Einführung in das Quäkertum/ Zeugnisse

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Einleitung[Bearbeiten]

Materialsammlung[Bearbeiten]

Zeugnisse generell[Bearbeiten]

Ob wir es daher gleich, zur aufbewahrung der zeugnisse die uns anvertraut sind, und zur erhaltung des friedens und guter ordnung in der gesellschaft, für nötig halten, darfs die welche wir zu unseren mitgliedern aufnemen, vorläufig von den lehren solten überzeugt seyn, die wir für wesentlich halten; so fordern wir dennoch von ihnen kein förmliches unterschreiben irgend einiger artikel, weder als eine bedingung unter welcher sie mitglieder werden, noch auch um sich dienste der kirche fähig zu machen. Wir urteilen daher lieber von den menschen nach ihren früchten, indem wir uns auf die hülfe dessen, der durch seine propheten versprochen hat 'ein geist des rechts dem zu seyn, der zu gerichte sitzet.' Ohne dergleichen ist es gefährlich mitglieder in eine gesellschaft aufzunemen, [...][1]

Friedenszeugnis (Peace Testimony)[Bearbeiten]

Das Friedenszeugnis im Wortlaut[Bearbeiten]

Erklärung an Karl II., im Jahre 1660[2]...

Unser Grundsatz und unsere Praxis sind heute wie früher, dem Guten und dem Wohl aller nachzugehen und das zu tun, was dem Frieden dient.
Allen Krieg und Streit sowie Kampf mit äußeren, verletzenden Waffen, gleich zu welchem Zweck und unter welchem Vorwand, lehnen wir entschieden ab; dies ist unser Zeugnis für die ganze Welt. Der Geist Christi, von dem wir geführt werden, ist nicht wandelbar, so dass er uns einmal von etwas als schlecht abhält und uns ein anderes Mal gebietet, es doch zu tun; wir wissen sicher und bezeugen es der Welt, dass der Geist Christi, der uns zur Wahrheit weist, uns nie veranlassen wird, gegen irgendjemanden mit verletzenden Waffen zu kämpfen – nicht für sein Reich und auch nicht für die Reiche dieser Welt.
Unser Bestreben war stets, in der Praxis nicht zu verleugnen, wozu wir uns im Grundsatz bekennen; sondern in Aufrichtigkeit und Wahrheit und gemäß Gottes Wort haben wir uns bemüht, uns nur als das zu zeigen, was wir sind; auf dass wir und unsere Lebensweise sich in die Herzen der Menschen einprägen ...
Denn dieses wünschen und erwarten wir inständig,
  • dass die Reiche dieser Welt zu Gottes und Jesu Reich werden, weil wir Menschen das unsere tun, um die göttliche Kraft reale Wirklichkeit werden zu lassen.
  • dass göttlicher Geist und Wahrheit unserem Leben Maß und Richtung geben,
  • dass dementsprechend alle Menschen der verschiedensten Ansichten und gesellschaftlichen Gruppen zu Liebe und Einheit mit Gott und untereinander finden,
  • so dass alle miteinander die prophetische Vision wahrmachen: "Kein Volk wird gegen ein anderes Volk das Schwert erheben" (Jesaja 2.4)
Unsere Waffen sind geistig und nicht materiell. Unsere Schwerter sind zerbrochen zu Pflugscharen und unsere Speere zu Sicheln, wie es prophezeit worden ist. Daher können wir nicht länger Krieg erlernen, noch uns mit verletzenden Waffen wehren (Micha 4.3) ...
Was immer wir von den Menschen an guten Taten erwarten, das wollen wir ihnen tun. Darin liegt das ganze Gesetz Gottes und die Botschaft der Propheten.

Weitere Friedenszeugnisse[Bearbeiten]

Eigentlich gibt es zwei Friedenszeugnisse. Das erste oben, hatte die Funktion die Verfolgung der Quäker abzustellen, in dem man sich als ungefährlich darstellte. Das zweite Friedenszeugnis ist zwar das selbe, hat aber eine andere Bedeutung bekommen. Es diente nach innen einer Identitätsstiftung. Wie es Claus Bernet in seinem Aufsatz "Kriegsdienstverweigerung im 19. Jahrhundert: Ein Beitrag zum Klischee des Militärstaats Preußen" aus "Militär und Gesellschaft in der Frühen Neuzeit [12 (2008) Heft 2]"[3] schreibt:

[...] Rufus Jones (1863-1948) hatte klar erkannt, dass sich die Friedensfrage hervorragend für sein Modernisierungsprojekt der evangelikalen Quäkerkirche hin zu einer liberalen, mystisch eingestellten Friedensbewegung eignen würde, nicht zuletzt, um die unterschiedlichen Quäkergruppierungen in einem entscheidenden Punkt zu einen. [...] Der Religionssoziologe Thomas Kennedy war, gemeinsam mit dem Historiker J. William Forst, der Meinung, dass das Friedenszeugnis die Identität der Britischen Quäker zwischen den beiden Weltkriegen außerordentlich gestärkt hätte. Friedensarbeit sei der bedeutenste Beitrag der Quäker für das 20. Jahrhundert, der ihre Existenz rechtfertigten würde. Kennedy ging sogar so weit, davon zu sprechen, dass der Erste Weltkrieg und der mit ihm einhergehende pazifistische Aufbrauch nicht nur die Quäker gestärkt, sondern den bevorstehenden Untergang des Quäkertums verhindert habe.

Zeugnis der Einfachheit (Testimony of Simplicity)[Bearbeiten]

Zeugnis der Gleichheit (Testimony of Equality)[Bearbeiten]

Zeugnis der Integrität (Testimony of Integrity)[Bearbeiten]

Thesenvorschlag / Bewertungsversuch[Bearbeiten]

Gruppenaufgaben[Bearbeiten]

Zusatzaufgaben für Bibelfeste[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Claus Bernet, 2007, "Deutsche Quäkerschriften. Band 2: Deutsche Quäkerschriften des 18. Jahrhunderts", ISBN 9783487134086, ISBN 348713408X, Seite:30-31, "Abreiss der Geschischte, der Lehre und der Zucht der Freunde", J.B. Bevan (1792)
  2. "Quäker heute - in Deutschland und Österreich", Bad Pyrmont 2003, ISBN 3-929696-31-2, dort Seite 65
  3. http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2008/2699/ Direktlink: http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2008/2699/pdf/mgfn12_02.pdf