Diskussion:Philosophen über Ästhetik/ Friedrich Schiller

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Schillers Briefe[Bearbeiten]

Ich habe leider ab Brief Zweiundzwanzig nur Stichpunkte und weiß noch nicht, ob ich dazu kommen werde, diese einzarbeiten. Daher stelle ich die Notizen erstmal auf der Diskussionsseite allen zur Verfügung. --Rodja 01:49, 1. Nov. 2007 (CET)[Beantworten]

Kunst (Brief Zweiundzwanzig und Sechundzwanzig)[Bearbeiten]

Kunst hebt in ihrer höchsten Vollendung all ihre Schranken auf. Sie entflieht ihrem Medium um allumfassend und ganzheitlich auf das ästhetische Empfinden wirken zu können und die Form vertilgt den Inhalt, »denn durch die Form allein wird auf das Ganze des Menschen, durch den Inhalt hingegen nur auf einzelne Kräfte gewirkt« [S. 88, Z. 22]. ·unversehrtheit nach der Betrachtung wahren ·es liegt auch am Betrachter, wenn er Form vermisst und nur Inhalt sieht ·der den Spieltrieb nachahmende Bildungstrieb behandelt den Schein als etwas selbstständiges ·Schein und Wirklichkeit werden so als getrennt angese- hen ·mit dem Vermögen zur Form ist also auch das Vermögen zur nachamen- den Kunst gegeben ·je besser der Mensch fähig wird beim bloßen Schein zu verweilen, desto eher gelangt er zum ästhetischen Kunsttrieb

Staat und Erziehung (Brief Dreiundzwanzig bis Siebenundzwanzig)[Bearbeiten]

·um Menschen vernünftig zu machen, müssen sie zuvor ästhetisch gemacht werden ·schwerer Schritt: sinnlich nach ästhetisch, leichter Schritt: ästhetisch nach vernünftig ·Wichtige Aufgabe der Kultur: physisches Leben muss der Form unterworfen werden ·»Der Mensch in seinem physischen Zustand er leidet bloß die Macht der Natur; er entledigt sich dieser Macht in dem ästhetischen Zustand, und er berherrscht sie in dem moralischen« [S. 95, Z. 28], das ist natürlich nur der Idee nach getrennt ·mit Vernunft ist die Möglichkeit dieses Weges schon gegeben, wird aber erst durch die Freiheit entschieden ·Sinnlichkeit verfälscht lange Zeit die Antworten der Vernunft ·dies wird nur als Fessel empfunden, noch nicht als Befreiung · »er soll Mensch seyn; die Natur ihn aber nicht ausschließend und die Vernunft soll ihn nicht bedingt beherrschen. Beyde Gesetzgebungen sollen vollkommen unabhängig von einander bestehen, und dennoch vollkommen einig seyn« [S. 101, Z. 32].

·»jedem Schreckniß der Natur ist der Mensch überlegen, sobald er ihm Form zu geben und es in sein Objekt zu verwandeln weiß« [S. 103, Z. 22]. ·die Unvereinbarkeit der beiden menschlichen Naturen wird durch die Schönheit aufgehoben · »sie ist zugleich unser Zustand, und unsere That« [S. 105, Z. 10], so das wir »die Form unmittelbar zu empfinden glauben« [S. 105, Z. 5].

·Man entflieht der »Sklaverey des thierischen Standes« [S. 107, Z. 31], in dem man »die Freude am Schein, die Neigung zum Putz und zum Spiele« [S. 107, Z. 32] entwickelt. ·Sobald Erfahrung zum Genuss wird und einen selbstständigen Wert erlangt, so ist es ästhetisch und der Spieltrieb hat sich entfaltet ·langsam wird der Wert des Scheins erkannt und weiter ausgebaut ·Gestalt und Wert sind also wohl von einander unterschieden und durch die Betonung und Wahrung beider Seiten wird erstens das Reich der Schönheit erweitert und zweitens die Grenze der Wahrheit gewahrt

·»nur die schöne Mitteilung vereinigt die Gesellschaft, weil sie sich auf das Gemeinsame aller bezieht« [S. 121, Z. 17] ·im dynamischen Staat: Beschränkung und Regeln durch Kraft; im ethischen Staat: fesseln durch selbst aufgezwungene Pflichten und Gesetze; im ästhetischen Staat: schöner Umgang miteinander und somit erscheint alles als Gestalt und man steht dem Objekt im freien Spiel gegenüber; dort ist die Grundlage: »Freiyheit zu geben durch Freyheit« [S. 120, Z. 30] · »Das Schöne allein genießen wir als Individuum und als Gattung zugleich, d. h. als Repräsentanten unser Gattung« [S. 121, Z. 28].