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Amateurfunklehrgang – Der Weg zur HB9-Lizenz/ Bauelemente

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Widerstände

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Allgemeines

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Die Materialauswahl und der Aufbau von Widerständen hat entscheidenden Einfluss auf die Eigenschaften. Die folgende Tabelle soll eine erste Übersicht bieten und als Auswahlhilfe für eigene Schaltungen dienen:

Widerstandstyp Präzision HF-Eigenschaften Rauschen Temperaturstabilität Spannungsstabilität Langzeitstabilität
Kohlenstoffwiderstände ±5% bis ±10% Schlechte HF-Leistung Relativ hoch Gering (±1000 ppm/°C) Mittel bis niedrig Relativ niedrig
Metallfilmwiderstände ±5% bis ±10% Gute HF-Leistung Niedrig bis mittel Hoch (±50 bis ±100 ppm/°C) Gut Sehr hoch
Metalloxidwiderstände ±1% bis ±0.1% Gute HF-Leistung Etwas höher Mittel bis hoch (±100 bis ±200 ppm/°C) Hoch Hoch
Drahtwound-Widerstände ±1% bis ±0.1% Eingeschränkte HF-Leistung Sehr niedrig Hoch (±5 bis ±50 ppm/°C) Sehr hoch Sehr hoch
SMD-Widerstände Variiert, oft ±1% bis ±0.1% Gute HF-Leistung Niedrig Hoch (ähnlich wie Metallfilm) Gut Hoch
Folie-Widerstände ±0.01% bis ±0.1% Ausgezeichnete HF-Leistung Extrem niedrig Sehr hoch (±1 bis ±5 ppm/°C) Sehr hoch Exzellent

Legende:

  • Präzision: Die Genauigkeit des Widerstandswertes, oft angegeben als Toleranz.
  • HF-Eigenschaften: Wie gut sich die Bauform für den Einsatz bei hohen Frequenzen eignet.
  • Rauschen: Die Intensität an elektrischem Rauschen, das der Widerstand erzeugt.
  • Temperaturstabilität: Der Widerstandsänderung aufgrund von Temperaturschwankungen, angegeben als Temperaturkoeffizient.
  • Spannungsstabilität: Die Fähigkeit des Widerstands, den Widerstandswert bei verschiedenen Spannungen stabil zu halten.
  • Langzeitstabilität: Die Fähigkeit des Widerstands, seine Eigenschaften über lange Zeiträume zu behalten.

Belastbarkeit

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Je nach Bauform und verwendete Materialen haben Widerstände unterschiedliche Belastungsgrenzen.

Die Verlustleistung berechnet sich aus:

  • P = U · I
  • P = I² · R
  • P = U² / R

Beispiel:

12 V fallen an einem 120-Ω-Widerstand ab.

I=U/R -> Strom: 100 mA

P=I²R oder U²/R = Leistung: 1,2 W

Ein 0,25-W-Widerstand würde sehr schnell überhitzen. Hier wäre mindestens ein 2-W-Widerstand sinnvoll.

Faustregeln Für die Verwendung von Festwertwiderständen

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  • Allgemeine Elektronik: Metallschicht, 1 %, 0,25 W
  • Präzisionsmessung: Dünnschicht oder Metallfilm mit niedrigem TCR
  • Hohe Leistung: Draht- oder Metalloxid
  • Hohe Frequenzen: Nichtinduktive Dünnschicht
  • Billige Massenprodukte: Dickschicht-SMD
  • Hohe Impulsbelastung (z. B. Einschaltstrom): Metalloxid oder spezielle Pulswiderstände

Potentiometer

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Potentiometer sind einstellbare Widerstände. Davon gibt es unterschiedliche Bauformen und unteschiedliche Kennlinien:

  • Linear (B): VFO, Abstimmung, Messgeräte
  • Logarithmisch (A): Lautstaerke (AF-Gain), da das menschliche Gehör logarithmisch wahrnimmt

Auch Mehrgangpotentiometer (5-, 10- oder 20-Gang) kommen im Amateurfunk häufig vor, etwa für den Feinabgleich von Filtern oder Oszillatoren.

HF-Abschlusswiderstände

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Abschlusswiderstände sind sehr wichtig im Amateurfunk.

Eigenschaften:

  • exakt 50 Ω
  • geringe Induktivität
  • geringe Kapazität
  • hohe Belastbarkeit

Anwendungen:

  • Dummy Load
  • Spektrumanalysator
  • SWR-Meter
  • Antennenmessung

Messwiderstände (Shunts)

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Sind sehr niederohmig (z. B. 0,001–0,1 Ω), präzise und besitzen einen tiefen Temperaturkoeffizienten. Diese werden verwendet für die Strommessung, zum Beispiel PA-Strom oder für das Akkumonitoring oder in Netzteilen. Sie werden aus Manganin oder Konstantan gefertigt.

Thermistoren (NTC)

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Bei Thermistoren nimmt der Widerstand mit steigender Temperatur ab. Viele Transceiver besitzen einen NTC direkt am Endtransistor und wird zum Steuern der Lüftung oder Leistungsreduktion verwendet um die Endstufe zu schützen.

Bei PTC nimmt der Widerstand mit steigender Temperatur zu. Sie werden auch als selbstrückstellende Sicherungen verwendet. Nach dem Abkühlen werden sie wieder leitfähig. Zum Beispiel als USB-Schutz oder bei Antennenrotor-Steuerungen als Schutz gegen Kurzschluss und Überlast.

VDR/Varistoren (MOV)

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Der Widerstand von MOV's sinkt bei steigender Spannung. Sie werden als Überspannungsschutz verwendet. Gerääte können damit z. B. gegen Blitzinduktion, Schaltspitzen oder Netzstörungen geschützt werden. Man findet sie in Netzteilen, Rotoren oder im Zusammenhang mit langen Steuerleitungen. Auch an Antenneneingaengen (oft zusammen mit Gasableitern) Schützen sie Das Gerät gegen Schäden durch Spannungsspitzen.

Kondensatoren

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Kondensatoren sind passive elektronische Bauelemente, die elektrische Energie in einem elektrischen Feld speichern. Da Kondensatoren die elektrische Energie nicht, wie zum Beispiel in Akkus, chemisch speichern, können sie die Energie wesentlich schneller aufnehmen und wieder abgeben. Kondensatoren bestehen aus zwei leitenden Polen und einer isolierenden Schicht (Dielektrikum). Die verwendeten Materialien und der Aufbau bestimmen die Kapazität (Aufnahmevermögen für die Energie), das Verhalten bezüglich der Frequenz und der Empfindlichkeit gegenüber äusseren Einflüssen auf das elektrische Verhalten.

Gleichstromverhalten

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Wird ein Kondensator an eine Gleichspannung angeschlossen, fliesst zunächst ein Ladestrom. Der Kondensator speichert elektrische Ladung auf seinen Platten. Nach dem Aufladen gilt:

  • die Spannung am Kondensator entspricht der Versorgungsspannung
  • der Stromfluss stoppt nahezu vollständig
  • der Kondensator wirkt wie ein offener Schalter

Die gespeicherte Energie ergibt sich aus:


mit:

E = Energie

C = Kapazität

U = Spannung

Typische DC-Anwendungen

  • Siebkondensatoren in Netzteilen
  • Pufferung von Versorgungsspannungen
  • Energiespeicherung
  • Zeitglieder (RC-Schaltungen)
Eigenschaft Gleichstromkreis (DC) Wechselstromkreis (AC)
Grundverhalten Kondensator lädt sich auf und sperrt danach den Stromfluss Strom kann kontinuierlich „fliessen“, da sich der Kondensator ständig lädt und entlädt
Stromfluss Nur kurz beim Laden/Entladen Dauerhafter Wechselstromfluss möglich
Spannung am Kondensator Bleibt nach dem Laden konstant Ändert sich ständig mit der Wechselspannung
Einfluss der Frequenz Keine Bedeutung im stationären Zustand Sehr wichtig: mit steigender Frequenz sinkt der Wechselstromwiderstand
Verhalten nach langer Zeit Wirkt wie eine Unterbrechung Wirkt frequenzabhängig wie ein Widerstand
Typische Anwendung Energiespeicher, Glättung Kopplung, Filter, Resonanzkreise


Aufbauarten und Verwendung

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... für Netzteile und für alles was mit Leistungsstabilisierung zu tun hat

Elektrolytkondensatoren haben im Vergleich zu anderen Kondensatortypen eine sehr hohe Kapazität. Sie bestehen typischerweise aus einem leitenden Flüssigkeitselektrolyt auf einem porösen Träger (Papier) und einer Metallfolie. Sie werden in Netzteilen eingesetzt, um Wechselspannungs-Ripple (Störungen) zu glätten und somit eine stabilere Gleichspannungs-Ausgangsleistung zu liefern. Sie dienen auch als Energiereservoir, um Lastspitzen zu aufzufangen. Elektrolytkondensatoren müssen typischerweise mit korrekter Polung eingebaut werden, es gibt aber auch wechselstromfeste Ausführungen.

   

... für Oszillatoren und Filter

In Oszillatoren und Filtern werden oft Kondensatoren mit geringerer Kapazität und hoher Präzision verwendet. Kondensatoren sind integraler Bestandteil von LC-Oszillatoren. Sie arbeiten zusammen mit Spulen, um eine Resonanzfrequenz zu erzeugen, die bestimmt, wie schnell der Oszillator schwingt. In Kombination mit Widerständen oder Spulen werden Kondensatoren kleiner Kapazität verwendet, um Signalfrequenzen zu filtern.

   

Drehkondensatoren sind veränderbare Kondensatoren, deren Kapazität durch Drehen eines Knopfes oder einer Welle variiert werden kann. Das funktioniert, indem die Überlappung von zwei Satz von Platten verändert wird, wodurch sich die Kapazität ändert. Diese werden traditionell in Radioempfängern und -sendern verwendet, um die Resonanzfrequenz von LC-Schaltkreisen zu variieren und so die Abstimmung auf verschiedene Radiostationen oder Frequenzen zu ermöglichen. Oder auch zur fixen Abstimmung von der Frequenz eines Oszillators.

Die Wahl des richtigen Kondensatortyps und seiner Spezifikationen (z. B. Kapazität, Spannungsfestigkeit, Toleranz) ist für den korrekten Betrieb einer Schaltung von entscheidender Bedeutung. Da wir uns Hauptsächlich mit Hochfrequenz beschäftigen, konzentrieren wir uns auf die Eigenschaften und Auswahlkriterien die für uns relevant sind. Einige der wichtigsten Kriterien für HF-Kondensatoren sind eine niedrige Dielektrikabsorption, hohe Spannungsfestigkeit, geringe Serie-Resonanzfrequenz (SRF) und geringe Verluste.

Eine Kurzübersicht hier:

Anwendung Besonders geeignete Kondensatoren
VFO / stabile Oszillatoren NP0/C0G, Mica, Polystyrol
HF-Filter NP0/C0G, PP, Mica
Antennentuner Luftdrehkondensator, PP, Vakuum
Endstufen / hohe Leistungen Mica, Vakuum, Luft
Spannungsversorgung Elektrolyt, Tantal
Breitbandige Entkopplung Keramik X7R + Elektrolyt kombiniert
QRP- und Präzisionsschaltungen NP0/C0G, Polystyrol, PTFE

Eine Detailierte Übersicht über die Materialien und die Verwendung siehst du hier:

Kondensatortyp / Dielektrikum Aufbau / Material Wichtige Eigenschaften Typische Nachteile Typische Anwendungen im Amateurfunk
Keramik NP0 / C0G Keramik mit temperaturstabilem Dielektrikum Sehr geringe Verluste, hohe Güte (Q), nahezu keine Kapazitätsänderung mit Temperatur oder Frequenz Kleine Kapazitätswerte, teurer als Standard-Keramik VFO, Quarzfilter, HF-Oszillatoren, Resonanzkreise
Keramik X7R / Y5V Keramik mit hoher Dielektrizitätskonstante Hohe Kapazität bei kleiner Bauform, günstig Deutliche Kapazitätsänderung mit Temperatur, Spannung und Frequenz; höhere Verluste Entkopplung, Versorgungspufferung, NF- und Digitalschaltungen
Glimmer (Mica) Silberbeschichtete Glimmerfolien Extrem stabil, sehr geringe Verluste, hohe Spannungsfestigkeit Relativ teuer und grösser HF-Leistungsstufen, Filter, Resonanzkreise, Präzisionsanwendungen
Tantal Tantaloxid als Dielektrikum Hohe Kapazität bei kleiner Baugrösse, gute Langzeitstabilität Nicht ideal für hohe HF-Ströme; empfindlich gegen Überspannung Spannungsversorgung, Pufferung in kompakten Geräten
Elektrolyt (Aluminium) Aluminiumfolie mit Elektrolyt Sehr hohe Kapazitäten verfügbar, günstig Hohe Verluste bei HF, polarisiert, begrenzte Lebensdauer Netzteile, Siebung, Versorgungspuffer
Folie PP (Polypropylen) Metallisierte oder Folien-/Folien-Kunststoffschichten Sehr geringe Verluste, hohe Strombelastbarkeit, gute Temperaturstabilität Grösseres Volumen Resonanzkreise, Antennentuner, HF-Filter, Koppelkondensatoren
Folie PET (Polyester / Mylar) Polyesterfolie Robust, preiswert, hohe Kapazitäten möglich Höhere Verluste und schlechtere HF-Eigenschaften als PP Allgemeine HF- und NF-Anwendungen, Entkopplung
Folie PPS Polyphenylen-Sulfid-Folie Sehr temperaturstabil, kompakte Bauweise Teurer als PET Präzisionsfilter, temperaturkritische HF-Schaltungen
Folie Polystyrol Polystyrolfolie Sehr geringe Verluste, hohe Präzision Temperatur- und lötwärmeempfindlich Präzisionsoszillatoren, schmale HF-Filter
Folie PTFE (Teflon) PTFE-Folie Extrem geringe Verluste, hervorragende HF-Eigenschaften, feuchtigkeitsresistent Sehr teuer Hochwertige HF-Messtechnik, Mikrowellenanwendungen
Luftdrehkondensator Metallplatten mit Luft als Dielektrikum Praktisch verlustfrei, hohe Spannungsfestigkeit, hohe Güte Mechanisch gross, empfindlich gegen Verschmutzung Antennentuner, Abstimmkreise, Röhrengeräte
Vakuumkondensator Elektroden im Vakuum Sehr hohe Spannungs- und Stromfestigkeit, extrem geringe Verluste Sehr teuer Hochleistungs-Endstufen, professionelle Tuner
Trimmerkondensator Kleine einstellbare Keramik- oder Luftkonstruktion Feinabgleich möglich Begrenzter Einstellbereich Abgleich von Filtern, Oszillatoren und HF-Stufen


Spulen

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Gleischstromverhalten

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Beim Einschalten, resp. bei Stromänderungen: Beim Einschalten oder einer Erhöhung des Stromes in einem Schaltkreis mit einer Spule wirkt die Spule zunächst dem Stromfluss entgegen. Beim Aufbau des Stroms entsteht in der Spule ein magnetisches Feld, welches eine Spannung induziert, die der anliegenden Spannung entgegenwirkt (Selbstinduktion). Dieser Effekt ist nur vorübergehend und tritt während der Einschaltphase auf.

Stabiler Zustand: Nachdem der Strom stabil ist (konstant bleibt), verhält sich die Spule wie ein normaler elektrischer Leiter mit einem geringen Ohmschen Widerstand des Drahtes. Das magnetische Feld bleibt konstant, und es wird keine Spannung mehr induziert.

Abschalten des Stroms: Beim Abschalten des Gleichstroms wird die gespeicherte magnetische Energie in Form einer induzierten Spannung freigesetzt. Diese Spannung kann sehr hoch sein und eine Funkenbildung verursachen, wenn der Stromkreis mechanisch unterbrochen wird.

Dieses Verhalten wird in verschiedenen Schaltungen eingesetzt. Bei Schaltreglern (z.B. in DC-DC-Wandlern), wird die Speicherwirkung eingesetzt um den Stromfluss zu glätten und Spannungsschwankungen zu vermeiden. Diese Eigenschaft wird ebenfalls in Boost-, Buck- oder Buck-Boost-Konvertern eingesetzt um die Ausgangsspannung zu erhöhen oder zu verringern. Durch die Trägheit bei Stromänderungen werden Spulen auch zur Filterung von Störungen eingesetzt. In Kombination mit Kondensatoren filtern Spulen Hochfrequenzstörungen raus, indem sie diese blockieren, während sie den Gleichstrom ungehindert passieren lassen.

Wechselstromverhalten

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Um Trafos oder Drosseln aufzubauen verwenden wir unterschiedliche Materialien.

Ferrite

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Ferrite bestehen üblicherweise aus Nickel-Zink oder Mangan-Zink Mischungen. Die Mischung und die Herstellungsbedingungen bestimmen das Verhalten im magnetischen Wechselfeld und den Einfluss auf die Spulenparameter. Ferrite sind wie alle keramischen Werkstoffe hart und spröde, daher besteht Bruchgefahr beim Bewickeln der Ringkerne. Permeabilität ist die Durchlässigkeit von Materie für magnetische Felder und ist ein entscheidender Parameter für die Funktionalität des Materials. Der bekannteste Hersteller ist Amidon: Amidon-Materialien sind leicht verfügbar und bieten eine gute Qualität mit <20 % Toleranz. Ferrit-Ringkerne sind in vielen Größen (2,5 mm bis 127 mm Außendurchmesser) und Permeabilitäten (20 µi bis mehr als 15.000 µi) erhältlich.

Nickel-Zink-Ferrite haben einen hohen spezifischer Widerstand, geringe Verluste im Frequenzband 0,5 bis 100 MHz und eine mittlere Temperaturstabilität. Nickel-Zink Ferrite werden für Spulen hohen Induktivitäten bei geringen Leistungen und Breitbandtransformatoren verwendet. Permeabilität liegt zwischen 20 und 800.

Mangan-Zink-Ferrite werden aufgrund der hohen möglichen Permeabilität (2000 - 15000) primär bei Verdrosselungen von EMV-Problemen (elektromagnetische Verträglichkeit) zur Absorbtion von unerwünschten Hochfrequenzschwingungen eingesetzt.

Eisenpulverringkerne haben eine hohe Sättigungsflussdichte, das Material erreicht auch bei hohen Strömen keine magnetische Sättigung.

Bei Tiefpässen und Preselektoren ist diese Eigenschaft gefragt, aber ist im Gegenzug völlig ungeeignet für Übertrager. Eine Ausnahme bildet Carbonyleisen, ein hochreines Eisen, das durch Zersetzung von Eisenpentacarbonyl entsteht, wird zur Herstellung von Hochfrequenzspulen verwendet.

Drosseln

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Eine Drossel (auch als Induktivität oder Spule bezeichnet) ist ein passives elektrisches Bauelement, das zur Steuerung des Stromflusses in einem Stromkreis verwendet wird. Drosseln bestehen aus einer Spule aus Draht, die auf einen Kern gewickelt ist, der aus Luft, Eisen oder einem anderen Material bestehen kann.

Drosseln blockieren hochfrequente Signale lassen niederfrequente oder Gleichstromsignale passieren. Sie wirken als Filter, um unerwünschte Hochfrequenzstörungen (EMI - elektromagnetische Interferenzen) zu unterdrücken.

In Netzteilen werden Drosseln eingesetzt, um Wechselstromkomponenten zu glätten und einen sauberen Gleichstrom zu erzeugen. Sie helfen, Spannungs- und Stromspitzen zu reduzieren und die Effizienz des Netzteils zu erhöhen.

Drosseln bilden in Kombination mit Kondensatoren Resonanzkreise. Sie selektieren oder filtern bestimmte Frequenzen.

Drosseln Begrenzung den Strom in einem Stromkreis. Dadurch wirken sie als Überstromschutz oder begrenzen Einschaltströme.

Balun

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Der Begriff "Balun" steht für "Balanced to Unbalanced". Ein Balun ist ein Transformator um eine symmetrische (balancierte) Signalquelle oder Last mit einer unsymmetrischen (unbalancierten) Signalquelle oder Last zu verbinden. Baluns werden oft in Antennensystemen eingesetzt, um Koaxialkabel (unsymmetrisch) an symmetrische Antennen anzuschließen. Durch die Anpassung wird die Übertragung effizienter und reduziert unerwünschte Störungen und Reflexionen.

"Unun" steht für "Unbalanced to Unbalanced". Ein Unun ist ein Transformator, der eine unsymmetrische Impedanz in eine andere unsymmetrische Impedanz umwandelt. Ununs werden verwendet, um Impedanzanpassungen vorzunehmen, zum Beispiel zwischen einer Antenne und einem Transceiver, um eine bessere Leistungsübertragung zu erreichen und Verluste zu minimieren. Si werden für die Anpassung der Impedanz zwischen Antenne, Kabel und Gerätes eingesetzt.

Anhang: Bewährte Baluns und UnUns

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Die folgenden Beispiele haben sich im Amateurfunk bewährt. Sie decken den grössten Teil aller üblichen Antennenanwendungen ab.

1:1 Strombalun

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Eigenschaft Wert
Anwendung Halbwellendipol, Inverted-V, Yagi, Quad, Loop
Transformation 50 Ω → 50 Ω
Typ Guanella
Frequenzbereich 3,5–30 MHz
Ferrit FT240-43
Wicklung Zwei verdrillte PTFE-isolierte Drähte
Windungen 12–14 Windungen
Leistung bis etwa 1 kW PEP

Bemerkung:

  • Für 160 m empfiehlt sich Mix 31.
  • Für Leistungen über 1 kW werden zwei FT240-43 übereinander verwendet.

1:4 Strombalun

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Eigenschaft Wert
Anwendung Off-Center-Fed-Dipol (OCF)
Transformation 50 Ω → 200 Ω
Typ Guanella
Ferrit 2 × FT240-43
Wicklung Zwei identische Leitungstransformatoren
Windungen je 12 Windungen
Leistung bis etwa 1,5 kW

Diese Bauform ist heute der Standard für OCF-Dipole.


1:9 UnUn

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Eigenschaft Wert
Anwendung Random-Wire, Langdraht
Transformation 50 Ω → 450 Ω
Ferrit FT240-43
Primärwicklung 3 Windungen
Sekundärwicklung 9 Windungen
Leistung bis etwa 500 W

Ein Gegengewicht oder eine gute Erdung verbessert meist die Anpassung erheblich.


1:49 UnUn

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Eigenschaft Wert
Anwendung EndFed-Halbwellenantenne
Transformation 50 Ω → 2450 Ω
Ferrit FT240-43
Primärwicklung 2 Windungen
Sekundärwicklung 14 Windungen
Leistung bis etwa 500 W

Der Abgriff erfolgt nach der zweiten Windung.

Diese Bauform ist heute die am häufigsten verwendete EndFed-Anpassung.


1:64 UnUn

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Eigenschaft Wert
Anwendung EndFed mit hoher Speiseimpedanz
Transformation 50 Ω → 3200 Ω
Ferrit FT240-43
Primärwicklung 2 Windungen
Sekundärwicklung 16 Windungen
Leistung bis etwa 500 W

Diese Variante wird verwendet, wenn die Antenne eine höhere Speiseimpedanz besitzt.


Mantelwellensperre (Common Mode Choke)

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Eigenschaft Wert
Anwendung Unterdrückung von Mantelwellen
Ferrit FT240-31
Koax RG-316 oder RG-58
Windungen 10–12 Windungen
Frequenzbereich 1,8–30 MHz

Alternativ können 10 bis 20 Ferritperlen über das Koaxialkabel geschoben werden.


QRP-Strombalun

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Eigenschaft Wert
Anwendung Portable Betrieb
Ferrit FT140-43
Windungen 12 Windungen
Leistung bis etwa 100 W

Diese Bauform eignet sich besonders für SOTA- und POTA-Stationen.


Empfehlung

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Für die meisten Kurzwellenanwendungen reichen bereits drei Standardtypen aus:

  • 1:1 Strombalun (Dipole, Loops, Yagis)
  • 1:49 UnUn (EndFed)
  • Mantelwellensperre (Koax)

Mit diesen drei Baugruppen lassen sich die meisten Amateurfunkantennen erfolgreich betreiben.

Transformatoren

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Dioden

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Eine Diode ist ein elektronisches Bauteil, das den Stromfluss in eine Richtung blockiert und in die andere Richtung erlaubt. Halbleiterdioden als diskrete Bauelemente sind üblicherweise mit einem aufgedruckten Ring versehen, der die Kathode markiert. Liegt an der Kathode eine negativere Spannung als an der Anode, befindet sich die Diode in Durchlassrichtung. Sobald die Durchlassspannung überschritten wird, setzt der Stromfluss ein. Bei umgekehrter Polarität sperrt die Diode den Stromfluss. Allgemein wird eine Durchlassspannung von etwa 0,7V angenommen, wobei dieser Wert je nach Diodentyp und Stromstärke zwischen 0,5V und 1,5V variieren kann.

Beim Betrieb von Dioden sind insbesondere drei wichtige Kenngrößen zu beachten:

  • Maximaler Durchlassstrom in Durchlassrichtung
  • Maximale Sperrspannung in Sperrrichtung
  • Größte zulässige Verlustleistung aufgrund des Spannungsabfalls in Durchlassrichtung

Das Überschreiten dieser Grenzwerte kann zur Überlastung und Beschädigung der Diode führen.

Dioden finden in elektronischen Schaltungen vielfältige Anwendungen, darunter:

  • Gleichrichtung: Um Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln.
  • Spannungsreferenz: Beispielsweise in Form von Z-Dioden.
  • Elektrisch veränderliche Kapazität: Wie bei Varaktordioden.
  • Schutz gegen falsche Polung und Überspannung: Ein typisches Beispiel ist die Freilaufdiode.

Die verwendete Halbleitermaterialien, der Aufbau und die Dotierung verändern die Eigenschaften so, dass es innerhalb der Dioden diverse Spezialformen (Typen) gibt.

  • Gleichrichtung: Um Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln.
  • Spannungsreferenz: Beispielsweise in Form von Z-Dioden.
  • Elektrisch veränderliche Kapazität: Wie bei Varaktordioden.
  • Schutz gegen falsche Polung und Überspannung: Ein typisches Beispiel ist die Freilaufdiode.

Siliziumdioden ("normale" Gleichrichterdiode)

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Aufbau

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Siliziumdioden bestehen aus einem p-n-Übergang, der aus einer p-dotierten (positiven) und einer n-dotierten (negativen) Halbleiterschicht besteht. Dieser Übergang entsteht durch das Einbringen von Verunreinigungen (Dotieren) in das Silizium, wodurch die gewünschten elektrischen Eigenschaften erzeugt werden.

  • Anode: Der positive Anschluss der Diode, der mit der p-dotierten Schicht verbunden ist.
  • Kathode: Der negative Anschluss der Diode, der mit der n-dotierten Schicht verbunden ist, und meist durch einen Ring auf dem Bauteil gekennzeichnet ist.

Kennzahlen

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  • Durchlassspannung (Vf): Typischerweise etwa 0,7V für Standard-Siliziumdioden.
  • Sperrstrom (Ir): Der geringe Strom, der in Sperrrichtung fließt. Er liegt meist im Bereich von Nanoampere (nA) bis Mikroampere (µA).
  • Maximaler Durchlassstrom (Ifmax): Der maximale Strom, den die Diode in Durchlassrichtung sicher führen kann.
  • Maximale Sperrspannung (Vr): Die höchste Spannung, die in Sperrrichtung angelegt werden kann, ohne dass die Diode zerstört wird.
  • Leistung (Ptot): Die maximale Verlustleistung, die die Diode abführen kann.

Typische Vertreter

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  • 1N4148: Eine schnelle Schaltdiode mit einer Durchlassspannung von ca. 0,7V und einer maximalen Sperrspannung von 100V. Sie wird häufig in Hochfrequenz- und Digitalanwendungen eingesetzt.
  • 1N4001 bis 1N4007: Eine Familie von Gleichrichterdioden mit Sperrspannungen von 50V bis 1000V und einem maximalen Durchlassstrom von 1A. Diese Dioden werden oft in Netzteilen und Gleichrichterschaltungen verwendet.

Verwendung

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  • Gleichrichtung: Wandlung von Wechselstrom (AC) in Gleichstrom (DC), häufig in Netzteilen.
  • Schutzschaltungen: Verhinderung von Schäden durch falsche Polung oder Überspannungen, z.B. in Freilaufdioden für Induktivitäten.

Zenerdioden

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Aufbau

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Zenerdioden sind spezielle Halbleiterdioden, die im Wesentlichen aus einem p-n-Übergang bestehen, ähnlich wie normale Siliziumdioden. Der Unterschied liegt in ihrer Fähigkeit, bei einer bestimmten Spannung, der sogenannten Zenerspannung (Vz), in Sperrrichtung zu leiten. Dies wird durch eine spezielle Dotierung des Halbleitermaterials erreicht.

  • Anode: Der positive Anschluss der Diode, der mit der p-dotierten Schicht verbunden ist.
  • Kathode: Der negative Anschluss der Diode, der mit der n-dotierten Schicht verbunden ist.

Kennzahlen

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  • Zenerspannung (Vz): Die Spannung, bei der die Diode in Sperrrichtung zu leiten beginnt. Diese Spannungen können von wenigen Volt bis hin zu mehreren Hundert Volt reichen.
  • Zenerstrom (Iz): Der Strom, der durch die Diode fließt, wenn sie in Sperrrichtung leitet.
  • Leistung (Ptot): Die maximale Verlustleistung, die die Diode abführen kann, typischerweise in Watt angegeben.
  • Temperaturkoeffizient: Die Änderung der Zenerspannung in Abhängigkeit von der Temperatur.

Typische Vertreter

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  • 1N4728A: Eine Zenerdiode mit einer Zenerspannung von 3.3V und einer maximalen Verlustleistung von 1W.
  • 1N4733A: Eine Zenerdiode mit einer Zenerspannung von 5.1V und einer maximalen Verlustleistung von 1W.
  • 1N4742A: Eine Zenerdiode mit einer Zenerspannung von 12V und einer maximalen Verlustleistung von 1W.

Verwendung

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  • Spannungsregulierung: Zur Bereitstellung einer stabilen Referenzspannung in Stromversorgungen und Spannungsreglern.
  • Überspannungsschutz: Schutz von empfindlichen Schaltungen vor Überspannungen, indem sie Spannungen über der Zenerspannung ableiten.
  • Stabilisierung von Signalen: In Kommunikations- und Signalkonditionierungsschaltungen zur Stabilisierung von Spannungen.

LEDs (Light Emitting Diode)

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Aufbau

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Leuchtdioden (LEDs) bestehen aus einem Halbleiterchip, der in einem Gehäuse eingebettet ist. Dieser Chip ist der aktive Teil der LED und erzeugt Licht, wenn ein Strom durch ihn fliesst. Ähnlich wie bei herkömmlichen Dioden besteht der Halbleiterchip aus einem p-n-Übergang, der aus unterschiedlichen Halbleitermaterialien dotiert ist.

Der Chip ist in einem transparenten oder durchscheinenden Gehäuse aus Epoxidharz oder Kunststoff eingekapselt, das auch als Linse fungiert. Es können auch mehrere Halbleiter in einem Gehäuse untergebracht sein, in einer Anordung die flexibel (Punktmatrix, Segmente) Zahlen und Buchstaben darstellen können, oder Symbolen (Pfeile, Operatoren, ...) aufleuchten lassen.

Die Leuchtdioden besitzen entweder zwei Anschlüsse, Anode (positiv) und Kathode (negativ), die den Stromfluss ermöglichen oder bei mehreren Dioden in einem Gehäuse auch gemeinsame Anoden oder Kathoden.

Kennzahlen

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  • Durchlassspannung (Vf): Die Spannung, die erforderlich ist, um die LED zum Leuchten zu bringen. Diese variiert je nach Farbe und Material.
  • Strom (If): Der Betriebsstrom, der typischerweise durch die LED fließt, um die optimale Helligkeit zu erreichen.
  • Leistungsaufnahme (P): Die elektrische Leistung, die die LED aufnimmt, üblicherweise in Milliwatt (mW) oder Watt (W).
  • Lichtstärke (Iv): Die Helligkeit der LED, gemessen in Candela (cd) oder Lumen (lm).
  • Wellenlänge: Die spezifische Wellenlänge des emittierten Lichts, gemessen in Nanometern (nm).

Farben und Durchlasspannung

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  • Infrarot (IR): 1.2V bis 1.4V
  • Rot: 1.8V bis 2.2V
  • Orange: 2.0V bis 2.1V
  • Gelb: 2.1V bis 2.2V
  • Grün: 2.0V bis 3.0V (abhängig vom spezifischen Material)
  • Blau: 3.0V bis 3.5V
  • Weiss: 3.0V bis 3.5V (erzeugt durch eine blaue LED mit einer Phosphorschicht)
  • UV-A (365 nm): ca. 3,3V
  • UV-B (310 nm): ca. 3,5V.
  • UV-C (275 nm): ca. 3,7V - 4,0V.

Verwendung

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  • Anzeige- und Signallichter: In elektronischen Geräten, Anzeigen und Schaltungen.
  • Beleuchtung: Von einfachen Taschenlampen bis hin zu komplexen Beleuchtungssystemen.
  • Displays: In Bildschirmen und Anzeigen, von einfachen Segmentanzeigen bis hin zu komplexen LED-Bildschirmen.
  • Optokoppler: In der Signalübertragung und -isolation.
  • Sensoren und Detektoren: In Verbindung mit Fotodioden und anderen lichtempfindlichen Bauteilen.

Schottky-Dioden

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Aufbau

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Schottky-Dioden unterscheiden sich von herkömmlichen Halbleiterdioden durch ihren speziellen Aufbau, der aus einer Metall-Halbleiter-Verbindung besteht. Ein Metall (oftmals Aluminium oder Gold) wird mit einem n-dotierten Halbleitermaterial (meist Silizium) verbunden. Dieser Übergang ist der Ort, an dem der Gleichrichtereffekt auftritt.

  • Anode: Der Anschluss, der mit dem Metall verbunden ist.
  • Kathode: Der Anschluss, der mit dem n-dotierten Halbleitermaterial verbunden ist.

Kennzahlen

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  • Durchlassspannung (Vf): Typischerweise sehr niedrig, im Bereich von 0,15V bis 0,45V. Dies ermöglicht einen effizienten Betrieb mit geringem Spannungsverlust.
  • Sperrstrom (Ir): Der Strom, der in Sperrrichtung fliesst. Schottky-Dioden haben einen höheren Sperrstrom als herkömmliche Siliziumdioden.
  • Maximaler Durchlassstrom (Ifmax): Der maximale Strom, den die Diode in Durchlassrichtung sicher führen kann.
  • Maximale Sperrspannung (Vr): Die höchste Spannung, die in Sperrrichtung angelegt werden kann, ohne dass die Diode zerstört wird. Diese ist bei Schottky-Dioden in der Regel niedriger als bei herkömmlichen Dioden, typischerweise bis zu 100V.
  • Reaktionszeit: Sehr kurze Schaltzeiten, ideal für Hochfrequenzanwendungen.

Typische Vertreter

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  • 1N5819: Durchlassspannung von ca. 0,2V bis 0,3V, maximale Sperrspannung von 40V und maximaler Durchlassstrom von 1A.
  • BAT54: Durchlassspannung von ca. 0,2V, maximale Sperrspannung von 30V und maximaler Durchlassstrom von 0,2A.
  • MBR160: Durchlassspannung von ca. 0,45V, maximale Sperrspannung von 60V und maximaler Durchlassstrom von 1A.

Verwendung

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  • Gleichrichtung: Aufgrund ihrer niedrigen Durchlassspannung und schnellen Schaltzeiten ideal für effiziente Gleichrichter in Netzteilen und Spannungswandlern.
  • Schutzschaltungen: Schutz vor Rückstrom in Solarzellen und Batterieanwendungen.
  • Hochfrequenzschaltungen: Wegen ihrer kurzen Erholungszeiten und niedrigen Durchlassspannung werden sie häufig in Hochfrequenz- und Mikrowellenanwendungen eingesetzt.
  • Misch- und Detektorschaltungen: In Hochfrequenzempfängern und Kommunikationsgeräten.

PIN-Dioden

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Aufbau

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Der Aufbau einer Pindiode ähnelt dem einer herkömmlichen pn-Diode, jedoch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Zwischen der p- und der n-dotierten Schicht befindet sich eine zusätzliche, schwach oder gar nicht dotierte Schicht. Diese Schicht hat eine intrinsische Leitfähigkeit und wird als i-Schicht bezeichnet. Da die p- und n-Schicht also nicht direkt miteinander verbunden sind, bildet sich bei Anlegen einer Sperrspannung eine größere Raumladungszone aus als bei einer klassischen pn-Diode. Die i-Schicht enthält nur wenige freie Ladungsträger und ist daher hochohmig.

  • Anode: Der positive Anschluss der Diode, der mit der p-dotierten Schicht verbunden ist.
  • Kathode: Der negative Anschluss der Diode, der mit der n-dotierten Schicht verbunden ist, und meist durch einen Ring auf dem Bauteil gekennzeichnet ist.

Kennzahlen

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  • Durchlassspannung: Die Durchlassspannung (Forward Voltage) liegt typischerweise im Bereich von 0,2 bis 0,5 V für Silizium-Dioden.
  • Rückwärtsdiodenstrom (Reverse Leakage Current): Bei Pindioden kann der Rückwärtsstrom relativ hoch sein. Vorteilhaft bei Schutzschaltungen oder grossignalfesten Mischern oder Detektoren.
  • Kapazität: Die Pindioden besitzen eine variable Kapazität, die von der angelegten Spannung abhängt. Diese Kapazität kann von wenigen Picofarad (pF) bis hin zu Nanofarad (nF) reichen.
  • Schaltgeschwindigkeit: Sie haben eine hohe Schaltgeschwindigkeit und sind damit gut geeignet für Hochfrequenzanwendungen.

Typische Vertreter

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  • 1N4007: Zuverlässig und robust in Anwendungen, die eine hohe Durchbruchspannung und geringe Vorwärtsspannung erfordern.
  • 1N4148: Schnellschalter, wird aber auch in vielen Hochfrequenzanwendungen eingesetzt. Besonders geeignet für schnelle Schaltvorgänge.
  • BAT54: Schottky-Diode für hohe Schaltgeschwindigkeit und geringe Durchlassspannung. Sie wird häufig in Hochfrequenzanwendungen (Mischer, Detektoren) verwendet.

Verwendung

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  • Gleichstromgesteuerter Widerstand: Dämpfungsglieder oder Amplitudenregler, gleichspannungsgesteuerte HF-Schalter
  • Photodiode: LWL-Detektor und position sensitive device. BPW34 in Bastelanwendungen auch als Gammastrahlendetektor.

Varactor- oder Varicap-Dioden

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Varicapdioden, auch als Varactor-Dioden bekannt, sind spezielle Halbleiterbauelemente, deren Kapazität sich in Abhängigkeit von der angelegten Spannung ändert. Die Kapazität der Varicapdiode wird durch die Grösse der Raumladungszone des P-N-Übergangs beeinflusst. Diese Raumladungszone variiert mit der angelegten Sperrspannung. Die Kapazität ist umso grösser, je kleiner die angelegte Sperrspannung ist, und umgekehrt.

Aufbau

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Varicapdioden bestehen in der Regel aus Silizium oder manchmal auch aus Galliumarsenid (GaAs). Die grundlegende Struktur ist ein P-N-Übergang, ähnlich wie bei Standard-Dioden.

Kennzahlen

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  • Kapazitätsbereich: Varicapdioden haben einen spezifischen Kapazitätsbereich, der durch die maximale und minimale Sperrspannung bestimmt wird. Typische Werte reichen von einigen Picofarad (pF) bis zu mehreren Nanofarad (nF).
  • Kapazitätsfaktor (C/V): Der Kapazitätsfaktor gibt an, wie stark sich die Kapazität mit der angelegten Spannung ändert. Ein hoher Kapazitätsfaktor ist oft wünschenswert, da er eine präzisere Einstellung der Kapazität ermöglicht.
  • Sperrspannung (Reverse Voltage): Die maximale Spannung, die an die Diode angelegt werden kann, ohne dass sie beschädigt wird. Typische Werte liegen oft im Bereich von 10 bis 50 Volt.
  • Sperrstrom (Reverse Leakage Current): Der Strom, der bei Sperrspannung durch die Diode fließt, sollte möglichst gering sein, um die Genauigkeit der Kapazitätsänderung nicht zu beeinträchtigen.Kapazitätsbereich: Varicapdioden haben einen spezifischen Kapazitätsbereich, der durch die maximale und minimale Sperrspannung bestimmt wird. Typische Werte reichen von einigen Picofarad (pF) bis zu mehreren Nanofarad (nF).

Typische Vertreter

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  • 1N4148: Eine allgemeine Schottky-Diode, die in einigen Varicap-Anwendungen verwendet wird, obwohl sie primär nicht als Varicap-Diode ausgelegt ist.
  • BB105: Eine Varicapdiode von Philips, die oft in FM-Tunern und anderen Hochfrequenzanwendungen verwendet wird.
  • MV2109: Eine Varicapdiode von Motorola, bekannt für ihre Anwendung in Kommunikations- und Empfangsgeräten.

Verwendung

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  • Abstimm-Schaltungen: Varicapdioden werden häufig in Abstimmkreisen verwendet, z.B. in FM-Radios und Fernsehempfängern, um die Frequenz eines Schwingkreises präzise einzustellen.
  • Frequenzmodulation: Sie werden in Frequenzmodulatoren eingesetzt, um die Frequenz eines Signals durch Variation der Kapazität zu ändern.
  • Phasenregelung: In Phasenregelkreisen (Phase-Locked Loops, PLLs) werden Varicapdioden zur feinen Abstimmung der Frequenz verwendet.
  • Filter-Designs: In Hochfrequenzfiltern helfen Varicapdioden dabei, die Bandbreite und andere Filterparameter dynamisch anzupassen.

Tunnel- oder Esaki-Dioden, Rückwärtsdioden

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Aufbau

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Halbleitermaterial: Tunneldioden bestehen typischerweise aus Germanium (Ge) oder Galliumarsenid (GaAs). Die Diode besitzt einen stark verarmten P-N-Übergang, bei dem die Dotierung sehr hoch ist. Dieser Übergang führt zu einer extrem dünnen Barriere, die für den Tunnel-Effekt verantwortlich ist. Durch die hohe Dotierung ist der P-N-Übergang so dünn, dass Elektronen durch die Energiebarriere „tunneln“ können, anstatt sie zu überwinden.

Kennzahlen

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  • Durchlassspannung (Forward Voltage): Die Durchlassspannung ist bei Tunneldioden sehr niedrig, oft im Bereich von 0,1 bis 0,3 Volt.
  • Rückwärtsdiodenstrom (Reverse Leakage Current): In der Sperrrichtung kann ein signifikant hoher Rückwärtsstrom fliessen, da die Diode im Sperrmodus einen Tunnelstrom durch den Übergang leitet.
  • Tunnelstrom: Der Tunnelstrom, der bei niedrigem Vorwärtsstromfluss durch den P-N-Übergang fliesst, ist eine charakteristische Kennzahl und entscheidend für die Anwendung der Diode.
  • Negative Differenzierender Widerstand: Tunneldioden zeigen einen Bereich mit negativem Widerstand, was bedeutet, dass der Strom bei steigender Spannung abnimmt, bevor er wieder ansteigt.

Typische Vertreter

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  • 1N3716: Eine bekannte Tunneldiode, die häufig in Hochfrequenzanwendungen verwendet wird.
  • 1N3820: Diese Diode wird oft in Hochfrequenzschaltungen und als Verstärker in bestimmten Anwendungen verwendet.
  • MA558: Eine Tunneldiode von Motorola, die für Hochfrequenz- und Mischerschaltungen genutzt wird.

Verwendung

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  • Oszillatoren: Tunneldioden werden oft in Hochfrequenzoszillatoren eingesetzt, die präzise und stabile Frequenzen in den oben genannten Bereichen erzeugen. (Mikrowellen, UHF)
  • Verstärker: Hochfrequenzverstärker, die Tunneldioden verwenden, können Signale in den genannten Frequenzbereichen verstärken. (UHF)
  • Mischerschaltungen: Sie finden auch Anwendung in Mischerschaltungen, wo sie Signale unterschiedlicher Frequenzen kombinieren und verarbeiten. (VHF)
  • Frequenzmodulation: In FM-Transmitter und -Empfänger können Tunneldioden zur Modulation und Demodulation von Signalen verwendet werden. (VHF)
Gunn-Diode
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Gunn-Dioden haben einen negativen differentiellen Widerstands in ihrer IV-Kurve. Wenn eine ausreichend hohe Spannung an die Diode angelegt wird beginnt sie im GHz Bereich an zu schwingen. Frequenzen im Mikrowellenbereich sind mit anderen Oszillatortypen schwer zu erreichen.

Germaniumdiode
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Vor der breiten Verfügbarkeit von Silizium-Halbleitern wurden Dioden oft aus Germanium hergestellt. Germanium hat eine geringere Durchlassspannung als Silizium (ca 0,3 V, Silizium: 0,6-0,7 V). Aufgrund ihrer geringen Durchlassspannung und der Tatsache, dass sie bei niedrigeren Spannungen leiten, wurden Germaniumdioden oft in Anwendungen eingesetzt, bei denen es auf eine geringe Spannung ankam, wie z.B. in Kristallradios als Detektordioden. Mit der Weiterentwicklung der Silizium-Halbleitertechnologie in den 1960er Jahren und den Vorteilen von Silizium in Bezug auf Temperaturstabilität und Fertigungskosten wurden Germaniumdioden weitgehend durch Siliziumdioden ersetzt. Trotz ihres Rückgangs in der modernen Elektronik haben Germaniumdioden eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Elektronik und Funktechnik gespielt und werden auch heute noch in einigen spezialisierten Anwendungen und von Hobbyisten geschätzt.

Transistoren

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Kriterium BJT MOSFET Silizium Germanium SiC (Siliziumkarbid) GaN (Galliumnitrid)
Thermische Stabilität mittel hoch hoch (bis ~150 °C) gering (bis ~75 °C) sehr hoch (bis >300 °C) hoch (~200 °C)
Temperaturempfindlichkeit hoch gering gering–mittel hoch sehr gering gering
Rauschen gering–mittel sehr gering gering hoch gering sehr gering
Verlustleistung mittel–hoch gering–mittel mittel gering sehr gering (hohe Effizienz) sehr gering (sehr hohe Effizienz)
Eingangsimpedanz niedrig (≈1 kΩ) sehr hoch (MΩ–GΩ) abhängig vom Typ abhängig vom Typ sehr hoch sehr hoch
Steuerung stromgesteuert spannungsgesteuert strom- oder spannungsgesteuert strom- oder spannungsgesteuert spannungsgesteuert spannungsgesteuert
Verstärkung hoch (β bis ~1000) mittel–hoch hoch mittel mittel mittel
HF-Eignung gut (VHF/UHF) sehr gut (RF-MOSFETs) sehr gut begrenzt sehr gut (HF-Leistung) exzellent (GHz-Bereich)
Eingangswiderstand niedrig sehr hoch abhängig von Struktur abhängig von Struktur hoch hoch
Hauptsächliche Verwendung analoge Verstärker, Schalter, HF digitale Schaltungen, Leistungselektronik Standard in ICs, Leistungstransistoren Vintage-Audio, Spezial Hochleistung, E-Autos, Industrie Radar, 5G, HF, Hochleistung
Preis niedrig niedrig–mittel sehr niedrig hoch (Nischenmarkt) hoch hoch


Operationsverstärker

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Operationsverstärker (Opamps) sind elektronische Bauteile, die Analogsignalen verstärken können. Es sind Integrierte Schaltungen, die ein sehr hohes Verstärkungsverhältnis aufweisen. Operationsverstärker werden in der Signalverarbeitung, Filter, Oszillatoren, Spannungsregler etc. eingesetzt.

Der Opamp besitzt zwei Eingänge (nichtinvertierend (+) und invertierend (-) sowie einen Ausgang U. Zusätzlich benötigt er eine positive und negative Versorgungsspannung.

Die Versorgungsspannungen bestimmen, wie gross die Ausgangsspannung maximal werden kann. Ein OPV mit einer Versorgung von beispielsweise +5 V kann am Ausgang höchstens ungefähr diese Spannung erreichen. Manche sogenannte Rail-to-Rail-OPVs können die Versorgungsspannungen nahezu vollständig ausnutzen. Im idealisierten Modell verhält sich der Ausgang wie eine ideale Spannungsquelle. Das bedeutet, dass die Ausgangsspannung unabhängig von der angeschlossenen konstant Last bleibt. In realen Schaltungen gibt es jedoch Grenzen, etwa beim maximalen Ausgangsstrom.

Die Eingänge eines Opamps sind hochohmig. Das heisst, sie nehmen praktisch keinen Strom auf und dienen nur zum „Messen“ der Spannungen.

Der OPV vergleicht ständig die Spannungen an seinen beiden Eingängen:

  • Ist die Spannung an (+) größer als an (-), erhöht der OPV die Ausgangsspannung.
  • Ist die Spannung an (+) kleiner als an (-), verringert der OPV die Ausgangsspannung.

In vielen Schaltungen wird ein Teil der Ausgangsspannung zurück auf den invertierenden Eingang geführt. Dieses Prinzip nennt man Gegenkopplung. Dadurch versucht der OPV, die Spannungen an beiden Eingängen anzugleichen. Dieses Verhalten ist die Grundlage fast aller analogen Opamp-Schaltungen.

Typen und bevorzugte Einsatzgebiete

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  • Rauscharme (Low-Noise) Opamps werden eingesetzt in Empfangsverstärkern, Vorverstärkern und Mixern, wo das Eingangssignal verstärkt wird und das Rauschen minimal gehalten werden muss.
  • High-Speed Opamps werden bei der Verarbeitung von hochfrequenten Signale und der schnellen Signalverarbeitung, besonders bei digitalen Modulationsverfahren, verwendet. Des Weiteren werden sie in Zwischenfrequenzverstärkern (IF-Verstärkern), Frequenzumsetzern und Modulatoren, wo schnelle Reaktionszeiten auf Signaländerungen wichtig sind, eingesetzt
  • Präzisions-Opamps werden in Frequenzgeneratorschaltungen, Messgeräten und Steuerungsschaltungen, die präzise, stabile und von geringer drift betroffene Signalverarbeitung erfordern, verwendet.
  • Rail-to-Rail und Low-Power Opamps bieten maximale Ausnutzung der Versorgungsspannung, was in Low-Power-Schaltungen vorteilhaft ist. In batteriebetriebenen, tragbaren Funkgeräten, wo eine geringe Versorgungsspannung effizient genutzt werden muss.,sind diese Typen erst Wahl.
  • Differenzverstärker Opamps verstärken Differenzsignalen können in Konvertern (Baluns bis etwa 100 kHz) und Signalaufbereitungsstufen eingesetzt werden.
  • In eher speziellen Anwendungsfällen verwenden wir Instrumentation Opamps, sie haben eine hohe Gleichtaktunterdrückung und sind äusserst präzise, werden also in Mess- und Steuerungsanwendungen (Antennenanalyzer, HF-Leistungsmessern) eingesetzt.

Wichtige Merkmale von Operationsverstärkern

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  • Verstärkungs-Bandbreiten-Produkt (GBW) gibt an, wie gut der Verstärker hohe Frequenzen bei hohen Verstärkungen verarbeiten kann. Das Verstärkungs-Bandbreiteprodukt beschreibt den Zusammenhang zwischen Verstärkung und erreichbarer Bandbreite: höhere Verstärkung bedeutet meist kleinere Bandbreite.
  • Die Slewrate (SR): ist die maximale Geschwindigkeit, mit der der Ausgang eines Opamp auf eine Änderung des Eingangssignals reagieren kann.
  • Die Eingangs-Offsetspannung ist die Differenz der Eingangsspannung, die erforderlich ist, um den Ausgang auf null zu setzen.
  • Der Eingangs-Biasstrom ist der durchschnittliche Strom, der in die Eingänge des Opamp fliesst.
  • Das Gleichtaktunterdrückungsverhältnis (CMRR) ist ein Mass dafür, wie gut der Verstärker Gleichspannungssignale unterdrückt, die an beiden Eingängen anliegen.
  • Der Versorgungsspannungsbereich ist der Bereich der Spannungen, innerhalb derer der Opamp korrekt funktioniert.
  • Die Leerlaufverstärkung beschreibt, wie stark der Opamp kleine Spannungsunterschiede verstärken kann.
  • Der Ein- und Ausgangsbereich gibt den erlaubten Spannungsbereich an Ein- und Ausgang an. beli klassischen Opamps darf dieser nicht an den Versorgungsspannungsbereich gelangen, bei Rail-to-Rail kann nahezu der gesamte Versorgungsspannungsbereich genutzt werden. Bei Ground-Sensing Opamps dürfen die Eingangsspannungen bis zur negativen Versorgung gehen.

Typische Vertreter

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Type Eigenschaften Verwendung

Röhren

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