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Diskussion:Der Dresdner Missions-Hilfsverein

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Letzter Kommentar: vor 6 Monaten von Methodios in Abschnitt Von Gersdorf auf Berthelsdorf

Quellen

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Carl Wilhelm Baumgarten-Crusius: Rede bei der ersten Jahresfeier des Dresdner Missions-Hülfsvereins den 16.August 1820, Eule, Dresden [1820]. SLUB

Gesellschaft zur Beförderung der Evangelischen Missionen unter den Heiden: Jahresbericht der Gesellschaft zur Beförderung der Evangelischen Missionen unter den Heiden, Staatsbibliothek zu Berlin (Reprint), 1.1824(1825) - 83.1906(1907). SLUB

Basler Mission: Der Evangelische Heidenbote : Monatsblatt der Evangelischen Missionsgesellschaft in Basel, Baseler Missionsbuchhandlung, Basel / Evangel. Missionsverlag, Stuttgart / Neukirch, 1.1828 - 128.1955,11/12. SLUB

Gesellschaft zur Beförderung der Evangelischen Missionen unter den Heiden: Missionsberichte der Gesellschaft zur Beförderung der Evangelischen Missionen unter den Heiden (= Berliner Missionsberichte), Berlin 1829 - 1907. SLUB

Evangelische Brüder-Unität: Missionsblatt der Brüdergemeine / Missionsdirektion, Evangelische Brüdergemeine (Zeitschrift), Missionsbuchhandlung, Herrnhut 1.1837 - 103.1939. SLUB

Sächsischer Hauptmissionsverein: Missions-Gesangbüchlein, Dresden: , [circa 1850]. SLUB

Lebensbilder aus der Brüdergemeine und ihrer Diaspora (Zeitschrift), Nisky 1.1870 - 10.1875[?]. SLUB

Brüdergemeine: Die Mission der Brüdergemeine in Missionsstunden (Zeitschrift), Leipzig 1.1897 - 5.1905[?] SLUB

Kampf und Sieg : ill. Monatsschr. aus d. Mission der Brüdergemeine (Zeitschrift), 1.1906[?] - 5.1910[?]; N.F.1=6.1911 - 13=18.1923 SLUB

--Methodios 17:22, 17. Jun. 2019 (CEST)Beantworten

Literatur

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Detlef Döring: Katalog der Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig: Neue Folge. Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2005

= Die neuzeitlichen Handschriften der Nullgruppe; 4

= Katalog der Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig; 1,4

https://katalogbeta.slub-dresden.de/id/0-1190692694/#detail

Einsehen: S. 26 f

--Methodios 09:06, 14. Mai 2019 (CEST)Beantworten

Bettina Westfeld: Innere Mission und Diakonie in Sachsen 1867-2017, Evangelische Verlagsanstalt GmbH, Leipzig 2017, ISBN 978-3-374-05148-9

--Methodios 18:29, 13. Jun. 2019 (CEST)Beantworten

Ernst Otto, Sächsischer Hauptmissionsverein: Hundert Jahre Missionsarbeit: der sächsische Haupt-Missionsverein 1819 bis 1919, Ungelenk, Dresden 1919. SLUB

Carl Niedner: Die Entstehung des Missionslebens in Leipzig vor 100 Jahren und die ersten Jahrzehnte seiner Entwicklung (Der evangelische Missionsverein), in: Jahrbuch der Sächsischen Missionskonferenz; 33(1920), Seite 23-54. SLUB

Karl Hennig: Die sächsische Erweckungsbewegung im Anfange des 19. Jahrhunderts, Weicher, Leipzig 1929. SLUB


Der Dresdner Missionsverein und die Leipziger Mission, in: Geschichte der deutschen evangelischen Mission; (1949), Seite 214-221. SLUB

Oehler, Wilhelm: Geschichte der deutschen evangelischen Mission Bd. 1: Frühzeit und Blüte der deutschen evangelischen Mission, 1706 - 1885, Fehrholz, Baden-Baden 1949. SLUB

--Methodios 17:03, 17. Jun. 2019 (CEST)Beantworten

Erich Beyreuther: Die Erweckungsbewegung, Vandenhoeck & Ruprecht, 1977

Johann Gottfried Scheibel. Vom innersten Wesen des Christentums

--Methodios 19:47, 17. Jun. 2019 (CEST)Beantworten

RGG 3. Auflage: Artikel Sachsen - Lit. beachten! (Autor: Martin Schmidt)

Martin Schmidt: Wort Gottes und Fremdlingschaft. Die Kirche vor dem Auswanderungsproblem des 19. Jahrhunderts. Martin Luther Verlag, Erlangen und Rothenburg odT 1953

--Methodios 07:11, 18. Jun. 2019 (CEST)Beantworten

Statistik

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67 Zugriffe in 90 Tagen

--Methodios 18:26, 4. Aug. 2022 (CEST)Beantworten

Missionarsausbildung in Ebersdorf (Thüringen)

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Auch die Missionare der Brüdergemeine wurden eine zeitlang hier ausgebildet.

Geschichte. Die Evangelische Brüdergemeine in Ebersdorf

--Methodios 19:22, 14. Mai 2019 (CEST)Beantworten

Von Gersdorf auf Berthelsdorf

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Stammsitz derer von Gersdorf: Gersdorf, heute zu Markersdorf (zwischen Görlitz und Reichenbach/O.L. gelegen[1])

Lebenslauf und Nachruf von Eleonore Catharine Sophie von Gersdorf (1732-1787)

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Gemein-Nachrichten der Herrnhuter Brüdergemeine - Beylage zur 8. Woche 1788, Lebensläufe, S. 239-246.

  • "7.) Die ledige Schwester Eleonore Catharine Sophie v. Gersdorf (in Herrnhut) war die älteste Tochter unsers seligen Bruders Abraham v. Gersdorf. Sie hat folgende Nachricht von sich hinterlassen: „Ich bin geboren d. 24 Febr. 1732 in Siegersdorf. Von meinen zarten Kinderjahren an hatte ich eine Nervenschwäche, u. lernte auch erst im 7tn Jahre reden. Anno 1740 brachten [240] mich meine seligen Eltern mit zur Gemeine nach Herrnhaag. Ich kam in die Mädchenanstalt, wo ich Anfangs recht vergnügt war; ich merkte aber bald, daß mir das Leben im Herzen fehlte, u. ich bat den Heiland angelegentlich, mir doch auch die Gnade zu schenken, die ich an so manchen andern Kindern bemerkte. Er erhörte mein Gebet, es wurde mir leicht u. wohl ums Herz, u. ich kam in einen vertraulichen Umgang mit Ihm. Und da ich in meinem 12ten Jahre anfing in schlechte Dinge hinein zu gerathen, wurde ich gleich in meinem Herzen darüber bestraft, u. ruhete nicht eher, bis ich die Vergebung des Heilandes darüber fühlte. Ich wurde den Kindern als Aeltestin vorgestellt, welches mir sehr wichtig u. eine Gelegenheit war, daß ich viel betete u. weinte. Anno 1745 kam ich unter die größern Mädchen, u. hatte von da an wieder eine besondere Gnadenzeit. Mein [241] Grundverderben wurde mir immer mehr aufgedeckt, welches mir eine Veranlaßung war, daß ich mich desto mehr nach dem Genuß des heiligen Abendmahls sehnte. Diese Gnade widerfuhr mir im April 1747. Im Jun. desselben Jahres wurde ich zur Akoluthie angenommen. Ich war sehr beschämt über alle Gnade, die mir der Heiland widerfahren ließ, u. gab Ihm Herz u. Hände zum Treuseyn bis ans Ende. Mit zunehmenden Jahren verlor sich aber das kindliche u. gerade Wesen, ich gerieth in Einbildung von mir selbst, wurde unzutraulich, u. ging meinen Gang für mich allein so hin. In diesem Zustande reiste ich mit der Mädchenanstalt im Sept. 1750 von Herrnhaag nach der Oberlausiz, u. Anno 1751 im Merz zogen wir hier in Herrnhut ein. Da es sich nun ganz mit mir geändert hatte, u. ich zu nichts mehr gebraucht wurde, regte sich Verdruß u. Eigenliebe gar stark bey mir, u. ich [242] kam darüber in ein recht bedenkliches u. melancholisches Wesen. Der Heiland schenkte mir zwar manchen Gnadenblick, da ich aber meine schlechten Ecken doch noch nicht gründlich erkannte, ging es sehr abwechselnd mit mir. Im Jun. desselben Jahres wurde ich ins ledige Schwesternchor aufgenommen, u. einige Zeit darauf in einer Mädchenstube als Gehülfin angestellt. Anno 1755 gereichte mir eine gründliche Unterredung mit der seligen Anna zum großen Segen. Der Heiland schenkte mir Gnade, mich selbst im rechten Licht zu erkennen, u. da sahe ich, daß der Hochmuth bey mir viel tiefer saß, als ichs je geglaubt hatte. Ich schämte mich darüber vor dem Heiland, u. erhielt einen kräftigen Trost Seiner Vergebung. In diesem Jahre zog ich auch ins Chorhaus ein, da mir der grade u. aufrichtige Umgang meiner Chorgespielen zu vielem [243] Segen u. Ermunterung war. Der Einzug in unser neues Chorhaus war eine besondere Gnadenzeit für mein Herz. Wenn ich zurückdenke, daß ich mir so manche Stunden selbst verdorben habe, und der Heiland mich doch so unbeschreibliche Barmherzigkeit hat geniessen lassen, so fließen meine Sünderthränen in reichem Maaß u. s. w.“ So weit schrieb die selige Schwester im Jahr 1760."
    • "In der Folge wurde ihr Gnadengang noch manchmal durch neben einkommende Natur-Fehler u. Eigenheiten gestört; aber bey allen Schwachheiten u. Gebrechen ihres Herzens u. Gemüths war u. blieb sie doch ein besonderes Objekt der Gnade u. Liebe ihres Erbarmers, u. Er wußte sie immer wieder zurückzuführen auf den ersten Grund, den sie in Seinem Blut u. Wunden gefunden hatte. Sie kannte u. liebte Ihn als den Versöhner ihrer Sünden, u. hatte einen kindlich vertraulichen Umgang mit Ihm. Anno 1774 bekam sie epileptische Zufälle, die aller [244] angewandten Mittel ohngeachtet in der Folge mehrmalen vorkamen. Diese Krankheit gab ihr Gelegenheit zu manchen trüben Kummerstunden, diente ihr aber auch dazu, daß sie desto mehr ihre Zuflucht zum Heiland nahm. Ueber ihre damalige Herzensstellung äusserte sie sich in einem Briefe unter andern so: „Wenn ich zurückdenke, was für Barmherzigkeit der Heiland an meiner Seele gethan hat, so beugt es mich in Staub vor Ihm. Komme ich aber auf die verlorne Zeit zurück, u. wie ich mir so manchen Gnadenbesuch verscherzt habe, so bin ich sehr betrübt. Ach wie oft habe ich die Stimme des heiligen Geistes überhört, u. habe mich von meinem eignen Geiste regieren lassen, war eingebildet von mir selbst, u. wolte immer gern etwas seyn. Das waren beständig meine Gedanken; aber des Heilandes Gedanken waren ganz anders über mich; Er hat michs fühlen lassen, daß Er mit meinem Gang nicht zufrieden seyn konte, u. [245] hat aus Treue solche schwere Zufälle über mich kommen lassen; ich habe es aber nicht gleich einsehen wollen, daß es mir an einem Sünderherzen fehlt, sondern ich war unwillig u. ungeduldig; endlich kam ich in eine ernstliche Unruhe über mich, u. weinte Tag u. Nacht, bis die erwünschte Stunde kam, da Er sich meiner wieder erbarmen konte. Nun ist mein beständiges Bitten zu Ihm, daß Er mich in der Gnade erhalten, u. mich immer kleiner u. sünderhafter machen wolle; ich fühle wol, daß noch gar vieles an mir abzuschmelzen ist, und dazu hat Er mich in Seine Cur genommen: ach möchte es Ihm nur ganz mit mir gelingen!“ Seit dem Anfang des Jahrs 1787 hatte sie nichts von den Anfällen ihrer Krankheit gehabt, klagte aber öfters über Kopfschmerzen u. Nervenschwäche. Uebrigens war sie seit einiger Zeit ungewöhnlich heiter u. vergnügt, erzehlte auch vor kurzem [246] einer Schwester, was sie oft in der Stille für selige Stunden habe, wenn sie so allein für sich singe oder bete. Ueberhaupt erklärte sie sich ausnehmend dankbar über alles. Am 16 Aug. war sie Vormittags noch ganz wohl, Nachmittags aber glaubte sie die Annäherung ihrer Krankheit zu bemerken. Den folgenden Morgen um 4 Uhr fand sich der Paroxysmus ein, u. zugleich ein Steck- u. Schlagfluß, der sie in wenig Minuten ins gesunde Reich versezte. Wir segneten (schreiben die Schwestern) ihre Ruhe unter dem Gesang: Schlaf, liebes Kind, mit der Gemeine Jesu Frieden p. Sie war im 56ten Jahre ihres Alters."

Rittergut Gersdorf 1301

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25. April 1301 "dominus Christianus advocatus provinciae Gorlicensis dictus de Gerhardisdorf" und seine Brüder Jencz und Ramfold waren Herren auf Gersdorf und Reichenbach/Oberlausitz - das Rittergut Gersdorf bei Görlitz (urkundlich ersterwähnt 1241) war bis 1590 im Besitz dieser Familie

Sitz derer von Gersdorf auf Schloß Hennersdorf

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Sitz derer von Gersdorf auf Schloß Hennersdorf (Großhennersdorf, heute zu Herrnhut) - das ehemalige Wasserschloß ist heute Ruine, im Jahr 2000 (zum 300. Geburtstag von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf) wurde ein Wanderweg von dort nach Herrnhut angelegt (Zinzendorf ist auf dem Wasserschloss Hennersdorf aufgewachsen[2])

Moritz Grimmel: Gross-Hennersdorf, In: Gustav Adolf Poenicke: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 3, Seite 110–112 (Markgrafenthum Oberlausitz), Expedition des Albums Sächsischer Rittergüter und Schlösser, Leipzig 1854–1861:

Gross-Hennersdorf liegt 1 Stunde von Herrnhut, 2 Stunden von Zittau und 11/2 Stunde von Bernstadt. Hennersdorf ist, wie sein Name deutlich an die Hand giebt, deutschen Ursprungs, und die alten Urkunden erzählen, dass im 10. oder 11. Jahrhundert ein deutscher Ritter, Namens Heinrich solches erbaut haben soll. Die Erbauung des Schlosses selbst lässt sich indess nicht mit Bestimmtheit angeben. Der Thurm und die übrigen Gebäude mit Ausschluss des gegen Abend zu liegenden Theiles, des eigentlich grossen Gebäudes mit 3 Stockwerken sind sehr alten Ursprungs.
In der Urkunde, welche Kaiser Karl IV. im Jahre 1365 über das an die Stadt Zittau verkaufte Königsholz ausgestellt hat finden wir dieses Schloss in folgender Weise erwähnt:
„sylvam nostram regalem dictam Kunnigswalde silvam inter villas Heinrichsdorf et Oderwitz.“
Und aus einem Matricul des zum Prager Erzbisthum gehörig gewesenen Zittauer Decanats vom Jahre 1384 wird
„Heinrichsdorf, oder Schreibersdorf im Königsholz“
erwähnt.
Der Name Schreibersdorf mag daher entstanden sein, weil es im Lande mehrere Orte mit dem Namen Hennersdorf gab, weshalb man zur Unterscheidung den Namen „Schreibersdorf“ hinzugefügt hat. Gross-Hennersdorf heisst auch öfters Markt-Hennersdorf, von den Jahrmärkten, welche Dienstags nach Cantate und Dienstags nach Bartholomäi hier abgehalten werden.
Zu Gross-Hennersdorf werden auch die Orte Euldorf, Heuscheuna, das Vorwerk von Hennersdorf, Schönbrunn und das Buttermilchvorwerk gezählt. Heuscheuna war ursprünglich ein Vorwerk von Gross-Hennersdorf, hat späterhin eine eigene Herrschaft gehabt, wie in der Kirche eine Loge, die Heuscheunaer Loge bezeugt. Seit 1691 ist es ganz an Gross-Hennersdorf gekommen.
Der zuerst bekannt gewordene Besitzer dieser Güter war George von Stewitz. Von diesem erwarben vom König Wenzel im Jahre 1408 Hans Nikkol und Caspar Gebrüder von Gersdorf diese Besitzung als böhmisches Lehn, welche längere Zeit auch sich im Besitze behauptet haben. Ein Nicol von Gersdorf übergab die Güter im Jahre 1521 an seinen Sohn Caspar von Gersdorf. Laut Lehnbriefs vom Jahre 1531 [111] waren dann die Gebrüder Valten, Nikkel und Hans von Gersdorf in den Besitz gelangt. Valten und Nikkel sind hier im Jahre 1562 verstorben. Schon vor dem Tode dieser Männer kam Gross-Hennersdorf mit seinen Pertinenzen an Christoph von Haugwitz. Derselbe starb im Jahre 1569 und liegt in der Kirche begraben. Derselbe wird auch als der Erbauer der Pfarre zu Gross-Hennersdorf genannt.
Laut Lehnbriefs vom Jahre 1583 wurde wieder die Familie von Gersdorf damit belehnt und zwar die Gebrüder Rudolph, Hans und Caspar. Von diesen ging die Besitzung auf Herrn Christoph von Metzradt über. Im Jahre 1617 verkaufte Kaiser Matthias als König von Böhmen sämmtliche Güter des von Metzradt (Neckelwitz, Uebigau, Krinitz, Kossla und Hennersdorf unterm Königsholz) an Karl Anibal, Burggrafen zu Dohna, Freiherrn auf Wartenbergk und Prellin, Landvoigt in der Oberlausitz, um den Preis von 100,000 Gulden, wobei sich hinsichtlich des Kirchenlehns folgender Vorbehalt gemacht wurde:
„so lange sie in seinen und seiner Erben auch anderer katholischen Händen verbleiben, auff den Fall aber dieselben in unkatholische Hände kommen sollten, wollen Wir uns und unsern Nachkommen jederzeit die Besetzung mit katholischen Priestern vorbehalten haben.“
Gegen diese Religionsbeschwerde erhoben nach des Kaisers Matthias Tode beim Könige von Böhmen, dem Churfürsten Friedrich von der Pfalz, die Lausitzer Stände Beschwerde.
Deshalb verkaufte 1618 Carl Annibal Burggraf zu Dohna Hennersdorf unterm Königsholz an Caspar von Klüx auf Strahwalde. In dieser Familie ist dieses Gut bis zum Jahre 1676 verblieben, wo es sub hasta verkauft und von Nicol von Gersdorf, Geheimen-Rath und Kammerherrn, nachherigen Raths-Director und Landvoigt erstanden wurde. Die Beleihung fand am 28. März 1678 statt, sowie die von Heuscheuna im Jahre 1692. Von diesem Besitzer stammen die Jahrmärkte in Grosshennersdorf. Dann folgten dessen Söhne Johann Georg und Gottlob Friedrich von Gersdorf als Besitzer. Im Jahre 1710 kam das Gut an Nicol Freiherrn von Gersdorf. Dieser verfiel in Concurs und zur Abwendung desselben wurde eine Commission niedergesetzt auf Antrag seiner Mutter, Landvoigtin von Gersdorf, von welcher das Gut Heinrich Freiherr von Friesen im Jahre 1717 um 65,000 Thaler erkaufte. Derselbe verkaufte dasselbe in dem nämlichen Jahre an des vorigen Besitzers Schwester, an Fräulein Henriette Sophie von Gersdorf. Diese war eine Tochter der Catharina, Freiin von Gersdorf und die Tante vom Grafen von Zinzendorf und Pottendorf, dem Besitzer von Berthelsdorf und Gründer von Herrnhut.
Sie errichtete im Jahre 1721 eine Stiftung für Arme, erbaute ein Waisenhaus und nahm eine Menge Exulanten auf, welche den Grund zu Schönbrunn legten.
Im Jahre 1726 berief sie den ersten Pfarrer oder Katecheten für die böhmische Gemeinde, Namens Joh. Liberda. Die ausgewanderten Böhmen geriethen aber mit ihrer Herrschaft in Streit und erwirkten sich vom Könige von Preussen die Erlaubniss nach Berlin zu ziehen und dort eine Kirche zu erbauen, welche am 12. März 1737 als „Bethlehemskirche“ eingeweiht worden ist.
Liberda aber wurde als vermeinter Anstifter der in Sachsen und Böhmen ausgebrochenen Unruhen arretirt, in Untersuchung genommen, verurtheilt und ins Zuchthaus nach Waldheim gebracht, von wo er entsprang und glücklich nach Berlin entkam.
Mit dem Jahre 1741 verkaufte Fräulein Sophie von Gersdorf Gross-Hennersdorf an Herrn von Burgsdorf. Von dieser Zeit an verlor die zurückgebliebene kleine böhmische Gemeinde ihre eigene kirchliche Einrichtung und schloss sich an die teutsche Kirchengemeinde an.
Von dem Herrn von Burgsdorf kaufte Gross-Hennersdorf 1747 Frau Henriette Benigna Justina Gräfin von Zinzendorf und Pottendorf, verheirathete Freifrau von Wattewille. Nach ihrem Tode 1789 ging das Gut auf ihre Schwester Elisabeth von Wattewill, geborene Gräfin von Zinzendorf und Pottendorf über, von welcher es deren Gemahl 1807 ererbte. Nach dem Tode desselben im Jahre 1811 acquirirte es die Gräfin Fräulein Charlotte Sophie von Einsiedel, von welcher es im Jahre 1844 an die Unitäts-Direction der Herrnhuter Brüdergemeinde überging, die gegenwärtig noch im Besitze desselben ist.
Unter den Gebäuden des Rittergutes ist vorzüglich des Katharinenhofes zu gedenken, welcher von Henriette Sophie von Gersdorf zur Aufnahme [112] von Waisen und hülflosen Personen im Jahre 1722 erbaut und zu Ehren ihrer Mutter „Catharina“ Catharinenhof genannt wurde. Diese Anstalt ging in den 40er Jahren ein und das Haus selbst wurde dann von der Brüder-Unität zu andern Erziehungs-Zwecken benutzt, wogegen die angewiesenen Fonds der Kirche zuflossen.
Im Jahre 1832 ging auch das seit 1802 bestandene adliche Pädagogium ein und das Gebäude selbst nebst den Grundstücken durch Abtretung von der Gräfin Sophie von Einsiedel an den Staat, welcher im Jahre 1836 daselbst wieder eine Waisenanstalt errichtete, in welcher die Kinder mit Spaten-Cultur beschäftigt werden.
Das sogenannte grosse Gebäude mit 3 Stockwerken im Schlosse ist erst vom Landvoigt Freiherrn von Gersdorf seit 1676 erbaut, da bei einem frühern Brande das frühere Schloss fast gänzlich demolirt war.
Die Wirthschaftsgebäude sind durchgängig vortrefflich, da solche nach einem grossen Brande seit dem Jahre 1814 ganz neu erbaut sind.
Im Südosten des Ortes gewähren der grosse Berg und der Schönbrunner Berg herrliche Aussichten. Man erblickt die Tafelfichte, einen Theil des Riesengebirges, die Haindorfer Berge, den Jäschka und das böhmisch-lausitzische Grenzgebirge. Im Westen hat man zum kleinen Eisberg und zum langen Berg schöne Spaziergänge.
Im Süden befindet sich das Königsholz mit seinen Buchenwaldungen; im Nordosten erblickt man den Dittersbacher Berg und im Nordwesten den Sandberg. Im Westen kann man von der Höhe des Hengstberges Herrnhut sehen.
Die Hauptbeschäftigung der Einwohner ist der Ackerbau; es fehlt aber auch nicht an Handwerkern, unter welchen vorzüglich die Messerschmiede sich auszeichnen. Die Häusler theilen sich in Häusler mit und ohne Feld. Ausser den namhaften Gebäuden befinden sich hier 2 Gasthöfe, mehrere Schenken, 1 Windmühle und mehrere bürgerliche Freihäuser.
Grosshennersdorf mit Euldorf, Heuscheuna, Schönbrunn und Buttermilchvorwerk hat 286 Gebäude mit 390 Haushaltungen und 1607 Einwohnern.


Gurlitt:

In einer Rundkapelle steht auf einem Altar angekettet eine Urne. Aus Wolken brechen Strahlen hervor.

Bezeichnung: ASCENDIT ET DESCENDIT.

[er ging auf und ab]

Mit dem Monogramm: H. C. v. G.

Mit Bezug auf die Erhörung des emporsteigenden Gebets und die Freiherrin Henriette Katherine von Gersdorf, die Witwe des anfangs genannten Nicol, auf deren Ansuchen das Gut 1717 an Otto Heinrich Freiherr von Friesen verkauft wurde, um im gleichen Jahre in die Hände der Stifterin des Katharinenhofes Fräulein Henriette Sophie von Gersdorf überzugehen.

S. 161


♄ d. 5tn Jan.

Abends begaben sich die Brüder Johannes, Joseph, Layriz und Jonas Paulus nach Hennersdorf, wo die Anstalt in Cathrinenhof in Hinsicht auf ihre baldige Vertheilung zuerst ein gesegnetes Liebesmahl hatte, wobey die während ihres 15-jährigen Aufenthalts daselbst vorgekommenen wichtigsten Umstände u. Veränderungen dankbarlich recapitulirt wurden.

[5] Nachher hielt Johannes dem ganzen Haus-Gemeinlein eine gesalbte Rede über die heutige Loosung vom Bund machen, dankte sodann dem Heyland in einem Gebet auf den Knien für alle der Anstalt in diesem Hause erwiesene Gnade u. Nähe, u. empfahl Seinem Segen alle bisherige Einwohner an ihren künftigen Orten. Es waltete dabey eine selige Gnade u. floßen gar viele Thränen.

Zulezt kamen die sämtlichen dasigen Abendmahls-Geschwister noch zusammen. Bruder Johannes dankte denen, die bey der Anstalt gedienet, für die an die Kinder gewendete Treue. Sodann wurde zur Danksagung für alles Gute, das unser lieber HErr dieser Anstalt die Jahre her widerfahren laßen, u. zu neuer Treue in dem, was Er einem jeden nun auftragen werde, der Lobe- u. Verbindungs-Kelch gehalten.

☽ d. 7tn Jan.

Reisten 20 Kinder von Cathrinenhof u. mit ihnen die Brüder Bell, Steg, Schubart, Zander u. Bugge nach Gnadenbergel ab. Die Brüder Layriz, Saalwaechter u. Westmann begleiteten sie dahin.

♀ d. 11tn Jan.

retournirten von Gnadenbergel die Brüder Layriz u. Saalwaechter. Mit ihnen kamen von daher Geschwister Schmidts auf ihrem Wege nach Ebersdorf.

Die IIIte Woche. 1765.

I.

Am ersten Sonntage post Epiphan. d. 13tn Januar. war früh um 8 Uhr die Amts-Communion u. Abendmahls-Liturgie.

Nach derselben hatten die Knaben u. Jünglinge, die heute ihr Chor-Fest begehen u. sich dazu in ihrem Fest-Morgensegen dem Heyland u. Seiner Gnade empfohlen hatten, ihre Classen. Darauf war nach einer kurzen Rede des Bruders Johannis die Aufnahme folgender 12 Knaben unter die Jünglinge: Gottlob Brezel, Christ. Thiel, Christ. Friedrich Denter, Joh. Friedrich Jaeschke, Christ. Gottfried Winkler, Matth. Gewinn, Christ. Friedrich Fockel, Georg Heinrich Pfenniger, Joh. Hartmann, Joh. Bernike, Joh. Ludwig Schnepf u. Joh. Guts.

Nachmittag um 1 Uhr wurden nach einer Rede von Bruder Johannes über den heutigen Text, 8 Kinder ins Knaben-Chor aufgenommen, nemlich [14] Pet. Schüz u. Christian Müller von hier, u. Christ. Friedrich Bubolz, Christ. Friedrich Neisser, Joh. Leonhard Gammern, Jos. Jacob David, Benjamin Nitschmann u. Paul Hansen aus Cathrinenhof.

Um 3 Uhr waren ihre Fest-Agapen, die mit biblischen Gesängen in Application auf dieses Chor u. untermengten Choralen lieblich unterhalten wurden. Nachher erinnerte man sich der Veränderungen, die seit einem Jahre in diesem Chore vorgefallen sind.

Am Brüder-Feste kamen 15 Jünglinge unter die Brüder. Zur Aufnahme in die Gemeine sind 10 Knaben u. 2 Jünglinge, u. 8 Knaben u. ein Jüngling zum erstenmal zum heiligen Abendmahl gelangt. Aus andern Gemeinen u. Orten sind 14 hieher gekommen; dagegen hat das hiesige Chor 7 an andere Orte abgegeben. Das ganze Chor besteht gegenwärtig aus 23 Jünglingen u. 46 Knaben. Summa 69.

Hierauf wurden ihnen nach einer kurzen Anrede u. dem herzlichen Wunsch, daß, da ihnen heute die heilige Schrift gegeben werde, ihnen solches zum wahren Segen gereichen u. sie den [15] rechten Gebrauch davon machen möchten, unter folgendem Gesang sämtlichen Knaben u. Jünglingen Bibeln ausgetheilt: Woll'n immer selger Dich verstehn, in Dein'm Erkenntniß wachsen gehn p. Du werthes Licht! gib uns Deinen Schein, lehr uns Jesum Christum erkennen allein p. Denn in der Bibel ist um u. um Christus der Lehre ihr Punct u. Summ p. O Geist, der Jesum preist in seiner ganzen Bibel p. Laßet das Wort Christi reichlich unter euch wohnen, in aller Weisheit p. Hör, was die Würmlein sagen – Wir woll'n beym Creuze bleiben p.

Die Gemein-Versammlung hielt Bruder Leonhard über die Loosung u. die Liturgie war mit dem Te Patrem, worauf Johannes den Knaben zum Beschluß ihres Festes eine nähere Einleitung zum rechten Gebrauch der heiligen Schrift gab u. ihren Abendsegen hielt.

♃ d. 17tn Jan. reisten 15 Kinder u. 10 Knaben von Cathrinenhof nach Niesky; erstere mit den Brüdern Hildebrand u. Würgatsch in die Orts-Anstalt u. leztere mit den Brüdern Davidson u. Seidliz ins Paedagogium. Bruder Layriz ging zu ihrer Einrichtung mit hin.

[21]

♀ d. 18tn Jan.

folgten ihnen die Brüder Johannes, Joseph u. Petrus zur Nachfeyer des Knaben-Festes. Daselbst /: in Niesky :/ ging an eben dem Tage die Schwester Harkin, geb. Messaroschin, selig heim.

Die dasigen 33 Knäbgen u. 22 Mädgen hatten ♄ d. 19tn Jan. ein vergnügtes Liebesmahl, u. Abends wurden ihnen u. den Knaben und Jünglingen im Paedagogio in Gegenwart der ganzen Gemeine die Bibeln ausgetheilt.

[22] Sonst sind diese Woche noch folgende Nachrichten eingelaufen:

1.) In New-York sind Geschwister Joseph Powels, Carl Schulze u. die Witwe Proskin aus Jamaica angekommen. Unser Bruder Levering aber ist daselbst auf seinem Neger-Posten heimgegangen. So ist auch

2.) die Schwester Gustel v. Tschiersky geb. v. Gersdorf in Gnadenfrey am 11tn Jan. bald nach der Geburt eines Töchterleins, das sich auch nicht lange über der Hütte sehnen dürfen, heimgerufen worden.

[23] Die IVte Woche. 1765.

I.

Am 2tn Sonntage post Epiphanias

d. 20tn Januar.

wurde früh um 8 Uhr die Gemein-Litaney gebetet, und der Säugling Joh. Heinrich Schmidt und die in Gnadenfrey heimgegangene Schwester Augusta Erdmuth v. Tschiersky, geb. v. Gersdorf, namentlich eingeschloßen.

♃ d. 24tn Jan.

Früh traten diese Geschwister ihre Reise nach Holland über Barby an.

Nachmittag gegen 2 Uhr kamen die 17 noch übrige Kinder in Cathrinenhof [27] mit den Brüdern Petersen, Hafner u. Stiedemann, ingleichen die Brüder Strack u. Krügelstein von Hennersdorf hieher. Es wurden die Kinder von der hiesigen Knäbgen-Anstalt eingeholt u. im herrschaftlichen Garten unter Posaunen-Schall empfangen, worauf ihnen ihre Wohnungen im Anstalts-Hause angewiesen wurden.

♄ d. 26tn Jan.

als an dem ersten Kinder-Gemein-Tage in diesem Jahre beteten die Kinder zuerst ihre Litaney, worauf ihnen in der folgenden Versammlung einige Personalien von heimgegangenen Kindern u. etwas aus den Grönländischen Nachrichten vorgelesen wurde. [28] Nachmittag hatten sie ihre Agapen, die mit einem lieblichen musicalischen Gesang unterhalten wurden.

Nach denselben hielt ihnen Johannes eine Homilie über die heutige Gemein- u. Kinder-Loosung, nach welcher das Mägdlein Hannel Gaertnerin unter dem bey der Aufnahme der Kinder gewöhnlichen Gesange durch den Friedens-Kuß zur Kinder-Gemeine hinzugethan, u. in einem herzlichen Gebet auſ dem Angesicht dieses Kind, die 17 von Cathrinenhof hieher gezogene Knäbgen u. die ganze Schaar der Unmündigen dem freundlichen Anblick u. der Gnade des Heylands empfohlen wurde.

Es zogen auch heute die Witwen u. ledigen Schwestern, die bisher bey der Anstalt in Cathrinenhof gedient haben, hieher in ihre Chorhäuser.

☽ d. 28tn Jan.

früh reisten Geschwister Saalwaechters u. Benzen nach Gnadenberg ab; erstrer zum Dienst der dortigen Gemeine u. Anstalten, u. lezterer wird mit Bruder Wille die Pflege der Knäbgen besorgen.

♀ d. 1tn Februarii

retournirte Bruder Bruiningk mit seiner Gesellschaft aus Schlesien. Mit ihnen kam Bruder Laux von Gnadenberg, der zum Dienst der hiesigen Knäbgen-Anstalt bestimmt ist.

☽ d. 4tn Febr.

Von Gnadenfrey retournirte die Schwester Charlotte v. Gersdorf, u. mit ihr kam die bisherige Pflegerin der dortigen ledigen Schwestern Maria Wettsteinin hieher.

Gemein-Nachrichten 1765,1

--Methodios 10:21, 26. Aug. 2025 (CEST)Beantworten


Godnów (Kruszyn) - Godnów liegt vier Kilometer östlich des Stadtzentrums von Bolesławiec (Bunzlau) und einhundert Kilometer westlich von Breslau, an der Grenze der Schlesisch-Lausitzer Tiefebene (Nizina Śląsko-Łużycka) zum Bober-Katzbach-Vorgebirge (Pogórze Kaczawskie) der Westsudeten.

Gnadenberg war, neben Gnadenfrei bei Ober-Peilau, eine der ersten Siedlungen der Herrnhuter Brüdergemeine in Schlesien, die nach dem Ersten Schlesischen Krieg durch Preußen ermöglicht wurden. Die Ortsgründung erfolgte am 6. März 1743, nicht einmal ein Jahr nach dem Frieden von Berlin, auf dem Gut Groß Krauschen des Hans Friedrich von Falkenhayn (1681–1745). Die Gründer waren Nikolaus Ludwig von Zinzendorf und Johann Martin Dober (1703–1748), der Bruder des Johann Leonhard Dober. Es wurden 68 Grundstücke ausgewiesen für den Bau von Häusern für Gemeindezwecke sowie für Einwohner, die aus Herrnhut nach Gnadenberg übersiedelten.

Im Siebenjährigen Krieg wurde auch Gnadenberg nicht verschont. Insbesondere gab es Plünderungen im September 1757 und Ende Juli 1760. Andererseits kam es zu einem Aufschwung durch den Zuzug von Glaubensgeschwistern aus Neusalz an der Oder, nachdem die dortige Kolonie der Herrnhuter nach der Schlacht bei Kunersdorf komplett bis auf die Grundmauern niedergebrannt war und 280 Personen ein neues Zuhause suchen mussten.

Es entstanden immer mehr Handwerksbetriebe, Werkstätten und Fabriken, u. a. eine Spinnerei und eine Weberei. Eine 1771 gerichtlich veranlasste Betriebszählung ergab je einen Schmied, Radmacher, Maurer, Zimmermann, Tischler, Schuhmacher, Glaser, Beutler, Knopfmacher, Uhrmacher, Buchbinder, Goldschmied, Nadler, Seifensieder, Glockengießer und Chirurgen sowie je zwei Schneider und Bäcker.

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Geschichte von Berthelsdorf

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Johann Gottlieb Korschelt: Geschichte von Berthelsdorf. Berthelsdorf bei Herrnhut, Selbstverlag des Herausgebers, 1852.

S. 8

Berthelsdorf bestand bis 1727 aus drei Rittergütern: Ober-, Mittel- und Niederberthelsdorf, unter verschiedenen Besitzern.

Von Niederberthelsdorf gehörte jedoch nur die nördliche Seite zum Nieder- oder Klixischen Gute, die südliche war ein Theil des Mittel- oder Hauptgutes.

Seit der Vereinigung der verschiedenen Antheile spricht man nur noch von einem Ober- und einem Niederdorfe. Den Theil unter der Kirche, die ziemlich in der Mitte des Dorfes liegt, nennt man das Niederdorf und den über derselben das Oberdorf.

Außerdem führen noch einige in neuerer Zeit entstandene Dorftheile besondere Namen, wie das 1776 auf den Fluren des Niedergutes angelegte Neuberthelsdorf. Es bestand 1783 aus vier, 1803 schon aus dreizehn und jetzt aus fünfzehn Häusern. Es hat jedoch keine besondere Gerichtsbarkeit. Die Häuserreihe in der Thalvertiefung zwischen Neuberthelsdorf und dem Niederhofe wird gemeiniglich „auf Mangels“ (nach Karl Magnus von Klix, dem letzten Besitzer des Niedergutes vor der Vereinigung mit dem Hauptgute), auch wohl „die Kränke“ genannt. Die Zeit der Erbauung war erst nach 1813.

Um dieselbe Zeit ungefähr entstand auch die Häuserreihe in Oberberthelsdorf, die man mit dem Namen „Fichtelrode“ bezeichnet. Auf die acht Schwenkfelder Häuser, die von 1730 bis 1733 erbaut wurden und sich ebenfalls in jenem Theile Oberberthelsdorfs befinden, wird später zurückgekommen werden.

S. 20

Schon in den ältesten Zeiten scheint Berthelsdorf im Besitze der damals in der Lausitz weitverzweigten und vorzugsweise in hiesiger Gegend reich begüterten uralten Familie von Gersdorf gewesen zu sein.

Wahrscheinlich hatte es bald nach 1400 mit Rennersdorf und Hennersdorf gleiche Besitzer, oder doch Besitzer aus derselben Linie derer von Gersdorf. Sie stammten aus dem von Nicol v. Gersdorf 1399 gestifteten Hause Tauchritz (Anmerkung 22: Carpzovs Ehrentempel, genealogische Tabellen.); weil aber dessen Sohn Caspar 1409 Hennersdorf erwarb, so nahm dieser Zweig des Tauchritz’schen Hauses den Beinamen „Heynersdorf“ an. 1464 war ein Christoph von Gersdorf aus diesem Hause Besitzer von Rennersdorf, sehr wahrscheinlich besaß er auch Berthelsdorf. [21] Jedoch Urkunden führen nur bis 1480 zurück (Anmerkung 23: Das Original befindet sich nach Käuffers Oberl. Gesch. Th. 2, Hft. 2, im Stifte Joachimstein). Nach ihnen war damals Heinrich von Gersdorf Besitzer von Berthelsdorf, Rennersdorf und Wiese; sein Bruder Nicol besaß Hennersdorf.

Mittelberthelsdorf (Hauptgut)

S. 32

Heinrich Anshelm von Ziegler und Klipphausen war jedoch nur kurze Zeit Besitzer von Berthelsdorf, er verkaufte es noch in demselben Jahre[3] an Bernhard Edlen von der Planitz. Durch erlittenen Feuerschaden und Mißwachs zurückgekommen, konnte auch dieser Berthelsdorf nicht behaupten, er mußte es, genöthigt durch eine Schuldenlast von 13,224 Thaler, den 20. Juni 1687 an den Freiherrn Nicolaus von Gersdorf um 18,200 Thaler verkaufen. Er starb den 7. December 1688 in Berthelsdorf.

Nicolaus, Freiherr von Gersdorf auf Baruth, Hennersdorf, Berthelsdorf, Kemnitz, Bretnig, Hauswalde, Buchwalde, Rackel, Kreckwitz und Heuscheune, königlich polnischer und churfürstlich sächsischer Geheimrathsdirector und bevollmächtigter Landvogt der Oberlausitz, war der zweite Sohn Nicolaus von Gersdorf’s, aus dem Hause Malschwitz, kaiserlichen Raths und Gegenhändlers in der Oberlausitz. Er wurde den 9. Juni 1629 zu Doberschütz geboren; doch kaum zwei Jahre alt, starb sein Vater. Seine Mutter, Anna Maria geb. von Löben aus Kreckwitz, erzog ihn mit großer Sorgfalt. Er wurde zuerst Page am churfürstlichen Hofe zu Dresden. Von 1647 an studirte er vier Jahre [33] zu Wittenberg und machte dann Reisen durch Frankreich, England, Holland und Italien. 1655 wurde er churfürstlich sächsischer Appellationsrath, 1656 Hofrath, 1660 wirklicher geheimer Rath, 1680 Oberkammerherr, 1686 Geheimrathsdirector und 1691 bevollmächtigter Landvogt der Oberlausitz. Vom Kaiser wurde er mit seinen Nachkommen in den Freiherrnstand erhoben. Verheirathet war er dreimal: bis 1665 mit Hedwig Elisabeth Vitzthum von Eckstädt, von 1666 bis 1670 mit Eva Catharina von Günterode und 1672 mit Henriette Catharina Freiin von Friesen. – Da er in Folge seiner Stellung größtentheils in Dresden verweilen mußte, so übernahm seine Gemahlin Henriette Catharina die Verwaltung Berthelsdorfs und der benachbarten Güter.

Nachdem Nicolaus von Gersdorf 1691 das Mannlehngut Berthelsdorf in ein Erb-, Spill- und Kunkellehn hatte verwandeln lassen, kaufte er den 30. September 1693 auch noch das sogenannte Niedere oder Klixische Gut von Magnus von Klix.

Er starb 1702 den 23. August, 73 Jahre 10 Wochen 5 Tage alt.

Von vierzehn Kindern überlebten ihn neun. Sein Sohn aus der ersten Ehe, Johann Georg, königlich polnischer und churfürstlich sächsischer Kammerherr, geboren den 16. Mai 1662, bekam bei der Erbtheilung Kemnitz, Bretnig und Hauswalde. Aus der dritten Ehe hinterließ Nicolaus von Gersdorf sechs Kinder:

Johanne Eleonore, Gemahlin Gottlob Ehrenreichs von Gersdorf auf Weicha in Schlesien.

Gottlob Friedrich, geboren 1680 den 19. April. Er wurde Hof- und Justitienrath, auch Assessor des Kammergerichts, sodann polnischer und Sachsen-Merseburgscher wirklicher geheimer Rath; Herr auf Baruth, Buchwalde und Rackel, später auch von Oberberthelsdorf. 1745 wurde er in den Reichsgrafenstand erhoben. Er starb 1752.

Nicolaus, polnischer und chursächsischer Hof- und Justitienrath; Besitzer von Berthelsdorf, Großhennersdorf und Heuscheune. Er wurde 1689 in Dresden geboren.

Charlotte Justine, geboren 1675 den 17. November; in erster Ehe an Georg Ludwig, Grafen von Zinzendorf und [34] Pottendorf, polnischen und chursächsischen geheimen Rath und Kammerherrn, und in zweiter Ehe an Dubislaw Gneomar von Natzmer, königlich preußischen Generalleutnant, verheirathet. Sie starb zu Berlin als Wittwe 1763, den 31. August.

Rahel; ihr Gemahl war Georg Christoph von Burgsdorf.

Henriette Sophie; sie war von 1717 bis 1741 Besitzerin von Großhennersdorf, um welches sie sich große Verdienste erwarb, indem sie 1721 eine bedeutende Stiftung für Arme legirte und zur Beförderung der Erziehung der Jugend ein Waisenhaus, den Catharinenhof, erbaute, welchen 1838 der Staat übernahm und daselbst ein Landeswaisenhaus errichtete. – Sie starb unvermählt.

Im Besitze Berthelsdorfs folgte dem Vater der jüngste Sohn Nicolaus von Gersdorf. Mitbelehnt wurde aber auch damit 1703 sein Bruder Gottlob Friedrich. – Während der Minderjährigkeit Nicolaus führte seine Mutter, Henriette Catharina, die seit dem Tode ihres Gemahls in Großhennersdorf wohnte, die Vormundschaft. Gehuldigt wurde ihm in Berthelsdorf den 10. Januar 1710. – Als er jedoch bald in ein Creditwesen gerieth, so wurde auf Ansuchen seiner Mutter zur Abwendung eines Concursprozesses eine Commission niedergesetzt und sie selbst, die seit 1710 schon Oberberthelsdorf erworben hatte, übernahm Berthelsdorf um 30,000 Thaler, vorläufig wiederverkäuflich auf sechs Jahre. Da ihr Sohn es aber in dieser Zeit nicht einlösen konnte, so blieb es in ihrem Besitz. Ihr gehörte jetzt, nachdem sie von ihrem ältesten Sohne, Gottlob Friedrich, zu gleicher Zeit auch das Klixische Gut gekauft hatte, ganz Berthelsdorf. Ihren Wohnsitz nahm sie jedoch auch ferner in Großhennersdorf; die Oeconomie des Gutes wurde erst an Georg Gottfried Thebesius und später an Peter Simon für 1000 Thaler verpachtet.

Henriette Catharina verw. Freifrau von Gersdorf geb. Freiin von Friesen, war 1648 den 6. October zu Sulzbach geboren. Sie erhielt von ihrem Vater, der früher geheimer Rath bei dem Pfalzgrafen und später Oberconsistorialpräsident und Oberhofrichter zu Leipzig war, eine ausgezeichnete Erziehung. Sie brachte es in den Sprachen und Wissenschaften dahin, daß sie die Bibel in der Grundsprache lesen konnte. Eine ihrer liebsten Beschäftigungen war die Dichtkunst; es sind von [35] ihr zwei lateinische Gedichte, wie auch eine Sammlung geistlicher Lieder im Druck erschienen. Auch um die Wenden machte sie sich verdient, indem sie auf ihre Kosten das neue Testament und die Psalmen in wendischer Sprache drucken und an die Armen vertheilen ließ. Sie starb den 6. März 1726. Ihr ältester Enkel, der Graf Zinzendorf, hielt ihr die Standrede und verfertigte auch die Trauermusik nebst einem Leichengedichte.

Oberberthelsdorf

S. 25

Heinrich Anshelm von Ziegler und Klipphausen, der Anfang Mai 1672 das Hauptgut kaufte, wird zugleich auch [26] als Besitzer von Oberberthelsdorf genannt. Obgleich er jenes schon Michaelis 1673 wieder an Bernhard von der Planitz verkaufte, so muß er doch dieses länger besessen haben; denn Bernhard von der Planitz wird erst 1676 als Herr von Oberberthelsdorf aufgeführt. Belehnt wurde er damit 1677; er ließ zugleich auch Peter Rudolph von Gersdorf, der seine Tochter Anna Sophie zur Gemahlin hatte, mitbelehnen.

Anfang Mai 1682 kaufte Peter Rudolph von Gersdorf Oberberthelsdorf von seinem Schwiegervater. 1685 waren bei der Taufe seines Sohnes vierundzwanzig Taufzeugen zugegen und fast der sämmtliche benachbarte Adel vertreten. Nach dem 1695 erfolgten Tode seines Vaters, Joachim Bernhard von Gersdorf, erbte er auch Oberrennersdorf. Er selbst starb den 15. März 1698 und hinterließ drei Söhne: Bernhard, Johann Rudolph und Karl Gottlob. Ihre Vormünder waren: Heinrich Eberhard von Oberländer, Oberstwachtmeister auf Leutersdorf, und Ernst Leopold von Kyaw auf Friedersdorf.

1710 wurde Bernhard von Gersdorf mit Oberberthelsdorf belehnt, verkaufte es aber noch in demselben Jahre an Henriette Catharina verw. Freifrau von Gersdorf geb. von Friesen, welche die Oeconomie des Gutes 1719 an Andreas Paul um 220 Thaler und 1723 an Otto Gerhard von Dyhrn verpachtete. Nach ihrem 1726 erfolgten Tode kam es an ihren Sohn, Gottlob Friedrich Freiherrn von Gersdorf auf Baruth, Kemnitz, Buchwalde und Rackel, königlich polnischen und churfürstlich sächsischen geheimen Rath, als Lehnsfolger des Mannlehngutes Oberberthelsdorf. Er verkaufte es aber schon den 10. April 1727 für 6000 Thaler an seinen Neffen, den Grafen Nicol Ludwig von Zinzendorf und Pottendorf, der seit 1722 schon Mittel- und Niederberthelsdorf besaß. Seit dieser Zeit ist Berthelsdorf immer unter einer Herrschaft geblieben.

Niederberthelsdorf

[38] Den 30. September 1693 verkaufte Karl Magnus von Klix sein Gut an den Besitzer von Berthelsdorf, den Freiherrn Nicolaus von Gersdorf, um 2925 Thaler. (500 Thaler hatte er nur allein Kirchenschuld). Außerdem hatte er noch freie Wohnung auf Lebenszeit und bekam einige Deputate; auch wurde ihm ein Pferd gehalten. Zum Gute gehörten damals drei Erb- und drei Pachtgärtner und ein Häusler.

Karl Magnus von Klix starb den 28. Februar 1700, siebzig Jahre alt. Seine Gemahlin, Hedwig Catharina geb. von Kyaw, war schon 1691 den 18. August gestorben.

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Hermsdorf

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Rudolph Pronsek, Chronik von Hermsdorf, und Dr. Martin Lange, Was uns die Heimat erzählt - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?guid=c897f3ce-5b81-4505-875a-d86ef6a14e3f

1756 aus dem Nachlaß des 1744 auf Hermsdorf verstorbenen Adam Friedrich von Flemming an Gräfin Charlotte Sophie von Hoym versteigert - geb. Charlotte Sophie von Beichlingen, geb. Freitag, den 22. März 1720, gest. Sonntag, den 24. Januar 1808, Witwe von Karl Gotthelf von Hoym, geb. Dienstag, den 19. Februar 1715, verh. Dienstag, den 11. August 1739, gest. Dienstag, den 26. März 1748 auf Schloss Guteborn

  • Flemming ließ nach einem Brand 1729 das Schloss Hermsdorf im Barockstil wiederherstellen


1739 Glasewald, Jonathan, *1707 in Hermsdorf Pfarrer in Wilschdorf http://christophorus-dresden.de/?page_id=123 - Nachfolger: 1762 Karg, Christian Friedrich, *1718 in Schneeberg

  • Glasewald, Jonathan * 1707 † 1768 Pfarrstellen 1739 Pfarrer in Wilschdorf zu Dresden seit 1950 1762 Pfarrer in Lausa = 1938 Weixdorf (PLZ alt 8104) Bildungsweg 1723 St. Afra in Meißen Lit.: Dietmann 1, 86: Wilschdorf -Kreyßig, 672 -Grünberg 2, 241 https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/1432526186

1740 bis 1755: Korrespondenz der Gräfin Charlotte Sophie von Hoym, geb. v. Beichling - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235599

1741 bis 1774 - 1741 bis 1774: Fruchtfolge, Aussaat- und Ernteerträge des Rittergutes Hermsdorf und des Beigutes Guteborn: Sächsisches Staatsarchiv, Archivale im Bestand 10279: Grundherrschaft Hermsdorf bei Radeberg, Archivalnummer 007.

1741 bis 1747 - Das der Herrschaft zustehende Fischereirecht in der Röder in Cunnersdorf bis an das Medinger Wehr - und: Fischen in der Röder bei Hermsdorf (1733) - und: Instandhaltung und Säuberung der Lausaer Teiche (1656 bis 1659) - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235588

Inventar des Rittergutes Hermsdorf, gefertigt am 25. September 1755 von Karl Gottfried Schilling - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235584

1756 - Belehnung des minderjährigen Adolf Magnus Gotthelf von Hoym mit dem Rittergut Hermsdorf - 1756: Belehnung des minderjährigen Adolf Magnus Gotthelf von Hoym mit dem Rittergut Hermsdorf: Sächsisches Staatsarchiv, Archivale im Bestand 10279: Grundherrschaft Hermsdorf bei Radeberg, Archivalnummer 057.

1756 - Abgrenzung des Gerichtsbezirkes - und: Aufstellung der zum Gerichtsbezirk gehörenden Untertanen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235608

1756 bis 1757 - Kauf der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg durch die Gräfin Charlotte Sophia von Hoym - und: Nachrichten über die Ökonomie der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg nach der Versteigerung, gesammelt von Carl Friedrich Sandig http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235602

1756 bis 1768 - Quittungen über die von Charlotte Sophie von Hoym entrichteten Kaufgelder für das von ihr ersteigerte Rittergut Hermsdorf aus dem Konkurs des Kammerherrn Adam Friedrich Graf von Flemming - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235602

1756 bis 1793 - Von den Untertanen der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg bei der Gräfin Charlotte Sophie von Hoym eingereichte Bittschriften und deren Resolutionen

1757 bis 1759: Bezahlung der preußischen Kontribution von den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg - und: 1743 bis 1759: Korrespondenz des Kammerherrn Graf von Flemming über Kavallerieverpflegungsgelder und Landmilizangelegenheiten - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1757 bis 1761: Kriegsschäden, Spannfuhren und Fouragelieferungen im Bezirk der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1757/1762 - Bau- und Reparaturmaßnahmen bei den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg http://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235589

1757 bis 1767 - Verpachtung der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1758 - Übernahme der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg vom Verwalter Gottfried Schubert und Übergabe an den Pächter Johann Gottfried Mittag - und: Inventar des Pächters Mittag in Hermsdorf - und: Inventarverzeichnis bei der Übergabe des Rittergüter Hermsdorf und Grünberg an den Pächter Johann Gottfried Mittag - http://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1758 bis 1759: Untersuchung über das Feuer in Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235570

1758 bis 1765 - Monatsrechnungen über Bau- und Brennholz der Rittergüter Grünberg und Hermsdorf - und: Haupttabelle über die Hermsdorfer Baumaterialien- und Holzrechnung - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235585

1759 - Aufstellung der Kriegsschäden im Bezirk der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1759 - Von Anna Marie Herrmann in Hermsdorf beanspruchtes alleiniges Schankrecht - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235576

1760 - Berichte des Jägers Kirch und des Pächters Mittag und die darauf ergangenen herrschaftlichen Resolutionen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235584

1762 - Zusatzabkommen über die Pachtbedingungen beim Rittergut Hermsdorf zwischen Charlotte Sophie von Hoym und Johann Gottfried Mittag - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1762 Karg, Christian Friedrich, *1718 in Schneeberg Pfarrer in Wilschdorf http://christophorus-dresden.de/?page_id=123 - Nachfolger von: 1739 Glasewald, Jonathan, *1707 in Hermsdorf Pfarrer in Wilschdorf http://christophorus-dresden.de/?page_id=123 - Nachfolger: 1762 Karg, Christian Friedrich, *1718 in Schneeberg

  • Glasewald, Jonathan * 1707 † 1768 Pfarrstellen 1739 Pfarrer in Wilschdorf zu Dresden seit 1950 1762 Pfarrer in Lausa = 1938 Weixdorf (PLZ alt 8104) Bildungsweg 1723 St. Afra in Meißen Lit.: Dietmann 1, 86: Wilschdorf -Kreyßig, 672 -Grünberg 2, 241 https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/1432526186


am 19. August 1764 heiratete deren Tochter Charlotte Dorothae Gräfin von Hoym - geb. Samstag, den 5. Januar 1743 in Guteborn - in Guteborn den am 7. November 1732 in Weicha geborenen Peter August von Schönberg und errichtet ihren Hausstand in Dresden in der Nähe ihrer verwitweten Mutter

1764 bis 1765 - Monatliche Wirtschaftsrapporte der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg vom 18. Juni 1764 bis 27.4.1765 - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235592

1764 bis 1765 - Monatliche Naturalien- und Geldberechnungen der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235585

1765 - Belehnung des minderjährigen Adolf Magnus von Hoym mit dem Rittergut Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235602

1765 - Forstangelegenheiten der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

am 10. Mai 1765, am 16. August 1766 und am 19. April 1769 werden der Tochter Charlotte Dorothea drei Knaben geboren, welche ganz klein versterben April 1765 bis April 1766 - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235592

April 1765 bis April 1766 - Wöchentlicher Wirtschaftsvortrag von den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235592

1. Mai 1765 bis Ende April 1766 - Monatliche Natural- und Geldrechnungen des Rittergutes Hermsdorf vom 1. Mai 1765 bis Ende April 1766 - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235585

1765 bis 1767 - Handhabung des dem Rittergut Hermsdorf erteilte Privileg vom 18. August 1607 für die Papiermühle unter dem Amt Hain (schon einmal: 1738 bis 1741) - http://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235584

April 1766 bis April 1767 - Wöchentlicher Wirtschaftsvortrag von den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235592

Mai 1766 bis April 1767 - Wirtschaftsrechnungen der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235585

1766 bis 1772 - Monatsrechnungen über Bau- und Brennholz der Rittergüter Grünberg und Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235585

1767 - Verlängerung des Pachtvertrags über die Rittergüter Hermsdorf und Grünberg zwischen Charlotte Sophie von Hoym und Johann Gottfried Mittag - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1767 bis 1769 - Ernte- und Aussaatregister des Rittergutes Hermsdorf mit Teich- und Viehberechnungen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235592

1768 - Aufstellung der zum Rittergut gehörenden Untertanen (unvollständig) - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235572

1768 bis 1774 - Besetzung der Pfarrerstelle in Lausa sowie die Neubesetzung der Lehrerstelle in Wilschdorf, Klotzsche und Lausa - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1769 - Grenz- und Eigentumsangelegenheiten eines zum Rittergut Hermsdorf gehörigen Gehölzes, genannt Birkigt - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

1769 - Berechnungen zu Hermsdorf mit Belegen zum Termin Weihnachten - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235585

1770 - Berichtigung der Lehn für Adolph Magnus von Hoym auf Hermsdorf an dem beim Amt Moritzburg zu Lehn gehenden sogenannten Buschhölzern - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235602

1770 - Berechnung der Pacht und die dazugehörigen Belege seit Ostern 1770 - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1770/1771 Verpachtung der herrschaftlichen Mühle in Grünberg und deren Verkauf an Johann Gottfried Kuttler - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1770/1771 Verpachtung der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1770/1795 Pachterlass auf den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1770 bis 1808 - Bestallungen und Verdingungsverträge von Bediensteten des Rittergutes Helfenberg

am 22. Mai 1771 stirbt in Hermsdorf der am 25. Oktober 1770 in Dresden geborene August von Schönberg

1771 - Erblegitimationszeugnis für Anna Elisabeth, Marie Flora und Alma Elisabeth Auguste Beck über das Rittergut Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235602

1772, 1775 bis 1796 - Verpachtung des zum Rittergut Grünberg gehörigen Vorwerks Cunnersdorf durch Charlotte Sophie von Hoym an Christian Liebezeit aus Grünberg inklusive Verlängerung - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1773 - Taufurkunde der Hofkirche in Dresden der Kinder von Wilhelm von Nitzschwitz auf Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235596

1773 bis 1778 - Monatsrechnungen über Bau- und Brennholz der Rittergüter Grünberg und Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235585

1775 bis 1822 - Besetzung der Pfarrer- und Lehrerstelle in Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1776 - Verpachtung der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg durch Charlotte Sophia von Hoym an Johann Georg Ranisch - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

am 18. Mai 1777 wird in Hermsdorf Charlotte Dorotheas erste Tochter Auguste Charlotte von Schönberg geboren, welche ein hohes Alter erreichen wird

9. November 1777 - Concession (Erlaubnis), im rechten Eckturm eine evangelische Kapelle einzurichten - Stuckaturen: in dem umlaufenden Gesims musizieren 8 Engel, die die Decke tragen und die 7 Engel mit Gott-Vater an der Decke; über dem Eingang befinden sich zwei Putten (Engel), mit dem Totenkopf spielend (Schlosskapellen in Sachsen: Rothschönberg, Schloss Weesenstein, Schloss Lichtenwalde, Dresdner Schloss - Heynitz: In diesem Schlosse befindet sich ein Saal mit einer kleinen Kapelle. Darinnen befindet sich ein kleiner Altar mit Crucifix und gefüllten Blumenvasen und über der Thüre ist ein Brustbild des Bischofs Benno, in pontificalibus halb erhaben gearbeitet und stark vergoldet; fleischfarben sind Gesicht und Hände, welche das Wappen derer von Heynitz halten, ein Zeichen, dass Benno der Ortsherrschaft Schutzpatron gewesen ist. Poenitz, Supplement der II. Section)

1779 - Pachtanschlag über die Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

am 10. August 1779 Geburt ihrer zweiten Tochter Mariana Amalia von Schönberg in Hermsdorf

Mandat, wie bei sich hervortuenden Seuchen unter dem Hornvieh zu verfahren, Dresden, 13. Mai 1780 - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235608

(1712 bis) 1781 - Reparatur der Röderbrücke in Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235577

Verteilung der für die am 18. Aug. 1782 abgebrannten acht Einwohner in Hermsdorf eingegangenen Almosen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235569

1782 - Pachtangelegenheiten der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1782 - Verpachtung der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg durch Charlotte Sophie von Hoym, geb. von Beichlingen, an Gottlob Bär - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1782 - Inventar der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg bei Übergabe an den Pächter Gottlob Bär - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235603

1784 bis 1810 - Wildbretdeputat des Rittergutes Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

1785 bis 1802 - Bauangelegenheiten des Rittergutes Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235589

1786 - Kurfürstliches Mandat wegen der neuen Einrichtung in Ansehung der erlittenen Brandschäden und Nachträge zum Brandversicherungskataster des Rittergutes Hermsdorf (und 1799 bis 1809) - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235570

1787 bis 1791 - Wiederbesetzung der Pfarrerstelle in Lausa nach dem Tod von Christian Friedrich Karg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

am 6. November 1789 stirbt Charlotte Dorothea von Schönberg in Hermsdorf fast zwanzig Jahre vor ihrer Mutter - Doppelgrabmal mit ihrer Mutter Gräfin Charlotte Sophie von Hoym, gest. 24. Januar 1808 in Hermsdorf

am 24. September 1791 stirbt deren Ehemann Peter August von Schönberg in Schmochtitz

1791 bis 1804 - Instandsetzung und Bebauung des zum Rittergut Hermsdorf gehörigen Weinberges bei Wahnsdorf sowie Abgaben und Rechnungen - http://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235592

1792 - Vergleich zwischen der Gerichtsherrschaft Hermsdorf und Grünberg und den Anspännern in Cunnersdorf, Gottlob Kästner und andere, über die von ihnen 1790 angebrachten Beschwerden

1793 - Verpachtung der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg an Christian Gotthelf Wobst - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1793 - Quittungen über das Wildbretdeputat des Rittergutes Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

1793 bis 1803 - Wiederbesetzung der Pfarrer- und Lehrerstelle in Lausa - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

am 13. Mai 1796 verheiratet sich in Hermsdorf die ältere Tochter Auguste Charlotte von Schönberg mit Rochus August Graf zu Lynar, geb 17. April 1773, gest. 1. Aug. 1800 in Lübbenau (2. Ehe von Auguste Charlotte 1802 in Leipzig, Kinder in Hannover)

um diese Zeit verehelicht sich die jüngere Tochter Mariana Amalia von Schönberg mit Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna (geb. Oktober 1772)

1796 - Abnahme der Kirchenrechnungen von Lausa und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1799 - Verpachtung der Rittergüter Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1800 - Pachtanschlag über das Rittergut Hermsdorf und seine Nutzungen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1801 - Röhrwasserlauf in Hermsdorf und Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235592

1801 - Feuerordnung - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235570

1802 - Polizeiliche Anordnungen der Gerichtsherrschaft Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235572

1803 - Festlegung des Gerichtsbezirks des Rittergutes Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235608

1803 - Nachrichten von der kleinen Brücke über die Röder in Grünberg - und: Reparatur der Röderbrücke in Hermsdorf (auch 1830) http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235577

1804 bis 1807 - Blatternimpfungen im Gerichtsbezirk Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235572

1805 - Verzeichnis der Kriegslieferungen und Einquartierungen des Gastwirts Christian Friedrich Pfützner in Lausa für das Jahr 1805 - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1805 - Abgrenzung des Gerichtsbezirkes Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235608

am 10. September 1805 stirbt Mariana Amalia von Schönberg in Lausa noch vor ihrer Großmutter

am 2. Oktober 1806 verlobt sich Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna auf Schloß Wernigerode mit Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode, kurze Zeit darauf findet die Hochzeit statt, drei Tage später zieht das Paar nach Dresden

1806 bis 1813 - Anmeldung des Aufwandes für die französischen und mit ihnen verbündeten Truppen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

Gräfin Charlotte Sophie von Hoym stirbt am 24. Januar 1808 in Hermsdorf - das Schloss geht an ihren ehemaligen Schwiegerenkel Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna (ihre Enkeltochter Auguste Charlotte läßt sich 1817 scheiden und stirbt am 26. April 1863 in Dresden-Plauen auf dem Wasserpalais) - Doppelgrab mit ihrer Tochter Charlotte Dorothea von Schönberg, gest. Freitag, den 6. November 1789 in Hermsdorf

1808 - Rechnungen der Richter Johann Gottfried Eger in Friedersdorf und Johann Georg Wagner in Lausa über die Verpflegung der königlich-bayerischen und württembergischen Truppen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1808 - Rückzahlung eines auf dem Rittergut Hermsdorf liegenden, dem Religionsamt Dresden zustehenden Kapitals in Höhe von 1000 Talern (und 1826, 1829) - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235597

1808 bis 1809 - Abtretung einer Forderung wegen unbezahlten Kaufgeldern auf den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg der Gräfin von Kielmannsegg an den Stadtrat von Dresden - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235603

1809 - Rechnungen der Richter Johann Gottfried Eger in Friedersdorf und Johann Georg Wagner in Lausa über die Verpflegung der königlich-bayerischen und württembergischen Truppen ?

1809 bis 1810: Dienstvertrag zwischen Heinrich Ludwig Burggraf und Graf zu Dohna auf Grünberg und den Anspännern in Cunnersdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235580

1809 bis 1823 - Allgemeine Landrekrutierung - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1810 - Generale über die Abnahme und Einrichtung der Kirchenrechnungen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582 1812 - Mandat, die Einführung eines neuen Abgabensystems überhaupt, und einer neuen Grundbuchabgabe insbes. zum Behufe der Aufbringung der erhöheten, neuen und außerordentlichen Staatsbedürfnisse betr., Dresden den 9. Juli 1812 - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235608

1812 - Rechnungen der Kirche Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1812 und 1813: Mietvertrag zwischen dem Staat und dem Burggrafen von Dohna auf Hermsdorf wegen Unterbringung der zweiten Chausseegeldeinnahme auf der Königsbrücker Straße in Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235577

1813 - Chausseegeldereinnahme in Hermsdorf und die berichtigten 20 Taler jährlich - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235579

1813 bis 1814 - Belehnung der Erben von Anna Rosine Klengel mit dem Schankgut in Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235576

1813 bis 1816 - Vergleich der Hüfner in Wahnsdorf über die Milizspannungen, den Beitrag der freien Gärtner dazu, die Ausgleichung der Spannungen und die Einquartierung - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1813 bis 1827 - Festlegung des Chausseegeldes und Geleits des Rittergutes Hermsdorf auf der Königsbrücker Straße - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235579

1814 - Schule in Klotzsche - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1815 - Neubesetzung der Pfarrerstelle in Wilschdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1815 - Übergabe des Pastorats in Wilschdorf und Klotzsche an Christoph Heinrich Jähnich (Jähnisch) aus Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1815 bis 1816 - Neubesetzung der Stelle eines Landakziseeinnehmers beim Gericht Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235579

1816 - Geplanter Bau eines Wirtschaftsgebäudes - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235589

1816/1817 - Belege zur Kostenrechnung über den Bau der dem Schloss in Hermsdorf nördlich angefügten Nebengebäude - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235589

1816/1817 - Verpachtung der Brauerei des Rittergutes Hermsdorf an die Dresdner Braumeister Christian Daniel Knothe bzw. Johann Carl Traugott Hühle bzw. Johann Gottlieb Huhle - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1817 - Auf den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg haftendes, vom Dresdner Hospitalamt aufgekündigtes, an Michaels 1817 zu zahlendes und Johann Georg Franz, Johann Carl Gottfried Franz und Johann Gottlieb Franz aus Gohlis zustehendes Kapital in Höhe von 3000 Talern und dessen erneute Verleihung (Faszikel) - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235597

(1672 bis 1819 - Brauerei in Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235576 )

1817 bis 1819: Vergleich und Vertrag zwischen Heinrich Ludwig Burggraf und Graf von Dohna auf Hermsdorf und den Anspännern in Hermsdorf über Leistung von Frondiensten

1818 bis 1826: Schule in Wilschdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1821 - Auf den Rittergütern Hermsdorf und Grünberg versichertes Kapital von Wilhelm, Gerhard und Adelheid von Kügelgen sowie Herabsetzung der Zinsen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235603

1821 - Verzeichnis der für die Anschaffung für die Pfarrbibliothek [in Hermsdorf?] vorgeschlagenen Schriften - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1822 - Vermisste sächsische Soldaten seit den letzten Feldzügen - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235581

1822 bis 1824 - Schulangelegenheiten in Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1824 - Schule in Lausa - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1824 - Wilddeputat des Ritterguts Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

1824 bis 1825 - Zahlung des Schulgeldes für bedürftige Kinder durch die Gerichtsherrschaft Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1825 - Einnahme der Chausseegelder in Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235579

1830 bis 1833 - Ausübung des dem Rittergut Hermsdorf zustehenden Bierzwanges - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235584

1832 - Emeritierung des Kantors und Schulmeisters Johann Georg Eckhardt in Lausa - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1832 bis 1833 - Rückgabe der an den Landesherrn gegen Wilddeputat abgetretenen Mitteljagd des Rittergutes Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

Juni 1833 - Taufzeugnis für Johann Wilhelm Göthel, ausgestellt durch Pastor Samuel David Roller in Lausa - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1834 - Rückzahlung eines Darlehns durch Ernst Gotthelf von Heynitz auf Helfenberg an Johann Friedrich Anhalt in Seelitz - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235597

1835 - Berainung der zum Pfarrgut in Lausa gehörigen Wiese in der Flur Hermsdorf an der Röder - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1835 - Pirschverzeichnisse - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

1835 - Berainung der Grenzen des Rittergutes Grünberg - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235603

1835 bis 1836 - Besetzung der Lehrerstelle in Wilschdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1835 bis 1859 - Festsetzung des Einkommens des Schullehrers in Lausa - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1838 - Abschrift einer Verordnung des Finanzministeriums wegen der Einnahmen bei landwirtschaftlichen Fuhren - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235608

1838 bis 1841 - Kirchen- und Pfarrerangelegenheiten von Wilschdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235582

1839 - Flächenverzeichnis des steuerfreien Rittergutes Hermsdorf - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235603

1844 - Verpachtung von Parzellen und der Brauerei des Rittergutes Hermsdorf (und 1856) - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235593

1849 - Jagd in den zum Rittergut Hermsdorf gehörigen Orten - http://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?oid=06.02&bestandid=10279&syg_id=235590

Hermsdorf (bei Lausa)

an der Röder, 4 Stunden nördlich von Dresden an der Camenzer Strasse gelegen, besitzt ein schönes Schloss mit Park, berühmte Schäferei und Brauerei und im Westen ein Vorwerk.

Das alte Schloss ist im Jahre 1748 abgebrannt und das jetzige, im erhabenen Style erbaute, datirt sich aus jener Zeit. Dasselbe ist mit drei Thürmen geschmückt, steht aber noch in der Tiefe. In demselben befindet sich eine geschmackvoll aufgestellte Bibliothek und eine seit dem 9. November 1777 concessionirte Hauscapelle.

Der reizende, mit Wasseranlagen reichlich versehene Garten wird von einem Arm der Röder durchflossen, welche auf die mannichfaltigste Art zu Teichen und Canälen benutzt worden ist. Unter den vielen interessanten, theils englischen, theils französischen Anlagen zeichnet sich ein schöner, von alten ehrwürdigen Teichen rings umgebener Teich vorzüglich aus. Der verstorbene Hausmarschall von Schönberg, welcher diesen Garten im Jahre 1764 anlegte, war oft in England; daher die Anlagen, besonders die Wasserparthien, im englischen Geschmack sind, der erst durch diesen Garten in Sachsen einheimisch geworden ist.

Unsere Nachrichten über die einzelnen Besitzer des Gutes gehen blos bis zum Jahre 1500 zurück. Damals verkauften es die Herren „Gevattern“ von Carlowitz an die von Zschieren, von welchen es im Jahre 1603 der Kurfürst Christian II. erkaufte. Derselbe behielt es nicht lange und überliess es dem Grafen von Bindlauf.

Dieser verstarb im Jahre 1616 und sein Epitaphium war in der protestantischen Hofkirche an einem der mittleren Pfeiler angebracht. Mit dieses Herrn Tode, der keine Erben hinterliess, fiel das Gut Hermsdorf oder Herrmannsdorf an den Kurfürsten Johann Georg I., welcher 1630 das Schloss erbaute. Von ihm kam es auf Johann Georg II. Dieser Kurfürst überlies es an einen Freiherrn von Rechenberg, nach welchem es zwei Grafen von Flemming (Vater und Sohn) bis zum 18. Jahrhundert besessen haben. Aus des Letztern Nachlass erstand es 1756 die verwittwete Gräfin von Hoym aus dem Hause Guteborn, geb. Gräfin von Beichling. Sie lebte hier 53 Jahre, wie ihr herrliches Grabmal an der Morgenseite der Kirche zu Lausa besagt, wo sie mit ihrer Tochter, der Frau Hofmarschallin von Schönberg, unter einer steinernen Grabhütte ruht. Ihr folgte Herr Heinrich Ludwig Burggraf und Graf zu Dohna, ein sehr verdienter Mann um dasigen Ort und alle seine Unterthanen.

Dessen erste Gemahlin, eine geb. von Schönberg, liegt ebenfalls in Lausa begraben. Ihr kostbares Denkmal steht in Gestalt eines hohen steinernen Kreuzes auf einem Granitwürfel neben dem der Gräfin von Hoym. Der Burggraf und Graf zu Dohna verkaufte das Rittergut Hermsdorf an Ernst Gottlob von Heynitz, der hier das Unglück hatte, zwei junge Gemahlinnen in kurzer Zeit nach einander begraben lassen zu müssen. Die erste, eine geborne Freiin von Rechenberg, liegt in Lausa begraben neben den Gräbern eines Grafen Constantin zu Stollberg-Wernigerode und dessen Schwester Maria Fürstin Reuss-Lobenstein. Dieser Herr von Heynitz überlies endlich Hermsdorf im Jahre 1835 dem Herrn Kaufmann Jäger aus Leipzig kaufsweise, von welchem es Herr D. Schmiedel auf Zehmen bei Leipzig acquirirte. Von Letzterem hat es in neuerer Zeit der dermalige Besitzer, Herr Kammerherr Graf von Wallwitz erkauft.

Schriftsässig gehörten früher zu dem Gute Hermsdorf Wahnisdorf, auch Weinsdorf oder Wahnsdorf genannt, in einer angenehmen Gegend, welche herrliche Aussichten gewährt. In den Urkunden heisst es auch Woyansdorff und es gehörte als ein bischöfliches Lehen den Meissnischen Burggrafen. Bis zu diesem Orte reichte im Juni 1760 das verschanzte Lager des Feld-Marschall Daun.

Ferner gehörten unter die Gerichtsbarkeit von Hermsdorf die Lause, mit welcher eng zusammenhingen die Dörfer Friedersdorf, Weixdorf und Gomlitz, fast in Gestalt eines Winkelmasses, nach der Mittagsgegend aufgethan, wovon es selbst mit der Kirche den Winkel und [138] einen Theil des langen Schenkels ausmacht, an welchem weiter oben Weixdorf und Gomlitz anstösst. Den kurzen Schenkel bildet Friedersdorf; doch liegen auch nicht wenig Häuser und Güter dieser vier Dörfer unter einander vermengt. Am Ende von Friedersdorf nach der Dresdner Haide hin, sieht man den prächtigen Grossteich mit seinem Wasserspiegel bis an den Wald. Er ist kaum in ½ Stunde zu umgehen und gehört zum Rittergute Hermsdorf. Aus ihm rinnt die Lausebach hervor und durch einige Teiche an der Friedersdorfer Seite herab, mit welcher sich am Ende von Lausa ein anderes Gewässer, die Schelzbach, vereinigt, die von Weixdorf und Gomlitz kommt und durch diese Dörfer und die Lausaer Dorfteiche herunterfliesst. Beide Bäche, die bei Gewitterregen stark anlaufen, gehen dann zusammen durch ein nicht breites, aber offenes und gebogenes Wiesenthal nach Hermsdorf, welches eine kleine halbe Stunde nördlich, hinter der Feldhöhe nach Königsbrück zu, an beiden Ufern der Röder, die hier ziemlich breit und flach dahinströmt und mit einer ansehnlichen Brücke versehen ist, liegt.

Auf der Feldhöhe nach der Dresdner Haide hin befindet sich ein kleiner buschiger Hügel, der Hochberg genannt, und der oberste Theil der Feldhöhe nach Hermsdorf zu, welcher sonst der Galgenberg hiess, führt den Namen Russenberg. Auf diesem Berge huldigten im Sommer 1801 die aus der französischen Gefangenschaft zurückkehrenden Russen Colonnenweise ihrem Kaiser Alexander. In einer dazu errichteten Gitterlaube betete erst der Dresdner Gesandtschafspope und las dann den Huldigungseid ab, welchen die Soldaten nachsprachen.

Viele tausend Menschen wohnten dieser feierlichen Handlung bei. Zum Andenken derselben liess der Burggraf und Graf zu Dohna eine Pyramide mit Basreliefs von Eisen in dem Lauchhammer bei Mückenberg giessen, die jedoch bei dem ersten Gusse verunglückte.

Hermsdorf ist mit Friedersdorf, Weixdorf und Gomlitz nach Lausa eingepfarrt.

Lausa, den Namen anlangend, so scheint derselbe von Löscha herzukommen, welches im Wendischen so viel als eine Lache, Sumpf oder nasse Niederung bedeutet. Doch kann unter der Luscha ebenfalls der oben erwähnte Grossteich zu verstehen sein, aus welchem, wie schon gesagt, der Lausebach hervorrinnt. Der gemeine Mann sagt in der Lausa; auch findet sich hier der alte Familienname Leuschner, was ebenfalls darauf bezogen werden kann.

Die Kirche zu Lausa mit ihrem Kirchhofe, welche jetzt unter der Ephorie Radeberg steht, wogegen solche früher zur Ephorie Dresden gezählt ward, befindet sich am Ende des Dorfes, dicht am Wege, von dem sie durch eine hohe Kirchhofsmauer getrennt ist. Sie hat mehr ein neues Ansehen und einen an der Abendseite im Jahre 1626 erbauten massiven Thurm mit Schieferdach.

Zum Innern der Kirche führen drei Eingänge, zwei von der Mittagsseite und einer durch die Thurmhalle; letzerer dem Altar und der Kanzel gegenüber. Ueber dem Altar befindet sich ein Oelgemälde, das Abendmahl des Herrn vorstellend.

Die Kanzel steht über dem Altar in einem einfachen Aufsatze nach dorischer Bauart. Die Kanzel selbst, woran die vier heiligen Evangelisten vorgestellt sind, ist das Geschenk eines ehemaligen Gutsverwalters in Hermsdorf, Christian Knauth, zum Reformations-Jubiläum 1630. Um den obern Rand befinden sich einige Zeilen, welche den Wunsch enthalten, dass auf diesem Predigerstuhle das Wort Gottes immerdar lauter und rein möge verkündigt werden.

In der Kirche, von der Kanzel rechts, ist das herrschaftliche Betstübchen. Unter dem Fussboden, der gedielt und vor dem Altar getäfelt ist, mögen sich hier und im Gange hervor viele gewölbte Gräber befinden. So haben auch in der jetzigen Thurmhalle, vor ungefähr 40 Jahren, noch zwei steinerne Särge des Grafen von Flemming gestanden, welche damals mit Genehmigung der Nachkommen unter den steinernen Fussboden versenkt wurden. Ihre aus Stein gehauenen Wappen sind an der Mauer aufgestellt.

Zum Reformationsfest 1830 wurde der zweite Gottesacker, ausserhalb des Dorfes am Wege nach Hermsdorf, geweiht, nachdem er erweitert und mit Mauern und Thor versehen worden war, an dessen Pfeilern die Worte zu lesen sind: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Er ist mit einer Reihe Kastanienbäume überschattet und sollen hier die Todten nie wieder ausgegraben werden.

Der Pfarrhof stösst an die Morgenseite des hiesigen Kirchhofs an und besteht aus einem Wohnhause, kleinem Backhause, Stallgebäude und Scheunen, wovon die drei ersteren mit Ziegeln, die letzteren mit [139] Stroh gedeckt sind. Davor liegt der Gemüse- und Obstgarten und ausserhalb der Mauer ein Teich mit einer kleinen Insel, zu welcher ein Brückensteg führt.

Der erste bekannte Geistliche nach den Zeiten der Reformation war Theodor Schuhmann, welcher einen in der Mittagsseite der Kirche angebrachten, aufrecht stehenden Leichenstein hat, worauf er in Lebensgrösse und priesterlichem Ornate zu sehen ist.

Der achte Geistliche war ein gewisser M. Karg in den Jahren 1768–1787. In diese Zeit fällt die Begründung der Schloss-Capelle zu Hermsdorf durch die Gräfin von Hoym. Deren Bildniss befindet sich noch in einem Pavillon des Schlossgartens zu Hermsdorf. Und nach einer Uebereinkunft zwischen dem Herrn Burggrafen zu Dohna und den dermaligen Pastor wird seit dieser Zeit am letzten Abend des Jahres in derselben Gottesdienst und Predigt gehalten, welches selbst nach des Grafen Wegzuge und nach seinem Absterben so geblieben ist.

In der Kirchfahrt Lausa besteht nur eine Schule, die dermalen 230 Kinder zählt. Das Schulgeld des Schullehrers ist auf 360 Thlr. festgesetzt, ohne das Einkommen, was er als Küster, Kirchner und Organist hat.

In dem Kirchdorfe Lausa ist ein Brau- und Schenkgut, eine Mühle, eine Schmiedewerkstatt und ein Chausseehaus.

In Hermsdorf befindet sich ausser dem Schlosse noch eine Papierfabrik, eine ansehnliche Mühle, ein Gasthof, eine Schmiede und eine Weissbäckerei.

Hermsdorf ist auch der Sitz einer Zweigbibelgesellschaft.

Die Einwohner treiben ausser dem Ackerbau auch die Weberei.

Hermsdorf gehört jetzt mit seinen 52 bewohnten Gebäuden, 73 Familienhaushaltungen und 360 Einwohner zum Gerichtsamt Radeberg, zum Bezirksgericht- zur Amtshauptmannnschaft- zum Regierungsbezirke Dresden.

Zu dem oben erwähnten Wahnsdorf, welches früher unter die Gerichte zu Hermsdorf gehörte, dagegen aber nach Reichenberg eingepfarrt ist, gehören die Königl. Winzerhäuser bei dem selbst im Auslande berühmten Spitzhause und die beiden Weinbergsgrundstücke Graue Presse und Pfeife, welches letztere eine romantische Lage über einer ziemlich senkrechten Bergeswand des Lössnitzgrundes hat. Die von Wahnsdorf in den Lössnitzgrund führenden Wege bilden sehr angenehme Parthien, müssen jedoch mit Vorsicht befahren werden, da vor einigen Jahren erst ein Dresdener Lohnkutscher, der eine Herrschaft nach dem Spitzhause gefahren hatte, auf einem derselben mit dem leeren Wagen verunglückte.

Von dem sogenannten Spitzhaus, einem Königl. Berghaus auf der Höhe der Königl. Weinberge, erblickt man: im Mittelpunkte die Residenz in ihrer ganzen Ausdehnung – über dieselbe hinaus die Loschwitzer Weinberge, den Lilienstein und Königstein nebst einem grossen Theile der sächsischen Schweiz – den Elbstrom in einer Länge von mehreren Stunden – jenseits derselben eine reichangebaute, mit vielen Dörfern besäete Landschaft, die namentlich zur Zeit der Baumblüthe ein liebliches Bild gewährt – diesseits der Elbe das breite mit Dörfern geschmückte Thal, welches von der Chaussee nach Meissen und von der Eisenbahn durchschnitten wird und nahe unter und neben sich die Weinberge der Ober- und Nieder-Lössnitz sammt den Königl. Weinbergen, Hof-Lössnitz genannt.

Gustav Adolf Poenicke: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Band 2, Meissner Kreis, Hermsdorf, Expedition des Albums Sächsischer Rittergüter und Schlösser, Leipzig 1856, Seite 137–139


[30]

Die Vte Woche. 1765.

I.

Am 3tn Sonntage p. Epiph. d. 27tn Jan. wurde in der Litaney der neu getrauten Paare, Geschwister Knuzens, Lindemeyers u. Röslers namentlich gedacht.

Die Nachmittags-Predigt hielt unser Bruder Anders, bisheriger Pastor in Hermsdorf, seitdem er auf erhaltenen Ruf zu uns gekommen, zum erstenmal.

Gemein-Nachrichten 1765,1

--Methodios 11:16, 26. Aug. 2025 (CEST)Beantworten

Grünberg

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Grünberg, am linken Ufer der hier in grossen Bogen fliessenden Röder, 1½ Stunde von Radeberg in einem engen, schönen Thale, nahe unter den Seifersdorfer Parkanlagen und noch näher oberhalb des Hermsdorfer Gartens.

Das hiesige Rittergut war mit einem Ritterpferde belastet und besass noch im Anfange des 17ten Jahrhunderts Johann von Schönberg, 1741 Graf Adam Friedrich von Flemming, 1819 der Amtshauptmann Burggraf und Graf zu Dohna, 1827 ein Herr von Heinitz.

Burggraf und Graf zu Dohna lies im Jahre 1804 auf dem dasigen Schlosse eine Industrie-Schule errichten, worinnen gegen 40 Bauerkinder des Dorfes und auch zum Theil der Dörfer Hermsdorf und Lausa in nützlichen Handarbeiten unterwiesen werden.

Den Mädchen lehrt man Stricken und Spinnen, den Knaben Korbflechten. Sie werden dabei vom Pfarrer des Orts, der die ganze Anstalt leitet, unterrichtet in der Naturgeschichte und der Religion.

Die Schäferei des Gutes kommt der Hermsdorfer gleich. Der Ort selbst hat 2 Mühlen und ein Wirthshaus.

Ueber die dasige Kirche und Schule übt der dasige Rittergutsbesitzer die Collatur; eingepfarrt sind die Dörfer Diensdorf und Cunnersdorf, welche auch schriftsässig zu dem Rittergute Grünberg gehörten.

Die 150 Einwohner sind dem Gerichtsamte Radeberg unterworfen.

Gustav Adolf Poenicke: Album der Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen. Supplement der II. Section, Meissner Kreis, Grünberg, Expedition des Albums Sächsischer Rittergüter und Schlösser, Leipzig 1856


Fleischer, Gottfried Sigismund * 1717 in Zschopau † 1775 https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/79867239

Pfarrstellen

  • Ordination: 21. November 1747
  • 1747 Pfarrer in Grünberg b. Radeberg

Literatur: 1. Dietmann I, 92 2. Kreyßig, Album, 237 3. Grünberg II, 183


1775-1790 ?


Petzold, Gottfried Traugott * 15. Juni 1756 in Bautzen † 11. November 1810 1776 Alma Mater Lipsiensis in Leipzig https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-248754049

Pfarrstellen

  • 1790 Pfarrer in Grünberg b. Radeberg
  • 1793 Pfarrer in Lausa - Vorgänger: Karg, Christian Friedrich Namensvariante: Karch * 11. Mai 1718 in Schneeberg † 15. Oktober 1787 1737 Alma Mater Lipsiensis in Leipzig Pfarrstellen 1762 Pfarrer in Wilschdorf[4] 1768 Pfarrer in Lausa https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-17360626 - Nachfolger: Roller, David Samuel * 25. Dezember 1779 in Heynitz † 26. August 1850 in Lausa 1795 Alma Mater Lipsiensis in Leipzig Pfarrstellen Ordination: 28. Juli 1807 1811 Pfarrer in Lausa Beginn Ende Juli- 1938 Weixdorf genannt Vater: Roller, Samuel Andreas https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/1373623537

Quellen und Literatur Lit.: Kr. 236 Gr.2, 680


Jänichen, Christian Wilhelm * 02. November 1768 in Bischofswerda † 19. Juni 1843 https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-2144195259

Pfarrstellen

  • 1793 Pfarrer in Grünberg b. Radeberg
  • 1797 Pfarrer in Dürrhennersdorf
  • 1809 Pfarrer (Spremberg) in Neusalza-Spremberg

Vater: Jänichen, Johann Christian * 1729 in Haynau/Schles. † 12. Mai 1803 1749 Gymnasium Zittau in Zittau 1762 3. Stelle (Diakon) in Bischofswerda 1769 1. Stelle (Pfarrer) in Pulsnitz 26.09.1769 https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/1550964905


Jehring, Christian Johann Friedrich * 1768 in Süßebach † 1811 1792 Alma Mater Lipsiensis in Leipzig https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-1543787844

Pfarrstellen

  • 1797 Pfarrer in Grünberg b. Radeberg
  • 1804 Pfarrer in Leukersdorf/Erzg
  • 1806 Pfarrer in Weigsdorf


Jenichen, Christoph Heinrich (Namensvariante: Jehnigen) * 06. November 1773 in Oberlichtenau † 11. Juni 1838 https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-331918494

Pfarrstellen

Kinder


1815-1830 ?


Blüher, Magnus Adolf * 30. Mai 1802 in Boritz † 11. Dezember 1884 in Dorfhain https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/88258832

Pfarrstellen

  • 1830 - 1840 Pfarrer in Grünberg b. Radeberg
  • 1840 Pfarrer in Dürrweitzschen b. Döbeln
  • 1851 Pfarrer in Zschirla

Emeritierung: 1876

Eltern Vater: Blüher, Johann August * 1755 in Ehrenfriedersdorf † 07. Dezember 1830 1768 Fürstenschule Schulpforta 1775 Universität Leipzig 1786 Domvikar in Meißen 1796 Pfarrer in Boritz Literatur: NSKG Meißen, Sp. 36 [?]. 468. 1256. Kreyßig, Album, 405. https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-504751982

Kinder

  • Blüher, Lukas Nathanael * 1829 in Grünberg b. Radeberg † 28. Juni 1893 1874 Pfarrer in Hammerunterwiesenthal Trat zurück Literatur: AkSa, 24 (1874), 171. Kreyßig, Album, 245: aus Zschirla; trat alsbald von seinem Amte zurück und ward Prediger bei den ev. Diasporagemeinden in ? Österreich, erst in Kärnten, dann in Banderow in Galizien. https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-360434073
  • Blüher, Johannes Immanuel * 13. Juli 1837 in Grünberg b. Radeberg † 09. Januar 1898 in Dorfhain 1850 Thomasschule Leipzig 1855 Nikolaischule Leipzig 1862 St. Trinitatis Hospitalprediger in Annaberg 1872 Pfarrer in Dorfhain Quellen: LKA DD, Best. 18, Nr. 432, Bl. 60. Literatur: AkSa, (1899), 92 (Bild). 212 (Rektor Lengefeld i.V.); 49 (1919), 127; 50 (1920), 189. Verein für Geschichte von Annaberg, Nr. 11. Kreyßig, Album, 17. CvJ III/2, 24 (126) (Charakteristik) NSKBL, Hist Sax 142m, 1898, S. 63. https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-1168865858

Literatur: Afraner Album, 432; Nachtrag I, 14; Nachtrag II, 48. Kreyßig, Album, 237. Willkommen, (1842), 7 (Biograph von Samuel Roller).


Kunze, Friedrich Alexander-Maximilian * 1810 in Leipzig 1839 Predigercolleg Leipzig https://pfarrerbuch.de/sachsen/person/-1974659329

Pfarrstellen

  • 1840 - 1850 Pfarrer in Grünberg b. Radeberg

Dohna (Adelsgeschlecht)

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Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna (1772 bis 1833)

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Familie von Schönberg: zu Dohna Heinrich Ludwig, Burggraf

Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna: geboren Oktober 1772

Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna: Ehe mit Mariana Amalia von Schönberg

  • geb. 10. August 1779, Hermsdorf
  • gest. 10. September 1805, Lausa bei Dresden

Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna: Ehe mit Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode am 11. November 1806 (Verlobung 2. Oktober 1806) - geht drei Tage nach der Hochzeit nach Dresden

Heinrich Ludwig Burggraf zu Dohna: gestorben 15. Dezember 1833 in Herrnhut

Mariana Amalia Gräfin Dohna (1779 bis 1805)

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Dohna-Eiche 1815
  • geb. 10. August 1779, Hermsdorf
  • gest. 10. September 1805, Lausa bei Dresden
  • Familie von Schönberg: von Schönberg Mariana Amalia
  • Vater von Mariana Amalia von Schönberg: Familie von Schönberg: von Schönberg (476) Peter August - geb. 7. November 1732 in Weicha, gest. 24. September 1791 in Schmochtitz, sächsischer Hausmarschall
  • Mutter von Mariana Amalia von Schönberg: von Hoym Charlotte Dorothae, Gräfin - geb. Samstag, den 5. Januar 1743 in Guteborn - verh. Sonntag, den 19. August 1764 in Guteborn, gest. Freitag, den 6. November 1789 in Hermsdorf, als Charlotte Dorothea von Schönberg Doppelgrabmal mit ihrer Mutter Gräfin Charlotte Sophie von Hoym, gest. 24. Januar 1808 in Hermsdorf
    • Großeltern von Mariana Amalia von Schönberg: Karl Gotthelf von Hoym, geb. Dienstag, den 19. Februar 1715, verh. Dienstag, den 11. August 1739, gest. Dienstag, den 26. März 1748 auf Schloss Guteborn, Brandenburg; Charlotte Sophie von Beichlingen, geb. Freitag, den 22. März 1720, gest. Sonntag, den 24. Januar 1808
  • Geschwister von Mariana Amalia von Schönberg:
    • 1. Wolf August von Schönberg, geb. 10. Mai 1765, Dresden, gest. Juni 1765
    • 2. Heinrich von Schönberg, geb. 16. August 1766, Dresden, jung gest.?
    • 3. Adolf von Schönberg, geb. 19. April 1769, Dresden, jung gest.?
    • 4. August von Schönberg, geb. 25 Oktober 1770, Dresden, gest. 22. Mai 1771, Hermsdorf
    • 5. Auguste Charlotte von Schönberg, geb. 18. Mai 1777, Hermsdorf, wuchs auf Schloss Hermsdorf bei Dresden auf, die Wintermonate verbrachte die Familie meist in Dresden, verh. 13. Mai 1796 in Hermsdorf mit Rochus August Graf zu Lynar, geb 17. April 1773, gest. 1. Aug. 1800 in Lübbenau, 2. Ehe 1802 in Leipzig mit dem hannoverschen Gesandten Graf Ferdinand Hans Ludolph von Kielmannsegge, Kinder (1803 und 1804) in Hannover, 1809 Trennung sich ihre Wege, Auguste Charlotte Kielmannsegge ging mit ihren Kindern nach Paris, wo sie am kaiserlichen Hof eine Verehrerin Napoleons wurde und in seinem Auftrag mehrere Reisen durch Europa unternahm, Anfang 1813 kehrte sie nach Sachsen zurück, traf sich mit Napoleon im Marcolini-Palais (Juli 1813), zog sich nach seinem Tod immer mehr aus der Öffentlichkeit zurück. 1817 geschieden, 1840 bezog sie das Wasserschlösschen im Reisewitzer Park im Plauenschen Grund, es wurde zu einer mysteriösen Stätte ihres übertriebenen Napoleon-Kultes, gest. 26. April 1863 in ihrem Wasserpalais, beerdigt Alter Katholischer Friedhof - Auguste Charlotte von Kielmannsegge und Auguste Charlotte Gräfin von Kielmannsegg im Stadtwiki Dresden

vgl. https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Naturdenkmal_Dohna-Eiche_K%C3%B6nigsbr%C3%BCcker_Landstra%C3%9Fe_Lausa

vgl. Liste der Gedenkbäume in Dresden

  • Dohna-Eiche zum 10. Todestag von Marianna Amalia Burggräfin zu Dohna (geb. von Schönberg; † 10. September 1805 wenige Tage nach einer Totgeburt)

Friederike Gräfin Dohna (1776 bis 1858)

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  • Friederike Gräfin Dohna im Stadtwiki Dresden
  • Stolberg-Wernigerode, Friederike in der ADB 54 (1908)
  • Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: geb. 16. Dezember 1776 auf Schloß Wernigerode
    • Vater von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Christian Friedrich zu Stolberg-Wernigerode, geb. 8. Januar 1746 auf Schloss Wernigerode; † 26. Mai 1824 in Peterswaldau, seit 1778 Regent über die Grafschaft Wernigerode, bis 1796 Domdechant zu Halberstadt und Propst zu Walbeck, Mitglied der Literarischen Gesellschaft Halberstadt, befreundet mit Johann Wilhelm Ludwig Gleim („Vater Stolberg“ im Gleim'schen Kreis)
    • Mutter von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Gräfin Auguste Eleonore zu Stolberg-Stolberg, geb. 10. Januar 1748; † 12. Dezember 1821, Tochter von Graf Christoph Ludwig zu Stolberg-Stolberg
    • Schwester von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Gräfin Anna zu Stolberg-Wernigerode (geb. 24. Februar 1770; † 26. Januar 1819), bis zur Heirat 1797 mit dem kinderlosen Witwer Christoph Alexander Carl Friedrich Freiherr von Wylich (geb. 11. Januar 1753 in Potsdam; † 20. Januar 1831 in Diersfordt) Äbtissin des Klosters Drübeck - diese Ehe auf Schloss Diersfordt blieb ebenfalls kinderlos, sodaß Diersfordt an Anton zu Stolberg-Wernigerode kam
    • Schwester von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Gräfin Luise zu Stolberg-Wernigerode (geb. 24. November 1771; † 8. April 1856) ∞ (1807) Moritz Haubold von Schönberg (geb. 22. September 1770 in Geußnitz; † 18. April 1860 in Groß Krauschen), Oberpräsident der preußischen Provinzen Schlesien und Pommern - Tochter: Auguste von Schönberg, geb. 23. Oktober 1808, Wernigerode, gest. 23. Juli 1890, Groß-Krauschen bei Bunzlau
    • Bruder von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Graf Henrich zu Stolberg-Wernigerode, geb. 25. September 1772 auf Schloss Wernigerode; † 16. Februar 1854 ebenda, ab 1824 Regent über die zum Königreich Preußen gehörende Grafschaft Wernigerode, Domherr zu Halberstadt, verheiratet mit Prinzessin Caroline Alexandrine Henriette Jeanette (Jenny) von Schönburg-Waldenburg (geb. 4. Oktober 1780; † 29. August 1809) - Henrich zu Stolberg-Wernigerode
    • Neffe von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Erbgraf Hermann zu Stolberg-Wernigerode, geb. 30. September 1802 in Wernigerode; † 24. Oktober 1841 ebenda, verh.: 22. August 1831 in Michelstadt Gräfin Emma zu Erbach-Fürstenau (* 11. Juli 1811 in Schloss Fürstenau; † 1. Dezember 1889 in Schloss Ilsenburg), Sohn Otto (* 30. Oktober 1837; † 19. November 1896) unter Otto von Bismarck Vizekanzler des Deutschen Reichs - Otto zu Stolberg-Wernigerode
    • Neffe von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Graf Bernhard zu Stolberg-Wernigerode (1803–1824)
    • Nichte von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Gräfin Eleonore zu Stolberg-Wernigerode (1801–1827) ⚭ 21. Februar 1819 auf Schloß Wernigerode Prinz Heinrich LXIII. Reuß zu Köstritz, geb. 18. Juni 1786 in Berlin; † 27. September 1841 in Stonsdorf - 6. Kind: Heinrich X. Prinz Reuß (1827–1847), bei seiner Geburt starb die Mutter Eleonore
    • Nichte von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Gräfin Caroline zu Stolberg-Wernigerode (1806–1896), ⚭ 11. Mai 1828 ebenfalls Prinz Heinrich LXIII. Reuß zu Köstritz
    • Schwester von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Gräfin Marie zu Stolberg-Wernigerode, geb. 4. Mai 1774; † 16. Juni 1810) ∞ (1803) Fürst Heinrich LIV. Reuß zu Lobenstein (* 8. Oktober 1767; † 7. Mai 1824)
    • Bruder von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Graf Ferdinand zu Stolberg-Wernigerode, geb. 18. Oktober 1775; † 20. Mai 1854 ∞ (25. Mai 1802) Gräfin Marie Agnes zu Stolberg-Stolberg
    • Bruder von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Graf Konstantin zu Stolberg-Wernigerode, geb. 25. September 1779; † 19. August 1817 in Karlsbad ∞ (30. September 1804) Freiin Ernestine von der Reck
    • Bruder von Friederike Gräfin zu Stolberg-Wernigerode: Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode, geb. 1785; † 1854) ∞ (12. Juni 1809) Freiin Luise von der Recke, (1787–1874), Tochter des Ministers Eberhard von der Recke
Bei ihrem Liebreiz und ihren reichen Geistesgaben fehlte es ihr nicht an Bewerbern; da sie aber Bedenken trug, einem Anderen die Hand zu reichen als einem solchen, mit dem sie in den wichtigsten Lebensfragen eines Sinnes war, so dauerte es längere Zeit, ehe es zu einem Entschlusse kam. Als sie dann endlich diesen Schritt that, geschah dies nicht aus natürlicher Neigung, sondern weil sich im Spätherbst 1806 in dem Burggrafen Heinrich Ludwig v. Dohna-Condehnen ein Freier fand, der wegen seines Ernstes und seiner aufrichtigen Frömmigkeit das volle|Vertrauen ihrer Eltern und damit ihr eigenes fand. So erfolgte denn schon am 2. October die Verlobung, nachdem der Graf erst Tags vorher auf Schloß Wernigerode erschienen war. Der kurze Brautstand fiel in die Tage der erschütterndsten Ereignisse, der Niederlagen von Jena und Auerstedt [14. Oktober 1806[5]. Nachdem auf Schloß Wernigerode die ganz einfache, stille Hochzeit stattgefunden hatte [11. November 1806], verließ sie nach drei Tagen das Elternhaus, um ihrem Gatten nach Dresden und bald darnach auf die Dohna'sche Besitzung in dem benachbarten Hermsdorf zu folgen. ADB 1908
Hierbei ist zunächst ihre enge Beziehung zur Brüdergemeinde zu erwähnen. Ihr Gemahl, dessen Mutter Marie Agnes, Gräfin v. Zinzendorf die zweite Tochter des Neubegründers der Brüdergemeinde war, gehörte ihr an, und Friederike fand sich in dieser Gemeinde wohl. Das zog sie keineswegs von dem Bekenntniß ihrer Jugend und ihres Hauses ab. Sie sah in der Brüdergemeinde nur eine kleine Abtheilung der großen Kirche; sie war auch fern von dem Mißtrauen, mit welchem auch religiös lebendige Personen den Einigungsbestrebungen König Friedrich Wilhelm's begegneten und sich durch Mißgriffe zum Austritt aus der Landeskirche verleiten ließen. Friederike war von Jugend auf gewohnt, in ihrem elterlichen Heim gläubige Personen verschiedenen Bekenntnisses geliebt und verehrt zu sehen. Den größten Einfluß übte neben anderen Gliedern der römisch-katholischen Kirche der evangelisch gesinnte Michael Sailer aus, und zu jener Zeit knüpfte mehr die Gleichheit der Gesinnung und des Wandels als das äußere Bekenntniß ein Band der Gemeinschaft. Da sich nun in der Brüdergemeinde zu ihrer Zeit ein warmes evangelisches Wesen erhalten hatte, so fand Friederike sich in dieser Gemeinschaft wohl, und nicht zuletzt besteht ihre Bedeutung darin, daß sie hierbei ihre ganze elterliche Familie und deren Geistesverwandten nach sich zog. Zwar war der scharfe Gegensatz, der nach dem Jahre 1731, zu einer Zeit, als Zinzendorf's ausschweifende Phantasie die besonnenen bekenntnißtreuen Glieder der lutherischen Kirche von der Zinzendorf'schen Gemeinschaft|abgezogen hatte, seit der Zeit ihres Vaters ausgeglichen, aber die entschiedene Wiederanknüpfung an Herrnhut geschah doch durch Friederike's Vorgang. ADB 1908


  • Friederike Gräfin Dohna: gest. 4. Oktober 1858 in Gnadenberg (Schlesien), polnisch Godnow, Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine auf dem Gut Groß Krauschen (polnisch Kruszyn), (Land)Gemeinde Bolesławiec (Bunzlau)

Hoym (Adelsgeschlecht)

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Droyßig (neue sächsische Linie - 1576 bis 1783)

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1576: Herrschaft Droyßig bei Zeitz durch Christoph von Hoym und Ermsleben (1534–1604) erworben (1590 Präsident des Fürstentums Anhalt) - Begründer der neuen sächsischen Linie - Otto zu Stolberg-Wernigerode: Neue deutsche Biographie, Bd.: 9, Hess - Hüttig, Berlin 1972, S. 670: Heinrich war um 1550 Statthalter des Fürstentums Halberstadt. Dessen Sohn wurde Präsident des Fürstentums Anhalt und erwarb 1576 in Thüringen die Herrschaft Droyßig bei Weißenfels. Er stiftete die sächs. Linie des Geschlechts, die braunschweig. Linie breitete sich später auch in Pommern und Schlesien aus.

1604 bis 1656: Christian Julius von Hoym, (geb. 4. Mai 1586 in Ermsleben; † 19. Mai 1656 in Droyßig) - nach anderer Quelle ert 1622 Erwerb von Droyßig

1656 bis 1711: Ludwig Gebhard von Hoym (1631–1711), (geb. 17. November 1631 in Droyßig; † 2. Januar 1711 ebenda)

1711 bis 1738: Ludwig Gebhard von Hoym (1678–1738), (geb. 23. Oktober 1678 in Droyßig; † 6. Mai 1738 ebenda)

1738 bis 1769: Julius Gebhard von Hoym, (geb. 17. November 1721 in Droyßig; † 14. Februar 1769 in Dresden) - ohne männlichen Erben fiel sein Mannlehnsbesitz an seinen jüngeren Bruder Gotthelf Adolph von Hoym

bis 1783: Gotthelf Adolph von Hoym (geb. 24. Oktober 1731 in Dresden; † 22. April 1783 in Droyßig) war letzter männlicher Vertreter der Droyßiger Linie, erbte 1775 auch die Guteborner Linie - war dann letzter männlicher Vertreter der gesamten sächsischen Linie des Hauses Hoym und starb ohne männliche Erben

1778 bis 1832: Alleinerbin war die einzige Tochter Louise Henriette Gräfin von Hoym (geb. 1772) - heiratete am 16. August 1791 den regierenden Grafen Heinrich LI. Reuß zu Ebersdorf (geb. 16. Mai 1761 in Ebersdorf; † 10. Juli 1822 ebenda) und starb als letzte Vertreterin ihres Familienzweiges

Gutenborner Linie (1711 bis 1775)

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Linie Gutenborn

nach 2. Januar 1711 bis 1738: Carl Siegfried von Hoym, geb. 9. Juli 1675 in Droyßig; † 2. April 1738 in Guteborn, königlich polnischer und kursächsischer Geheimrath, Kammerherr, Hof= und Justitien=, auch Apellationsrath, stiftete die Linie zu Guteborn in der Oberlausitz (war Schwager der Gräfin Cosel) - Stifter der (reichsgräflichen) besonderen von der Droyßiger abgeteilten Linie zu Gutenborn, 2. Januar 1711 Tod von Ludwig Gebhard von Hoym (1631–1711) in Droyßig, danach ging das Gut Guteborn mit den dazugehörigen Ortschaften Ruhland, Grünwalde, Arnsdorf, Schwarzbach etc. an den 36-jährigen Carl Siegfried von Hoym, dieser wurde am 18. Juli nebst seinen Geschwistern und deren Nachkommen in den Reichsgrafenstand erhoben - am 12. Januar 1702 Ehe mit Dorothea Sophia von Löben[6], Tochter von Adolph von Löben

  • 1723: nach dem Tod des älteren Bruders Adolph Magnus von Hoym (geb. 6. Mai 1668 in Droyßig; † 15. Oktober 1723 in Ratibor, Oberschlesien) kam ein Anteil der Herrschaft Schlawentitz dazu (Julius Gebhard von Hoym (* 17. November 1721 in Droyßig; † 14. Februar 1769 in Dresden) war Besitzer [des anderen Teiles?] von Schlawentitz])
    • Zedler, Bd. 34, Sp. 1832 (=Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste 1732–1754, Bd. 34: 1742): Schlawentitz oder Schlawentitz, eine ansehnliche, und wegen ihrer besonders wohl angelegten Meßings=Fabriken und Eisenhämmer berühmte Herrschaft im Fürstenthume Oppeln in Ober=Schlesien, an den Pohlnischen Grentzen. Wladislaus, Hertzog von Oppeln, hat, wie aus alten Urkunden zu erweisen, 1267. daselbst Hof gehalten. Nachdem sie bei den gräflichen Häusern Oppersdorf und Henckel ein Zeitlang gewesen, ist sie hernach an die Grafen von Hoym gekommen.
    • Sławięcice - 1702 durch w:de:Jacob Heinrich von Flemming von der Gräfin Henchelin erworben, dieser ließ 1709 in Slawentzitz und den Nachbarorten Jakobswalde und Blechhammer mehrere Eisen- und Messinghämmer errichten
    • am 14. Juni 1714 ging die Herrschaft im Tausch (gegen das Rittergut Burgscheidungen mit dem dazugehörigen Vorwerk Birkigt im Amt Freyburg) an Adolph Magnus Freiherr von Hoym
    • 1716 bis 1720: Gartenschloss nach dem Vorbild von Versailles (brannte bald darauf ab)
    • 1782: durch Heirat am 8. April 1782 in Glaina mit Amalie Charlotte Marianne Louise Christiane Gräfin von Hoym (* 6. Oktober 1763 in Mainz; † 20. April 1840 in Marienhof) an dem preußischen General Friedrich Ludwig von Hohenlohe-Ingelfingen - Scheidung 1799, von Hohenlohe verstarb 15. Februar 1818 in Slawentzitz

1738 bis 1748: Guteborn in der Hand von Karl Gotthelf von Hoym, geb. 19. Februar 1715, gest. 26. März 1748 auf Schloss Guteborn, Ehemann von Charlotte Sophie Reichsgräfin von Hoym (Gräfin von Beichlingen), geb. 22. März 1720, Zschorna bei Leipzig, gest. 24. Januar 1808, Hermsdorf

1748 bis 1775: Adolph Magnus Gotthelf Graf von Hoym (geb. posthum am 17. Oktober 1748), Sohn des kursächsischen Kammerherren Carl Gotthelf Graf von Hoym und dessen Frau Charlotte Sophie Gräfin von Beichlingen, gest. am 12. Juli 1775 - mit ihm erlosch die Linie zu Gutenborn

Charlotte Sophie von Hoym ( 1720 bis 1808)

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Charlotte Sophie Reichsgräfin von Hoym (Gräfin von Beichlingen)

geb. 22. März 1720, Zschorna bei Leipzig

Ehefrau von Karl Gotthelf von Hoym, geb. 19. Februar 1715, gest. 26. März 1748 auf Schloss Guteborn

Charlotte Sophie Reichsgräfin von Hoym Mutter von: Charlotte Dorothea Gräfin von Hoym - geb. Samstag, den 5. Januar 1743 in Guteborn - verh. Sonntag, den 19. August 1764 in Guteborn, gest. Freitag, den 6. November 1789 in Hermsdorf, als Charlotte Dorothea von Schönberg, Doppelgrabmal mit ihrer Mutter Gräfin Charlotte Sophie von Hoym, gest. 24. Januar 1808 in Hermsdorf

  • Karl Gotthelf von Hoym: Sohn von Carl Siegfried von Hoym, geb. Donnerstag, den 11. Juli 1675 in Droyßig, gest. Mittwoch, den 2. April 1738 in Guteborn, vgl. Carl Siegfried von Hoym, königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Geheimer Rat und Kammerherr, (Geschwister 1. Adolf Magnus von Hoym, geb. Sonntag, den 6. Mai 1668 in Droyßig, vgl. Adolph Magnus von Hoym (Ehemann der Gräfin Cosel), 2. Gisela Erdmuth von Hoym, geb. Sonntag, den 23. Juni 1669 ...  ;
  • Ahnen: Ludwig Gebhard von Hoym (1631–1711), geb. 17. November 1631 in Droyßig bei Zeitz; † 2. Januar 1711 ebenda, königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer wirklicher Geheimer Rat, Bergrat, Kammerpräsident und Obersteuereinnehmer im Thüringischen Kreis, Erbkämmerer des Fürstentums Halberstadt - Sohn von Christian Julius von Hoym, geb. 4. Mai 1586 in Ermsleben; † 19. Mai 1656 in Droyßig, welches er 1622 erwarb und im gleichen Jahr die alte Burg zum Schloß umbauen ließ, Erbkämmerer des Fürstentums Halberstadt - Sohn des anhaltinischen Präsidenten Christoph von Hoym (1534–24. Mai 1604), Eigentümer? der Konradsburg bei Ermsleben - Sohn von Heinrich von Hoym, Stiftshauptmann, auf Hoym, Gröningen, Wegeleben, gest. 1550 in Wegeleben - Sohn von Gebhard d. J. von Hoym und Margarethe von Ammendorff - Sohn von Gebhard d. Ä. von Hoym und Anna von Wegeleben -

gest. 24. Januar 1808, Hermsdorf

Bildnis von Anton Graff (1736 - 1813), Öl auf Leinwand, 62 x 51 cm

Gotthelf Adolph von Hoym

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Gotthelf Adolph von Hoym

geb. 24. Oktober 1731 in Dresden

Gotthelf Adolph von Hoym Sohn von Ludwig Gebhard von Hoym (1678–1738)

Gotthelf Adolph von Hoym Enkel von Ludwig Gebhard von Hoym (1631–1711) (der Nachdenkliche der Fruchtbringenden Gesellschaft

demzufolge war er ein Cousin von Karl Gotthelf von Hoym

Klotzsche

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http://www.dresden-und-sachsen.de/dresden/klotzsche.htm

Der Gründung des Missions-Hülfsvereins von 1819 stand diese Gesellschaft sehr reserviert gegenüber. Genauso, wie viele landeskirchliche Geistliche diesen Verein bewußt wegen dessen Nähe zu den Herrnhutern nicht unterstützten, so unterstützte die Mehrheit der Gesellschaft diesen neuen Verein wegen dessen Nähe zur Landeskirche nicht. Im Gegensatz zu Lausa, wo der landeskirchliche, aber orthodoxe Pastor Samuel David Roller den Missionsgedanken nach Kräften förderte, war den Missionsfreunden in Klotzsche die Kirche verschlossen. Der Pastor von Wilschdorf mit Klotzsche stand sowohl dem orthodoxen Luthertum eines Rollers als auch dem neupietistischen Missionsgedanken ablehnend gegenüber. Verstärkt wurde diese Diskrepanz 1821, als der Dresdner Verein eine lutherische Ordination der ausgesandten Missionare festschrieb. Hier wurde bereits der Keim zum Bruch mit der traditionell ökumenisch orientierten Basler Mission im Jahre 1836 gelegt. Als 1827 dann auch noch die Unregelmäßigkeiten des landeskirchlichen Diakons Leonhardi bei der Kassenführung des Dresdner Missions=Hülfsvereins zutage traten, empfahl die Klotzscher Versammlung der Missionsfreunde, von einer Unterstützung des Dresdner Vereins abzusehen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt gingen die Versammlungen völlig getrennte Wege, die Besuche von Dresdnern in Klotzsche und auch umgekehrt wurden sehr selten.

Auch nach dem Neubau des Gasthauses auf dem Schänkhübel in den Jahren 1835 und 1836 durch den Besitzer des Klotzscher Erbgerichts Clemens Hofmann traf sich die Gesellschaft der Missionsfreunde weiterhin an diesem Ort. Der Dresdner Missions=Hülfsverein war 1836 erwartungsgemäß in eine landeskirchliche konfessionelle Missionseinrichtung umgewandelt worden. Um so mehr unterstützte nun die Klotzscher Gesellschaft nicht konfessionell gebundene Missionen.

Aus christlicher Erwägung heraus nahmen Mitglieder der Missionsgesellschaft am 11. September 1844, Nachmittags zwischen 6 und 8 Uhr, im Caffe francais in der Gewandhausstraße Nr. 17 beim Besitzer Herrn Kretzschmar an der ersten Versammlung des Vereins zum Schutz der Thiere teil. Diese Bewegung wurde in der Folgezeit zu einem weiteren Engagement dieser Mitglieder.

Obwohl die Gesellschaft sich aller politischen Aktivitäten auch in der Revolutionszeit 1848/1849 enthielt, wurden ihre Versammlungen 1850 im Zuge der reaktionären Politik nach genau einem halben Jahrhundert geschlossen. Dem landeskirchlichen Consistorium kam es sehr gelegen, so einer unliebsamen Konkurrenz ledig zu werden.

Einige Mitglieder engagierten sich weiterhin im Verein zum Schutz der Thiere, der mindestens bis 1852 die Zeitschrift Menschenfreund herausgab. Danach verlieren sich auch hier ihre Spuren.

Abgleich

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w:Dora Stock

--Methodios 23:00, 9. Dez. 2018 (CET)Beantworten

Beachten

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http://www.michael-lausberg.de/index.php?menue=exclusiv&inhalt=vorreiter_deutsche_fruehromantik

http://www.glw.uni-jena.de/iglmedia/Matuschek/VLRomantik5.pdf

--Methodios 13:35, 14. Dez. 2018 (CET)Beantworten

w:de:Carl Ditters von Dittersdorf

w:de:Empfindsamer Stil

w:de:Empfindsamkeit

https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Hengstenberg,_Wilhelm

w:de:Erweckungsbewegung

w:de:Spätpietismus

w:de:Repristinationstheologie

Evangelische Kirchenzeitung (ab 1827)

--Methodios 12:45, 17. Jun. 2019 (CEST)Beantworten

Einleitung Version 1

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Auf Einladung des Magisters Gustav Ernst Christian Leonhardi[7], Diakon an der Kreuzkirche Dresden[8], fanden sich in dessen Amtswohnung hinter der Kreuzkirche 545[9] am Montag, den 16. August 1819[10], sechs weitere christliche Freunde[11] ein. Diese sieben Männer riefen bei dieser Zusammenkunft den Dresdner Missions-Hülfsverein ins Leben. Anfänglich dafür gedacht, insbesondere das 1815 gegründete ökumenisch ausgerichtete Basler Missionswerk zu unterstützen[12] war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar, dass es siebzehn Jahre später infolge theologischer Differenzen zu einem eigenen lutherisch orientierten Dresdner Missionswerk kommen würde, dem Impulsgeber für die Entwicklung hin zum Lutherischen Weltbund.

--Methodios 17:19, 14. Mai 2019 (CEST)Beantworten

Deutsche Christentumsgesellschaft Dresden ab 1784

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https://info2.sermon-online.com/german/ErichSchick/Zeugen_Des_Gegenwaertigen_Gottes_Band_113_114_Christian_Friedrich_Spittler_1956.pdf

[12] 1801 hatte sich die Christentumsgesellschaft für einen hauptamtlichen Mitarbeiter entschieden, und Steinkopf holte den ausgewählten 19jährigen Spittler von Schorndorf ab. Sie besuchten bei dieser Gelegenheit Christian Gottlieb Blumhardt, welcher noch Student in Tübingen war, und trafen im Hof des Stiftes zusammen. [13] Spittler wohnte zunächst im Drachenhof in der Aeschenvorstadt.

[14] Samuel Urlsperger (geb. um 1685) verlor 1718 seine Stelle als Hofprediger in Stuttgart, wobei ihn seine Frau unterstützte: "Ich will lieber die Witwe eines Märtyrers als die Frau eines Verräters sein." 1720 erhielt er gnädigerweise das Dekanat Herrenberg, aber schon 1722 wurde er vom Magistrat der Stadt Augsburg zum Senior der evangelischen Geistlichen gewählt. Dort erhielt er anfangs Probleme wegen einer Stelle aus seinem in Herrenberg veröffentlichtem Buch "Der Kranken Gesundheit und der Sterbenden Leben".

[15] Samuel Urlsperger hatte infolge eines 1708 bewilligten Reisestipendiums auch August Hermann Francke in Halle und die "Societies" ("Gesellschaften") und das Missionsleben in England kennengelernt. Diese "Societies" waren ein "Zusammenschluß von bewußten Christen über die konfessionellen Schranken hinweg zur gegenseitigen Erbauung und zur Begründung und Unterstützung von Liebeswerken". In Augsburg baute Samuel Urlsperger ein Werk für die Versorgung der vertriebenen evangelischen Salzburger auf und organisierte auch internationale Hilfe von Basel bis Skandinavien.

[16] Auf diese Verbindungen konnte viel später auch noch die Christentumsgesellschaft aufbauen. Der Sohn Johann August Urlsperger verfolgte bereits die konkrete Idee einer " Anstalt", also "eines Gebäudes, das missionarischen und karitativen Zwecken dient", welche er aber nicht in Augsburg verwirklichen konnte, so daß er nach Basel ging. "Dabei wurde von Anfang an als ein wesentliches Erbe Speners die Abendmahlsgemeinschaft zwischen Lutheranern und Reformierten festgehalten."

[17] Begründung eines auswärtigen Freundes, warum Basel gewählt wurde (1783)

  • "l. In Basel fand Herr Dr. Urlsperger zuerst Gehör mit seinem Anliegen.
  • 2. Die Basler bliesen die Posaune so lange, bis auch andere sich zu ihnen versammelten.
  • 3. Sie sparten keinen Fleiß, keine Arbeit und Kosten zum Besten der Anstalt.
  • 4. Sie haben rechtschaffene Männer von allen Ständen, darunter solche, die mit ihrem Segen die Sache vorzüglich unterstützen wollen.
  • 5. Sie wohnen an einem Ort der Freiheit, wo ihnen die wenigsten Hindernisse in den Weg gelegt werden können."

[17/18] Vortrag sagte Professor D. Christoph Johannes Riggenbach über die Anfänge anläßlich der 100-Jahrfeier 1880 (1780 bis 1880)

"Es war zuerst der Doktor und Professor der Theologie Johannes Werner Herzog, der den Vorsitz übernahm; neben ihm die Pfarrer Burckhardt zu St. Peter und Meyenrock zu St. Alban. Kassier wurde der Kaufmann Wilhelm Brenner, dem nach seinem schon 1781 erfolgten Tod sein Bruder Hans Heinrich Brenner im Amt nachfolgte. Mit diesen Baslern verbanden sich Georg David Schild, ein Deutscher, der die Korrespondenz mit Urlsperger geführt hatte, und Jakob Friedrich Liesching, ein Württemberger. Beide waren Commis in hiesigen Handelshäusern. Da Schild schon 1780 nach Stein am Rhein übersiedelte, übernahm Liesching die Korrespondenz, gab sie aber, als er 1781 nach Stuttgart zog, an Johann Schäufelin ab, auch wieder einen Württemberger, der gleichfalls Commis war. Diese Männer, die sogenannten arbeitenden Mitglieder, bildeten den engeren Ausschuß; an sie schloß sich eine immer wachsende Zahl von kontribuierenden Mitgliedern an, die nach ihrem Vermögen zu den Kosten beitrugen und in den Versammlungen Sitz und Stimme hatten; außerdem eine Anzahl freier, wir würden heute sagen Ehrenmitglieder, welche die Sache finanziell unterstützten, ohne an den Rechten und Pflichten der eigentlichen Vereinsmitglieder teilzunehmen. Es war übrigens nicht in eines jeden Belieben gestellt, ob er beitreten wollte, sondern man mußte sich beim Ausschuß melden und von ihm angenommen werden. Dementsprechend konnte ein Mitglied, das unordentlich wandelte, ausgeschlossen werden; ebenso wer ein Vierteljahr wegblieb und auch, nachdem er eine Ermahnung erhalten, nicht wiederkam. Es war von Anfang an vorgesehen, Mitglieder der beiden evangelischen Kirchen aufzunehmen, von deren Halten an der reinen Lehre und am gottseligen Wandel man überzeugt war, ohne die Absicht übrigens, eine äußere Vereinigung der zwei Kirchen zu erstreben. Was die Gieder anderer, separierter Gemeinschaften oder frommer Katholiken betraf, so hielt man in Aufnahme derselben doppelte Vorsicht für nötig, damit nicht solche beiträten, die etwa versuchten, für ihre besondere Gemeinschaft weiteren Anhang zu werben. Man konnte darauf um so besser dringen, als man es wiederholt aussprach, wie ferne man davon sei, andere Mitchristen, die nicht in Verbindung mit der Gesellschaft stehen, im mindesten geringer zu achten."

Literatur: Vorboten und Bahnbrecher, Verlag der Basler Missionsbuchhandlung, 1943

[18/19] Zweigniederlassungen:

  • 1781: Nürnberg, weitere fränkische Orte
  • 1782: Stuttgart, Frankfurt, Wetzlar, Gießen, Kreuznach, Marburg, Berlin, Stendal, Prenzlau, Magdeburg, Minden, Wernigerode, London
  • 1783: Bünde (Ravensberger Land), Penkum (Vorpommern), Halberstadt, Stettin, Altona, Bremen, Osnabrück, Ostfriesland, Köthen, Pasewalk (Pommern)
  • 1784: Königsberg, Flensburg, Demmin (Pommern), Anklam (Pommern), Dresden, Dömitz (Mecklenburg), Amsterdam
  • 1785 und später: Elberfeld, Düsseldorf, Straßburg, Breslau, Rostock - in der Schweiz einzelne Mitglieder aus Chur, St. Gallen, Winterthur, Zürich, Bern, mit vielen Orten des Bernbietes, darunter vor allem Zofingen und Aarau, Schaffhausen und Lausanne - sowie korrespondierende Mitglieder in Schweden und in Amerika

[20] 1803: Christian Gottlieb Blumhardt als Mitarbeiter von Spittler berufen - Blumhardt besorgte die Redaktion der "Sammlungen", in der er insbesondere über alle Vorgänge auf dem Gebiet der Mission berichtete, übernahm die regelmäßigen Erbauungsstunden des Vereins und übernahm die Leitung des Jünglingsvereins - 1807 wurde er nach Württemberg zurückgerufen

in die "Sammlungen" floß die Korrespondenz mit w:de:Carl Friedrich Adolf Steinkopf ein, der seit 1. Advent 1801 in der deutschen lutherischen Kirche in der Savoy in London als Prediger wirkte

[21] 1804: zusammen mit Pfarrer Huber von St. Elisabethen Gründung der Basler Bibelgesellschaft (auf Steinkopfs Anregung, welcher einer der drei Auslandssekretäre der w:de:British and Foreign Bible Society geworden war - gegründet am 7. März 1804) - Huber verstarb schon 1806

[22] am 11. April 1806 hatte Spittler sein Erweckungserlebnis und ward seiner Gotteskindschaft gewiß - im Herbst 1808 wurde er als nach dem Tod seiner Mutter als ständiger Sekretär der Christentumsgesellschaft bestätigt - das Fälkli, ein altes Augustinerkloster, für die Zwecke der Gesellschaft gekauft, Spittler siedelt dorthin über, im oberen Teil wird die Schneidersche Druckerei untergebracht [25] schon beim Einzug ins Fälkli hatte Spittler den Plan, eine Missionsgesellschaft zu gründen, sammelte aber nach wie vor Gaben für die Berliner Missionsanstalt von Pastor Jänicke

[23] 1812 kauft Spittler das Fälkli selbst - und lebte dort Gastfreundschaft, einer der ersten Gäste war der ehemalige Mönch Johann Jakob Huber aus Mahlberg in Baden, der evangelisch geworden, nach zwei Studienjahren in Halle von Professor Knapp an die Christentumsgesellschaft in Basel empfohlen worden war

[24] Huber wurde bald Pfarrer der reformierten Gemeinde Katharinenstadt an der Wolga und dazu von Pfarrer Burckhardt in der St. Peterskirche ordiniert, später Superintendent in Moskau

[25] das Fälkli wurde Mittelpunkt geistlichen Lebens von Menschen aus den verschiedensten Ländern, aber auch Altersheim und Studentenheim

Spittler wurde 1811 nach Württemberg zur Musterung befohlen, Johannes Evangelista Goßner bekam als (katholischer) Pfarrer im allgäuischen w:de:Dirlewang nach einer schweren Erkrankung einen Ruf nach Basel als Sekretär der überkonfessionellen „Christentumsgesellschaft“ - da Spittler ausgemustert wurde, zog Goßner nach München weiter, wo er Pfarrer an der Frauenkirche wurde (Goßner hatte damals schon überlegt, evangelisch zu werden, trat aber erst in Königshain (Schlesien) am 23. Juli 1826 über, nachdem er von der Brüder-Unität keine Aufnahme erhalten hatte)

[26] weitere Gäste im Fälkli waren Ignaz Lindl, katholischer Priester aus Bayern, und Jakob Ganz, später Vikar des Staufberges

[27] 27. Juli 1815: schriftliche Genehmigung zur Begründung einer Missionsanstalt in Basel - im Fälkli trifft sich eine kleine Gesellschaft christlicher Männer, genannt "das Kämmerli"

[28] 25. September 1815: das Komitee der Missionsanstalt trifft sich im Studierzimmer des Pfarrhauses zu St. Martin zur ersten Sitzung, Leiter des neuen Werkes wurde Christian Gottlieb Blumhardt

w:de:Christian Gottlieb Blumhardt war 1809 bis 1816 Pfarrer in w:de:Bürg (Neuenstadt am Kocher) und wurde dann ab 17. April 1816 hauptamtlicher Inspector des Missionswerkes - bereits in Bürg Ausarbeitung der ersten Nummer des „Magazins für die neueste Geschichte der protestantischen Missions- und Bibelgesellschaften", später "Evangelisches Missionsmagazin"

am 26. August 1816 Einzug von Blumhardt (mit den sieben ersten Missionsschülern) in das neuerworbene Haus "Zum Panthier" - Tageslosung war: "Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth" (Sach. 4, 6), noch heute die Losung der Basler Mission

Präsident war Pfarrer Nikolaus von Brunn


Jochen Eber: Die Bedeutung der Deutschen Christentumsgesellschaft in Basel und ihrer Partikularvereine für den Neubeginn der protestantischen Missionen von 1785 bis 1835, In: Sven Grosse, Herbert Klement: Für eine reformatorische Kirche mit Biss, LIT Verlag, Münster 2013, S. 337ff.

[337] Dänisch-Hallische Missionsgesellschaft: 60 Missionare im 18. Jh. nach Tranquebar (ab 1706) - w:de:Dänisch-Hallesche Mission

Vgl. Wilhelm Schlatter: Geschichte der Basler Mission 1815-1915, Band I Die Heimatgeschichte der Basler Mission, Basel 1916, 12

Herrnhut: 226 Missionare bis zu Zinzensdorfs Tod, 1732 bis 1852: 1628 Namen (928 Männer, 680 Frauen)



Meyer, Friedrich: Die Bibel in Basel - Schwerpunkte in der Bibelgeschichte der Stadt Basel seit der Zeit der Humanisten und Reformatoren bis zur Gründung der Bibelgesellschaft - Jubiläumsschrift 200 Jahre Basler Bibelgesellschaft; Basel: Schwabe AG, Verlag - 2004; ISBN 3-7965-2079-0: Johann Rudolf Burckhardt, Johann August Urlsperger und die Entstehung der Christentumsgesellschaft, S. 91

Aspekte aus der Geschichte der „Lutherischen Kirche – Missouri Synode“ In: Rudolf Keller: Luthertum in der Vielfalt seiner Geschichte. Aufsätze zur Kirchengeschichte, Institut für Evangelische Theologie, Universität Regensburg, Januar 2006, S. 42–58.[13]

Erstveröffentlichung: Lutherische Kirche in der Welt. JMLB 50, 2003, S. 187 – 211.

[46] Martin Stephan: Zentralgestalt einer antirationalistischen Erweckungsbewegung n Dresden

[47] von hoher Bedeutung für die obersächsische Erweckungsbewegung überhaupt

w:de:Martin Schmidt (Theologe, 1909)

Biographie Martin Stephan in:

Martin Schmidt: Das Ringen um lutherische Einheit in der Erweckungsbewegung, in: Wilhelm Kahle, Gottfried Klapper, Wilhelm Maurer, Martin Schmidt: Wege zur Einheit der Kirche im Luthertum, Gütersloh 1976 (= Die Lutherische Kirche. Geschichte und Gestalten, Bd. 1), S. 71–156, hier S. 75f.

w:de:Martin Stephan (Geistlicher)

w:de:Georg Christian Knapp

Magnus Friedrich Roos und die Deutsche Christentumsgesellschaft : Ein Beitrag zum .... Tierschutzpredigten und Tierschutzvereine in Dresden : Die Bedeutung Dresdens für die

500 Publikationen - Osnabrück University - Evangelische Theologie: Magnus Friedrich Roos und die Deutsche Christentumsgesellschaft : Ein Beitrag zum Thema „Württemberg und ...]

Vorsteher der Dresdener Gesellschaft war um 1819 Burghart.

Im Christian Friedrich Spittler-Archiv im Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt existieren im Bestand der Deutschen Christentumsgesellschaft von 1777-1839 Briefe von Burghardt, J. G., Dresden aus den Jahren 1811-1821.[14]

Im fraglichen Zeitraum passen in Dresden diese Initialen nur auf den seit 1816[15] nachweisbaren Actuar bei der General=Accise=Inspection zu Dresden Johann George Burkhardt, der damals zusammen mit dem Finanz=Kanzellisten beim geheimen Finanz=Collegium George Adolph Burkhardt auf der großen Meißner Gasse Nummer 10 in der Neustadt wohnte. George Adolph Burckhardt war bereits 1799 als Finanzkanzlist tätig und wohnte damals am Kohlmarktim Hause Neustadt Nummer 10, die frühere Bezeichnung für dasselbe Haus. Er ist nur noch 1817 an dieser Adresse nachweisbar[16] und ab 1819 bereits nicht mehr im Dresdner Adreßbuch verzeichnet.[17]

Der Actuar Johann George Burkhardt lebte noch bis (mindestens) 1820 in der großen Meißner Gasse Nummer 10, dann mußte er das Haus offenbar verlassen und ist von 1822 bis 1824 auf der Ritterstraße Nr. 149 zu finden. Diese Straße hatte nicht 149 oder mehr Häuser, sondern gemeint war das Haus Nummer 149 in der Neustadt. Ab 1826 lebte Johann George Burkhardt dann in der Pirnaischen Gasse Nummer 705, dem Haus, in welchem der Buchbinder Friedrich Adolph Burckhardt bereits 1799 wirkte (damals als große Schießgasse 705 bezeichnet).[18]

1829 findet man Johann George Burkhardt im Stadtmagistrat.[19] Seine Berufsbezeichnung lautete General=Accise=Sub=Coinspector, darüber hinaus ist er Coinspector der Kreutzschule (im Missions-Hülfsverein hatte er mit dem Conrector der Kreuzschule, Baumgarten-Crusius, zusammengearbeitet). Bei der Annenschule und Annenkirche und beim Stadtkrankenhaus fungierte er als Inspector, in der Comissionsstube und dem Stadtgericht in Neustadt als Assessor und bei der Personensteuer=Einnahme und dem Sparkasseninstitut als Deputirter. Über ein Engagement bei der Christentumsgesellschaft oder im Missions-Hülfsverein geben die Quellen von 1829 keinen Aufschluß. Vielleicht hat er solches nach 1821 reduziert oder ganz aufgegeben.


w:de:Christian Friedrich Spittler


Online Archivkatalog des Staatsarchivs Basel-Stadt: CH-000027-1 Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt: PA Privatarchive: Privatarchive Nrn. 651 - 700: PA 653 Christian Friedrich Spittler-Archiv (1609-1970): PA 653a Christian Friedrich Spittler-Archiv (1609-1970): D.D.: Deutsche Christentumsgesellschaft (1777-1839): D. D. 31: Briefe von Burghardt, J. G., Dresden (1811-1821) und D.D. 39 Adressbuch der Deutsch. Christentums Gesellsch. 1818 Neuaufnahmen 1819-1824 (1818-1824)

Stadtmagistrat: Johann George Burkhardt, Adreßbuch Dresden 1829: gr. Schießgasse 705 - Assessor bei der Comissionsstube, und dem Stadtgericht in Neustadt, General=Accise=Sub=Coinspector, Coinspector der Kreutzschule, Inspector der Annenkirche und Schule, ingleichen des Stadtkrankenhauses, auch Deputirter bei der Personensteuer=Einnahme und dem Sparkasseninstitut

Adreßbuch 1827: Actuare: Pirnaische Gasse 705., 1826, 1824: Neustadt, Ritterstraße 149, 1823 ebda., 1822 ebda., 1816: Actuarien: Neustadt, gr. Meißner Gasse 10, 1817 ebda., 1819: ebda. - 1819: Burghardt; George Adolph nicht nachgewiesen, 1820 ebda., 1812: nicht nachgewiesen


1817: Das geheime Finanz=Collegium: George Adolph Burkhardt, Neustadt, gr. Meißner Gasse 10

1816: Das geheime Finanz=Collegium: George Adolph Burkhardt, Neustadt, gr. Meißner Gasse 10

1811: Das geheime Finanz=Collegium: Finanz=Kanzellisten: George Adolph Burkhardt, Neustadt, gr. Meißner Gasse 10, 1812, 1810, 1809

George Adolph Burckhardt, Finanzkanzlist, Kohlmarkt, Neust. 10, Adreßbuch 1799

Friedrich Adolph Burckhardt, Buchbinder, große Schießgasse 705, Adreßbuch 1799

1809: George Adolph

1810: George Adolph

1810: Burkhardt, 1811, 1812, 1816, 1817, 1819, 1820, 1822, 1823, 1824, 1826, 1827, 1829


Brief von Gottfried Burghardt an Gotthilf August Francke (1696-1769). Franckesche Stiftungen, Studienzentrum August Hermann Francke, Archiv und Bibliothek; Missionsarchiv; Signatur: Missionsarchiv / Indienabteilung: AFSt/M 3 H 9 : 46; Memel; Missionsspende; Empfehlung seines Enkels.

Brief von Gotthilf August Francke an Gottfried ? Burghardt. Franckesche Stiftungen, Studienzentrum August Hermann Francke, Archiv und Bibliothek ; Missionsarchiv; Signatur: Missionsarchiv / Indienabteilung: AFSt/M 3 L 6 : 30; Francke, Gotthilf August (1696-1769) an Burghardt, Gottfried; Halle, 28.08.1739; Weiterleitung eines Briefes aus Indien; Tod Ch. F. Pressiers. Pressier, Christian Friedrich (1697-1738)

Brief von Gottfried Burghardt an Gotthilf August Francke. Franckesche Stiftungen, Studienzentrum August Hermann Francke, Archiv und Bibliothek ; Missionsarchiv; Signatur: Missionsarchiv / Indienabteilung: AFSt/M 3 G 6 : 25; Spende zugunsten der Mission in Tranquebar und des Hallischen Waisenhauses.; Siehe auch Missionsrechnung des Jahres 1731: AFSt/M 3 F 5.

Brief von Gotthilf August Francke an Herrn Burghardt. Franckesche Stiftungen, Studienzentrum August Hermann Francke, Archiv und Bibliothek ; Missionsarchiv; Signatur: Missionsarchiv / Indienabteilung: AFSt/M 3 L 7 : 56; Halle; Übersendung der neuesten (45.) Continuation der Halleschen Missionsberichte

Brief von Gotthilf August Francke an Herrn Burghardt. Franckesche Stiftungen, Studienzentrum August Hermann Francke, Archiv und Bibliothek ; Missionsarchiv; Signatur: Missionsarchiv / Indienabteilung: AFSt/M 3 L 8 : 78; Halle; Übersendung der 46. Continuation der Halleschen Missionsberichte.

--Methodios 17:49, 22. Aug. 2025 (CEST)Beantworten

Anmerkungen

[Bearbeiten]
  1. Vgl. Gersdorf (Markersdorf).
  2. Vgl. Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Gross-Hennersdorf auf Wikisource.
  3. 1672.
  4. Nachfolger von Karg in Wilschdorf: 1768 Gerhardt, Johann Friedrich und 1781 Thenius, Johann Gottlieb, *1721 in Dresden http://christophorus-dresden.de/?page_id=123
  5. Vgl. Schlacht bei Jena und Auerstedt.
  6. Vgl. Löben.
  7. geb. 3. März 1789 in Wittenberg als Sohn eines Wittenberger Professors der Medizin, gest. 12. November 1849 in Colditz
  8. Diaconi zum heiligen Kreuz
  9. Die (Sack)Gasse hinter der Kreuzkirche 545 verlief an der rechten Seite der Superintendentur, beim Betreten derselben lag die Superintendentur also linkerhand und ihr rechterhand gegenüber standen Wohnhäuser. Leonhardi wohnte im vorletzten Haus vor dem Gassenende; heute befindet sich an dieser Stelle in etwa die Südseite des Innenhofs des Rathauses. Der Dresdner Adreß-Kalender auf das Jahr 1819 führt auf Seite 108 unter Kirchen und Schulen. A. Evangelische Kirchen- und Schullehrer. An der Kreuz=, Frauen= und Sophienkirche aus: M[agister] Gust. Ernst Ch Leonhardi, Diac[on] u. Nachm[ittags] P[rediger] h. d. Krzk. 545.
  10. Montags den 16. August 1819, Abends 5 Uhr
  11. sechs folgende christliche Freunde
  12. Majida Hamilton: Mission im kolonialen Umfeld: deutsche protestantische Missionsgesellschaften in Deutsch-Ostafrika, Universitätsverlag Göttingen, 2009 - 109 Seiten, hier: S. 35.
  13. Mitarbeiter/innen: Lehrstuhl für Systematische Theologie und theologische Gegenwartsfragen der Universität Regensburg: Apl. Prof. D. Dr. Rudolf Keller Lehrbeauftragter für Kirchengeschichte, Seckendorffstraße 14, 91522 Ansbach; Lutherischer Dienst, 48. Jahrgang (2012), Heft 3, 20f.: Apl. Prof. D. Dr. Rudolf Keller Gemeindepfarrer in Lehrberg bei Ansbach, 1997 Privatdozent, 2006 Apl. Prof., 2009 Vizepräsident des Martin-Luther-Bundes. (abgerufen am 5. Juni 2019)
  14. Online Archivkatalog des Staatsarchivs Basel-Stadt: CH-000027-1 Staatsarchiv des Kantons Basel-Stadt: PA Privatarchive: Privatarchive Nrn. 651 - 700: PA 653 Christian Friedrich Spittler-Archiv (1609-1970): PA 653a Christian Friedrich Spittler-Archiv (1609-1970): D.D.: Deutsche Christentumsgesellschaft (1777-1839): D. D. 31: Briefe von Burghardt, J. G., Dresden (1811-1821) und D.D. 39 Adressbuch der Deutsch. Christentums Gesellsch. 1818 Neuaufnahmen 1819-1824 (1818-1824).
  15. 1816: Actuarien: Joh. George Burkhardt, Accis=Inspector, Neustadt, gr. Meißner Gasse 10.
  16. 1817: Das geheime Finanz=Collegium: George Adolph Burkhardt, Neustadt, gr. Meißner Gasse 10
  17. 1819: Burghardt; George Adolph nicht nachgewiesen, 1820: Burghardt; George Adolph nicht nachgewiesen.
  18. Adreßbuch 1799.
  19. Stadtmagistrat: Johann George Burkhardt, Adreßbuch Dresden 1829: gr. Schießgasse 705 - Assessor bei der Comissionsstube, und dem Stadtgericht in Neustadt, General=Accise=Sub=Coinspector, Coinspector der Kreutzschule, Inspector der Annenkirche und Schule, ingleichen des Stadtkrankenhauses, auch Deputirter bei der Personensteuer=Einnahme und dem Sparkasseninstitut.