Unwirksam: GI

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Blähungen[Bearbeiten]

Viele Menschen leiden zumindest zeitweise unter Blähungen und  Flatulenz. Was hilft dagegen ?

Simeticon und Dimeticon zb SAB Tropfen[Bearbeiten]

 Simeticon und  Dimeticon sind Entschäumer. Man kann die Wirksamkeit als Entschäumer in jedem Waschbecken mit Seifenschaum leicht überprüfen. Auch bei der Darm- und Magenspiegelung lassen sie sich sehr erfolgreich als Entschäumer einsetzen. Man kann zuschauen wie die Schaumblasen platzen und man hat eine bessere Sicht bei der Untersuchung. Auch gegen  Kopfläuse ist Dimeticon gut wirksam.

Ob es allerdings gegen Blähungen hilft ist sehr umstritten. Denn auch wenn ich entschäume, bleibt die Luft bzw das Gas immer noch im Darm und ich muß das Gas irgendwie loswerden. Außerdem rühren die Blähungen meist von zuviel Luft im Dickdarm her. Bis der Wirkstoff in den Dickdarm kommt vergehen Stunden.

Gegen  Blähungen hilft wahrscheinlich am besten

  • ein Ort, wo man ungstört Winde ablassen kann. ( umgangssprachlich Furzen)
  • ein Spaziergang
  • eine warme Wärmflasche auf den Bauch
  • ein Glas warmes Wasser
  • Vermeidung von blähenden Nahrungsmitteln
  • Vermeiden von hektischem Essen.
  • Ein Einlauf mit warmem Wasser
  • Buscopan oder Novaminsulfon gegen die Schmerzen, die durch die Blähungen ausgelöst werden.

Vorschlag für eine Wirksamkeitsüberprüfung[Bearbeiten]

dimeticon gegen Plazebo bei je 100 Patienten mit akuten Blähungen. Nach einer Stunde wird die Wirksamkeit mit einer Befragung der Probanden überprüft. Wenn Dimeticon wirksam ist müsste es auf einer 10 Punkteskala mindestens 2 Punkte über Plazeboniveau liegen.

Colitis ulzerosa[Bearbeiten]

Homöopathie und Kräutermedizin bei Colitis ulzerosa[Bearbeiten]

Bei dieser Autoimmunerkrankung, die zu einer Entzündung des Dickdarmes mit Durchfällen, Schmerzen und Blutungen führt, bringt eine homöopathisch Behandlung und Kräutermedizin gar nichts. Dazu eine dezidierte Meinung von dem streitbaren Publizisten  Henryk M. Broder: Es war der absolute Wahnsinn. Ich musste bei mir zu Hause immer Kräuter aufgekochen, das ganze Haus hat unendlich gestunken, diese Kräuter durfte man nur zwischen 16 Uhr und 16 Uhr 30 aufkochen und nur auf der linken Herdplatte, bei zugedecktem Topf, also ich übertreibe jetzt, aber so ungefähr war es. Ich habe nicht daran geglaubt und es hat auch einen Dreck geholfen. Am schlimmsten aber war der Homöopath. Der rief ab und zu an und fragte, wie es mir geht, und ich sagte es geht mir immer beschissener. Dann sagte er, ja, Herr Boder, das ist gut, das ist die Erstverschlimmerung, das muß so sein. Bei dieser Erstverschlimmerung wäre ich beinahe krepiert. Quelle: Die Zeit, Doctor, März 2016