstet wurden, die das Startverhalten wesentlich verbesserten.

1959 kaufte Massey-Ferguson den größten Dieselmotorhersteller Perkins und somit wich der 4-Zylinder-Standard-Motor 23c dem neuen Perkins-A3.152-Motor, der keine Startschwierigkeiten kannte. Der A3.152 ist eine Kombination des direkten und indirekten Einspritzverfahren. Die kugelförmige Verbrennungskammer liegt zu einer Hälfte im Zylinderkopf und zur anderen in einer abnehmbaren Stahlgussklappe auf der linken Motorseite. Die Einspritzdüsen vom Zweilochtyp spritzen Kraftstoff einmal in die runde Verbrennungskammer und außerdem direkt in den Zylinder. Dieses Verfahren gewährleistet gute Kaltstarteigenschaften, geringen Wärmeverlust, gute Kraftstoffausnutzung, einen großen Drehzahlbereich und einen elastische und wirtschaftliche Motorleistung auf lange Zeit. Der Perkinsmotor hat sich so bewährt, dass er heute noch hergestellt wird, allerdings nur als Direkteinspritzer.

Im November 1957 erhielt der nun als Massey-Ferguson MF 35 angebotene Schlepper eine neue Lackierung in den bis heute vertrauten MF-Farben (vorwiegend rot). Das Spezialmodell war mit einer Zweiwegezapfwelle und einer Doppelkupplung ausgerüstet. 1962 wurde der MF 35 auch mit Multipower angeboten, dass den Gangwechsel während der Fahrt bei Last ermöglichte.

Versionen[Bearbeiten]

Identifizierung[Bearbeiten]

Um welchen 35er es sich handelt, lässt sich von der Seriennummer ablesen. Das kann mit Hilfe der folgenden Tabellen geschehen. Alle Modelle haben einen 3-, 4- oder sogar 5-stelligen Buchstabencode gefolgt von einer Zahlenkombination, die Auskunft über Modell, Baujahr und Stückzahl gibt.

Buchstabencode
1) Chassis 2) Motor 3) Kupplung 4) und 5) Getriebe
S = Standard
V = Weinbau
J = Industrie
C = High clearance Engine
G = Standard Petrol (6:1)
H = Standard Petrol (6:1:1)
D = Standard 23c Diesel
N = Perkins A3.152 Diesel
K = Standard Vaporising Oil
L = Standard Lampenöl
B = Standard Gas (Butan)
F = Einfachkupplung
M = Doppelkupplung
W = Multi Power
Y = Differentialsperre
Seriennummern der englischen FE-35-/MF-35-Traktorenproduktion
ab Nummer bis Nummer Modell Baujahr Produktion (Stk.)
1001 9225 FE 35 1956 8225
9226 74655 FE 35 1957 65.430
74656 79552 MF 35 1957 4897
79553 125067 MF 35 1958 45.515
125068 171470 MF 35 1959 46.403
171471 220613 MF 35 1960 49.143
220614 267527 MF 35 1961 46.914
267528 307230 MF 35 1962 39.703
307231 352254 MF 35 1963 45.024
352255 388382 MF 35 1964 36.128
Gesamtproduktion 387.382

Beispiel:
Ein MF 35 trägt die Seriennummer SDM120054. Dabei steht:

  • Buchstabe 1 (Chassis) für die Standardausführung (S),
  • Buchstabe 2 (Motor) für den Standard-23c-Dieselmotor (D),
  • Buchstabe 3 (Kupplung) für die Doppelkupplung (M),
  • Buchstabe 4 (Getriebe) – nicht vorhanden, also ohne Besonderheit,
  • Buchstabe 5 (Getriebe) – nicht vorhanden, also ohne Besonderheit und
  • die Ziffernfolge 120054 für die eigentliche Produktionsnummer 120054 (Modell MF 35, Baujahr 1958).

Seriennummern mit Versionen[Bearbeiten]

Massey Ferguson 35 – Alle Versionen
Produktionsjahr Motor Seriennummern Stückzahl Bemerkung
1956 Standard petrol engine
V.O. engine
Standard 23C engine
1001–9224 8224 Gebaut ab Oktober 1956 um die TE-Serie zu ersetzen; Ferguson FE-35; mit golden lackiertem Motor und Getriebe, Blechverkleidung grau.
1957 Standard 23c diesel 9225–79552 70.328 (ab Seriennummer 74.655) MF-Version ersetzte die FE-Version nachdem der Firmenname geändert wurde (1957); Motor und Getriebe grau, Blechverkleidung rot. Die Fusion zwischen Harry Ferguson und Massey Harris entstand Mitte 1953, drei Jahre danach endete die Produktion der TE-Serie (Juli 1956).
1958 Standard 23c diesel 79553–125067 45.515
1959 Perkins 3.152 125068–171470 46.403 gebaut ab Seriennummer 165596 mit Perkins 3.152
1960 Perkins 3.152 171471–220613 49.143
1961 Perkins 3.152 220614–267527 46.914
1962 Perkins 3.152 267528–307230 39.703 Einführung des Multipower als Sonderausstattung
1963 Perkins A3.152 307231–352254 45.024 MF 35X gebaut ab Seriennummer 302413
1964 Perkins A3.152 352255–388382 36.128 Produktionsende nach 387.382 gebauten Exemplaren

Massey Ferguson FE 35 / MF 35[Bearbeiten]

Der MF (FE) 35 ist einer der meistgebauten und erfolgreichsten Traktoren der Welt. Dieser, für die damalige Zeit, innovative Traktor wurde von 1956 bis 1964 zuerst mit dem 4 Zylinder Motor 23 C der Standard-Motor-Company und nach dem Kauf der F.Perkins Ltd. mit dem 3 Zylinder A3.152 ausgerüstet (MF 35). Dieser sehr wendige und robuste Traktor hat ca. 35 PS, 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge in Gruppenschaltung. Außerdem besaß der Traktor die von Harry Ferguson erfundene, geniale, Dreipunkthydraulik (wie seine Vorgänger), mit dem es zum ersten Mal möglich war Anbaugeräte für den Transport anzuheben (man brauchte auf dem Feld nicht mehr im „Kreis“ fahren) und das Anbaugerät steuerte über den Oberlenker die Hydraulik selbstständig, sodass verschiedene Bodenbeschaffenheiten auf dem gleichen Feld kein Problem mehr darstellten. Die von Harry Ferguson erfundene Dreipunkthydraulik ist bis heute fester Bestandteil aller in der Welt gebauten Traktoren.

Massey Ferguson FE 35 (spezial)[Bearbeiten]

Der FE 35 (spezial) unterscheidet sich vom normalen FE 35 nur dadurch, dass er eine Doppelkupplung besitzt, mit der die Zapfwellengeschwindigkeit nach Motordrehzahl oder wegabhängig gesteuert werden kann.

Der normale FE 35 verfügte über eine Getriebezapfwelle, die je nach eingelegtem Gang und Motordrehzahl eine unterschiedliche Zapfwellengeschwindigkeit lieferte. Die wegabhängige Zapfwelle wird gebraucht, wenn man in steilem oder unwegsamen Gelände einen Anhänger zieht, der über die Zapfwelle des Traktors an der eigenen Achse zusätzlich mit angetrieben wird. Die motordrehzahlabhängige Zapfwelle wird zum Antrieb von Anbaugeräten, meist im Standbetrieb (z.B. Holzspalter, Dreschmaschinen) gebraucht.

Dadurch kann dieser Schlepper die Geräte fast im Standgas betreiben, was natürlich einem sehr ökonomischen Betrieb (bzgl. Verbrauch und Emissionen) entspricht. Ansonsten ist er baugleich mit dem normalen FE 35 .

Massey Ferguson MF 35[Bearbeiten]

MF 35

Die Bezeichnung MF35 steht für das Modell FE 35 nach der Fusion von Massey-Harris und Ferguson Ltd. In dieser Zeit entstehen Traktoren die zwar offiziell Massey-Ferguson MF35 heissen,aber von der Ferguson Ltd. entwickelt und auch gebaut worden sind und die auf ihren Bauteilen noch dazu MHF,also noch Massey-Harris-Ferguson eingeprägt haben. Ging wohl in der damaligen (Fusions-)Zeit etwas durcheinander.

Ein MF35 wurde der Traktor erst nach der Übernahme von Perkins-Diesel durch Massey-Ferguson,da dann der 4 Zylinder Standard Motor vom 3 Zylinder Perkins abgelöst wurde.

Sämtliche anderen Bauteile wie Getriebe,Hinterachse,Hydraulik und Design blieben gleich. Viele Teile des MF (FE) 35 wurden auch Jahre später in den 100er und 200er Baureihen von MF bis weit in die 70er Jahre teilweise unverändert verbaut. In der Türkei wird ein ähnlicher Traktor als MF 410 immer noch gebaut, dieser basiert auf dem MF 240, dem Nachfolger des MF 135.

Motor[Bearbeiten]

Im Laufe der Zeit wurden in den FE-35- bzw. MF-35-Schleppern verschiedene Motoren von der Standard Motor Company und von Perkins verbaut:

  • Standard Petrol 6:1 mit 4 Zylindern und 2188 cm³ Hubraum
  • Standard Petrol 6:1:1
  • Standard Vaporising Oil
  • Standard 23c mit 4 Zylindern und 2259 cm³ Hubraum
  • Perkins A3.152 mit 3 Zylindern und 2500 cm³ Hubraum
  • Standard Lamp Oil
  • Standard Gasoline

Motor 23C - Diesel[Bearbeiten]

  • Hersteller: Standard Motor Company
  • 4-Zylinder-Dieselmotor
  • auswechselbare trockene Zylinderlaufbuchsen
  • Bohrung: 84,14 mm
  • Hub: 101,6 mm
  • Hubraum: 2258 cm³
  • Verdichtung: 20:1
  • Zündfolge: 1-3-4-2
  • Zündung: Selbstzündung, Brennkammer Ricardo „Comet“
  • Drehzahl: normal bis zu 1780/min, durch mechanischen Regler änderbar. In den Niederlanden üblich auf 2400/min.
  • Leistung: 32,5 PS bei 1688/min (Bereifung 11-28), 34 PS bei 1735/min (Bereifung 10-28)

Ventile

  • obengesteuert
  • Einlassventil mit losen Ventilkappen
  • Ausslassventil mit losen Ventilkappen, frei rotierend
  • Ventilspiel im kalten Zustand: Einlassventil 0,30 mm, Auslassventil 0,20 mm

Schmierung

  • Ölpumpe,Druckschmierung 2,8–4,2 kg/cm²
  • Füllung: 6,8 l

Ölfilter

  • auswechselbare Ölfilterpatrone im Hauptölstrom

Kraftstoffförderpumpe

  • Typ A.C.

Einspritzpumpe

  • CAV-Verteiler mit mechanischem Regler
  • Modell DPA 3240011, 3240012, 3240013 bis Motornummer 91428.
  • DPA 3242645 ab Motornummer 91429

Einspritzdüsen

  • CAV-Modell
  • BDN 12 SP 6169 bis Motornummer 86045
  • BDN 12 SP 6262 ab Motornummer 86046
  • Düsenhalter CAV
  • BKB 40 S 697 bis Motornummer 86045
  • BKB 40 S 697 K ab Motornummer 86046

Einspritzzeitpunkt

  • 17° vor OT bis Motornummer 91428
  • 13° vor OT ab Motornummer 91429
  • Einspritzdruck 130 atü (bar)

Regler

  • mechanischer Regler, an der Einspritzpumpe angebracht
  • Regulierung von 450-1735/min

Motor Standard[Bearbeiten]

  • 2258ccm
  • 41,5ps
  • 4-Zylinder

Motor A3.152[Bearbeiten]

  • 3-Zylinder-Dieselmotor von Perkins
  • auswechselbare trockene Zylinderlaufbuchsen
  • Bohrung: 91,44 mm
  • Hub: 127 mm
  • Hubraum: 2502 cm³
  • Verdichtung:

Zündfolge

  • Zündung:
  • Drehzahl: normal 1720U/min
  • Leistung: 34 PS bei 1720U/min; 41,5 PS bei 2250/min
  • Drehmoment: 15,5mkg bei 1250U/min

Ventile

  • obengesteuert

Schmierung

  • Ölpumpe,Druckschmierung
  • Füllung:

Ölfilter

  • auswechselbare Ölfilterpatrone im Hauptölstrom

Kraftstoffförderpumpe

Einspritzpumpe

Einspritzdüsen

Regler

Kupplung[Bearbeiten]

  • Standardmodell: Einscheibentrockenkupplung (Einfachkupplung)
  • Spezialmodell: Doppelkupplung

Getriebe[Bearbeiten]

  • Zweistufengetriebe
  • Ein Zahnradgetriebe mit 3 Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang mit nachgeschaltetem Planetenuntersetzungsgetriebe liefert 6 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge
  • Untersetzung des Planetengetriebes 4:1

Zapfwelle[Bearbeiten]

  • Durchmesser: 34,9 mm

Standardmodell:

  • Pos. 1 Getriebezapfwelle
  • Pos. 2 Leerlauf
  • Pos. 3 Wegzapfwelle

Spezialmodell:

  • Pos. 1 Motorzapfwelle
  • Pos. 2 Leerlauf
  • Pos. 3 Wegzapfwelle
  • Übersetzungsverhältnis zwischen Motor und Zapfwelle: 2,78:1

andere Angabe (MF 35):

  • Wegezapfwelle und 540/min

Bremsen[Bearbeiten]

  • Innenbackenbremsen mit 2 Bremsschuhen
  • gleichzeitig wirkend oder Einzelradbremse zur Erhöhung der Wendefähigkeit
  • Bremstrommel 355 mm Durchmesser x 50 mm. Einzeln einstellbar
  • für Schlepper mit 2000 kg max. Betriebsgewicht, Höchstgeschwindigkeit 20 km/h

Angaben zum MF 35:

  • Einzelrad-Trommelbremsen nur an der Hinterachse. Es gibt zwei Versionen, eine mechanische und später eine hydraulische. Die hydraulische ist immer mit einer mechanischen Handbremse kombiniert.

Lenkung[Bearbeiten]

  • Kugelumlauflenkung

Hydrauliksystem und Kraftheber[Bearbeiten]

  • Ferguson-System (Heckkraftheber)

Steuergeräte[Bearbeiten]

  • einfachwirkend

Elektrische Ausrüstung[Bearbeiten]

  • Englisches System
  • Achtung: der Pluspol der Batterie ist an der Karosserie angeschlossen!
  • Hersteller: Lucas

Maße und Abmessungen[Bearbeiten]

  • Länge: 2835 mm bei Bereifung 10-28, 2865 mm bei Bereifung 11-28
  • Bodenfreiheit: 530 mm an der Hinterachse, 320 mm in der Traktormitte (meist maßgeblich), 270 mm an der Anhängevorrichtung
  • Spurweitenverstellung vorne: 1219–2032 mm
  • Spurweitenverstellung hinten: 1219–1930 mm

Gewichtsangaben[Bearbeiten]

FE-35 mit Standard 23 C Motor:

  • Leergewicht: 1525 kg
  • zulässige Vorderachslast: 1050 kg
  • zulässige Hinterachslast: 1600 kg
  • zulässiges Gesamtgewicht: 2000 kg

Weitere:

  • Leergewicht: Standard 23c: 1432 kg, Perkins A3.152 1440 kg
  • Leergewicht Spezial: Standard 23c: 1451 kg, Perkins A3.152: 1445 kg
  • Leergewicht Spezial: Standard 23C: 1540 KG Fahrgestellnummer SDM 35459

Bereifung[Bearbeiten]

unterschiedliche Angaben (Spezifizierung/Ergänzungen bzgl. Modell und Standard-/Sonderbereifung nötig):

  • Standardbereifung: vorne: 6.00-16 AS und hinten: 13,2-28 AS
  • MF 35: vorne 6.50-16 und hinten 11-28 oder 12-28
  • FE 35/MF 35: vorne 6.00 x 16 und hinten 10-28 AS, 11-28 AS, 12.4-28 AS

Füllmengen[Bearbeiten]

  • Kraftstofftank: 34 Liter
  • Getriebe, Hydraulik: 30,3 Liter normales Motorenöl
  • Lenkgetriebe : 0,95 Liter SAE 50 oder SAE 90 (kein HD-Öl)
  • Motor: 6,8 Liter SAE 30HD
  • Kühlsystem: 8,5 Liter mit Frostschutz
  • Luftfilter: 0,4 Liter SAE 30HD

Sonderausrüstung[Bearbeiten]

  • senkrechter Auspuff
  • Reifenpumpe mit Zubehör
  • Zwillingradausrüstung
  • Reifengürtel
  • Halbraupe
  • Anhängevorrichtung für Massey-Ferguson-Einachs-Anhänger (sogenannte „Hitch“)
  • Satz Stabilisierungsstreben
  • Schutzplane für den Schlepper
  • Seitenmähwerk
  • Frontlader
  • Steuergerät für Frontlader
  • Riemenantrieb
  • Schmalspur/Weinberg
  • Zugmaul vorne
  • Radgewichte vorne und hinten
  • Doppelkupplung
  • motordrehzahlgeregelte Zapfwelle
  • hydraulische Bremsen
  • Multi-Power-Getriebe (ab 1962)
  • Reduzierungsgetriebe (kriechgänge)

Sonstiges[Bearbeiten]

  • höhenverstellbare Anhängeschiene, 50 cm Normalhöhe, verstellbar von 28 cm bis 61 cm

Räder

  • vorne: Stahlblech-Tiefbettfelge mit Frontreifen 6-16 AS, Luftdruck 2,0 atü (bar)
  • hinten: Stahlblech-Tiefbettfelge mit Reifen 10-28 AS oder Reifen 11-28 AS, Luftdruck 0,8 atü (bar)

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Traktorenlexikon GreenButton LeftArrow.svg Hersteller-/Markenübersicht GreenButton LeftArrow.svg Kapitel „Massey Ferguson“