Fortran: Gfortran

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Was ist gfortran?[Bearbeiten]

gfortran (oder GNU Fortran) ist ein Fortran-Compiler-Frontend für die GNU Compiler Collection (GCC).

Installation[Bearbeiten]

Vorcompilierte Pakete und Anleitungen zur Installation von gfortran finden sich gegliedert nach Betriebssystem und Prozessortyp auf: [1]

Starten des gfortran-Compilers[Bearbeiten]

MS Windows XP[Bearbeiten]

Nach erfolgter Installation befinde sich das gfortran-Softwarepaket beispielsweise im Verzeichnis C:\Programme\gfortran. Zwecks Funktionstest wird die Eingabeaufforderung von MS Windows gestartet und der gfortran-Compiler aufgerufen:

Gfortran 1.png

Das Fortran-Programm für einen ersten konkreten Compilertest könnte so aussehen

program test 
  write (*,*) 'Hallo Welt!'
end program test

Dieses Quellprogramm werde via Texteditor für dieses Beispiel unter dem Dateinamen test.f90 im Verzeichnis c:\tmp gespeichert. Nun wird das Programm compiliert und gebunden

Gfortran 2.png

und liegt dann unter dem Programmnamen a.exe als ausführbares Programm vor. Die Startanweisung für das Programm a.exe inklusive unmittelbar danach folgender Programmausgabe sieht so aus.

Gfortran 3.png

Alternativ kann a.exe natürlich auch konventionell mittels Windows-Explorer gestartet werden. In diesem speziellen Fall wäre aber bis auf ein kurzes Aufblinken des Eingabeaufforderungs-Fensters nicht viel zu sehen, da das Programm nach der Textausgabe beendet wird.

Linux[Bearbeiten]

Für die Linux-Variante des gfortran-Compilers gilt prinzipiell die selbe Vorgehensweise wie für die Windows-Variante.

Compilieren des Beispielprogrammes:

Gfortran 10.png


Starten des ausführbaren Programms a.out und Anzeige der Programmausgabe:

Gfortran 11.png
Gfortran 12.png


Durch entsprechende Nutzung des Linux-PATH-Mechanismus (z.B. symbolischer Link in ein PATH-Verzeichnis oder Aufnahme des ./gfortran/bin/-Verzeichnisses in den PATH) kann die Angabe des gesamten Compilerpfades bei jedem gfortran-Compileraufruf entfallen.

Gfortran 13.png

Dateiendungen für Quelldateien[Bearbeiten]

Mit gfortran lassen sich Programme verschiedener Fortran-Sprachstandardversionen kompilieren. Der Fortran-Typ wird üblicherweise durch die Dateiendung der Quelldatei festgelegt.

Dateiendung Fortran-Version
.f FORTRAN 77 (fixes Zeilenformat)
.f90 Fortran 90 (freies Zeilenformat)
.f95 Fortran 95 (freies Zeilenformat)
.f03 Fortran 2003 (freies Zeilenformat)
.F FORTRAN 77 (fixes Zeilenformat) mit Preprocessing durch cpp
.F90 Fortran 90 (freies Zeilenformat) mit Preprocessing durch cpp
.F95 Fortran 95 (freies Zeilenformat) mit Preprocessing durch cpp
.F03 Fortran 2003 (freies Zeilenformat) mit Preprocessing durch cpp

Anwendung[Bearbeiten]

In der Anwendung gleicht gfortran anderen GCC-Frontends (z. B. gcc, g++ oder g77).

  • Übersetzung einer Quelldatei in die ausführbare Datei a.out (bzw. a.exe auf MS Windows-Systemen):
gfortran bsp.f90
  • Übersetzung einer Quelldatei in eine Objektdatei bsp.o:
gfortran -c bsp.f90
  • Übersetzung einer Quelldatei in die ausführbare Datei bsp:
gfortran -o bsp bsp.f90
  • Statisches Linken:
gfortran -static -o bsp bsp.f90
  • Mehrere Quelldateien kompilieren und zu einer ausführbaren Datei linken:
gfortran -c bsp1.f90
gfortran -c bsp2.f90
gfortran -o bsp bsp1.o bsp2.o
  • Mehrere Quelldateien in einer Anweisung kompilieren und zu einer ausführbaren Datei linken:
gfortran -o bsp bsp1.f90 bsp2.f90

Prüfung des Quellcodes auf Standardkonformität[Bearbeiten]

Zur Sicherstellung einer strikten Standardkonformität kann die Option std mit folgenden Parametern verwendet werden:

Parameter Kommentar
f95 Fortran 95
f2003 Fortran 2003 (noch nicht vollständig implementiert [Stand: Dez. 2005])
gnu Fortran mit GNU-Erweiterungen
legacy
  • Beispiele:
gfortran -std=f95 bsp.f
gfortran -std=f95 -W -Wall -pedantic bsp.f

gfortran-Weblinks[Bearbeiten]


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