Ing Mathematik: Lineare Vektorfunktionen
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[Bearbeiten] Lineare Vektorfunktion
Eine (Vektor)funktion
heißt linear, wenn es Zahlen
gibt, sodass
mit
gilt.
Eine (Vektor)funktion
Funktion ist genau dann linear, wenn
mit
gilt.
Wie bereits bekannt, kann jeder beliebige Vektor als Linearkombination
dargestellt werden.
Somit ist
.
Für die Bilder der Einheitsvektoren gilt
.
Und somit gilt weiter
.
Natürlich kann man dies auch übersichtlicher in Matrixschreibweise ausdrücken
.
A ist dabei eine quadratische Matrix.
[Bearbeiten] Eigenwerte
Gegeben sei die lineare Vekorfunktion
. Die Frage nach der Parallelität der beiden Vektoren x und y führt zum speziellen Eigenwertproblem.
x ist dann parallel zu y, wenn
gilt.

Dies ist ein homogenes Gleichungssystem mit der
-Matrix A − λE. Dieses Gleichungssystem hat nur dann nichttriviale Lösungen
, wenn rg(A − λE) < n. Es muss also gelten

Diese Gleichung wird auch als charakteristische Gleichung der Matrix A bezeichnet.
heißt charakteristisches Polynom der Matrix A.
Die Wurzeln
der charakteristischen Gleichung nennt man die Eigenwerte der Matrix A.
Die Lösungen
des linearen Gleichungssystems
heißen Eigenvektoren der Matrix A.
Beispiel: 


λ1 = 3:

eine mögliche Lösung: 
Übung 1: Berechnen sie einen Eigenvektor
für den zweiten Eigenwert λ2 = 2 des obigen Beispiels.
Übung 2: Berechnen sie Eigenwerte und Eigenvektoren für die Matrix
.
[Bearbeiten] Reelle, symmetrische Matrix A
- Ist die
-Matrix A = (aij) symmetrisch (A = AT) und reell, so sind auch alle n Eigenwerte dieser Matrix reell. - Die zu verschiedenen Eigenwerten gehörenden Eigenvektoren einer reellen, symmetrischen Matrix sind orthogonal:
. - Hauptachsentransformation: Die Matrix A kann mittels einer orthogonalen Matrix T auf Diagonalgestalt gebracht werden. Die Spalten i der orthogonalen Matrix T sind die auf Eins normierten Eigenvektoren
.

Übung: Gegeben ist die Matrix
. Berechnen sie die Eigenwerte, Eigenvektoren und führen sie die Hauptachsentransformation durch (Hinweis: Gram-Schmidtsches-Orthogonalisierungsverfahren).
[Bearbeiten] Bewegungen
Eine Bewegung (in der Ebene oder im Raum) ist definiert durch die Gleichung

Die Matrix A sei dabei orthogonal. Dies bedeutet, dass
und
.
: orientierungstreue Bewegung (Schraubung = Drehung + Translation)
: orientierungsumkehrende Bewegung (Umlegung)
: Translation
: Drehung um eine durch den Ursprung verlaufende Gerade
[Bearbeiten] Orthogonale Transformationen in der Ebene


Wegen der Orthogonalität von A gilt:



Diese Gleichungen werden durch folgende trigonometrischen Gleichungen erfüllt:



Das bedeutet, daß die Matrix

eine Drehung der Ebene mit dem Winkel
um einen festen Punkt bewirkt.
Drehung des Koordinatensystems um den Winkel
bei fest gehaltenem Vektor:

Drehung des Vektors um den Winkel
bei fest gehaltenem Koordinatensystem:
