Gitarre: Einführung ins Zupfen
Aus Wikibooks
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lektion 7
Einführung in Zupfen
Das Zupfen oder auch Fingerpicking stellt eine Möglichkeit dar, das Rhythmusspiel sehr viel interessanter gestalten zu können. Zudem ist ein gutes Zupfen und Fingerpicking erforderlich, um unzählige Gitarrenstücke überhaupt originalgetreu wiedergeben zu können. Ein gutes Beispiel dafür ist ein sehr oft gespieltes Stück namens "Stairway to heaven" von Led Zeppelin. Kaum ein Gitarrist hat sich noch nicht daran versucht, denn es ist relativ einfach zu lernen und klingt dafür trotzdem enorm gut!
Wie wir später noch sehen werden, ermöglichen bereits einfache Fingerpickings ein sehr melodisches Spiel, da man die Noten der Akkorde nun einzeln anspielen kann. Sobald man die einfachen Zupfmuster kann, wird man ohne größeren Aufwand schöne Melodiepassagen in die Begleitung einstreuen können, was ebenfalls eine schöne Abwechslung ist.
- Vorbereitung...
Diese Zupfmuster sind nicht dazu gedacht, an einem Tag erlernt zu werden. Angedacht ist ein Zupfmuster (oder höchstens zwei ähnliche) pro Woche. Da üblicherweise noch neue Akkorde, neue Lieder und vermutlich sonst noch einiges an Lektionen hinzukommt, dürfte dieses auch vorerst reichen.
Wenn man die Zupfmuster genauer unter die Lupe nimmt, wird man feststellen, dass in dieser Zusammenstellung ein Zupfmuster auf die vorhergehenden aufbaut. So kann sich relativ einfach ein kleines Repertoir an Zupfmustern angeeignet werden.
- eine Zusammenfassung für die Wiederholung gibt es hier
[Bearbeiten] Lesen der Gitarren-Tabulatur
Die einfache Tabulatur sagt nicht nur aus, welcher Akkord gespielt werden soll. Der Zweck dieser Art der Transkription liegt vor allem darin, dass man auch ablesen kann, wie der Akkord gegriffen werden soll.
Da viele der folgenden Beispiele die Tabulatur verwenden, muss sie vorher unbedingt erlernt werden. Auch in den meisten Gitarrenlehrbüchern wird diese Art der Transkription verwendet, da sie sozusagen die "Standard-Schrift" für Gitarristen ist.
[Bearbeiten] Begriffsklärung
Wir lernen nun Zupfmuster kennen. Es sind klassische Zupfmuster. Das heißt, man findet diese Zupfmuster auch in den klassischen Gitarrenschulen aus dem 19.Jh. Doch zuvor möchte ich ein paar Begriffe klären, die oft eine ähnliche Bedeutung haben wie das Zupfen.
- Arpeggio
- Es ist eigentlich noch kein richtiges Zupfmuster. Der Begriff sagt nur aus, dass man die Töne eines einzelnen Akkords nicht gleichzeitig anschlägt (wie die nächsten beiden Zupfmuster in der Lektion), sondern dass jeder Ton einzeln angeschlagen wird. Dabei beginnt man üblicherweise mit dem tiefsten Ton (meist der Basston des Akkordes) und spielt dann in einer zügigen Folge die Töne des Akkordes aufwärts. Es klingt wie bei einer Harfe (daher leitet sich auch der Name ab.) Auch wenn die Tonfolge nicht aufwärts sondern abwärts ginge, würde man es immer noch ein Arpeggio nennen. Selbst wenn die Tonfolge wie ein Berg - zuerst aufwärts, dann abwärts - oder umgekehrt (wie beim Tal) verlaufen würde, so würde man es immer noch Arpeggio nennen, obwohl da schon die Meinungen auseinander gehen. Wenn man mehrere dieser Arpeggios aneinanderreiht, erhält man schon ein Zupfmuster. Sobald die Tonfolge komplizierter in ihrem Verlauf oder rhythmischer wird, verwendet man den Begriff Arpeggio nicht mehr, sondern benutzt einen der folgenden Begriffe.
- Zupfen
- für alle Zupfmuster die schon aus den klassischen Gitarrenschulen wie die von Ferdinando Carulli, Francisco Tárrega, Dionisio Aguado und wie sie alle heißen bekannt sind. (engl. plucking)
- Picking
- sind Zupfmuster, wie sie vor allem aus der USA in den 50er und 60er Jahren mit den Folksongs herübergeschwappt kamen. Einflüsse des Blues und Jazz und Rock'n'Roll sind unverkennbar. Die amerikanischen Folksongs klingen insgesamt halt anders als unsere Volkslieder. Wie schon erwähnt unterscheiden die Englischsprachigen "Picking" und "Folkpicking" obwohl es bei uns zu einem Synonym geworden ist. Meist wird ein gleichmäßiger Wechselbass verwendet, wogegen die Diskant-(Melodie-)saiten gerne synkopiert werden, also die Betonung dieser Schläge auf die unbetonten Zählzeiten fallen. (Die "und" werden betont, nicht die Zahlen).
- Fingerstyle
- ist Picking, das durch virtuoses Solozupfen gekennzeichnet ist. Die Erklärung die ich gefunden habe, und mit der ich ganz gut leben kann ist folgende:
Eigentlich hat man versucht, Spieltechniken vom Klavier (Swing, Jazz, Bossa, Samba etc.) auf die Gitarre zu übertragen. Beim Klavier hatte die linke Hand interessantere Bassfiguren produziert. Auf der Gitarre braucht man dafür einen Daumen, der nicht nur im gleichmäßigen Vierteltakt spielen kann, sondern viel freier in Sachen Basslauf, Hammering und Pullof-Figuren denkt. Neben Jazz und Blues macht sich hier auch Samba und Bossanova breit. Diese sind bei weitem nicht alle Begriffe, die es gibt, und selbst die hier aufgeführten sind alle nicht streng voneinander abgegrenzt. Alle Spieltechniken haben sich weiterentwickelt und die Überschneidungen sind inzwischen so groß, dass man sie heute kaum noch unterscheiden kann. Tommy Emmanuel, Don Ross und andere bezeichnen ihren Stil auch selber als Fingerstyle.
Aber für eine grobe Einordnung sollte der Überblick dennoch reichen. Man muss nur jeden einzelnen fragen, was er genau unter einem Begriff versteht.
- Zupf- Picking- und Fingerstyle Beispiele
Das gleiche als Midi-Datei (info)
[Bearbeiten] Lektionen
- Gitarre: Zupfen im Dreiviertel-Takt
- Gitarre: Zupfen im Vierviertel-Takt
- Gitarre: Zupfen mit Wechselbass
- Gitarre: Zupfen mit Sechsachtel-Takt
- Gitarre: Zupfen im Vierviertel-Takt 2
- Gitarre: Zupfen im Basslauf 1
- Gitarre: Zupfen im Vierviertel-Takt 3
- Ein wichtiges Randthema
