Wanderführer Sardinien/ Monte Tiscali

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Überblick
Nächster Ort:

Oliena
(Barbagia)
(Provinz Nuoro)

Lage des Wanderziels
Topographische Karte Sardiniens
Reine Gehzeiten: Parkplatz–Nuraghe 30 min, Nuraghe–Flussbett 20 min, Flussbett–Tiscali 40 min; zurück 80 min; Gesamt 170 min
Höhenunterschied: 280 Hm
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Stand der Beschreibung: 12.04.2006

Zum Monte Tiscali[Bearbeiten]

Vom Monte Tiscali (518 m ü. NN) hat man einen schönen Ausblick über das Lanaittu-Tal und zu den Gipfeln des Supramonte. Die Hauptattraktion ist aber die Nuraghensiedlung, die sich in einer ehemaligen Höhle befindet, deren Decke eingebrochen ist. Der Eintritt kostet 5 Euro, er wird am Eingang zum Nuraghendorf kassiert.

Die ungefähren Koordinaten: 40° 14′ 23′′ N, 9° 29′ 25′′ O

Das Nuraghendorf im Monte Tiscali


Eine Wanderung zum Tiscali ist auch unter wandern-auf-sardinien.de beschrieben. Da gibt es auch Links zu Google Earth und Sardegna 3D mit den Koordinaten.

Ausgangspunkt[Bearbeiten]

Es ist auch möglich, vom Oddoene-Tal bei Dorgali aus zum Tiscali zu gelangen, hier soll aber der Weg vom Lanaittu-Tal aus beschrieben werden. Von der Provinzstraße von Dorgali nach Oliena zweigt eine Straße zum Hotel und zur Fonte Su Gologone ab, der man eine Weile folgt. Ca. 100 m hinter dem Hotel und vor dem Parkplatz der ebenfalls sehenswerten Quelle Su Gologone biegt man rechts ein in die Straße zum Valle di Lanaittu. Zunächst fährt man ca. 1,5 km auf Betonplatten, dann kommt man langsam und mit einem nicht tiefergelegten Auto auch noch auf der Schotterpiste weiter. Nach einigen km ist man im Tal angekommen und die Piste teilt sich. Der linke Weg führt durch ein offenes Grundstück hindurch und ist nur noch für etwas "hochbeinigere" Autos zu empfehlen. Man gelangt hier zu einem Parkplatz direkt am Flussbett (ungefähre Koordinaten: 40° 15′ 29′′ N, 9° 29′ 35′′ O). Der rechte Weg führt noch ca. 100 Meter zum Ziel und ist noch etwas besser zu befahren (aber auch hier sahen wir einen Fiat Panda mit aufgeschlagener Ölwanne, vermutlich war die Ursache aber eine nicht angemessene Geschwindigkeit), man parkt dann an einem Haus an der Grotta Sa Oche, in die man mit Taschenlampen und festem Schuhwerk ein Stück hineinklettern kann (ungefähre Koordinaten: 40° 15′ 23′′ N, 9° 29′ 15′′ O). Im Frühjahr kann es passieren, dass dieser gesamte Weg bis zum "Parkplatz" aus riesigen, tiefen Pfützen besteht, die man nur mit hochbeinigen Fahrzeugen durchfahren kann. Dann muss man entsprechend früh an den Rand fahren und ca. 1 km mehr laufen. Im Tal können einem wilde, aber grundsätzlich friedliche Schweine begegnen - nicht erschrecken und Hunde anleinen!

Wegbeschreibung[Bearbeiten]

Weg im Flussbett

Vor dem Haus der Grotte geht man nach links und gelangt zu einer Kreuzung. Vom Parkplatz am linken Weg geht man einfach durchs Flussbett und folgt dann dem Hauptweg und man gelangt zu der selben Kreuzung. Von hier geht es nun im Tal weiter (auf das gelbe Hinweisschild zur Grotte (nach rechts zeigend) ist blass Tiscali (nach links zeigend) gepinselt). Nachdem der im Wald verlaufende breite Weg einige kleinere in der Saison meist ausgetrocknete Bäche überquert hat, folgt eine leichte Linkskurve, nach der rechts ein Weg zu einigen Nuraghengrundmauern und einer Schäferhütte (Ovile) abzweigt. An dieser Hütte vorbei führt ein Pfad am steilen Westhang entlang zum Tiscali hinauf, eine genauere Beschreibung dieser Westroute findet sich im Internet: http://www.klaus-schwenk.de/sardinien/tiscali.htm.

Für den Aufstieg auf der Ostseite gehen wir aber von der Nuraghenanlage zum Hauptweg zurück und folgen diesem. Sporadisch sieht man am Weg kleine blaue Markierungen an den Bäumen. An der nächsten Kreuzung gehen wir leicht abwärts nach links und damit (fast rückwärts) nach Nordosten, um den Berg zu "umrunden". Nach ca. einem halben Kilometer gelangt man an ein Flussbett (ungefähre Koordinaten: 40° 15′ 03′′ N, 9° 29′ 48′′ O) Nun folgt man dem Weg rechts herum, der nun abwechselnd im und beiderseitig neben dem Fluss verläuft. Spätestens hier braucht man auch ein ordentliches Schuhwerk, um über die großen Felsblöcke im Flussbett weiterzukommen. Nach einer ganzen Weile im und am Fluss erreicht der Weg plötzlich einen größeren freien Platz. Hier zeigt eine hölzerne Hinweistafel zum Tiscali und der Eintrittspreis von 5 Euro ist angegeben (letzte Möglichkeit zum Wenden ;-). Ab hier geht der Pfad in Serpentinen bergauf und es bieten sich die ersten Ausblicke ins Lanaittu-Tal und in Richtung der Passstraße SS 125 Dorgali–Baunèi. Man passiert nun unter anderem ein Schild Tiscali 5 min und kurz darauf weist ein roter Pfeil hinunter zum Nuraghendorf.

Blick von oben auf den Erdfall

Man steigt nun eine Treppe hinab und klingelt dabei automatisch, wenn man das Geländer anfasst (geniale Erfindung ;-), so dass man spätestens jetzt den Kassierer zu Gesicht bekommt, der auch ein A4-Blatt mit einer ausführlichen Beschreibung verteilt. Nach der individuellen Besichtigung, die mindestens 5 Minuten, bei besonderer Fotografierlust aber bedeutend länger dauert, kann man noch ein Schwätzchen auf Italienisch oder Französisch mit dem Aufpasser halten und dann die Treppe wieder hinauf steigen.

Am roten Pfeil zurück bietet es sich noch an, ein Stück den Tiscali hinauf zu gehen, um auch den Ausblick in Richtung Westen zum Supramonte di Oliena zu genießen, wo man den Monte Corrasi und die Punta Sos Nidos erkennt. Geht man noch ein paar Meter höher, kann man sich auch von oben einen Überblick über den Erdfall machen. Als Abstieg ist nach Aussage einer Wandererin nur die Ostroute zu empfehlen.

Kartenmaterial[Bearbeiten]

Geführte Wanderung[Bearbeiten]

Wer sich lieber einer geführten Wanderung anschließt, sollte sich an die Societa Gorroppu von Sandra Lietze und Franco Murru wenden, die ihren Sitz auf der Passhöhe Genna Silana hat. http://www.gorropu.com


Erfasst von: Rafael Brix, am 02.05.2006

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