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Datensicherung/ Werkzeuge/ Umzugsassistent

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Der Umzugsassistent[Bearbeiten]

Der „Assistent zum Übertragen von Dateien und Einstellungen“ gehört zu den Tools von Windows XP und nachfolgenden Windows-Versionen. Das Programm wurde entwickelt, um eine Menge individueller Einstellungen von Windows 98 oder 2000 bequem nach XP zu übernehmen. Das klappt auch zwischen zwei XP-Systemen. Man kann sich damit bei einer erneuten Installation viel Arbeit ersparen. Darüber hinaus lassen sich einige spezielle Dateien sichern, die anderweitig schwer zu sichern und vor allem schwer zurückzusichern sind.

Welche Daten werden übertragen?[Bearbeiten]

  • Windows: Ordneroptionen, Länder-Einstellungen, Maus und Tastatur, Schriftarten
  • Desktop-Einstellungen, Taskleiste, Anzeigeeigenschaften, Einstellungen von Bildschirmschoner, Sound und Multimedia
  • Internet-Einstellungen, DFÜ-Verbindungen, Instant Messenger
  • Netzwerkdrucker und -laufwerke
  • Einstellungen von zahlreichen Anwendungen: MS Office, Media Player, Photoshop, Acrobat Reader, Winzip, Winamp und zahlreiche andere. Eine genaue Liste finden Sie unter http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;de;304903
  • Einstellungen von Outlook und Outlook Express, Windows-Adressbuch, Filterregeln

Weitere Daten kann man manuell auswählen.

Was wird nicht übertragen?[Bearbeiten]

  • Hardware-spezifische Einstellungen, z. B. die Bildschirmauflösung.
  • Kennwörter und Zugriffsrechte für das Netzwerk, denn sonst wäre der Umzugsassistent eine Sicherheitslücke
  • Einstellungen von Programmen, die auf dem Zielsystem nicht installiert sind

Das Programm starten und verwenden[Bearbeiten]

Nach einer Standardinstallation von Windows XP befindet sich das Programm unter „Zubehör“ im Untermenü „Systemprogramme“. Sollte das Programm auf Ihrem PC nicht vorhanden sein, legen Sie die Installations-CD von XP ein. Die CD startet automatisch. Unter „Zusätzliche Aufgaben durchführen“ finden Sie „Dateien und Einstellungen übertragen“.

  1. Im Willkommens-Fenster auf Weiter klicken.
  2. Welcher Computer ist das? Der Quellcomputer.
  3. Als Übertragungsmethode „Anderer Datenträger“ wählen. Geben Sie einen geeigneten Speicherort auf einem externen Medium an, z. B. auf einem Stick. Falls Sie das Backup auf der Haupt-Festplatte speichern wollen, sollten Sie das Backup in ein Verzeichnis kopieren, welches regelmäßig gesichert wird (bei den wichtigen, selten veränderten Dateien).
  4. Was soll übertragen werden? Wählen Sie für den ersten Versuch „Einstellungen“, Weiter.
  5. Das Programm stellt die Daten zusammen, legt ein Verzeichnis USMT2.UNC an und schreibt die Dateien status und die komprimierte Datei IMG00001.DAT hinein. Die beiden Dateien sind zusammen etwa 10 MByte groß. Falls Sie auf dem Desktop nicht nur Verknüpfungen, sondern auch Dateien aufbewahren, vergrößert sich die Datei entsprechend.

Vergessen Sie nicht, eine Kopie dieser Dateien außerhalb des PC aufzubewahren.

Falls Sie zusätzlich einige Daten sichern wollen, starten Sie das Programm noch einmal. Wählen Sie einen anderen Speicherort, um die vorhergehende Sicherung nicht zu überschreiben. Einige Besonderheiten sind zu beachten.

Alle angebotenen Dateiarten zu sichern, ist unpraktisch.

  1. Die entstehende Datei kann so groß werden, dass sie nicht auf eine DVD passt, vielleicht passt sie nicht mal auf die vorgesehene Partition.
  2. Sie können der komprimierten Datei nicht ansehen, welche Dateien in welcher Version darinstecken. Die Sicherungen mit XCOPY und ROBOCOPY sind übersichtlicher und vor allem automatisierbar.
  3. Wenn Sie von der Standardauswahl abweichen, sollten Sie genau abwägen, welche Dateien Sie zusätzlich in die Auswahl einschließen. Keinesfalls sollten Sie versuchen, geschützte Dateien des Betriebssystems zu sichern. Wenn Sie Pech haben, lässt sich eine Datei sichern, aber nicht zurücksichern. Wenn sich auch nur eine Datei nicht zurücksichern lässt, bricht das Programm ab und die gesamte Sicherung ist wertlos.

Wenn Sie dennoch Dateien hinzufügen wollen, ist folgendes Vorgehen empfehlenswert.

  1. Was soll übertragen werden? Wählen Sie erneut „Einstellungen“ und markieren Sie „Auswählen einer benutzerdefinierten Liste ...“, Weiter.
  2. Klicken Sie auf „Datei hinzufügen“. Wählen Sie die zu sichernden Verzeichnisse aus.
  3. Wesentlich interessanter ist „Dateityp hinzufügen“. Einige Vorschläge: *.eml, *.fav, *.isp, *.m3u (Playlist), *.msg, *.url, *.wab.

Einschränkungen:

  • Der Umzugsassistent sichert die individuellen Einstellungen. Wenn mehrere Benutzer mit dem System arbeiten, muss jeder einzelne seine eigenen Einstellungen sichern.
  • Die Benutzernamen auf dem alten und dem neuen System müssen übereinstimmen. Gewünschte Namensänderungen dürfen erst nach Abschluss der Rekonstruktion vorgenommen werden.