Atlas der alternativen Behandlungsmethoden: AFA-Alge

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AFA-Alge (Aphanizomenon flos-aquae)[Bearbeiten]

Konzept: Die AFA-Alge gehört zu den Blaualgen (Cyanobakterien) und wird als ideales Nahrungsergänzungsmittel beworben und soll spektakuläre Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Allerdings sind AFA-Algen nicht als Arzneimittel zugelassen, eine direkte Werbung mit angeblichen heilenden Wirkungen ist daher (so wie bei Nahrungsergänzungsmitteln allgemein) nicht erlaubt.

Beurteilung: Ein tatsächlicher Nutzen und/oder therapeutische Effekte konnten nicht nachgewiesen werden. Einige Arten der AFA-Algen produzieren allerdings  Neurotoxine, welche die  Acetylcholinrezeptoren in den Nervenzellen permanent stimulieren oder das Enzym  Acetylcholinesterase hemmen. Beides kann zu einer Dauererregung der betroffenen Teile des Nervensystems führen, diese Wirkung ist vergleichbar mit den Vergiftungssymptomen von Nervenkampfstoffen wie zB Sarin und Tabun oder Insektiziden wie  Parathion (auch bekannt unter der Bezeichnung E605). Weiterhin wurden in AFA-Algen  Microcystine nachgewiesen, diese schädigen Schleimhäute, rufen allergische Entzündungsreaktionen hervor und können letzten Endes lebertoxisch wirken. Vom Verzehr wird daher abgeraten.

Literatur:

  • Gilroy DJ, Kauffman KW, Hall RA, Huang X, Chu FS. “Assessing potential health risks from microcystin toxins in blue-green algae dietary supplements”. Environ. Health Perspect., 108:435–9, May 2000. PMID 10811570.
  • Schaeffer DJ, Malpas PB, Barton LL. “Risk assessment of microcystin in dietary Aphanizomenon flos-aquae”. Ecotoxicol. Environ. Saf., 44:73–80, September 1999. DOI:10.1006/eesa.1999.1816PMID 10499991.

Weblinks:





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