Gitarre: Lesen von Diagrammen, Tabulaturen und Noten

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Abschnitte:   I. Einführung   -   II. Lektionen   -   III. Repertoire   -   IV. Liedbeispiele   -   V. Anhang  
I. Einführung:   zu Beginn  | Akkorddiagramme - Tabulaturen  | Lagerung  |


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lesen von Akkord-Diagrammen und Liedtranskriptionen

Bevor wir mit unseren Akkorden und Liedern anfangen, kommen wir nicht um eine Einführung herum, wie man die dazu verwendeten Akkord-Diagramme und Liedblätter überhaupt liest. Es ist nicht weiter schwierig, ein Akkord-Diagramm interpretieren zu können, dennoch ist dieses Basiswissen unbedingt erforderlich. Auch dieser Anhang ist vielleicht etwas ausführlicher, als du ihn für das aktuelle "Diplom" benötigst, aber du wirst dieser Einführung bei allen folgenden Diplomen wiederbegegnen.

[Bearbeiten] Akkorddiagramme

Legende der Grifftabulatur

Es ist sehr einfach, Griffdiagramme zu lesen. Sie sind meist so gezeichnet, als ob man den Hals der Gitarre flach auf ein Blatt Papier legt und von oben darauf schaut. (So, wie man kopfüber auf seine Finger schaut.) Jeder schwarze Punkt entspricht einem Finger. Oft sind noch Informationen angegeben, welche Finger man am besten verwendet. Für Anfänger verwenden wir oft die Buchstaben ZMRK für Zeigefinger, Mittelfinger, Ringfinger und kleine Finger. Doch dieses versteht man nur im deutschsprachigen Raum. Internationaler sind die Ziffern 1, 2, 3, 4 für Z, M, R, K (vergl. Bild). Ein X verrät, dass eine Saite nicht mit erklingen darf. Man dämpft sie entweder durch leichtes Berühren mit einem Nachbarfinger ab, oder man schlägt sie einfach nicht an. Sobald man weiß, dass die Akkorddiagramme eigentlich auf dem Kopf stehen, kann man sehr leicht sehen, in welchem Bund und auf welche Saite die Finger kommen. Römische Ziffern geben noch zusätzlich den Bund an. Dieses ist besonders für Akkorde gedacht, die weiter auf dem Griffbrett (in Richtung Schallloch) verschoben werden.

Manchmal sind die Noten der Saiten benannt, um sich besser zurechtfinden zu können. Es kommt auch vor, dass das Griffdiagramm um 90° Grad gedreht abgebildet wird. Dieses findet man oft in Notenausgaben, Tabulaturen oder Rhythmustabulaturen, weil man dort schlicht und ergreifend Platz sparen muss.

Die hier verwendeten Diagramme setzen eine Standard-Stimmung (E-A-D-G-B-E) voraus. Um es den Anfängern einfacher zu machen, wird oft auf Noten verzichtet. Zumindest wird alles so aufgeschrieben, dass man auch ohne Notenkenntnis zurechtkommen wird. Trotzdem wollen wir euch ermutigen, irgendwann in nächster Zeit sich auch dem Thema zuzuwenden. Nur wird es hier keine Voraussetzung sein, um den Lektionen zu folgen.

Es kommt eher selten vor, dass der Daumen verwendet wird, um die tiefe E-Saite zu greifen. Wenn es irgend möglich ist, sollte man darauf verzichten. Aber man darf sich nicht wundern, dass einige Gitarristen (vor allem die mit sehr schmalem Griffbrett) auch mal den Daumen einsetzen. Der Daumen wird jedenfalls nicht mit einer Zahl, sondern mit dem Buchstaben "D" beziffert. Aber dieses sei nur am Rande erwähnt, wenn man es doch mal irgendwo auf einer Tabulatur finden sollte.

[Bearbeiten] Liederbuch-Transkriptionen

Liederbücher haben den Zweck, die zu spielenden Akkorde möglichst einfach zu vermitteln. Dabei wird vor allem auf den Text und vielleicht auf die Melodie des Stückes Wert gelegt. Es wird dabei nicht angegeben, wie die einzelnen Akkorde gegriffen werden. Dies ist oft dadurch bedingt, dass die Stücke der Liederbücher nicht zwingend mit der Gitarre begleitet werden müssen, sondern auch die Möglichkeit offenlassen, sie mit anderen Instrumenten zu begleiten.

[Bearbeiten] Einfache Liederbuch-Transkription

Wer schon einmal in einem Liederbuch geblättert hat, dem wird aufgefallen sein, dass hier kaum Griff-Diagramme verwendet werden. Meistens steht nur ein Buchstabe über dem Gesangstext, der den zu spielenden Akkord angibt. Dafür gibt es einige verschiedene Schreibweisen. Meistens wird der Dur-Akkord einfach nur als Großbuchstabe angegeben, ein "C" über dem Text heißt ganz einfach, dass an dieser Stelle ein C-Dur Akkord gespielt werden soll.

Für Moll-Akkorde sind dagegen zwei Schreibweisen üblich, nämlich ein einfacher Kleinbuchstabe (z. B. "a" für A-Moll) oder ein Großbuchstabe mit darauf folgendem "m" für Moll (z. B. Am für A-Moll), wobei die letztere Form die gebräuchlichere ist. Es gibt auch noch andere Akkordarten, die sich so beschreiben lassen (wie z. B. G7 für G-Dur 7), allerdings handelt es sich dabei um Akkorde, auf die erst in späteren Lektionen eingegangen werden soll.

Hier ist ein Ausschnitt aus dem Lied "House of the Rising Sun" abgebildet um zu zeigen, wie eine Liederbuch-Transkription in der Praxis aussehen kann. Die Dauer, wie lange ein Akkord ausgehalten wird, steht leider meist nicht mit dabei.

  Am         C         D      F
There is a   house in  New Or-Leans

     Am        C      E/H    E(7)
They call the  Rising Sun

         Am       C       D           F
And it's been the ruin of many a poor boy (girl)  

    Am    E    Am        E/H (7)
And me oh Lord I'm one

[Bearbeiten] Die Rhythmus-Notation

Bei einer einfachen Liederbegleitung wird ein genaues Griffschema der Akkorde nur selten benötigt, es sei den der Autor geht davon aus, dass ein bestimmter Akkord der Leserschaft möglicherweise unbekannt ist. Wie man bereits bei der Liederbuch-Transkription gesehen hat, reicht oft auch die Angabe der Akkorde in Buchstabenform.

Leider hat man so aber keinerlei Bezug zur Rhythmik des zu spielenden Stücks. So weiß man nicht, welches Schlagmuster man spielen soll. Oftmals kann man sich mit den bekannten Schlagmustern behelfen, die in diesem Buch noch vorgestellt werden.

Um ein Schlagmuster das man als Begleitung vorschlagen möchte, aufzuschreiben, wurde die Rhythmus-Notation erfunden. Die Rhythmus-Notation ist an die normale Notenschreibweise angelehnt. Jedoch werden nur die Rhythmuswerte und Pausen angegeben, aber keine Angaben darüber, welche Noten, und wie viele Noten gleichzeitig gespielt werden. Eine Note steht als Ersatz für einen ganzen Akkord. In welcher Form man aber einen Akkord greifen soll, bleibt dem Gitarrenspieler selbst überlassen.

Diese Art der Notation füllt sozusagen die Lücke zwischen Tabulatur und einfacher Liederbuch-Transkription, ohne zu viel Kenntnis über das eigentliche Notenlesen vorauszusetzen.

Es gibt keinen festen Standard, wie man die Rhyhtmusnotation darzustellen hat. Man findet diese Notation mit dem Hals nach oben, oder nach unten, mit einem ganzen Notensystem, mit nur einer Hilfslinie, oder auch ohne Linien.

Morlamrhythm.png - Clapping music pattern.png - Mazur rytm.png

[Bearbeiten] Anschlagnotation

Oft werden bei der Rhythmus-Notation noch zusätzlich angegeben, ob es sich dabei um Abschläge oder Aufschläge handelt. Manchmal werden auch so genannte "Luftschläge" mit angegeben. Man führt zwar die Bewegung eines Auf- oder Abschlag aus, berührt dabei aber nicht die Saiten. Dadurch ist es viel einfacher den Rhythmus beizubehalten. Eine Anschlagnotation kann für sich alleine stehen, doch meist ist sie eine Ergänzung einer Tabulatur oder einer einfachen Rhythmusnotation.

Abschlag
 
Aufschlag
 
Luftschlag
abwärts
Luftschlag
aufwärts
GuitarNotationMediatorDn.svg GuitarNotationMediatorUp.svg GuitarNotationMediatorDn 0.svg GuitarNotationMediatorUp 0.svg

Das Rhythmusbeispiel von oben nur als Anschlag-Notation: GuitarNotationMediatorDn.svgGuitarNotationMediatorUp 0.svg GuitarNotationMediatorDn 0.svgGuitarNotationMediatorUp.svg GuitarNotationMediatorDn.svgGuitarNotationMediatorUp 0.svg GuitarNotationMediatorDn.svgGuitarNotationMediatorUp 0.svg


Die "Luftschläge" werden oft auch gar nicht mit angezeigt, und man muss sie sich mit hinzudenken.

Backbeat chop.png

[Bearbeiten] Die Tabulatur

Wenn man nachschlagen möchte, wie ein Stück korrekt gespielt wird, dann kommt man um die so genannte "Tabulatur" nicht herum. Sie stellt eine Notation dar, mit dem jede Bewegung auf dem Griffbrett angegeben werden kann. Im Gegensatz zu reinen Noten lassen sich Tabulaturen einfacher und unmittelbarer auf der Gitarre umzusetzen. Bei Noten herrscht stets Unklarheit, in welcher Lage sie zu spielen ist. Wenn die Lage nicht eindeutig definiert wurde, gibt es für eine Note gleich mehrere Möglichkeiten bzw. Positionen auf dem Griffbrett. Zudem ist eine Tabulatur wesentlich einfacher zu erlernen, als das Noten-vom-Blatt-spielen. Daher erfreut sie sich bei Gitarristen großer Beliebtheit. Reine Noten werden eigentümlicherweise hauptsächlich von klassischen Gitarristen bevorzugt, obwohl in den Anfängen der Gitarren- und Lautenmusik meist Tabulaturen bevorzugt wurden.

[Bearbeiten] Die einfache Tabulatur

Die einfache Tabulatur beschränkt sich auf die Angabe der Bünde, auf denen eine Note gegriffen wird. Es sind allerdings weder Notenschrift noch genaue Rhythmik angegeben und nur selten wird beschrieben, wie ein Ton anzuschlagen ist. Wenn nicht so genau unterschieden werden kann, ob eine Passage einzeln oder als Akkord gegriffen wird, dann kann auch ein kleines Akkorddiagramm über der Tabulatur stehen.

Wo nicht anders angegeben, verwendet eine Tabulatur die Standardstimmung E-A-D-G-B-E. Auch bei Abweichungen davon wird dies meist nur schriftlich am Kopf des Notenblattes erwähnt.

Legende der einfachen Tabulatur

Seit Einführung des Internets gibt es dort zahllose Tabulaturen (auch "Tabs") für die verschiedensten Lieder. Diese sind oft als einfache .TXT-Dateien abgelegt und sind deshalb nicht ganz einfach zu lesen, da sie nur Schriftzeichen (ähnlich einer Schreibmaschine) verwenden, um die Tabulaturen darzustellen. Um sie betrachten zu können, braucht man einen Texteditor, in dem eine nicht proportionale Schriftart (so wie "Courier New" oder "Bitstream Vera Sans Mono") eingestellt sein muss. Das ganze sieht dann etwa so ähnlich aus:

             D               A V A V A V A V A
         ||--------------0-----------------------
         ||------1------1------------------------
         ||------|-----0-----------------4-5-7---
         ||------2----2------------3-5-7---------
         ||------3---3-------3-5-7---------------
         ||--3-----------------------------------

In Gitarren-Foren im Internet verwendet man sehr oft das "A" für einen Abschlag und das "V" für einen Aufschlag. Dabei symbolisiert das "A" sowie das "V" eine Pfeilspitze. Ein "A" ist mit einer deutschen Tastatur viel leichter darzustellen als ein "Λ" (griechisches "L" bzw. "Lambda").

Üblich ist es auch statt "A" ein "n" und statt dem großen "V" ein kleines "v" zu verwenden. Das Zeichen "n" leitet sich von dem Abschlag mit der Hand ab, wo man mehrere Finger verwendet (daher breit) während das "v" bzw. der Aufschlag nur der Daumen durchführt. Vergleiche dazu noch mal die Rhythmus-Notation.

Mitunter wird der Takt auch nur durchgezählt. (1 . 2 + . + 4 . ) Dabei wird im allgemeinen davon ausgegangen, dass alle Zahlen Abschläge sind, und alle "und" (kurz "+") Aufschläge. Ein "D" kann im deutschen einen einzelnen "D"aumen-Anschlag symbolisieren, wie er oft für Bassläufe gebraucht wird.

[Bearbeiten] Die notierte Tabulatur

Wikipedia
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Da die einfache Tabulatur keinen Bezug zur Rhythmik aufweist, existiert noch die notierte Tabulatur. Sie beinhaltet sowohl die einfache Tabulatur, als auch die Transkription in reiner Notenform. Da man mit Hilfe der Notenschrift dazu in der Lage ist, auch Rhythmen zu erfassen, wird diese Art der Gitarrentranskription in allen professionellen Songbooks verwendet.

In Tabulatoren werden meist viele Information festgehalten, die dem Gitarristen helfen können, das Lied zu verschönern.

Legende der notierten Tabulatur

Die meisten Gitarristen bekommen das Lesen des Tabulatur-Teils leicht in den Griff. Anders verhält es sich meist mit dem notierten Teil. Es ist zwar nicht unbedingt erforderlich, die Noten bezüglich ihrer Position auf das Griffbrett umsetzen zu können, da der Tabulatur-Teil bereits die richtige Position der Finger diktiert. Leider stellt es aber für viele Gitarristen ein eben so großes Problem dar, die Rhythmuswerte der Noten richtig zu interpretieren.

Eine weitere übliche Darstellungsweise ist es, auf Noten zu verzichten und die Tabulatur mit Notenhälsen zu versehen. Gerade für Lead-Gitaristen hat sich die Tabulatur oft nützlicher erwiesen als die Notation, da letztere oft unübersichtlich ist. Noten geben nicht sofort an, auf welcher Saite der Ton gegriffen werden soll. Tabulaturen können leichter erlernt werden als Notenlesen, und Tabulaturen können meist unmittelbarer auf dem Griffbrett übertragen werden. Ein Nachteil ist, dass einem harmonische Zusammenhänge nicht sofort ins Auge springen.

Tabulatur mit Notenhälsen

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Skalendiagramme

Legende der Skalentabulatur (Skalen-Diagramm)

Das Skalendiagramm unterscheidet sich nicht sehr stark vom bereits bekannten Akkorddiagramm. Der Hauptunterschied liegt darin, dass beim Akkorddiagramm alle markierten Bünde auch gegriffen werden. Das ist beim Skalendiagramm nicht der Fall, da es nur zur Darstellung der Lage von Tonleitern auf dem Griffbrett dienen soll. So müssen die zu spielenden Töne erst ausgewählt werden, um sie anschließend in einer bestimmten Reihenfolge anwenden zu können.

Um Tonleitern überhaupt erst erlernen zu können, braucht man eine visuelle Vorlage. Diese Forderung wird von einem Skalendiagramm perfekt erfüllt, denn sie zeigen einem alle Noten, die in der behandelten Tonleiter vorkommen. Das Skalendiagramm sagt aber nichts über die Rhythmik oder Reihenfolge der zu spielenden Noten aus, dafür ist die Tabulatur zuständig.

[Bearbeiten] Die klassische Notation

Accord guitare.jpg

Um die klassische Notation überhaupt auf das Griffbrett umsetzen zu können, bedarf es einiges an Übung. Viele Gitarristen machen sich heute leider nicht mehr die Mühe, Noten lesen und vom Blatt auf der Gitarre spielen zu können.

Mit einer Tabulatur und ein paar Griffbildern hat man viel früher vorzeigbare Erfolge, und es scheint, dass man fast alles auch auf Tabulatur bekommt. Trotzdem bleiben Noten und nicht Tabulaturen die universelle Schriftsprache der Musik. Die Melodien in Liederbüchern, Lektionen in der Harmonielehre, einige Gitarrenwerke sind nur als Noten erhältlich. Viele Informationen gehen einem verloren, weil man mit den Notenbildern in den Harmonielehren nichts anfangen kann.

GuitarNotesSample1.svg

Das Umschreiben von Stücken auf Gitarre, die eigentlich für Klavier oder für andere Instrumente gesetzt sind, funktioniert ohne Notenkenntnisse nicht. Mal eben die ersten paar Noten als Hilfe für die Sänger anzuspielen, oder auch nur die Anfangstöne sicher zu treffen, funktioniert nicht, wenn man die Noten nicht lesen und auf Gitarre umsetzen kann. Viele Zusammenhänge aus der Harmonielehre werden einem erst klar, wenn man die Informationen in Noten umsetzen kann. Nicht zuletzt gibt es viele Musiker, bei denen die Gitarre nicht das einzige Instrument ist, das sie spielen. Und Gitarristen sollten nicht vergessen, dass sie mit anderen Musikern zusammenspielen, die mit einer Gitarrentabulatur überhaupt nichts anfangen können. Zumindest um sich mit den anderen Musikern zu verständigen, sollte man über ein Mindestmaß an Notenkenntnissen verfügen.

Eigentlich ist das Erlernen des Notenlesens gar nicht so schwer, wenn man mal erst den Einstieg gepackt hat. Das Notenlesen erfordert auf der Gitarre etwas mehr Übung als z. B. auf dem Klavier, da jede Note mehrfach auf dem Griffbrett vorhanden ist, und eine Tonleiter über mehrere Saiten verteilt ist.

GuitarNotesSample2.svg

Bei den "Diplomen" wird zwar auf das Notenlesen ganz am Anfang verzichtet, und man wird auch eine lange Zeit ohne Notenlesen zurechtkommen, dennoch möchten wir jedem Gitarrenspieler raten, sich über kurz oder lang das Notenlesen beizubringen. Nach ein paar Lektionen Gitarre fällt einem das Lernen erfahrungsgemäß leichter, weil man schon eine Grundvorstellung von Notenwerten und Tonhöhen hat. Autodidakten sollten nicht auf das Notenlesen verzichten, sondern es höchstens auf einen etwas späteren Zeitraum verschieben.

Guitar Tabulature.png

Ein besonders guter Zeitpunkt für den Einstieg in das Notenlesen ist dann gekommen, wenn man genügend Zupfmuster oder Picking-Muster beherrscht, um einzelne Lieder melodisch zu begleiten. Ein Großteil der Begleitung funktioniert wie gehabt über Akkordbilder und Picking-Pattern (Zupfmuster). Die Melodien jedoch übernimmt man direkt aus einem Liederbuch mit Noten.

Wer einen Vorgeschmack auf das Melodie-Picking haben möchte, der sollte einmal in den Kurs "Einführung in das Melodie-Picking" hineinschnuppern. Der Kurs Melodie-Picking ist noch nicht ganz fertig, aber er gibt schon mal einen guten Überblick. Über kurz oder lang soll auch eine Art Klassik-"Diplom" entstehen. Autoren die einen solchen Kurs leiten wollen, sind herzlich willkomen). Jedoch wird es wohl noch etwas auf sich warten lassen.

Beispiel
Um einen kleinen Eindruck zu bekommen, wie so etwas klingen kann schaue man sich das PDF und die Tabulatur zu "Oh my Darling Clementine" an. Die Vorlage war ein Liederbuch mit Noten, das noch um ein paar Akkordtöne erweitert wurde.
Weitere Beispiele findet man im Liederbuch in der "Kategorie Tabulatur"

Man könnte die klassische Notation aber auch als absoluter Anfänger, sozusagen von der Pieke auf lernen. Jedoch empfiehlt sich dazu ein Lehrer, der einem direkt zeigen kann, wie man Noten auf das Griffbrett umsetzen kann. So wird vor allem bei einer klassischen Ausbildung verfahren. Wenn man gleich von Anfang an die Noten mitlernt und dieses schrittweise erweitert, fällt es einem nicht wirklich schwer.

Wer später klassische Stücke vom Blatt weg spielen möchte, der kommt einfach nicht darum herum, diese Art der Notation zu erlernen. Obwohl man sehr lange ohne Noten zurecht kommt, bleibt zu hoffen, dass die Diplome als eine gute Vorarbeit zum Notenlesen verstanden werden.

[Bearbeiten] Tabulatursoftware

In den einschlägigen Gitarren-Foren und -Homepages werden nicht nur Tabulaturen im ASCII-Format veröffentlicht, sondern daneben auch diverse Datei-Formate, die man mit einem speziellen Tabulatur-Programm öffnen kann. Das bekannteste kommerzielle Tabulaturprogramm dürfte Guitar Pro sein; die Dateiendungen sind *.gtp, *,gp3, *.gp4 und *.gp5. Die Software besitzt eine Abwärtskompatibilität. Die Stärke des Programms ist die Unterstützung verschiedener Tonspuren und sehr gute Exportergebnissen, wenn man die Kompositionen als MP3 speichern und in einem Sequenzer weiterverarbeiten will. Man kann die Guitar-Pro-Dateien auch mit dem kostenlosen Free-Ware-Tabulatur-Programm TuxGuitar öffnen und zu einem gewissen Grad auch nachbearbeiten. Dieses Programm ist in Java geschrieben und benötigt daher zusätzlich eine Java-Laufzeitumgebung. Es funktioniert dadurch auf allen Betriebssystemen (Windows, Linux), die Java unterstützen. TuxGuitar kann ebenfalls das Format Powertab abspielen, jedoch derzeit noch nicht weiterbearbeiten. Powertab speichert in dem Format *.ptb. Es ist eine kostenlose Freeware unter Windows und steht Guitar-Pro im Funktionsumfang in nur Wenigem nach. Zudem ist es relativ leicht zu bedienen.

Diese drei Programme sind die mit Abstand am häufigsten genutzten Tabulatur-Programme, und sie sind jedem Gitarrenspieler, der einen Computer und einen Internetzugang besitzt, durchaus zu empfehlen. Wer die Kosten einer kommerziellen Software scheut, sollte sich zumindest die beiden Freeware-Programme genauer ansehen.

Daneben gibt es noch einige andere Tabulatur-Programme, für die es oft einen Viewer gibt, mit dem man die entsprechenden Dateien zwar nicht nachbearbeiten, aber zumindest anhören und ausdrucken kann.

Für die Tabulatur-Programme sind die Kenntnisse über das Lesen von Tabulaturen Grundvoraussetzung.

[Bearbeiten] Siehe auch


Suchmaschinen für Tabulaturen wie www.911tabs.com - www.ultimate-guitar.com - www.azchords.com - www.guitaretab.com

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