Einführung in die Imkerei/ Winterarbeiten

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Winterarbeiten


Im Winter werden die gesamten Arbeiten erledigt, die nicht zeitgebunden sind. Der Winter beginnt für den Imker nach der Einfütterung und endet mit dem Erstarken des Volkes im zeitigen Frühling, sobald das Volk in Brut geht.

Wabenaufbereitung[Bearbeiten]

Waben stellen einen großen Wert für den Imker dar. Es ist wichtig, dass man im Sommer immer genug Waben zur Verfügung hat. Im Winter, wenn am Bienenstand nur wenig Arbeit anfällt muss man sich auf das nächste Jahr vorbereiten. Denn während der Saison bleibt keine Zeit um Waben, oder Beuten zu bauen. Also November bis Februar ist die Zeit, in der ein Imker Waben und Beuten baut. Die im Herbst entnommenen Waben und das entnommene Wachs müssen im Winter aufbereitet werden. Die Waben, die nicht im nächsten Jahr weiter verwendet werden sollen werden ausgeschmolzen. Dies erledigen viele Imker bereits im Spätsommer indem Sie einen Sonnenwachsschmelzer einsetzen. Grundsätzlich sollte man keine bebrüteten Waben lagern. Das heißt alle Waben aus dem Brutraum ausschmelzen! Wenn die Waben aus dem Wachsschmelzer kommen sollte man sie nochmal abschaben und kann sie dann weghängen. Wenn der Draht nicht kaputt oder zu lapprig ist, sollte man ihn möglichst drin lassen. Jetzt im Winter werden die Waben wieder vorgeholt. Die Altwaben werden gelaugt. Dazu bereitet man eine 1% bis 3% Natronlauge die man in einem großen Bottich heiß macht. Der Bottich muss chemikalienbeständig sein. Entweder ist er emailliert oder aus Edelstahl. Bei Deutschem Normalmaßrähmchen ist ein großer Einkochtopf geeignet. Die Rähmchen werden darin gebadet und abgebürstet, so dass zum Schluß kein

Natronlauge[Bearbeiten]

Glasbutton Warnung Natronlauge ist eine gefährliche Chemikalie! Beim Umgang mit Natronlauge ist unbedingte Vorsicht geboten! Folgende Risiko- und Sicherheitsheitsätze finden Anwendung: Glasbutton Warnung

# R 35 Verursacht schwere Verätzungen. WHMIS Class E.svg

# S 1 Unter Verschluss aufbewahren.
# S 2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
# S 26 Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren.
# S 27 Beschmutzte, getränkte Kleidung sofort ausziehen.
# S 28 Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel ... (vom Hersteller anzugeben)
# S 29 Nicht in die Kanalisation gelangen lassen.
# S 30 Niemals Wasser hinzugießen.
# S 31 Von explosionsfähigen Stoffen fernhalten
# S 33 Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung treffen.
# S 34 Schlag und Reibung vermeiden.
# S 35 Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden.
# S 36 Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen.
# S 37 Geeignete Schutzhandschuhe tragen.
# S 39 Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen.
# S 40 Fußboden und verunreinigte Gegenstände mit ... reinigen. (Material vom Hersteller anzugeben)
# S 41 Explosions- und Brandgase nicht einatmen.
# S 42 Beim Räuchern/Versprühen geeignetes Atemschutzgerät anlegen. (Bezeichnung vom Hersteller anzugeben)
# S 43 Zum Löschen ... verwenden. (vom Hersteller anzugeben)(wenn Wasser die Gefahr erhöht, anfügen: Kein Wasser verwenden)
# S 44 Bei Unwohlsein ärztlichen Rat einholen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen).
# S 45 Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen (wenn möglich, dieses Etikett vorzeigen).

Also Ganz wichtig beim Umgang mit Natronlauge:

 * Lange Kleidung
 * Geschlossene Schuhe
 * Schutzbrille
 * Handschuhe

Normalerweise werden Sie Natronlauge nicht direkt kaufen, sondern Natriumhydoxid (Auch Ätznatron NaOH). Natriumhydoxid ist praktisch eingedampfte Natronlauge. Wenn man diese wieder mit Wasser verbindet wird Wärme frei und es kann spritzen. Mit folgenden Mischungsverhältnissen erreichen Sie unterstehende Konzentrationen:

Auf einen Liter destilliertes Wasser fügt man folgende Mengen Natriumhydroxid dazu und erhält dann Natronlauge:

Natronlauge ansetzen
Konzentration [%] Natriumhydroxid [g/l] mol/l Verwendung
1% 10g
1,5% 15g
2% 21g
3% 32 g
4% 45 g
10% 120 g 3,00
12% 140 g 3,50
16% 170 g 4,25
20% 260 g 6,50
25% 340 g 8,50
30% 440g 11,00
40% 690g 17,25
50% 1040g 26,00

Honigverkauf[Bearbeiten]

Honigverkauf, und Aufbau eines Kundenstammes ist für einen Imker eine echte Herausforderung. Natürlich können Sie Ihren Honig an Bekannte und Freunde verkaufen, das wird aber nur bis zu einem bestimmten Punkt gehen. Danach müssen Sie sich wirklich Gedanken über den Verkauf machen. Und das geht nur, wenn Sie einen wenn auch nur kleinen (Marketing-)Plan haben. Dazu müssen Sie sich folgende Fragen stellen:

  1. Wer sind Ihre Kunden?
  2. Wie kommen Sie an Ihre Kunden?
  3. Welchen Preis sind Ihre Kunden bereit für Ihre Produkte zu bezahlen?
  4. Wie sieht der Markt aus?
    1. Welche Mitanbieter gibt es in Ihrem Umfeld?
    2. Welche Preise nehmen Ihre Wettbewerber für vergleichbare Produkte?
    3. Worin wollen oder können Sie sich von Ihren Wettbewerbern unterscheiden?

Beutenaufarbeitung[Bearbeiten]

Varroose Winterbehandlung[Bearbeiten]

Sobald die Temperaturen unter 0°C fallen hören die Bienen auf zu brüten. Drei Wochen nachdem die Königin die letzten Eier gelegt hat ist die letzte Brut geschlüpft und es beginnt der Zeitraum für die Winterbehandlungen, die nicht in verdeckelte Brut hinein wirken. Also vor allem Oxalsäure (Perizin wegen möglicher Rückstände im Wachs nicht einsetzen!). Die Oxalsäurebehandlung wird daher abhängig von der Witterung, gewöhnlich vor Weihnachten, durchgeführt. Mehrfache Behandlungen mit Oxalsäure sind schädlich für die Bienen und daher unbedingt zu vermeiden. Die einzige zugelassene Art ist in Deutschland die Träufelmethode. Das liegt vor allem an zwei Gründen: zum einen ist der Einsatz von Oxalsäuregas nicht ungefährlich. Dies traut man Laien wohl nicht zu. Zum anderen muss jemand die Zulassung für weitere Anwendungsmethoden beantragen. Was meines Wissens bis heute nicht geschehen ist.

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