Traktorenlexikon: Jaehne

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Die Firma „C. Jaehne & Sohn“ wurde um das Jahr 1830 in Landsberg an der Warthe im heutigen Polen von Carl Ludwig Jaehne gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Firma „C. Jaehne & Sohn“ wurde um das Jahr 1830 in Landsberg an der Warthe im heutigen Polen von Carl Ludwig Jaehne gegründet. Nach dem der Unternehmensgründer Carl Ludwig Jaehne 1888 verstarb, wurde die Firma von seinen beiden Söhnen Gustav und Carl Jaehne übernommen. Als auch 1896 Gustav verstarb, wurde das Unternehmen in den Händen seines Bruders weitergeführt. Carl Jaehne war nicht wirklich interessiert an der Firma seines Vaters weshalb die Firmenleitung seine Schwägerin Agnes übernahm. Von 1906 bis 1910 wurden umfangreiche Präzisionswerkzeugmaschinen investiert, was die Grundsteinlegung für eine Moderne Produktion war. Kurz darauf wurde ein Zweigwerk eröffnet, welches 46 km von Landsberg entfernt lag. Kurz bevor der erste Weltkrieg ausbrach, fertigte man im Industriellen teil der Firma Heiß- und Nassdampfmaschinen, sowie Brennereimaschinen und Holzbearbeitungsmaschinen. Im Landwirtschaftlichen Teil des Unternehmens wurden Dreschmaschinen, Häcksler und Schrotmühlen, sowie Dampf und Motor Dreschsätze gefertigt. Die Firma beschäftigte zu diesem Zeitpunkt um die 40 Ingenieure, sowie Techniker und Zeichner und 8 Meister mit rund 400 bis 500 Werksarbeiter. Als Carl Jaehne im Jahre 1921 verstarb wurde die Firmenleitung an seinen Sohn Otto übergeben. Dieser leitete bis 1945 das Unternehmen. Durch einen Großbrand im Jahre 1921 wurden große Teile der Gebäudeanlagen vernichtet. Durch den Versuch des Wiederaufbaus und die kommende Inflation wurde das Unternehmen in große Wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht. Daraufhin lies man die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens prüfen und stellte fest, dass die Produktion der Dampfmaschinen am wenigsten Gewinn abwarf, weshalb man die Produktion umgehend einstellte. Am Anfang der 1920er Jahre bestand das Jaehne Motorsortiment aus stehenden sowie liegenden Einzylindermotoren, die als Stationär oder auf einem Handwagen zu kaufen waren. Als die Weltwirtschaftskrise kam, sah es sehr düster aus für Jaehne. Kurz vor dem ende schufen die Ingenieure der Firma noch einen Rahmenbauschlepper. Bis zum Kriegsbeginn wurden wenige Schlepper produziert, die genaue Zahl ist nicht bekannt. 1945 endete die Produktion der Firma und die Hallen und Verwaltungsgebüde wurden von den feindlichen Truppen niedergebrannt.


Typen[Bearbeiten]

Es wurden bzw. werden Schlepper mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben:

Weblinks[Bearbeiten]

https://www.landtechnik-historisch.de/historische-landmaschinen-von-a-bis-z/j/jaehne-and-sohn-gmbh-c/

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