Zufall: Fragen

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Noch Fragen ??

Fragen

Fragen zum Thema Zufall[Bearbeiten]

Gibt es ein quantitatives Maß für die Zufälligkeit einer 01 Folge? Siehe dazu: https://web.archive.org/web/20180121131427/http://www.madeasy.de/2/prg01st.htm

Wie zufällig sind die Nachkommastellen der Zahl PI (3,14...)?

Wie zufällig sind die Nachkommastellen der Zahl e?

Wie zufällig ist der genetische Code?

Wie hängen Entropie und Zufall zusammen? Siehe Entropie Kapitel Fragen

Das Wort Zufall[Bearbeiten]

Gibt es zum Wort Zufall eine Mehrzahl ?

  • Ja, denn es gibt mehrere Zufälle, die zusammentreffen können.

Wird das Wort Zufall eher qualitativ oder quantitativ genutzt ? Wird es nur qualitativ genutzt ?

Wie unterscheidet sich das Wort Zufall vom Wort Zufälligkeit ?

Entspricht das englische Wort chance dem deutschen Wort Zufall ?

Entspricht das englische Wort randomness dem deutschen Wort Zufälligkeit ?

Gibt es Ereignisse, die nur mit einer geringen Zufälligkeit passieren, deren Auftreten aber nicht auszuschließen ist.

  • Beispiel: Werfen eines Reißnagels mit kleiner Fläche des Reißnagelkopfes.
  • Beispiel: Ziehen von Kugeln aus einer Urne, in der sich 9 rote und 1 weiße, bis auf die Farbe identische Kugeln befinden.

Welcher Unterschied besteht hier in der geringen Wahrscheinlichkeit für die weiße Kugel und der geringen Zufälligkeit des Zuges ?

Hat ein idealer Sechserwürfel eine höhere Zufälligkeit als eine ideale Münze ?

Pi[Bearbeiten]

Wie zufällig sind die Nachkommastellen der Zahl PI (3,14...)? Die ersten 1000 Nachkommastellen der Zahl Pi sind im folgenden Aufgelistet.

3,1415926535897932384626433832795028841971693993751058209749445 923078164062862089986280348253421170679821480865132823066470938 446095505822317253594081284811174502841027019385211055596446229 489549303819644288109756659334461284756482337867831652712019091 456485669234603486104543266482133936072602491412737245870066063 155881748815209209628292540917153643678925903600113305305488204 665213841469519415116094330572703657595919530921861173819326117 931051185480744623799627495673518857527248912279381830119491298 336733624406566430860213949463952247371907021798609437027705392 171762931767523846748184676694051320005681271452635608277857713 427577896091736371787214684409012249534301465495853710507922796 892589235420199561121290219608640344181598136297747713099605187 072113499999983729780499510597317328160963185950244594553469083 026425223082533446850352619311881710100031378387528865875332083 814206171776691473035982534904287554687311595628638823537875937 51957781857780532171226806613001927876611195909216420198

Siehe dazu auch den Artikel im Spiegel vom 29.04.2005

Kontroverses zum Thema Zufall[Bearbeiten]

Interessant ist, dass viele Menschen glauben, es gäbe keinen Zufall. Andere wiederum meinen alles sei nur Zufall. Mit viel Vehemenz werden beide Standpunkte vertreten. Beide Gruppen haben wahrscheinlich unrecht, denn die Wirklichkeit zeigt eine gute Mischung von Zufallsereignissen und gesetzmäßig ablaufenden Ereignissen.

Es gibt keinen Zufall[Bearbeiten]

Albert Einstein hatte große Probleme mit dem Zufall in seinem Weltbild einen Platz einzuräumen. Das Zitat "Gott würfelt nicht!" stammt von ihm. Wahrscheinlich hat er Unrecht mit dieser Bemerkung, denn in den Naturgesetzen hat der Zufall einen wichtigen Platz.

Auch Hume konnte sich nur schwer mit dem Zufall anfreunden: Man gibt allgemein zu, dass nichts da ist ohne Ursache für sein Dasein, und dass Zufall im strengen Sinne nur eine Verneinung ist und keine wirkliche Kraft bezeichnet, die irgend ein Dasein in der Natur hätte. [Hume: Untersuchung in Betreff des menschlichen Verstandes, S. 134. Digitale Bibliothek Band 2: Philosophie, S. 15317 (vgl. Hume-Unters., S. 88)]

Einige Meinungen zum Zufall aus dem Internet:

  • Claudia schrieb am 11.9. 2000 um 11:23:19 Uhr über Zufall
    • Zufall gibt es nicht.
  • Daniel schrieb am 24.5. 2001 um 23:33:07 Uhr über Zufall
    • Ich glaube nicht an Zufall! Zufall gibt es nicht! Es gibt nur KA oder Karma! und wir alle, die meinen Text lesen, gehören zu einem KA-TET, denn wir haben uns beeinflusst, ihr mich, dass ich diesen Text geschrieben habe und ich euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt ihn zu lesen! Es ist kein Zufall!!!
  • Felix schrieb am 10.2. 2000 um 13:48:19 Uhr über Zufall
    • Zufall ist ein Unwort, daß aus dem Wortschatz gestrichen werden sollte.
    • Es gibt keine Zufälle. Es gibt nur unvollkommene Einsicht des Menschen, mangelndes Verstehen und mangelndes Erklärungsvermögen. Alles ist miteinander verbunden und steht in ewiger Wechselwirkung. Alles bedingt und beeinflusst sich gegenseitig.
  • Sebbl2go schrieb um 03:55, am 3. Aug 2006 (UTC)
    • Wenn es keinen Zufall gibt, warum existiert dann hier ein so riesiger Artikel zu diesem Thema? Wenn es keinen Zufall gibt, warum fällt die Münze nicht in einem erkennbaren Schema abwechselnd auf die verschiedenen Seiten? Wenn es keinen Zufall gibt, warum gibt es dann Zufallsexperimente?
  • Rho schrieb 3.8.2006:
    • Ein Buch über den Zufall, wie dieses Wikibook, ist kein stichhaltiges Argument für die Existenz des Zufalls. Es gibt unzählige Bücher über allerlei Phantasieprodukte des Menschen. Die Existenz von Zufallsgeneratoren wie der Münze oder Zufallsexperimenten sind viel bessere Hinweise für die Existenz des Zufalls.

Der Zufall und die Kausalität widersprechen sich?[Bearbeiten]

Dazu wieder eine Meinung aus dem Internet:

  • Chandowar schrieb am 1.8. 2001 um 11:36:09 Uhr über Zufall
    • Es gibt keinen Zufall. Alles hat eine Ursache, auch wenn wir es nicht erkennen können oder vergessen haben.

Manche Menschen meinen im Kausalitätsgedanken und in Zufallsereignissen stecke ein Widerspruch. Diese Ansicht ist wahrscheinlich falsch. Siehe dazu den Abschnitt Zufall und Philosophie in diesem Text

In einem Zufallsverfahren steckt ein Gottesurteil, denn nur Gott könne den Zufall vorausahnen[Bearbeiten]

In der Bibel werden Szenen beschrieben, die eine zufällige Auswahl als ein Gottesurteil ansahen. Auch im Mittelalter wurde öfter in Gerichtsverfahren der Schuldige aus einer Reihe von Verdächtigen per Los "gefunden". Nur Gott könne den Ausgang des Losverfahrens voraussehen.

Wie die Theologie und die verschiedenen Religionen zu diesem Thema stehen, wäre interessant zu hören. Ein neuzeitlich ausgebildeter Richter würde so ein Verfahren jedenfalls als Unsinn ablehnen.

Die Evolution sei ein reiner Zufallsprozess[Bearbeiten]

Diese Ansicht wird von den meisten Biologen abgelehnt. Sie sehen die Evolution als historischen Mischprozess aus Zufall und Notwendigkeit (Selektion) an.

Von der Gegenseite wird der Biologie immer wieder vorgeworfen, sie behaupte, dass das Leben aus reinem Zufall entstanden ist. Die folgenden Zitate zeigen diese Auffassung, die den Zufall in der Lebensentstehung ablehnt.

Fred Hoyle[Bearbeiten]

Die orthodoxe Biologie in ihrer Gesamtstruktur [hält] daran fest, dass Leben zufällig entstand. Seit jedoch die Biochemiker in steigendem Maße die ehrfurchtgebietende Komplexität des Lebens entdecken, ist sein zufälliger Ursprung ganz offensichtlich so wenig wahrscheinlich, dass man diese Möglichkeit völlig ausschließen kann. Leben kann nicht zufällig entstanden sein. Siehe

Michael Denton (ISCID)[Bearbeiten]

Ganz gleich, wohin wir blicken, in welche Tiefe wir schauen, stellen wir eine Formschönheit und eine absolut unübertroffene Ingeniosität fest, die den Gedanken an einen Zufall nicht zulässt. Sollte man wirklich glauben, dass willkürliche Prozesse eine Realität hätten hervorbringen können, deren kleinstes Element – ein funktionsfähiges Protein oder Gen – so komplex ist, dass es unsere eigenen schöpferischen Fähigkeiten weit in den Schatten stellt, eine Realität, die dem Zufall genau entgegengesetzt ist und in jeder Hinsicht alles übertrifft, was die Intelligenz des Menschen hervorbringen könnte?

Michael J. Behe[Bearbeiten]

William A. Dembski[Bearbeiten]

Dembski (unter anderem Theologe) ist der Ansicht, es sei statistisch unwahrscheinlich, dass natürliche Selektion die außerordentliche Vielfalt des Lebens hervorbringen könne. Dieser Standpunkt kristallisierte sich bei einer Konferenz über Zufälligkeit (Randomness) an der Ohio State University 1988 heraus, wo der Statistiker Persi Diaconis zum Abschluss sagte: Wir wissen, was Zufälligkeit nicht ist. Was sie ist, wissen wir nicht. Dembski nennt dieses Ereignis den Katalysator für seine nachfolgenden Arbeiten über Design. [2] Er stellte im Ergebnis die Hypothese auf, dass Zufälligkeit ein abgeleiteter Begriff sei, der nur unter Rückgriff auf Design, als den grundlegenderen Begriff, verstanden werden könne. Diese Gedanken präsentierte er 1991 in seinem Papier "Randomness by Design", das in der Zeitschrift Noûs erschien. [3]

Dr. Plichta[Bearbeiten]

Der Chemiker und Mathematiker Dr. Plichta ist ein Gegner der Zufallstheorie. Für ihn hat die Welt einen mathematischen Hintergrund.

Prof. Gitt[Bearbeiten]

Der Informatiker Prof. Gitt meint, dass viele Faktoren, die das Leben auf der Erde bestimmen, nicht zufällig entstanden sein können.

der britische Paläontologe Simon Conway Morris[Bearbeiten]

Er glaubt an Gott, an Außerirdische und an den ganz großen Plan hinter den Dingen.

siehe https://www.deutschlandfunkkultur.de/zufall-mensch.954.de.html?dram:article_id=141562

Als Beweis weist er auf folgende Tatsache hin: Im Laufe der Erdgeschichte ist das Leben häufig zu denselben Lösungen gelangt. So haben viele Lebewesen Augen, Menschen haben Augen, Insekten, Fische, Reptilien ähneln sich in ihrer Art der optischen Wahrnehmung.

ZitatSollte wir es irgendwann einmal schaffen Kontakt zu Außerirdischen aufzunehmen, bin ich sicher, dass wir auch mit ihnen reden werden können. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, das sind Wesen wie wir, nicht unbedingt intelligent, aber auf jeden Fall neugierig. Wesen also, die wissen wollen, warum die Welt so ist wie sie ist. Ich bin sicher, das ist etwas, was wir auch bei Außerirdischen finden werden, wenn wir sie denn finden. Aber vielleicht lautet die Alternative, dass unser Sonnensystem ein so spezieller Ort ist, dass wir vielleicht doch hier ganz allein sind. Und sollte das der Fall sein, ist das eine ebenso interessante Frage.

Die Antwort aus evolutionärer Sicht lautet darauf: Die Umwelt erzwingt ähnliche Lösungen: Delphine sind fischähnlich, weil sie im Wasser leben. Die Physik des Lichtes erzwingt biologisch -sensorische Lösungen, die sich ähneln. Das Auge wurde in der Evolution mehrfach erfunden. All dies ist aber kein Gegenargument für den Faktor Zufall. Die Umwelt und die Auslese setzen dem Zufall nur klare Grenzen.