Die Kunst, glücklich zu leben/ Die Glücksgesellschaft

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Eine neue ökosoziale Marktwirtschaft[Bearbeiten]

glückliche Kinder

Andreas: Nachdem ich mal eben deine Website gescheckt habe, musste ich mit einem gewissen Befremden feststellen, dass deiner Erleuchtung noch eine ganze Ecke Realität fehlt. Die weltliche Existenz des Individuums Mensch basiert auf einer guten Volkswirtschaft.

Nils: Lieber Andreas! Schön, dass du dir meine Website angesehen hast. Wenn du mir mangelnden Realitätssinn unterstellst, hast du meine Texte aber nicht gründlich genug gelesen. Ich bin sehr realistisch. Mir ist vollständig bewusst, dass eine funktionierende Weltwirtschaft wichtig für das Wohlergehen der Menschheit ist. Dazu habe ich einige Vorschläge unterbreitet.

Es gibt viele Modelle für eine bessere Wirtschaftsordnung. Wir werden sehen, welches praktikabel ist und sich durchsetzt. Im Moment halte ich die ökosoziale Marktwirtschaft für den besten Weg. Wir brauchen mehr planerische Elemente in der Weltwirtschaft und eine stärkere Betonung der sozialen Gerechtigkeit. Der Raubbau an der Umwelt muss beendet werden. Das kann nur durch weltweite Umweltschutzgesetze geschehen.

Andreas: Eine ökosoziale Marktwirtschaft ist ein komplexes Gebilde. Ihre inneren Gesetze (Profitgesetz, Zinsen) erzwingen ein permanentes Wachstum. Sie bringen die Marktteilnehmer dazu den Konsum künstlich anzuheizen und sich ökologisch falsch zu verhalten. Mein Ziel ist es den Kapitalismus aus der Marktwirtschaft zu entfernen.

Nils: Lieber Andreas, vielen Dank für deine Anregungen. Ich glaube nicht an einfache Lösungen. Ich bin ein Realist. Die Marktwirtschaft scheint sich bewährt zu haben. Es kommt darauf an, wie wir sie konkret ausgestalten. Grundsätzlich kann man sagen, dass eine kapitalistische Marktwirtschaft gute Ergebnisse hervorbringt, wenn sie staatlich gesteuert, von der Gesellschaft kontrolliert und sozial ausbalanciert wird. Die Gewinne der Reichen müssen durch Steuern mindestens soweit abgeschöpft werden, dass alle Menschen auf der Welt genug zu essen haben, gesund leben können und ausreichend Arbeitsplätze für alle vorhanden sind.

Zur Zeit werden die Reichen immer reicher und die Armen immer mehr und immer ärmer. Die Arbeitslosigkeit, die Slums und der Hunger auf der Welt wächst stark an. Es gibt über 1 Milliarde Hungernde und unterernährte Menschen auf der Welt und gleichzeitig einen großen Überfluss bei etwa 10 % der Menschheit. Es gibt genug Nahrung auf der Welt. Nur die gerechte Verteilung des Reichtums der Welt funktioniert nicht. Und ebenso gibt es große Defizite beim Umweltschutz.

Ich halte eine Kontrolle des Marktes durch demokratische Gremien für einen guten Weg. Wir brauchen eine gesamtwirtschaftliche Rahmenplanung und gesetzliche Schutzmaßnahmen zugunsten der Schwachen und der Umwelt. Welche wirtschaftspolitischen Instrumente am besten funktionieren und politisch durchsetzbar sind, wird die Zukunft entscheiden. In einer glücksorientierten Wirtschaftsordnung ist die innere Motivation der Menschen entscheidend. Ein Glücksmensch sollte in sich ruhen und im Schwerpunkt für das Glück seiner Mitmenschen arbeiten. Er sollte mehr an andere als an sich denken. Er sollte eher aus dem Geben als aus dem Nehmen heraus leben.

Für eine gerechte Welt[Bearbeiten]

Hunger in Afrika

Wenn die Welt ein Dorf mit 100 Einwohnern wäre, dann ist ein Mensch superreich. Ihm gehören ein Drittel des Landes und 30 % des Dorfvermögens. 20 Menschen gehören 80 % des gesamten Reichtums des Dorfes.(Rademacher/Beyers: Welt mit Zukunft, 2007) Ihnen geht es materiell gut. Sie haben weitaus mehr, als sie brauchen. Sie bilden die reiche Oberschicht des Dorfes, die Großgrundbesitzer, die Kapitalisten, die herrschende Klasse. Ihnen gehören die meisten Zeitungen, Radiosender und Fernsehanstalten. Sie können damit stark die öffentliche Meinung beeinflussen.

40 Menschen haben ausreichend Geld. Sie leben als Kleinbauern, Arbeiter, Angestellte und kleine Selbständige. 40 Menschen (40 %) sind die Armen. Die Hälfte von ihnen ist unterernährt oder direkt am verhungern. In ihrem Lebensbereich gibt es keine ausreichende Krankheitsvorsorge, starke Suchtprobleme (Drogen, Alkohol) und eine ausufernde Kriminalität. Sie wohnen in einem Slum am Rande des Dorfes und ernähren sich von der Müllkippe.

Nach der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen ist ausreichende Nahrung ein Menschenrecht. Die Reichen sind deshalb verpflichtet, den am Hunger leidenden Menschen von ihrem Geld so viel abzugeben, dass sich alle genug zu essen kaufen können. Darüber hinaus gibt es in der Menschenrechtscharta das Menschenrecht auf Arbeit. Die Reichen sind des Weiteren verpflichtet, für die gesamten Arbeitslosen der Erde Arbeit zu schaffen, ihnen ausreichend Land zur Verfügung zu stellen oder den Staaten der Welt genug Geld für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zu geben.

Es gibt die Möglichkeit von ausreichender Besteuerung, Schutzgesetzen für die Armen und einer Agrarreform. Es gibt die Möglichkeit eines globalen Marshallplans und einer globalen ökosozialen Marktwirtschaft. Und es gibt die Möglichkeit, dass die Armen sich organisieren und gemeinsam ihre Rechte durchsetzen. Es gibt viele Organisationen auf der Erde, die für eine bessere Zukunft arbeiten. Jeder Mensch sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beitragen, dass unsere Welt nicht eines Tages im Chaos versinkt, sondern in eine glückliche Zukunft gelangt.

Der äußere Reichtum hat sich im Westen in den letzten fünfzig Jahren verdoppelt. Gleichzeitig ist die Anzahl der Depressionen um das Zehnfache angestiegen. Wenn wir genau hinsehen, können wir feststellen, dass der westliche Kapitalismus zu großem äußeren Reichtum bei einigen wenigen Menschen und zu großem inneren Unglück bei immer mehr Menschen führt.

Das Modell des westlichen Konsumkapitalismus ist ein schlechtes Vorbild für die Welt. Die kapitalistische Globalisierung wird einige wenige Superreiche hervorbringen, etwas Reichtum für eine kleine Mittelschicht und eine massive Verelendung für eine große Unterschicht. Sie wird äußerlich riesige Slums, viel Kriminalität und große Suchtprobleme erzeugen. Die Masse der Menschen wird durch die vorwiegende Orientierung auf äußere Werte innerlich nicht glücklicher, sondern unglücklicher.

Wenn wir ohne Weisheit bei der kapitalistischen Globalisierung so weiter machen, wird die Umwelt zerstört, die Armut unkontrollierbar groß und die psychische Verelendung der Menschen entsetzlich werden. Es wird ewig sinnlose Verteilungskriege geben. Die Welt muss auf der Basis des inneren Glücks und der umfassenden Brüderlichkeit neu organisiert werden. Wir brauchen eine Globalisierung der Liebe und der Vernunft.

Die Weltgemeinschaft sollte sich in den Grundsätzen umfassende Liebe, weltweiter Frieden, inneres Glück bei allen, genug Arbeit für alle, genug Essen für alle und eine ausreichende Gesundheitsvorsorge für alle zentrieren. Durch die Verbindung von ökologischem, sozialem und spirituellem Denken kann der Aufbau einer glücklichen Welt gelingen. Dafür gibt es viele positive Beispiele, zum Beispiel bei den Urchristen. Sie haben ihr Vermögen miteinander geteilt und sich im inneren Glück (in Gott) zentriert.

Der Harvard-Professor  Jeffrey Sachs hat 2005 das Buch Das Ende der Armut veröffentlicht. Darin macht er konkrete Vorschläge, wie die extreme Armut zum Beispiel in Afrika überwunden werden kann: 1. Die landwirtschaftlichen Erträge der Bauern könnten durch gute Beratung und bestimmte Hilfsmittel (Bewässerungsanlagen, Dünger, Hochleistungssaatgut) leicht verdoppelt werden. 2. Damit die größere Ernte nicht gleich wieder aufgegessen wird, muss das Bevölkerungswachstum durch eine gezielte Familienberatung und die kostenlose Verteilung von Verhütungsmitteln eingedämmt werden. 3. Die Hilfsgelder müssen demokratisch von den Dorfgemeinschaften selbst verwaltet werden, damit sie nicht in der staatlichen Korruption verschwinden. 4. Die armen Länder müssen von ihrer Schuldenlast befreit werden, damit sie Geld zur Überwindung der Armut übrig haben. 5. Es muss eine ausreichende Infrastruktur (Schulen, Straßen, Gesundheit, Elektrizität) aufgebaut werden.

Dass nachhaltige Entwicklungshilfe funktioniert, hat der Filmschauspieler  Karlheinz Böhm in Äthiopien bewiesen. Er hat vier Dörfer persönlich betreut, Spenden in Deutschland gesammelt, eine ökologische Landwirtschaft aufgebaut und so einen ganzen Landstrich vor dem Hungertod bewahrt. Es hat über ein Jahrzehnt gedauert, aber heute können sich die Dörfer selbst mit allem Notwendigen versorgen.

In Indien setzt sich die soziale Basisbewegung Ekta Parishad (Solidarischer Bund) mit gewaltfreien Methoden für die Rechte der Landbevölkerung ein. Ihr Gründer und Leiter Rajagopal erklärt: „Die Globalisierung hat der Mittelklasse Indiens viel gebracht, den Armen jedoch geschadet. 80 Prozent der Inder leben von der Arbeit auf dem Land. Wenn sie kein Land haben, gibt es auch keine Nahrung für sie.“

Die landlosen und landarmen Bauern in den Ländern der so genannten Dritten Welt stellen den Großteil der Unterernährten. Die Hauptlösung des Welthungerproblems ist das Prinzip der Selbstversorgung durch eigenes Land. Jeder Bauer sollte das Recht auf ein eigenes Stück Land haben, von dem er mit seiner Familie leben kann. Die landlosen Bauern müssen fruchtbares Land von den Regierungen bekommen. Im Moment läuft der Prozess eher umgekehrt. Das Land der Armen wird den Reichen gegeben, damit diese noch reicher werden. Wenn landlose Bauern erfolgreich ein Stück Land angebaut haben, werden sie oft wieder davon vertrieben.

Die Großgrundbesitzer müssen einen Teil ihres Landes den Armen abgeben. Ohne Landreformen ist das Welthungerproblem nicht zu lösen. Teilweise können auch neue landwirtschaftliche Flächen erschlossen werden. Dieses kann zum Beispiel durch die Bewaldung von Wüstengebieten geschehen. Die Abholzung der Wälder muss gestoppt werden. Statt Monokulturen (Ölpalmen, Biosprit) für den Export aufzubauen, sollte jedes Land eine ausreichende Fläche für die Selbstversorgung der Bevölkerung zur Verfügung stellen.

Der Aufbau funktionierender kleinbäuerlicher Strukturen in den Entwicklungsländern muss verbunden werden mit einer guten Beratung durch landwirtschaftliche Experten, einem effektiven ökologischen Landanbau, mit kooperativen Strukturen und einem fairen weltweiten Handel. Es gibt funktionierende Beispiele für ökologische Selbstversorgungsgemeinschaften, an denen sich die Entwicklungshelfer orientieren können.

Wichtig ist die Förderung des Gemeinsinns in der Welt. Ohne eine Rückbesinnung auf die Werte Genügsamkeit, inneres Glück, umfassende Liebe und gegenseitige Hilfe werden die Selbstversorgungsstrukturen sich langfristig wieder auflösen. Wenn der Egoismus dominiert, hat das gemeinsame Glück auf der Welt keine Chance. Wir müssen uns als eine Weltfamilie bereifen, die aus vielen kleinen Familien besteht und wo jeder jedem hilft, damit es allen gut geht.

Die Welt ist noch nicht gerettet. Die Klimakatastrophe kommt immer bedrohlicher auf uns zu. Der Hunger auf der Welt wird immer größer. Die Industrialisierung der Landwirtschaft in Afrika und Asien wird unermesslich viele Menschen arbeitslos machen und in die Großstadtslums treiben. Das westliche Konsumfernsehen tritt weltweit seinen Siegeszug an. Die ganze Welt taumelt im Wahn des maximalen Konsums dem globalen Massenelend und der globalen Umweltzerstörung entgegen. Die Bankenkrise hat gezeigt, dass die Staaten der Erde zu einem tatkräftigen Handeln in der Lage sind. Mit dem Geld, was die westlichen Staaten jetzt den Reichen geschenkt haben, hätte das gesamte Hungerproblem in Afrika gelöst werden können.

Wie können wir gegensteuern? Wir können fair gehandelte Produkte kaufen, durch die die Menschen in der Dritten Welt einen fairen Preis für ihre Arbeit erhalten und vor Gesundheitszerstörung geschützt werden. Wir können auf umweltschonende Anbaumethoden achten und keine Produkte aus Kinderarbeit kaufen. Auch als Käufer haben wir eine gewisse Macht, die wir nutzen sollten. Wir können Parteien wählen, die eine echte Entwicklungshilfe betreiben und nicht nur mit dem Geld der Steuerzahler die Absatzbedingungen der Unternehmen in den Entwicklungsländern verbessern. Wir können darauf achten, dass sich die Parteien ökologisch, sozial und demokratisch verhalten. Wir können im Internet für Weisheit, Gerechtigkeit und eine bessere Welt eintreten.

–> Siehe auch Manifest für eine glückliche Welt

Stress im Beruf[Bearbeiten]

Arbeitswelt

Zu viel Stress ist eines der Hauptprobleme des heutigen Berufslebens. Wer ständig unter großem Stress arbeitet, schadet langfristig seiner Gesundheit und seinem inneren Glück. Er wird geistig negativ, kraftlos und oft den ganzen Rest seines Lebens von vielfältigen Krankheiten geplagt. Wer es als Berufstätiger nicht lernt, klug mit Stress umzugehen, verbraucht schnell seine Lebensenergie.

Die Grundursache des übergroßen Berufsstresses liegt in unserem derzeitigen Wirtschaftssystem. Es dient dem Profit einer kleinen Anzahl von Menschen und erzeugt bei der Mehrzahl der Weltbevölkerung eine wachsende Armut und Verelendung. Es produziert auf der einen Seite eine große Arbeitslosigkeit und auf der anderen Seite bei den noch berufstätigen Menschen einen extremen Leistungsdruck.

Langfristig müssen wir das innere Glück in das Zentrum einer neuen Weltwirtschaftsordnung stellen. Die Wirtschaft muss so organisiert werden, dass sie alle Menschen ausreichend mit Nahrung und Arbeit versorgt, die Gesundheit der arbeitenden Menschen erhält, eine Umweltzerstörung vermeidet, das innere Glück fördert und die Liebe zwischen den Menschen stärkt.

Nicht der Profit (das Geld), sondern die Liebe muss zum Motor der Weltwirtschaft werden. Kurzfristig werden wir mit der Unweisheit der herrschenden Politiker leben müssen. Um so wichtiger ist es, dass alle in diesem Bewusstsein lebenden Menschen erstens gut für sich sorgen und zweitens so kraftvoll wie möglich für den Aufbau einer neuen Welt des Glücks und der Liebe arbeiten.

Jeder Berufstätige muss die Selbstdisziplin aufbringen, jeden Tag ausreichende Übungen für seinen Körper und seine Seele zu machen. Bei einer großen Stressbelastung ist für jeden Menschen ein tägliches Gesundheits- und Entspannungsprogramm unbedingt notwendig. Das Gesetz des Lebens ist unerbittlich. Wer seinen Körper nicht pflegt, hat nicht lange etwas davon. Ein gut gepflegtes Auto hält doppelt so lange wie ein schlecht behandeltes Auto. Ein menschlicher Körper kann 20 bis 30 Jahre länger leben, wenn er richtig ernährt, ausreichend bewegt und gut entspannt wird.

Wer gesund leben will, muss als erstes einen klaren Entschluss fassen. Er muss die körperliche Gesundheit wirklich wollen. Er muss klar seine Gesundheitsziele definieren und den festen Willen aufbauen, die dafür notwendigen Dinge zu tun. Nur dann hat ein Mensch die Kraft, langfristig ein gesundes und positives Leben zu führen.

Als zweites muss man genau sich und seine Lebenssituation betrachten. Man muss erkennen, was der Körper und der Geist genau brauchen. Man muss überlegen, wie man sein Leben organisiert, damit langfristig die Gesundheit erhalten bleibt und das innere Glück zunimmt. Man muss einen klaren Tagesplan des täglichen Sports, der täglichen Entspannung und der gesunden Ernährung erstellen.

Als Drittes muss man/frau mindestens zwei Monate seinen Gesundheitsplan jeden Tag konsequent umsetzen. Dann hat sich der Geist daran gewöhnt. Die täglichen Gesundheitsübungen gehören dann zum Leben dazu. In Zeiten der Schwäche visualisiert man seine positiven Ziele und den persönlichen Weg der Umsetzung. Nach der erfolgreichen Umsetzung des Tagesplanes belohnt man sich mit einem Lob oder einer schönen Sache.

Baue kreativ und flexibel die für dich notwendigen Gesundheitsübungen in dein Leben ein. Du kannst jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen eine Gehmeditation machen. Notfalls verlängerst du deinen Weg etwas, damit du jeden Tag auf insgesamt zwanzig bis dreißig Minuten Sport kommst. Mindestens solltest du am Wochenende eine Stunde spazieren gehen. Du kannst in der Bahn oder in den Pausen am Arbeitsplatz meditieren. Du kannst jeden Kontakt mit deinen Mitmenschen zum Üben der umfassenden Liebe und des positiven Denkens nutzen.

Das große Geheimnis für mehr Energie während der Arbeit und mehr Energie nach der Arbeit besteht darin, sensibel viele kleine Pausen in den Arbeitstag einzubauen. Wer jede Stunde fünf Minuten Pause macht und diese Pause gezielt für die Entspannung (Computer-Yoga, Meditation) nutzt, verdoppelt seine Arbeitskraft.

Arbeite halbtags, wenn es für dich möglich ist. In der heutigen Zeit ist es am besten, halbtags zu arbeiten. Das schafft Arbeitsplätze. Man bewahrt langfristig seine Gesundheit und seine Lebensenergie. Jeder hat genug Zeit für spirituelle Übungen. Man/frau lebt mehr. Wir sollten nicht vergessen: Der Sinn des Lebens ist es, möglichst glücklich zu leben und nicht möglichst viel zu arbeiten. Das verwechseln viele Menschen in Deutschland.

Das westliche Konsumfernsehen[Bearbeiten]

reiche Welt

Die „Hauptreligion“ der Welt ist heute das westliche Konsumfernsehen. Es lehrt den Weg des äußeren Glücks und zerstört das innere Glück. Fernsehen verringert die persönliche Zufriedenheit um etwa 5 % pro Stunde. Glückliche Menschen verbringen weniger als ein Fünftel so viel Zeit vor dem Fernseher als andere Menschen. (David Niven: Die 100 Geheimnisse glücklicher Menschen. München 2000, Seite 32 f.)

Die Glücksforschung hat erkannt, dass das westliche Fernsehen die Menschen innerlich unglücklich machen und einen Zerfall der positiven Werte bewirken kann. Untersucht wurde ein Indianerstamm im Alaska. Vor der Einführung des Fernsehens lebten die Menschen friedlich und positiv zusammen. Danach griffen Egoismus, Unzufriedenheit, Gewalt und Suchtverhalten stark um sich. Dieser Prozess des Zerfalls der traditionellen Kulturen durch den Einfluss des westlichen Konsumfernsehens geschieht derzeit weltweit. (David Niven, a.a.0., Seite 160 f)

Die Menschen in Indien verlieren ihre traditionellen Werte. Die Menschen in China werden trotz wachsendem äußerem Reichtum innerlich unglücklicher. Die Menschen in Afrika wollen nach Europa, weil sie meinen dort glücklich werden zu können. Sie lassen sich durch den äußeren Reichtum blenden und sehen nicht das innere Unglück der Menschen im Westen. Nach einigen Jahren im Westen sind sie innerlich genauso ausgebrannt, wie die Mehrzahl der Menschen hier.

In Bhutan wurde 1998 das Glück zum obersten Staatsziel erklärt. Jedoch machte die Regierung schon im Jahr darauf nach Ansicht des Fernsehkritikers und englischen Wirtschaftsprofessors Lord Richard Layard einen folgenschweren Fehler. Sie ließ das westliche Konsumfernsehen zu. Wo vorher eine gewaltfreie buddhistische Erziehung vorhanden war, dominierten jetzt Fernsehfilme aus Sex, Gewalt, Angst und Konsumwerbung den Geist der Menschen. Schon bald darauf war ein starker Anstieg von Scheidungen, Kriminalität und Drogenkonsum zu verzeichnen. In den Schulen nahm die Gewalt zu. (Richard Layard: Die glückliche Gesellschaft. 2005, Seite 91.) Nach Richard Layard bestätigen die vorliegenden Untersuchungen eindeutig, dass die Menschen aggressiver werden, je mehr sie fernsehen. (Richard Layard, a.a.O., Seite 102.)

Viel Fernsehen fördert Hang zur Gewalt (Zitate aus Science ORF.at): Mehr als eine Stunde Fernsehen am Tag fördert bei jungen Erwachsenen auf Dauer einen Hang zu gewalttätigem Verhalten. Das gilt vor allem für junge Männer, aber auch für erwachsene Frauen, berichten Forscher im Wissenschaftsmagazin Science. Wenn die tägliche Fernsehzeit drei Stunden überschreitet, nimmt die Rate von gewaltsamen Übergriffen wie Körperverletzung und Raubüberfällen dramatisch zu. „Ich war überrascht, einen fünffachen Anstieg aggressiven Verhaltens bei drei oder mehr Stunden Fernsehkonsum zu beobachten“, sagte Johnson. Jeffrey Johnson und Kollegen von der Columbia-Universität in New York beobachteten Jugendliche aus 707 Familien über einen Zeitraum von 17 Jahren. Die Ergebnisse zeigten, dass verantwortungsbewusste Eltern ihre Kinder – zumindest in früher Jugend – nicht mehr als eine Stunde lang fernsehen lassen sollten, erklärte Johnson, der an der Columbia-Universität sowie dem Psychiatrischen Institut des Staats New York tätig ist. Inzwischen sehen auch viele US-Organe wie die Amerikanische Akademie der Kinderärzte, die Ärztegesellschaft (AMA) sowie die Psychologen- und Psychiaterverbände klare Hinweise auf eine Erziehung zur Gewalt durch gewalttätige Fernsehprogramme.

Bekannt geworden ist in den USA der Fall eines allein erziehenden Vaters, der mit seinem Sohn zusammenlebte. Sie machten sich gegenseitig das Leben schwer. Der Vater beschloss daraufhin den Fernseher abzuschaffen. Nach einiger Zeit lösten sich Unzufriedenheit, Aggressivität und Negativität im Sohn auf. Vater und Sohn harmonierten wieder miteinander. Das Fernsehen sollte positiver werden. Es sollte dem Weg des inneren Glücks einen ausreichenden Platz in seinen Programmen einräumen. Die Fernsehinhalte sollten sich an den Werten Liebe, Frieden und Weisheit orientieren. In den Schulen sollte den Kindern der positive Umgang mit dem Fernseher beigebracht werden.

Yogi Nils: Ich möchte in einer Gesellschaft der Liebe, des Friedens und der Weisheit leben. In Deutschland sollte der Schwerpunkt der Entwicklung in Zukunft auf dem inneren Glück liegen. Wir sollten eine Kultur des inneren Glücks auf der Basis der Glücksforschung entwickeln. Meine beiden konkreten Hauptforderungen sind die allgemeine Einführung des Schulfaches Glück und eine neue Fernsehkultur. Das Glück aller Menschen sollte im Mittelpunkt des Schulunterrichtes stehen. Alle Schüler sollten die aktuelle Glücksforschung, die Grundsätze der Gesundheit, die Regeln des inneren Glücks und den Weg einer glücklichen Beziehung kennen. Sie sollten lernen, positiv mit dem Fernsehen und dem Internet umzugehen (richtige Auswahl, keine Gewaltfilme oder Gewaltspiele, wenig fernsehen, positive Besinnung nach dem Fernsehen).

In der Psychologie ist bekannt, dass man sein Unterbewusstsein programmieren und trainieren kann. Wer durch Vorstellungsübungen positive Verhaltensweisen einübt, der kann sie in der Realität leichter umsetzen. Gleiches gilt für negative Verhaltensweisen. Deswegen sind Gewaltfilme so schädlich. Unsere Kinder üben in der Vorstellung Gewalt ein und können sie später dann perfekt umsetzen. Die Gewaltorgien an den Schulen sind kein Zufall. Die dramatische Zunahme der Ängste, Depressionen und psychosomatischen Krankheiten ist kein Zufall.

Die staatlichen Aufsichtsorgane sollten dafür sorgen, dass das westliche Konsumfernsehen nicht die Gewalt unter den Menschen verstärkt. Es sollten verbindliche Wirkungsstudien erstellt werden, an denen sich alle Fernsehsender orientieren müssen. Übermäßige Gewalt im Fernsehen muss verboten werden. Das Programm insgesamt jedes Senders sollte die Liebe, die Weisheit, den Frieden und das innere Glück bei den Zuschauern messbar vergrößern. Von 5 % Unzufriedenheit nach einer Stunde fernsehen sollten wir mindestens auf 1 % Zufriedenheit kommen. Das Fernsehen ist der entscheidende Kulturformer im Westen. Es muss deshalb seinen grundgesetzlichen Bildungsauftrag stärker wahrnehmen.

–> Siehe auch Für eine neue Fernsehkultur, Foren-Diskussion Grundsätzliche Fernsehkritik

Glückstipps für Manager[Bearbeiten]

Sommerblumen

Ein großer Meister des inneren Glücks war  Swami Shivananda. Er erklärte: „Lass deine Hände im Dienst für die Menschheit wirken. Arbeit, die für das individuelle Wohl getan wird, bindet. Arbeit, verrichtet für das Gemeinwohl, befreit die Seele.“

Was bedeutet das? Wenn wir im Schwerpunkt unseres Berufes für das Glück der Welt und aller Wesen arbeiten, lösen sich langfristig unsere inneren Verspannungen auf. Wir stärken das Positive in uns. Wir entwickeln ein Bewusstsein für die Einheit der Welt. Das Einheitsbewusstsein aktiviert die Kundalini-Energie in uns und lässt großes Glück entstehen.

Wenn ein Mensch dagegen primär für sein egoistisches Wohl arbeitet, verstärkt er seine Egostrukturen. Er lebt aus dem Habenwollen heraus und baut dadurch immer mehr innere Verspannungen auf. Sein inneres Glück wird langfristig immer kleiner. Er hat immer weniger inneren Frieden, innere Kraft und Positivität.

Ein glücksstärkender Beruf ist ein Beruf, bei dem das Hauptziel nicht das Geldverdienen, sondern die Arbeit für das Gemeinwohl ist. Gut geeignet dafür sind Berufe wie Lehrer, Erzieher, Altenpfleger, Arzt und Sozialhelfer. Alle Tätigkeiten in den vielfältigen Hilfsorganisationen gehören dazu.

Letztlich können fast alle Berufe mit einem Helferbewusstsein ausgeübt werden. Damit inneres Glück entsteht, kommt es mehr auf die subjektive Sicht als auf die äußere Tätigkeit an. Zwar besteht zwischen beiden Bereichen ein Zusammenhang, aber wichtig ist es, ob wir persönlich den jeweiligen Beruf primär als Helfertätigkeit sehen und praktizieren können.

Der entscheidende Punkt ist, ab wann uns unser Unterbewusstsein glaubt, dass wir primär als Karma-Yogi (Bodhisattva, Weltretter, Gutmensch) leben. Wir sollten unser Leben so strukturieren, dass ein Karma-Yoga-Bewusstsein entsteht. Wir sollten jeden Tag ausreichend viele Karma-Yoga-Aktivitäten entfalten. Und wir sollten jeden Tag mit spirituellen Übungen beginnen und beenden.

Wichtig ist es, jeden Tag unsere positive Motivation zu pflegen. Wenn wir bei der Arbeit nur an unsere Karriere denken, viel Geld verdienen wollen oder nach Anerkennung durch unsere Mitmenschen streben, blockieren wir das Entstehen des inneren Glücks. Wir können auch in einem Helferberuf leicht unsere Anhaftungsenergien verstärken und auf dem Weg des inneren Glücks fallen.

Ebenso ist es, wenn wir nur das Glück einer bestimmten Gruppe und nicht das Glück aller Wesen und der ganzen Welt wollen. Wir müssen uns mit dem Glück aller Wesen im Kosmos verbinden, damit ein kosmisches Bewusstsein entsteht. Nur die umfassende Liebe aktiviert die Kundalinie-Energie. Nur der Weg der umfassenden Liebe führt zur umfassenden Erleuchtung.

Karma-Yoga muss jeden Tag mit einer intensiven Gedankenarbeit verbunden werden. Wir müssen immer wieder unsere falschen Gedanken enttarnen und durch positive Geisteshaltungen ersetzen. Ein Karma-Yogi kommt vorwiegend dadurch zur Erleuchtung (zur spirituellen Selbstverwirklichung), dass er beim Karma-Yoga beständig an seinen Gedanken arbeitet.

Schüttelmeditation[Bearbeiten]

Die Schüttelmeditation ist ein guter Weg, um schnell Stress abzubauen und sich mit positiver Energie aufzuladen. Eine Frau hatte in ihrem Beruf viel Stress. Im Laufe der Jahre zerstörte der Stress ihre Gesundheit, raubte ihr die innere Kraft und machte ihren Geist negativ. Sie machte jeden Tag nach der Arbeit zwanzig Minuten die Schüttelmeditation. Bereits nach einigen Wochen ging es ihr gesundheitlich wieder besser, und ihre innere Kraft nahm zu.

Wir schalten eine schöne Musik ein (alternativ Original Kundalini Musik), stellen uns aufrecht hin und bewegen uns dynamisch in den Knien auf und ab (mit Rechtsklick in extra Tab öffnen). Wir können auch tanzen oder auf der Stelle gehen. Das Schütteln ist eine schnelle Bewegung aus den Knien heraus. Die Knie schütteln den Körper. Die Bewegung in den Knien ist klein und schnell. Wir können die Schüttelmeditation aber völlig frei so gestalten, wie wir sie am liebsten machen.

1. Wut = Wir schütteln alle Wut und allen Stress des Alltags aus uns heraus. Wir denken das Mantra „Wut“. Wir wandeln allen Stress, der in uns ist, in Bewegung um und befreien uns so davon.

2. Trauer = Wir lösen unsere aufgestaute Trauer. Wir denken den Satz: „Ich bin traurig, weil …“. Wir bewegen alle Trauer aus uns heraus. Was macht dich heute traurig? Denke den Grund mehrmals als Mantra.

3. Schultern = Wir kreisen mit den Schultern. Wir bewegen die Schultern so, wie es uns gut tut. Wir lösen die Verspannungen in den Schultern und im Nacken.

4. Wirbelsäulendrehen = Wir drehen uns beim Schütteln sanft so weit es geht in der Wirbelsäule hin und her. Wir lösen die Verspannungen in der Wirbelsäule. Der Kopf dreht sich dabei ebenfalls zu den Seiten.

5. Massage = Wir bestrahlen uns mit den Händen von allen Seiten beim Schütteln mit einer Heilfarbe. Wir hüllen uns in eine Wolke aus Heilenergie ein. Welche Heilfarbe tut dir heute gut? Denke den Namen als Mantra: „Gelb, Orange, Violett, …“. Massiere dann die Heilfarbe vom Kopf bis zu den Füßen in den Körper ein. Denke weiter den Namen der Farbe als Mantra.

6. Erdung = Wir reiben die Heilfarbe kreisförmig erst mit dem rechten und dann mit dem linken Fuß auf den Fußboden. Wir malen einen Heilkreis um uns herum. Beim Malen spüren wir mit den Füßen die Erde. Wir denken den Namen unserer Farbe weiter als Mantra.

7. Positiver Satz = Wir schütteln uns weiter aus den Knien heraus und bewegen eine Hand in Herzhöhe segnend hin und her: „Ich sende Licht zu … Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben.“

8. Freies Schütteln = Bewege dich einige Minuten so, wie du Lust hast. Spüre, was du jetzt noch brauchst. Was möchtest du jetzt gerne tun?

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