Gitarre: Einführung ins Zupfen
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[Bearbeiten] Lektion 7
Einführung in Zupfen
Der Einstieg in das Zupfen lässt kaum erahnen, dass damit die Grundlagen gelegt werden, später einmal so interessante Intros wie "Nothing Else Matters" von Metallica oder "Stairway to heaven" von Led Zeppelin spielen zu können. Es gibt kaum einen Gitarristen, der sich nicht wenigstens an einer der beiden Intros versucht hätte.
Zupfen und Fingerpicking stellt eine weitere Möglichkeit dar, das Rhythmusspiel sehr viel interessanter zu gestalten.
- Vorbereitung...
Diese Zupfmuster sind nicht dazu gedacht, an einem Tag erlernt zu werden. Angedacht ist ein Zupfmuster (oder höchstens zwei ähnliche) pro Woche. Zupfmuster können sehr gut mit den neuen Akkorden gelernt werden. Mit welchen Akkorden sich welches Zupfmuster am besten lernen lässt, hängt ganz von der zur Verfügung stehenden Liederauswahl ab. Und da jeder Lehrer und jeder Schüler da so seine eigenen Vorlieben hat, wurden die Zupf-Lektionen in einen eigenen Workshop ausgelagert.[1]
Wenn man die Zupfmuster miteinander vergleicht, wird man feststellen, dass in dieser Zusammenstellung ein Zupfmuster auf die vorhergehenden aufbaut. So kann man sich relativ einfach einen kleinen Vorrat an Zupfmustern aneignen. Dennoch sind die Zupfmuster hier in dem Lehrgang nur eine kleine Einführung in die Materie.
Das Zupfen wird innerhalb dieser Gitarrenschule noch mit Picking-Mustern u.a.m. verfeinert, und es kommen bestimmt noch anspruchsvollere Begleitungen hinzu.
- eine Vorschau die sich auch als Zusammenfassung und Wiederholung eignet gibt es schon hier
[Bearbeiten] Lesen der Gitarren-Tabulatur
Die einfache Tabulatur sagt nicht nur aus, welcher Akkord gespielt werden soll. Der Zweck dieser Art der Transkription liegt vor allem darin, dass man auch ablesen kann, wie der Akkord gegriffen werden soll.
Da viele der folgenden Beispiele die Tabulatur verwenden, sollte man vorher unbedingt noch einmal lernen, wie man diese liest. Auch in den meisten Gitarrenbüchern wird diese Art der Transkription verwendet, da sie sozusagen die "Standard-Schrift" für Gitarristen ist.
In klassischen Gitarrenschulen werden die Finger der Zupfhand mit p i m a q abgekürzt.
- p = Daumen
- i = Zeigefinger
- m = Mittelfinger
- a = Ringfinger
- q = kleiner Finger
Die italienischen Bezeichnungen haben den Vorteil, dass man diese Abkürzungen gut aussprechen kann. DZMRMZ lässt sich nicht so einfach und vor allem nicht so kurz aussprechen wie pimami. Um das Erlernen allerdings zu vereinfachen, verwenden wir in den Tabulaturen weitestgehend die deutschen Fingerbezeichnungen, und nutzen die italienischen nur für Überschriften.
[Bearbeiten] Begriffsklärung
Wir lernen nun Zupfmuster kennen. Es sind klassische Zupfmuster. Das heißt, man findet diese Zupfmuster auch in den klassischen Gitarrenschulen aus dem 19.Jh. Zuvor möchte ich ein paar Begriffe klären, die oft eine ähnliche Bedeutung haben wie das Zupfen.
- Arpeggio
- Es ist eigentlich noch kein richtiges Zupfmuster. Der Begriff sagt nur aus, dass man die Töne eines einzelnen Akkords nicht gleichzeitig anschlägt (wie die nächsten beiden Zupfmuster in der Lektion), sondern dass jeder Ton einzeln angeschlagen wird. Dabei beginnt man üblicherweise mit dem tiefsten Ton (meist der Basston des Akkordes) und spielt dann in einer zügigen Folge die Töne des Akkordes aufwärts. Es klingt wie bei einer Harfe (daher leitet sich auch der Name ab.) Auch wenn die Tonfolge nicht aufwärts sondern abwärts ginge, würde man es immer noch ein Arpeggio nennen. Selbst wenn die Tonfolge wie ein Berg - zuerst aufwärts, dann abwärts - oder umgekehrt (wie beim Tal) verlaufen würde, so würde man es immer noch Arpeggio nennen, obwohl da schon die Meinungen auseinander gehen. Wenn man mehrere dieser Arpeggios aneinanderreiht, erhält man schon ein Zupfmuster. Sobald die Tonfolge komplizierter in ihrem Verlauf oder rhythmischer wird, verwendet man den Begriff Arpeggio nicht mehr, sondern benutzt einen der folgenden Begriffe.
- Zupfen
- für alle Zupfmuster die schon aus den klassischen Gitarrenschulen wie die von Ferdinando Carulli, Francisco Tárrega, Dionisio Aguado und wie sie alle heißen bekannt sind. (engl. plucking)
- Picking
- sind Zupfmuster, wie sie vor allem aus der USA in den 50er und 60er Jahren mit den Folksongs herübergeschwappt kamen. Einflüsse des Blues und Jazz und Rock'n'Roll sind unverkennbar. Die amerikanischen Folksongs klingen insgesamt halt anders als unsere Volkslieder. Wie schon erwähnt unterscheiden die Englischsprachigen "Picking" und "Folkpicking" obwohl es bei uns zu einem Synonym geworden ist. Meist wird ein gleichmäßiger Wechselbass verwendet, wogegen die Diskant-(Melodie-)saiten gerne synkopiert werden, also die Betonung dieser Schläge auf die unbetonten Zählzeiten fallen. (Die "und" werden betont, nicht die Zahlen).
- Fingerstyle
- ist Picking, das durch virtuoses Solozupfen gekennzeichnet ist. Die Erklärung die ich gefunden habe, und mit der ich ganz gut leben kann ist folgende:
Eigentlich hat man versucht, Spieltechniken vom Klavier (Swing, Jazz, Bossa, Samba etc.) auf die Gitarre zu übertragen. Beim Klavier hatte die linke Hand interessantere Bassfiguren produziert. Auf der Gitarre braucht man dafür einen Daumen, der nicht nur im gleichmäßigen Vierteltakt spielen kann, sondern viel freier in Sachen Basslauf, Hammering und Pullof-Figuren denkt. Neben Jazz und Blues macht sich hier auch Samba und Bossanova breit. Diese sind bei weitem nicht alle Begriffe, die es gibt, und selbst die hier aufgeführten sind alle nicht streng voneinander abgegrenzt. Alle Spieltechniken haben sich weiterentwickelt und die Überschneidungen sind inzwischen so groß, dass man sie heute kaum noch unterscheiden kann. Tommy Emmanuel, Don Ross und andere bezeichnen ihren Stil auch selber als Fingerstyle.
Man muss nur jeden einzelnen fragen, was er genau unter einem Begriff versteht. Aber für eine grobe Einordnung sollte der Überblick dennoch reichen.
- Zupf- Picking- und Fingerstyle Beispiele
Das gleiche als Midi-Datei (info)
[Bearbeiten] Lektionen
- Gitarre: Zupfen im Dreiviertel-Takt
- Gitarre: Zupfen im Vierviertel-Takt
- Gitarre: Zupfen mit Wechselbass
- Gitarre: Zupfen mit Sechsachtel-Takt
- Gitarre: Zupfen im Vierviertel-Takt 2
- Gitarre: Zupfen im Basslauf 1
- Gitarre: Zupfen im Vierviertel-Takt 3
- Ein wichtiges Randthema
- Fußnoten
- ↑ Quereinsteiger, die schon recht gut Gitarre spielen können, aber bis dato das Zupfen etwas vernachlässigt haben, können mit diesem Workshop ihre Lücken recht schnell schließen. Daher ist es durchaus möglich, dass man den ganzen Zupf-Bereich später als ein eigenes Heft herausbringen kann.
