Vier gewinnt: Die Spielregeln

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Die Spielregeln[Bearbeiten]

Vier gewinnt ist ein Startegiespiel für 2 Spieler, bei dem es darum geht auf einem senkrecht aufgestellten Spielplan 4 Steine in eine Reihe zu kriegen. Die Steine gehorchen dabei den Gesetzen der Gravitation und fallen stets auf das unterste freie Feld der Spalte, in die man sie wirft.
Sieger ist dabei derjenige, der - unabhängig davon, ob er angefangen hat oder nicht - zuerst 4 Steine in einer horizontalen, vertikalen oder diagonalen Linie hat.
Füllt sich das gesamte Feld, ohne dass jemand eine Viererreihe gebildet hat, gilt das Spiel als Unentschieden.

Das übliche Feld ist 2-dimensional und 7 Felder breit und 6 Felder hoch - hat also insgesamt 42 Felder, sodass jeder Spieler bis zu 21 Steine setzen kann.

Notation und Schreibweise[Bearbeiten]

Im Vier gewinnt gibt es keine allgmeingültige Notation!
In diesem Buch werden die zwei Spieler im Weiteren "Rot" und "Gelb" genannt, wobei "Rot" für den Spieler steht, der zuerst einen Stein legt.
Da verschiedene Feldgrößen vorgestellt werden, wird das mittlere Feld immer 0 genannt (bei Feldern mit gerader Breite ist 0 das rechtere mittlere Feld) und von da aus wie auf einem Zahlenstrahl abgezählt. Auf unbegrenzten Feldern ist 0 das Feld, wo zuerst gesetzt wird.
Üblich sind auch die Notation, wo die Spalten von links an durchnummeriert werden (einfache Notation), oder die Notation, wo ebenfalls die Zeile des Steins durch einen Buchstaben gekennzeichnet wird (lange Notation).

Sonderzeichen[Bearbeiten]

Es werden außerdem einige Sonderzeichen verwendet um bestimmte Ereignisse darzustellen, die hauptsächlich aus dem Schach übernommen wurden.

„#“ = Ab diesem Zug kann ein Sieg erzwungen werden
„##“ = Sieg für den Spieler
„**(t)“ = Ablauf der Zugzeit (wenn vorhanden)
„**“ = Aufgabe des Spielers
„(=)“ = Remisangebot
„=“ = Annahme des Remisangebots oder vollständig gefülltes Brett

Ein Beispiel[Bearbeiten]

Betrachten wir z.B. das folgende Spiel auf einem traditionellen Spielbrett (7x6):

  1. Rot setzt in die Mitte.
  2. Gelb setzt ebenfalls in die Mitte auf den roten Stein.
  3. Rot setzt rechts neben seinen ersten Stein.
  4. Gelb setzt auch auf diesen roten Stein.
  5. Rot setzt links von seinem ersten Stein bzw. 2 links von seinem letzten Stein.
  6. Gelb sieht, dass er nicht mehr gewinnen kann und gibt auf.


In der Notation, die in diesem Buch benutzt wird, wäre dies:

  Rot Gelb
1. 0 0
2. +1 +1
3. -1# **

Varianten[Bearbeiten]

Es gibt unzählige Varianten (und vorallem mögliche Varianten) des Vier-gewinnt-Spiels. Ein paar werden hier vorgestellt:

Das nxm-Feld[Bearbeiten]

Ein nxm-Feld bezeichnet ein Feld mit einer nicht-traditionellen Feldgröße.

Das unbegrenzte Feld[Bearbeiten]

Unbegrenzte Felder geben den Spielern keine Begrenzung und eliminieren so Abzählfallen. Aus praktischen Gründen werden meist lediglich sehr große Felder genutzt, wo das Setzen an die Begrenzung verboten ist.

Anti-Vier-gewinnt[Bearbeiten]

Beim Anti-Vier-gewinnt ist das Ziel des Spiels umgekehrt. Wer 4 Steine in einer Reihe hat, verliert. Diese Variante wird meist von Anfängern gespielt, da es auf keiner Feldgröße möglich ist, den Gegenspieler zum Bau einer Viererreihe zu zwingen.

3D-Vier-gewinnt[Bearbeiten]

Das Spielfeld ist dreidimensional. Auf Spielfeldern, deren unterste Ebene mindestens 5x5 Felder groß ist, kann Rot einen Sieg erzwingen. Aus diesem Grund sind Felder dieser Variante meist klein gehalten (z.B. 4x4x4) oder es wird eine Fünferreihe zum Sieg benötigt.

Vier gewinnt mit 2 Steinen pro Zug[Bearbeiten]

Bei dieser Variante spielt Rot zunächst einen Stein und ab dann jeder 2 Steine pro Zug. Rot kann nicht mit 2 Steinen beginnen, da es sonst nach 6 Zügen gewonnen hätte. Dies gilt ab einer Spielfeldbreite von 12 oder mehr auch für Gelb.

Vier gewinnt mit mehreren Richtungen[Bearbeiten]

Hier lassen sich die Steine nicht nur von oben, sondern auch von oben bzw. sogar von allen vier Seiten einwerfen.

Die meisten Dreierreihen[Bearbeiten]

In dieser Variante von Vier gewinnt geht es darum, wie der Name schon sagt, möglichst viele Dreierreihen zu erziehlen. Es ist eine der bei Schmidt Brettspiele anerkannten offiziellen Spielweisen. Sie trat zum ersten Mal in dem Computerspiel "Schmidts Brettspiele" auf und funktioniert auf dem klassischen "Vier in einer Reihe"-Brett.