Diskussion:Mehr wilde Natur durch Gartenrenaturierung/ Nachruf auf den deutschen Wald – Ein Essay

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Für mich am eindrucksvollsten war das  Waldsterben im Bayerischen Wald.

  • siehe Auf dem weg zum Lusen (On the way to Lusen) - geo.hlipp.de - 6068.jpg

Zwischen Rachel und Lusen gab es ein flächenhaftes Absterben vor allem der Fichten. Interessant war auch die anfangs sehr umstrittene Entscheidung der Nationalparksverwaltung, die Baumleichen alle stehen zu lassen und dem natürlichen Umbau Grundlage und Zeit zu geben. mit freundlichem Gruß aus Franken Benutzer:Rho

Danke!
Hallo rho! Bin ganz neu hier bei Wiki, mein erstes Buch.
Waldsterben: Gutes Photo in dem Zusammenhang. Warst Du in der letzten Zeit mal wieder an der selben Stelle? Die Kraft der Natur ist überwältigend. Vor 10 Jahren habe ich einen Garten übernommen und wenn ich nicht ein wenig eingreife stände ich heute in einem 5 bis 6 m hohen Wäldchen. Hier werden jährlich jede Menge Samen von verschiedenen Arten Baum vergraben & vergessen (Eichhörnchen, Häher usw.). Das viele Licht läßt die Bäume extrem schnell wachsen. In einem natürlichen Wald (Urwald) wäre eine junge Buche mit 2 m Höhe beispielsweise schon 100 Jahre alt. Schönen Gruß aus dem südlichen Niedersachsen, --Phaceliasdream 10:51, 14. Jun. 2019 (CEST)
Hallo Phaceliasdream

Ich war im letzten September mit dem Fahrrad auf dem  Arber. Auch das Gebiet um den Arber war und ist stark vom Waldsterben betroffen. Im Gegensatz zum Nationalpark Bayerischer Wald hat man hier die Baumleichen weitgehend abgesägt und abtransportiert. Deswegen ist der Höhenzug vom großen Arber bis zum Enzian ziemlich baumfrei geworden. Das bietet für den Wanderer oder Fahrradtouristen unglaublich schöne Ausblicke. Aus Sicht der Waldgesundheit und Bodenbeschaffenheit ist das aber sicher ein trauriges Gebiet. Allerdings war es auch früher schon wegen seiner Höhenlage eine Waldgrenzregion. Spannend wäre hier der Vergleich in Sachen Waldsterben zwischen dem nicht bewirtschafteten Flächen des Nationalparks und dem weiter bewirtschafteten Gebiet westlich des Arbers. Es wird dazu sicherlich Veröffentlichungen geben, die ich aber nicht kenne.

Zu deinen Beobachtung mit den Bäumen im Garten möchte ich noch zwei Punkte beitragen. In meiner Heimat dem  Frankenwald gibt es immer noch große Schieferhalden vom früheren Schieferabbau. Interessant ist dabei, wie lange es dauert bis die rutschigen Schieferhalden wieder langsam zuwachsen. Es dauert Jahrzehnte. Der entscheidende Pionierbaum ist dabei, wie so oft die Birke. Dabei wird von so manchen die Birke als Unkraut des Waldes tituliert. Außerdem fällt mir bei meinen Hundespaziergängen auf, wie gut sich der Walnußbaum ohne menschliches Zutun im Wald ausbreitet. Wahrscheinlich sind es vor allem Eichhörnchen, die hier die Hauptarbeit leisten.

Schöne Grüße aus Kronach und mach weiter mit deinem Buch. Ich werde es meiner Frau zur kritischen Mitarbeit empfehlen. Sie hat viel mehr Ahnung von Gartenwirtschaft und Natur im Garten als ich. Benutzer:Rho87.149.132.60 20:54, 14. Jun. 2019 (CEST) siehe auch Kronacher Ausflüge

Hallo rho!
Dank für den Bericht aus deiner Region. Weiß man eigentlich um Flora und Fauna bevor der Schieferabbau begann?
Ja, hier im Flachland entwickelt sich, wenn man eine Fläche in Ruhe läßt, ein Wald mit diversen Arten sehr schnell. Ganz allgemein sind je nach Bodenbeschaffenheit – und vor allem wachsender Höhe – immer mehr angepasste Spezialisten nötig um das Terrain zu besiedeln. Der schnelle Klimawandel ist dabei hinderlich denn Flora und Fauna wandern nach oben wie auch – aus unserer Sicht – nach Norden. Ich fürchte, diese Entwicklung ist schneller als die Anpassungsfähigkeit der Natur. Und in den Bergen ist ja in Sachen Höhe irgendwann Schluß.
Das Frankenland ist wirklich schön. In Hof hatte ich mal einen guten Freund der mich mit seiner BMW und den guten, lokalen Bieren angesteckt hat. Wir sind durch wunderschöne Täler gefahren und haben in so manchem Dorfgasthaus sehr gut gespeist. Schlachter- und Brauereien in einem Hause.
Es wird nicht mehr allzulange dauern bis ich das Buch in den ANR schiebe. Hilfe kann man immer gebrauchen. Man kann nicht alles wissen. Bis 2012 etwa war ich ins Sachen Botanik nahezu ahnungslos.
In Sachen Essay: Darf ich evtl. dein Bild benutzen ? Schöne Grüße, --Phaceliasdream 11:06, 15. Jun. 2019 (CEST)
Hallo rho!
Habe hier noch drei interessante links gefunden:
Grüße, --Phaceliasdream 13:08, 26. Jun. 2019 (CEST)