Traktorenlexikon: Wesseler

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Wesseler ist eine ehemalige deutsche Traktorenmarke. Von 1936 bis 1966 wurden von der Firma H. Wesseler OHG im westfälischen Altenberge bei Münster insgesamt etwas mehr als 3600 Schlepper gebaut.

Geschichte[Bearbeiten]

1879 erwarb Bernhard Wesseler aus Darup im Münsterland ein Gebäude mit umliegendem Land in der Kümperheide von Altenberge (Bauerschaft Kümper).[1] Er betrieb dort Landwirtschaft und richtete eine Schmiede ein. Sein Sohn, Heinrich Wesseler (1886–1966), stieg 1911 in den Betrieb ein[2] und begann später mit dem Bau von Anhängern und Fahrzeugen.[1] 1935/36 wurden die ersten Schlepper in Rahmenbauweise und mit Verdampfermotor gefertigt.[2]

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Wesseler auch überregional v.a. als Hersteller von in Blockbauweise gefertigten Konfektionsschleppern bekannt. Motoren, Getriebe und einige andere Teile wurden dabei nicht selbst hergestellt, sondern z.B. von Deutz, MWM und ZF bezogen. Zusammenbau und Gestaltung hingegen übernahm Wesseler. Dazu wurden Rahmen- und Blechteile selbst geformt sowie die Lackierung vorgenommen.

In den Benelux-Ländern, insbesondere in den Niederlanden, wurden Wesseler-Schlepper zeitweise unter den Namen Feldmeister und (Anfang der 1950er Jahre) VeWeMa bzw. Vewema vermarktet. Die Typenkennungen wurden beibehalten. Die Export-Schlepper unterscheiden sich lediglich bezüglich Lackierung und Logoschriftzug von den „Wesselern“.

1959/1960 arbeiteten in der Schlepperfabrik Wesseler über 120 Beschäftigte im Zweischichtbetrieb in zwei Fertigungsstraßen.[1]

1966 wurde die Schlepperproduktion eingestellt und am 6. Juni 1967 wurde der letzte Wesseler-Traktor – ein WL 222 - ausgeliefert.[3] Anschließend war das Unternehmen u.a. als Landmaschinen- und Vertriebswerkstatt von Fiat[4] noch bis Ende der 1980er Jahre tätig.

Nachdem ab Mitte 2003 (oder schon vorher?) das Gebäude der ehemaligen Schmiede des Unternehmens leerstand, wurde dort 2004 das Schlepper- und Geräte-Museum Altenberge eröffnet.

Typen[Bearbeiten]

Es wurden Schlepper mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben:

Die Liste ist noch unvollständig!

Erste Modelle ab 1935/36[Bearbeiten]

  • ??? – bitte Infos ergänzen

W[Bearbeiten]

Die Modelle der W-Reihe haben wassergekühlte Motoren. Die Ziffern in den Typenkennungen entsprechen der jeweiligen Motorleistung in PS (bei dreistelligen Nummern jeweils die letzten beiden Ziffern).


Hier ein Link zur vollständigen Typenliste erarbeitet vom Wesseler Museum Altenberge:http://www.wesseler-club.de/documents/Wesseler%20Fab.-Typen-Liste.pdf

WL[Bearbeiten]

Die Modelle der WL-Reihe haben luftgekühlte Motoren.


Hier noch ein link zum Typenschlüssel bereit gestellt vom Wesseler Club Altenberge:http://wesseler-club.de/documents/Wesseler%20Typschlüssel.pdf

WLG[Bearbeiten]

Die WLG-Modelle sind Geräteträger mit luftgekühlten Motoren. Teilweise waren sie mit dem Zusatznamen „Ackermeister“ versehen:

Literatur[Bearbeiten]

  • Westfalenland in Wesseler-Hand. – Kaum bekannt: Schlepper aus Altenberge. (Firmen-Geschichte) In: Schlepper Post, Nr. 6/2005.

Weblinks[Bearbeiten]

Wikipedia: Schlepper- und Geräte-Museum Altenberge – enzyklopädische Informationen

Quellen[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 Stichwort: Firma Wesseler. Dülmener Zeitung, 30. Juli 2010.
  2. 2,0 2,1 Uwe Renners: Wesseler Museum: 1. Altenberger Oldtimertreffen. 28. Juli 2010.
  3. Uwe Renners: Der letzte Wesseler. Dülmener Zeitung, 30. Juli 2010.
  4. Schlepper in Serie. Allgemeine Zeitung, Altenberge, 8. Oktober 2008.
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