Einführung in die Imkerei/ Magazin

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5.2 Beuten


Beuten[Bearbeiten]

Übersicht

Beuten selbst zu bauen kann sehr lohnend sein. Selbst wenn man das Holz im Baumarkt kauft, was relativ teuer ist, kann man ca. 50% - 70% der Kosten sparen. Der schwierigste Teil an einer modernen Beute ist der Boden. Der Boden muss heute flexibel aufgebaut sein, so dass er vor allem zur Varroabehandlung und -kontrole geeignet ist. Beuten werden in der Regel aus Nadelhölzern gemacht, weil diese relativ leicht sind. Also Tannen-, Fichten oder Kiefernholz. Als besonders brauchbar hat sich Weymouthkieferholz herrausgestellt. es ist leicht, und hat den Vorteil, dass Äste so mitschrumpfen, dass sie nicht herausfallen. Aber normales, möglichst astarmes Kiefern- oder Fichtenholz aus dem Baumarkt um die Ecke tut's auf jeden Fall auch. Wichtig ist, dass das Holz vor der Verarbeitung richtig getrocket wurde. Früher rührte ein Schreiner erst Holz an, das nach dem Sägen mindestens drei Jahre getrocknet wurde. Heute wird Holz in Holztrockenanlagen leider sehr schnell getrocknet. Das führt dazu, dass solches Holz schneller reißt, da sich beim schnellen Trocknen kleine Hohlräume bilden.

Anforderungen[Bearbeiten]

Bevor man sich an den Beutenbau macht sollte man abklopfen, welche Anforderungen eine Beute zu erfüllen hat:

  • Stabil
  • Leicht
  • Schutz des Bienenvolkes vor:
    • Eindringlingen wie Spitzmäuse, Spechte oder auch Hornissen
    • Kälte
    • Feuchte (Frühjahr/Herbst)
    • Wärme (im Sommer)
  • Einfach zu bauen
  • Aufnahme von 10- 12 Deutschen Normalmaßrähmchen (DNM-Rähmchen)
  • gut wartbar (Beispielsweise kann man man einzelne Teile ersetzen? )
  • Einhaltung des Beespace
  • Unterstützung aller imkerlichen Arbeiten:
    • Varroabehandlung
    • Fütterung
    • Ablegerbildung
    • Honigernte

Werkzeug[Bearbeiten]

Damit man wirtschaftlich Zargen bauen kann, habe ich versucht die Anforderungen an die Werkstattausrüstung so einfach minimal wie möglich zu halten:

  • Kreissäge (Entweder stationär oder mit einer Schiene).
  • Stichsäge
  • Bohrmaschine (Gut ist noch, wenn ein Bohrmaschinenhalter verwendet wird.)
  • Kreuzschraubendreher PZ 2.
  • 3 - 4 Leimklemmen
  • Hammer
  • Schleifmittel
  • Holzbohrer 5 mm
  • HSS-Bohrer 2,5 mm
  • Bohrmaschinenhalter, um die Bohrmaschine seitlich an einem Tisch festzumachen.

Wenn Sie mehrere Zargen machen empfehle ich Ihnen noch einen

  • Bandschleifer für die Kantenbearbeitung
  • Oberfräse mit 18mm Nutfräser

PS.: Auch wenn Sie auf meinen Photos meistens Werkzeuge der Firma Festool und Metabo sehen, gibt es natürlich auch andere Hersteller. Grade bei der Kreissäge sollten Sie allerdings ein bisschen Geld ausgeben, da es doch gewaltige Qualitätsunterschiede gibt.

Material[Bearbeiten]

  • Leimholz Kiefer/Fichte/Tanne 18mm
  • PU-Schaumplatten
  • Styroporplatten
  • (Verbundplattenschrauben (aka Spax) 3,5 x 60 Edelstahl
  • Wasserfester Holzleim
  • Lasur für den Außenanstrich


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