Diskussion:Handbuch Webdesign: Farbenlehre

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Die digitale Farbe[Bearbeiten]

Da gibt es ja erstaunliche Behauptungen:

a) 'Viel mehr als "True Color", Farben in 32 bit, kann das menschliche Auge nicht wahrnehmen, daher der Name.'

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, simulieren alle digitalen Farbmodelle nur einen (großen) Teil des sichtbaren Spektrums ab, es gibt also durchaus Bereiche, die damit nicht gut oder gar nicht dargestellbar sind, kann man sicher bei wikipedia bei den Farbmodellen nachschlagen. Es gibt wohl durchaus Modelle, die einen größeren Bereich simulieren können als etwa das übliche RGB oder HSB. Ein anderes Problem ist natürlich, daß bei "True Color" der Farbeindruck nur mit drei unterschiedlich farbigen Lichtquellenarten erzeugt wird, während 'normale' Farben ganz anders entstehen, vom menschlichen Auge aber natürlich trotzdem wahrgenommen werden können, sie auch Punkt b).

b) 'Auf dem Monitor werden die gleichen drei Farben verwendet wie für das Licht an sich: rot, grün und blau.'

Das 'Licht an sich' hat ja nicht drei Farben, sondern ein kontinuierliches Spektrum an Frequenzen oder Wellenlängen. Gemeint ist hier vermutlich eher, daß diese Monitore optimiert sind für die bei den meisten Menschen vorhandenen Farbrezeptoren im Auge - die haben eine unterschiedliche spektrale Empfindlichkeitsverteilung, woraus das Gehirn einen Farbeindruck konstruieren kann. Das Ergebnis ist gegenüber dem wirklichen Spektrum dann zwangsläufig mehrdeutig, was dann eben auch bei den Monitoren ausgenutzt wird. Da funktioniert so aber nur bei Augen mit diesen Rezeptoren, andere (nicht menschliche) Augen können da einen ganz anderen Farbeindruck haben, weil sie etwas anders funktionieren.

Insgesamt empfiehlt es sich hier also, entweder gar nicht darauf einzugehen, was die Computerfarben mit Licht oder der (menschlichen) Wahrnehmung von Licht zu tun haben oder das genauer zu formulieren, um da nicht falsche Mythen zu nähren.


Zu 'Nur in Grafikprogrammen: HSB':

Hinsichtlich anderer Farbräume nur der Hinweis, daß das entsprechende CSS3-Modul inzwischen nicht nur eine Empfehlung ist, sondern auch ganz gut in diversen Programmen implementiert ist, man kann das also durchaus für das 'webdesign' nutzen und muß nicht unbedingt rgb verwenden (dazu gibt es auch bereits einen Abschnitt im CSS-Buch).

Doktorchen 11:14, 29. Nov. 2013 (CET)