Computerhardware: Maus
Maus (engl.: „Mouse“) [Bearbeiten]
Die mechanische Maus [Bearbeiten]
Funktionsweise: Eine gummierte Kugel rollt auf der Tischplatte. Im Inneren des Gehäuses wird die Kugel gegen zwei rechtwinklig zueinander angeordnete Walzen gedrückt und dreht diese mit. Auf die Walzen sind Zahnscheiben aufgesetzt. Ein Zähler registriert, wie viele dieser Zähne sich an der Lichtschranke vorbeidrehen.
Damit die Kugel auf einer glatten Tischfläche nicht rutscht, ist meist ein Mousepad und eine periodische Innenreinigung nötig.
Mechanische Mäuse sind inzwischen veraltet.
Trackball: Stellen Sie sich eine Maus vor, die „auf dem Rücken liegt“, mit der Kugel nach oben. Die Kugel hat einen Durchmesser von drei bis vier Zentimetern und wird mit den Fingerspitzen gedreht. Der Vorteil: Ein solcher Trackball benötigt wenig Platz auf dem Tisch und ist eine Alternative für reisende Notebookbenutzer, die das Touchpad nicht mögen. Trackballs haben zwar eine Kugel, aktuelle Modelle sind aber eigentlich keine mechanischen Mäuse, da die Kugel optisch abgetastet wird.
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Die optische Maus [Bearbeiten]
Vor vielen Jahren bezeichnete man eine Kugel-Maus als „optisch“, wenn sie kabellos (über Infrarot) mit dem PC verbunden war. Die Infrarotübertragung war recht unzuverlässig, es störten bereits kleinste Hindernisse auf dem Tisch. Heute erfolgt die kabellose Übertragung über Funk, und die Bezeichnung „optisch“ bezeichnet eine Maus, welche die Unterlage mit einem optischen Sensor abtastet.
Funktionsweise [Bearbeiten]
Eine Leuchtdiode beleuchtet die Unterlage, ein Foto-Chip (ähnlich wie in einer Digitalkamera) fotografiert ständig die Tischplatte. Ein Programm vergleicht die Fotos und ermittelt daraus, ob eine Bewegung stattgefunden hat.
Vorteil [Bearbeiten]
- Nie wieder Maus reinigen!
- Lange Lebensdauer
Nachteil [Bearbeiten]
- Normale optische Mäuse sind für Notebooks wegen des ständigen Stromverbrauchs nur bedingt geeignet. Es gibt spezielle stromsparende optische Mäuse für Notebooks.
- Drahtlose optische Mäuse ohne Akkus brauchen alle paar Monate neue Batterien; das verursacht regelmäßige, wenn auch geringe Kosten und gelegentlich Ärger, wenn gerade keine Batterien zur Hand sind. Logitech und einige andere Hersteller bieten Mäuse mit eingebautem Akku an.
- Bei einigen exotischen Maustypen schaltet die Elektronik in Arbeitspausen ab, um Energie zu sparen. Um die Maus aufzuwecken, muss man eine Maustaste oder - besser - das Mausrad drücken. Das kann äußerst nervig sein.
- Ein weiteres Problem: Wenn die Maus-Ladestation über USB-Anschluss mit Strom versorgt wird, dürfen Sie den PC nach der Arbeit nicht stromlos machen, sonst wird Ihre Maus nicht nachgeladen und ist irgendwann leer. Wenn Sie nun aber auf die empfohlene abschaltbare Steckdosenleiste verzichten, könnten die jährlichen Bereitschaftsstromkosten deutlich höher ausfallen als pro Monat ein Batteriesatz für die Maus. Eine Zwickmühle ...
- Auf Glasplatten, durchsichtigen Schreibtisch-Unterlagen und extrem reflektierenden Flächen funktionieren optische Mäuse nicht. Notfalls bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als ein Blatt Papier unter die Maus zu legen, dann funktioniert sie immer. Manchmal gibt es auch Probleme mit dunkel furnierten Tischplatten, Karopapier, 40 x 60 cm großen Schreibtischkalendern und manch anderen gemusterten Oberflächen. Neu im Angebot finden sich Mäuse mit Laserabtastung. Hier sind solche Probleme seltener.
Mausrad [Bearbeiten]
Mit dem Rad auf der Oberseite der Maus kann man in langen Texten schnell hoch und herunter rollen. Kennen Sie übrigens die Einrastfunktion? Umschalt-Taste gedrückt halten und auf das Mausrad drücken?
Im Juli 2008 hat die Firma Genius das „Opto-Wheel“ vorgestellt [1]. Das Rädchen auf der Maus-Oberseite ist durch einen optischen Sensor ersetzt worden. Durch Streichen des Fingers über den Sensor kann man das Dokument in jede Richtung scrollen.
Anschlüsse [Bearbeiten]
Mäuse haben oft einen USB-Anschluss, auf den ein PS/2-Adapter aufgesteckt ist. Tipp: Verwenden Sie diesen Adapter und stecken Sie die Maus an den PS/2-Anschluss, dann haben Sie einen USB-Anschluss mehr zur Verfügung.
Mehrere Funkmäuse können Probleme machen [Bearbeiten]
Wenn Sie mehrere PC im gleichen Raum mit Funkmäusen ausstatten wollen, sollten Sie nicht mehrere Mäuse des gleichen Modells kaufen oder zumindest ein Rückgaberecht vereinbaren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass alle Mäuse die gleiche Funkfrequenz benutzen und sich gegenseitig stören. Mäuse verschiedener Hersteller benutzen meist verschiedene Frequenzkanäle und werden sich vermutlich nicht gegenseitig stören.
Nach einem Batteriewechsel müssen Maus und Tastatur synchronisiert werden und suchen sich dabei eine unbenutzte Funkfrequenz. Wie und wann geht die Synchronisierung vonstatten? Sie sollten die der Maus beiliegende Anleitung lesen. Wenn Sie diese nicht finden, funktioniert meist das folgende Verfahren: An der Unterseite der Maus (und der Tastatur) sowie am Sender-/Empfänger-Basisteil gibt es eine kleine Taste. Drücken Sie kurz nacheinander die Taste an der Maus, dann an der Basisstation und noch mal an der Maus, und es sollte funktionieren.
Dieser Hinweis gilt natürlich auch für kabellose Tastaturen.
Abgesicherter Modus geht nicht [Bearbeiten]
Wenn Windows Probleme hat, vor allem bei Problemen mit Treibern, fährt Windows im „abgesicherten Modus“ hoch. In diesem Modus werden nur die unverzichtbaren Standardtreiber geladen, um Reparaturarbeiten zu erleichtern. Leider betrifft das oft die Treiber von Funkmäusen und -tastaturen. Schlimmstenfalls können Sie Windows nicht mehr bedienen.
Ratschlag: Heben Sie eine klassische Maus und Tastatur für Notfälle auf. Das ist auch dann hilfreich, wenn die Batterie leer ist.
Referenzen: