Bahn: Bahnhof

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Ein Wintertraumbahnhof

Einleitung[Bearbeiten]

Über Bahnhöfe gibt es geteilte Meinungen. Die einen lieben Bahnhöfe als belebte Orte des Ankommens und Abschiednehmens, des Durcheinanders und der leichten Hektik. Die anderen verabscheuen sie, weil sie dreckig, zugig, unübersichtlich, unbequem und voll zweifelhaften Publikums seien. Jeder Ort der einen Bahnhof hat, sollte sich darum bemühen, ihn zu behalten, zu pflegen und zu entwickeln, denn er ist auch ein Aushängeschild, ein bißchen das Tor zur großen weiten Welt und bringt Leben in den Alltag. Große Probleme bringt der behinderten gerechte Umbau von Bahnhöfen mit sich. Aber nicht nur Behinderte profitieren davon, auch Kinderwagenfahrer und Radfahrer kommt der Umbau zu gute. Ein Trend ist unverkennbar: Die grossen Bahnhöfe lohnen sich und werden mit sehr viel Geld umgebaut, die kleinen und mittleren Bahnhöfe kümmern vor sich hin.

Bürgerbahnhof Landsberg am Lech 2005 erster privatisierter Bahnhof Deutschlands und Bahnhof des Jahres 2007

Bahnhof des Jahres[Bearbeiten]

Jedes Jahr wird von der Allianz pro Schiene ein Bahnhof des Jahres in mehreren Kategorien ausgezeichnet.

Siehe http://www.allianz-pro-schiene.de/bahnhof-des-jahres/

Die Gewinner des Jahres 2018 sind auch in einem Spiegelartikel mit einer Fotoserie beschrieben. Siehe http://www.spiegel.de/reise/aktuell/bahnhof-des-jahres-2018-eppstein-im-taunus-und-winterberg-im-hochsauerland-a-1225866.html

Der Bahnhof Kronach[Bearbeiten]

Siehe http://www.madeasy.de/5/bahnhof.htm

  • Der Bahnhof Kronach befindet sich mitten in der Stadt. Das ist sehr angenehm für alle die in der Kronacher Innenstadt wohnen oder arbeiten.

Bedauerlicherweise ist der Bahnhof sehr behindertenunfreundlich. Es gibt keine Aufzüge für Kinderwägen, Fahrräder etc. Das muß sich ändern.

Kaufen Sie sich einen Bahnhof[Bearbeiten]

Bahnhöfe sind meist ziemlich solide gebaut. Wenn man das Dach, die Fenster und die Heizung saniert, dann kann man so einen Bahnhof über Jahrzehnte wieder gut nutzen. Nachteile sind der Lärm vorbeifahrender Züge, der Lärm von Bahnreisenden und von Menschen, die sich von Bahnhöfen magisch angezogen fühlen. Ausserdem fehlt oft ein grösseres Grundstück.

Unter folgender Webadresse verkauft die Bahn ihre Bahnhöfe und andere Liegenschaften, die sie nicht mehr braucht. Siehe http://www.bahnliegenschaften.de

Nutzung von alten Bahnhöfen[Bearbeiten]

  • Hotel
  • Jugendheim
  • Energiespeicher
  • Treffpunkt für Modellbahnfreunde
  • Gasthaus
  • Wohnhaus
  • Cafe
  • Buchhandlung
  • Give Box

Nutzung des Bahnhofes als Givebox[Bearbeiten]

Jeder kann Dinge die er loswerden will , dort abgeben. Aus den abgegebenen Sachen kann man sich wieder kostenlos bedienen. Der Bahnhof ist dafür tagsüber offen. Es braucht jemanden, der immer mal wieder nach dem rechten schaut, ausmistet und Vandalismus verhindert. Mit Giveboxen gibt es bereits viel Erfahrung.

Nutzung des Bahnhofes als Energiespeicher[Bearbeiten]

Der Bahnhof bleibt geschlossen. Es werden grössere Akkus eingebaut. Überschüssiger billiger Strom wird gespeichert. Bei Bedarf wird er wieder abgegeben.

Nutzung des Bahnhofes als Automatenhotel[Bearbeiten]

Man checkt mit einer Bahncard ein und zahlt zb 20 Euro. Dafür erhält man eine billige Übernachtungsmöglichkeit mit Bett , Waschbecken und WC. Personal kommt nur zum Aufräumen. Nicht zum Ein und Auschecken. Essen und Trinken gibt es nur aus Automaten.

Der Weg zum Bahnhof[Bearbeiten]

In jeder Stadt sollte der Weg von der Stadtmitte zum Bahnhof gut ausgeschildert sein. Auf diesem Weg laufen viele Leute. Deswegen lohnen sich hier auch Geschäfte die anderswo kein Publikum mehr haben. Jede Stadtverwaltung, die schlau ist, wird den Weg zum Bahnhof als wichtige innerstädtische Verkehrsachse berücksichtigen, pflegen und nutzen.



Barrierefreiheit von Bahnhöfen[Bearbeiten]

Die zwei Hauptprobleme sind die vielen unüberwindbaren Treppen und die unterschiedlich hohen Bahnsteigkanten

Treppen, Rampen, Aufzüge[Bearbeiten]

Viel zu viele Bahnhöfe haben bisher keinen barrierefreien Zugang. Das ist unverständlich, bei der zunehmend alternden Gesellschaft und dem vielen Geld, was der Bund für den Verkehr bereitgestellt hat, was aber in einigen Projekten gar nicht abgerufen wird. Warum wird das Geld nicht für die Bahnhöfe verwendet ?

Die Bahnsteighöhe[Bearbeiten]

Es ist ein Witz, aber man kommt in einen Zug nicht höhengleich hinein, wie beispielsweise in eine U-Bahn. Die Bahnbetreiber und der Bund streiten sich mittlerweile heftig um die richtige, einheitliche Höhe der Bahnsteigkante und wer den Aus- und Umbau bezahlen soll. Siehe http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-der-bizarre-streit-um-die-deutsche-bahnsteigkante-1.3791647

Deutsche  Bahnsteigkanten:

  • 38 cm, alte Kantenhöhe
  • 55 cm Regionalbahn Höhe
  • 76 cm Fernbahnhöhe, bundesweite barrierefreie Regelbahnsteighöhe

Bahnsteige in Kronach[Bearbeiten]

Bahnsteiginformationen Kronach ein Bahnhof der DB Station&Service AG

Gleisnummer Bahnsteighöhe Länge
--------------------------------
1           34 cm         190 m
2           38 cm         264 m
3           38 cm         264 m
4           38 cm         228 m
5           38 cm         228 m

Gastronomie in der Nähe von Bahnhöfen[Bearbeiten]

siehe Bahn:_Unterkunft#Gastronomie_in_der_N.C3.A4he_vom_Bahnhof

Bahnhöfe Statistik[Bearbeiten]

Wo stehen die größten Bahnhöfe ?[Bearbeiten]

Angeblich ist der  Grand Central Terminal mit seinen 66 Gleisen der größte  Bahnhof der Welt. Stimmt das wirklich ? An welchem Bahnhof werden die meisten Leute durchgeschleust ? Welcher ist der größte Güterbahnhof der Welt ? Siehe  Bahnhof#Superlative

Zitate zum Thema Bahnhof[Bearbeiten]

So sah der Anhalter Bahnhof in Berlin aus

Weißt Du noch, wie es anfing? Da standen wir am Anhalter Bahnhof, ganz verwirrt, ich mit schwerem Herzen und Gewissensbissen. Du suchtest die Schlüssel zum Koffer , dann Deinen Hut, dann Deine Zigaretten. Es war ein Lärm und Rennen und Schreien, und wir liefen verzweifelt hin und her. Dann saßen wir endlich im Zug, und als er sich langsam und fauchend in Bewegung setzte, löste sich alles in mir, und ich begann mich zu verwandeln. Reisen, das heißt für mich ein anderes Leben beginnen. Das bin dann nicht mehr ich, mein Denken wird anders, mein Fühlen wird anders, und wenn ich mich im Spiegel anschaue, ist mein Gesicht verändert. Alles ist stark und klar.

Quelle:  Angelika Schrobsdorff

  • „Du bist nicht so wie andre Mütter“
  • Geschichte einer leidenschaftlichen Frau


Prof. Monika Ganseforth Bahnhöfe haben mich schon immer fasziniert, denn sie sind die einzigen Orte unserer Gesellschaft, an denen man Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen und -schichten trifft: Junge, Alte, Arme, Reiche, Deutsche und MigrantInnen. Manche kommen mit Kinderwagen oder Fahrrad, andere mit dem Rollstuhl. Viele haben es eilig, manche bringen Zeit zum Verweilen oder Einkaufen mit. Bahnhöfe müssen den unterschiedlichsten Anforderungen und Bedürfnissen gerecht werden. Besonders darauf richte ich beim ‚Bahnhof des Jahres' mein Augenmerk.

Dieter Harms Der Bahnhof ist eine entscheidende Schnittstelle zwischen öffentlichen Verkehrsträgern, dem Pkw und dem Fahrrad. Ich achte daher auf preiswerte und genügende Parkmöglichkeiten am Bahnhof und sichere, trockene Fahrradabstellplätze. Als überzeugter Bahnfahrer weiß ich, wie wichtig ein gut funktionierender Verkehrsmittelwechsel ist.

Martina Löbe , ADFC Die Ansprüche, die an einen Bahnhof gestellt werden, haben sich im Laufe der Zeit deutlich geändert; sie sind vielfältiger geworden. Unsere zunehmend multimodaler werdende Fortbewegung und die steigende Bedeutung des Fahrrades bedürfen heute insbesondere bei lang gewachsenen Bahnhofsstrukturen und dem städtischen Umfeld einer sehr umsichtigen Anpassung an die unterschiedlichen Bedürfnisse. Für mich geht es nicht nur darum, dass ein Bahnhof funktional ist, sondern auch, dass individuelle und nutzerfreundliche Lösungen gefunden wurden. Zudem habe ich als Radfahrerin in dieser Hinsicht noch einmal eine zusätzliche Perspektive: Gibt es nachfragegerechte Angebote zum Parken sowie zum Ausleihen von Fahrrädern und ist der Bahnhof adäquat gestaltet, wenn ich mein Fahrrad im Zug mitnehmen möchte.

Karl-Peter Naumann Als überzeugter und häufiger Bahnreisender messe ich dem Bahnhof eine große Bedeutung zu. Er ist Beginn und Ende meiner Reise und soll mir dabei helfen, dass ich die Zugfahrt genießen kann. In der Jury für den ‚Bahnhof des Jahres' achte ich besonders darauf, dass auch Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderungen problemlos zum Zug finden. Die Wartezeit am Bahnhof soll möglichst angenehm sein. Ich möchte mich hinsetzen können, etwas Gutes zu essen und zu trinken bekommen sowie Reiseproviant oder Mitbringsel kaufen können.

Christian Schultz Bahnhöfe sind die Visitenkarten der Bahnen. Im Idealfall sind sie Knotenpunkte der Verkehrsträger Zug, Bus, Auto und Fahrrad. Mir geht es beim ‚Bahnhof des Jahres' vor allem um den Komfort der Reisenden. Deshalb honoriere ich besonders kurze und für alle problemlos nutzbare Umsteigewege und ein attraktives Umfeld, das Reisenden viel Service bietet. Die Auszeichnung trägt hoffentlich dazu bei, dass Verfall und Vandalismus leer stehender Stationen bald der Vergangenheit angehören.

Dr. Kathrin Bürglen Kooperation Fahrtziel Natur, Für mich als Verkehrs- und Tourismuswirtschaftlerin ist die sinnvolle Verknüpfung von Mobilität und Tourismus ein Herzensthema. Schon seit vielen Jahren entwickle ich Kooperationen, die Bahnreisen in Städte und Tourismusregionen fördern. Deshalb werde ich auch in der Sonderpreis-Jury ein besonderes Augenmerk auf diesen Aspekt haben.

Iris Hegemann, Deutscher Tourismusverband e. V. Bahnhöfe sind Start- und Endpunkt einer Reise und stellen einen essentiellen Baustein in der Reisekette dar. Der Freizeit- und Tourismusverkehr erfordert ein Konzept, das in höchstem Maß serviceorientiert ist, da der Zweck der Fahrten ein anderer ist als der von Fahrten, die aus beruflichen Gründen unternommen werden. So ist der nicht ortskundige Gast besonders auf leicht zugängliche Informationen angewiesen, aber auch auf möglichst barrierefreie Zugänge oder Einrichtungen der Gepäckaufbewahrung. Der Bahnhof ist die Visitenkarte einer Destination und sollte daher die Gäste mit einer herausragenden Qualität hinsichtlich Infrastruktur, Service und Dienstleistung willkommen heißen.


Regina Schmidt-Kühner "Der Sonderpreis Tourismus wird an Bahnhöfe vergeben, die in vorbildlicher Weise die Bedürfnisse von Touristen erfüllen - sei es die naturnahe Lage, ein gastfreundliches Bahnhofskonzept oder ein innovatives Angebot speziell für Touristen. Die Reisenden, darunter auch Gruppen mit Fahrrädern oder Kinderwägen, sollten sich im Bahnhof gut zurechtfinden und touristische Attraktionen zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können."

Links[Bearbeiten]

siehe auch Artikel in Wikipedia über größere Bahnhöfe