Diskussion:Einführung in das Christentum/ Wer ist ein Christ?

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Wodurch unterscheidet sich ein Christ von allen anderen Religionen ? Wer ist ein Christ ?

Christ ist der, der die Natur von Jesus Christus hat, der ein zweiter Christus geworden ist (wie Paulus sagt: Nicht mehr ich lebe sondern Christus lebt in mir!) und der die Werke Jesu Christi in seinem Leben tut ohne menschliche Kraft und nur durch Wirken des Hl. Geistes. Diese sind: Liebe zu den Feinden, zu denen die ihn zerstören, die ihm böses antun. Christ ist weiters der, der die Sünde aller Menschen mit denen er lebt bereitwillig auf sich nimmt, der Böses mit Gutem vergilt, der die linke Wange hinhält wenn er auf die Rechte schon geschlagen wurde und der sich gegen die Bosheit der Welt nicht wehrt sondern sie auf sich nimmt!

Beispiel: Wenn z. B. eine Christin einen Mann hat, der ein Alkoholiker ist, der täglich betrunken nach Hause kommt, sie schlägt, erniedrigt und verachtet, dann wird diese Frau nicht in erster Linie ihr eigenes Leben schützen (dies wird sie sicher tun müssen), sondern immer auch gemäß der Lehre Jesu ihren Mann mit Geduld, Liebe und Gebet zu tragen versuchen. Das ist das Christentum, das ist was Jesus Christus verkündet hat, wozu er die Jünger gerufen hat, und wodurch die Welt gerettet wird! Diese Liebe, die Liebe in der Dimension des Kreuzes!

Wie tun die Christen das ? Weil sie so gut, so brav, so vorbildlich .. sind ? - Keineswegs!

Der Christ tut das, weil er in seinem Leben Christus begegnet ist, dem Auferstandenen, weil er in seinem Leben diese Liebe erfahren hat und in konkreten Fakten experimentiert hat daß genau diese Liebe den Tod besiegt hat.

Christ ist also der, der das ewige Leben in sich hat, der die Werke des ewigen Lebens tut, der über die Wasser des Todes gehen kann ohne Kraftanstrengung.

Desswegen sagt auch der Hl. Chrysostomos zu den Taufbewerbern in der Urkirche: Ihr könnt nicht getauft werden, wenn ihr die Feinde nicht ohne Anstrengung liebt!

Idealer Christ?[Bearbeiten]

Natürlich wird schon Ghandi nachgesagt, er habe auf die Frage, warum er, da er doch schon so christliche Ideale lebe, nicht Christ würde.

Seine Antwort war, wenn die Christen erlöster schauen würden, würde er Christ.

Also kann es nicht am Verhalten allein liegen.

In der Apostelgeschichte hat übrigens schon Petrus getauft. Und dies ist auch, was einen Menschen zum Christen macht: Das Bekenntnis des Glaubens und das Zeichen der Christlichen Kirche, diesen Menschen aufzunehmen. Der Täufling legt das alte, alle alten Sünden ab und zieht sozusagen Christus an. Er kehrt um und bekennt sich zu Christus.

Apostelgeschichte, Kap. 2, Vers 37 37 Als sie aber das hörten, ging's ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? 38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.39 Denn euch und euren Kindern gilt diese Verheißung und allen, die fern sind, so viele der Herr, unser Gott, herzurufen wird. 40 Auch mit vielen andern Worten bezeugte er das und ermahnte sie und sprach: Lasst euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht! 41 Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. 42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. 43 Es kam aber Furcht über alle Seelen und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. 44 Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam.

So, und was ist mit den Christen, die sündigen?

Sie bleiben Christen.

Und sie können immer wieder zum Vater zurückkehren. (Lukas Kap. 15, 11 Gleichnis vom verlorenen Sohn.)

Und was bedeutet das für uns?

Es bedeutet, dass wir nicht einfach vor uns hin leben dürfen und tun und lassen was uns gefällt. vielmehr müssen wir immer wieder darauf achten, dass wir Gutes tun und immer wieder den richtigen Lebensweg suchen.

Wir müssen den nächsten lieben, auch den Feind, aber nur so wie uns selbst. (Lukas 10, 27)

Das heißt also, dass wir nicht ohne Widerspruch jede Ungerechtigkeit erleiden müssen. Ich bin nicht gezwungen mich immer wieder in eine selbstzerstörerische Situation begeben. Eine Frau muss sich von ihrem Ehemann nicht schlagen lassen - wo kämen wir Christen hin? Der Ehemann hat die Pflicht, seine Frau zu ehren. Die Trennung aus guten Gründen ist also erlaubt - egal, wie man zur Scheidung selbst steht.

Glaubensbekenntnis[Bearbeiten]

Selbst in einer Kirche ist man sich nicht immer einig, wen man noch zu den Christen zählen kann und wen nicht. Damit es aber nicht zu einer ungerechtfertigten Ausgrenzung kommt, wird in vielen Kirchen ein Glaubensbekenntnis gemeinsam gesprochen. Das bekannteste ist das altrömischen so genannte Apostolisches Glaubensbekenntnis aus dem 2. Jahrhundert, welches in dieser oder ähnlicher Weise rezitiert wird.

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,

und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche (/katholische[1]) Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten (wörtlich: des Fleisches)
und das ewige Leben.
Amen.

Ob man durch das rezitieren eines Glaubensbekenntnis zu einem Christen wird, und ob man alles was in dem Bekenntnis ausgesagt wird auch zu 100% glauben muss, sei mal dahingestellt. Jedenfalls weiß man durch solch ein Glaubensbekenntnis, worum es Christen geht (oder vielleicht gehen sollte).


1. Wichtig ist für mich noch der Hinweis, dass die im Glaubensbekenntnis genannte Aufertehung der Toten/des Fleisches deutlich etwas anderes meint als das vom Hauptautor angeführte "Weiterleben der Seele nach dem Tode". Davon ist im Christentum definitiv nicht die Rede, Auferstehung ist kein "Weiterleben", sondern ein souveräner Schöpfungsakt Gottes. Ein Blick in 1. Kor 15 genügt, und auch der Auferstandene ist keine "Seele" und kein körperloses Gespenst, sondern auf eine besondere Art und Weise "ganz". Wie das im Einzelnen aussieht, wird schon in der Heiligen Schrift durchaus unterschiedlich bewertet. Der Begriff einer vom Körper losgelösten Seele jedenfalls ist der biblisch-christlichen Tradition fremd und ein Eintrag von außen. Unser moderner Begriff der "Seele" passt schon gar nicht. Ich würde auf ihn lieber verzichten, jedenfalls in diesem Zusammenhang. Besser wäre es, wenn es nicht zu merkwürdig klänger, von der Auferstehung der Person zu redne, das trifft das von der Bibel gemeinte am ehesten. Die Integrität des Individuum soll ja gerade gewahrt bleiben.

2. Zum Christ wird man durch die Taufe, darin sind sich alle Kirchen einig. Darum ist sie auch das Sakrament, das von allen Kirchen anerkannt wird, und darum steht sie als einziges Sakrament auch im Glaubensbekenntnis. Wer sie nicht ankerkennt, ist keine Kirche im traditionellen Sinne. Da "Kirche" kein geschützter Name ist, kann sich freilich Kirche nennen, wer das will. Aber im Selbstverständnis der Kirchen ist ein Kirche dann Teil der ökumenischen Gemeinschaft, wenn sie die Taufe und die altkirchlichlichen Bekentnisse von Nizäa, Konstantinopel und Chalzedon anerkennt. Und Christ ist man, wenn man einer dieser Kirchen angehört. Auf den individuellen Glauben als Kriterium für das Christsein kann man - wegen der Sünde - gerade nicht setzen. "Christ" zu sein bekommt man zugesprochen, um das dann in seinem Leben einzuholen. Die Antworten des Autors auf die Frage "Wer ist ein Christ" sind daher zu individualistisch und zu kurz.

Christin[Bearbeiten]

Das Beispiel einer Frau, die sich von ihrem alkoholkranken Ehemann verprügeln lässt und dies alles auf sich nimmt und für ihn betet usw empfinde ich als frauenverachtend. Eine vernünftige Christin wird alles daran setzten um ihren Mann zu einer Therapie zu bewegen, auch indem sie sich von ihm räumlich trennt. Das Bild von der christl. Frau als "Dulderin" ist nur eine Seite der Unterdrückung. --80.129.120.47 20:37, 18. Apr. 2008 (CEST)[Beantworten]

Ich denke auch, dass sich die Christin besser verhalten kann, als nur die Schläge hinzunehmen und zu beten usw. Wer das von einer Christin erwartet, der ist in der Tat frauenverachtend. Aber: nicht jede Christin wird deshalb von ihrem Mann geprügelt und nicht jeder Mann einer Chris--88.69.57.239 22:28, 31. Mär. 2009 (CEST)tin ist Alkoholiker oder gewalttätig. Ich denke, das Beispiel der duldenden Ehefrau sollte nur einen Kontrast zu den üblichen (und auch verständlicheren) Reaktionen von Frauen mit Gewalterfahrungen in der Ehe darstellen. Niemandem ist es zu wünschen mißhandelt zu werden, doch wie der Vergleich mit Jesu Martyrium zeigt, ist der Weg manches Jesusnachfolgers mit viel Leid verbunden. So kann ich mir vorstellen, dass die geschlagene Christin vielleicht aus Liebe zu ihrem ungläubigen Mann ausharrt, den sie möglicherweise sogar vor ihrer Bekehrung geheiratet hatte. Ihre Hoffnung mag darin bestehen, diesen Grobian nicht aufzugeben, weil sie weiß, dass ihre jetzigen Leiden mit den späteren des Prügelmannes nicht zu vergleichen wären. Aber: sie hätte die freie Wahl, sich zu trennen. Dass Jesus in diesem Falle der Frau rät, nicht wiederzuheiraten, mag auch der geschundenen Frau entgegenkommen, da sie ja nicht nocheinmal das durchmachen will.[Beantworten]

Wer ist echt?[Bearbeiten]

Wer echter Nachfolger Chisti ist, weiß der Herr, da Er die Seinen kennt.

Man selbst kann es auch wissen. Man kann sich aber auch selbst betrügen. Wer echte Gewißheit hat, hat sie von Ihm. Dazu ist es unbedingt notwendig, Ihn zu kennen.

Gott hat sich in der Bibel vorgestellt, die Jesus Christus stets herangezogen hatte. Der himmlische Vater kann zwar auch anders erkannt werden, etwa durch die Schöpfung, durch Gebetserhörung, oder etwa durch sein rettendes Eingreifen in der Not, aber vorgestellt hat er sich uns in der Bibel = in seinem Wort.

Was ist mit der Auferstehung???[Bearbeiten]

Wenn ich erklären wollen würde, was ein Christ ist, würde ich mich wohl auf die verschiedenen Glaubensbekentnisse beziehen, v.a. natürlich das oben genannte Apostolisches Glaubensbekenntnis. Der Glaube an Jesus Christus hat mit Christ-Sein erstmal gar nichts zu tun. Sondern dafür reicht der "Glaube an die Wissenschaft" vollkommen aus. Wissenschaftler "glauben", dass Jesus Christus vor etwa 2000 Jahren tatsächlich gelebt hat. Christen glauben das natürlich auch. Aber das entscheidende Kriterium ist der Glaube an die Auferstehung - und das "Nachfolgen-wollen" - natürlich. Das unterscheidet den Christen vom Atheisten. Wer echter Christ ist, dass entscheidet am Ende Gott - denn nur er blickt ganz tief in unsere Herzen und weiss immer ganz genau was wir in Wirklichkeit denken und fühlen und was wir nur nach aussen hin vorgeben.

Vorsicht! "Glauben" bedeutet im religiösen Sinne nicht "etwas Nichtnachweisbares für wahr halten", sondern auf Gott bedingungslos zu vertrauen. Biblisch gesehen ist der Glaube tatsächlich das entscheidende Kriterium. (Vgl. Mk 16,16; Joh 11,25f.; Röm 3,28). Das Glaubensbekenntnis liefert eine gute inhaltliche Bestimmung des Glaubens.

Die Bedeutung der Riten "Glaubensbekenntnis sprechen", Taufe und Konfirmation bzw Kommunion gehören hier auch rein. Man kann anklingen lassen, dass z.B. die Baptisten die Kindstaufe ablehnen - weil Kinder sich noch nicht bewusst und mündig zu Gott bekennen können... --impulsiv. 22:28, 31. Mär. 2009 (CEST) Dazu müsste man dann aber auch schreiben, dass die Taufe nach u.a. lutherischem Verständnis als Sakrament das Handeln Gottes zum Inhalt hat, das sich unabhängig von der Mündigkeit des Täuflings vollzieht.[Beantworten]


  1. In den Kirchen der Reformation wird nicht der Ausdruck „katholische Kirche“, sondern „christliche Kirche“, „allgemeine Kirche“ oder „allgemeine christliche Kirche“ verwendet, um das Missverständnis zu vermeiden, die römisch-katholische Kirche sei gemeint. Katholisch bedeutet wörtlich „allgemein“,„ weltumspannend“, oder „universal“ (gr. katholikos), bezieht sich also nicht zwingend auf die römisch-katholische Kirche − es gibt aber Christen, die der katholischen Kirche vorwerfen, diese Tatsache als Vorwand zur Verschleierung dafür zu nutzen, dass in Wirklichkeit sehr wohl die Institution römisch-katholische Kirche gemeint sei.

Ostern[Bearbeiten]

Ich halte die fettgedruckten 3 Optionen auch für etwas trivial. Statt Mitglied einer Kirche sollte es Taufe heißen. "Durch Taten" ist biblisch und Grundzug und einer der wichtigsten Streitpunkte der Reformation.

Jedoch: "An Jesus" zu glauben ist nun wirklich keine Erklärung. Was heißt hier "an"?. Die ersten Diskussionsbeiträge sind für eine Buchveröffentlichung wohl wenig zu gebrauchen. Später kamen mit der Erwähnung des Glaubensbekenntnisses einige etwas bessere (auch weil neutralere) Beiträge hinzu. Um mal einen halbwegs knapp und hoffentlich zutreffend präzis gehaltenen Versuch zu wagen, der wohl das wesentliche zuspitzt (der unter Theologen so ziemlich unstrittig wichtigste Vers der Bibel ist Joh, 3,16):


Ein (gläubiger!) Christ teilt die Grundlagen des christlichen Glaubens. Als seine entscheidende Essenz gilt hierfür der Tod und die Wiederauferstehung Jesu als Opfer zur Vergebung der Sünde. Ostern ist der Kern des christlichen Glaubens. Wer in der Kreuzigung nur einen bedauerlichen Justizirrtum erkennen kann, kann kein gläubiger Christ sein.


Ich habe leider keine Zeit und Muße intensiv an diesem Projekt mitzumachen, hoffe aber dass dieser entscheidende Punkt beachtet und eingearbeitet wird! --Renzo80 05:24, 5. Dez. 2013 (CET)[Beantworten]