Heimwerkerhandbuch/ Tapezieren/ Glasgewebetapete

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Glasfasergewebe (auch Schwedengewebe) ist eine Tapetenart aus Glasfaser. Es sind viele verschiedene Strukturen erhältlich. Da diese Tapetenart sehr strapazierfähig ist, wird sie hauptsächlich in Krankenhäusern, Arztpraxen und Bürogebäuden benutzt. Auch in Treppenhäusern, Schulen, Kindergärten oder sonstigen, stark in Anspruch genommenen Räumen, wird diese Beschichtung häufig benutzt.

Werkzeuge[Bearbeiten]

  • Tapeziertisch
  • Nahtroller
  •   Cutter Messer
  • Große und kleine Farbrolle mit kurzen Fasern
  •  Metermaß
  • Wasserwaage
  • Bleistift
  • Flächenspachtel aus Kunststoff (Breite ca. 20-30 cm)
  • Heizkörperpinsel
  • Leiter

Material[Bearbeiten]

  • Glasgewebetapete
  • Gewebekleber (Nur den speziell hierfür vorgesehenen Kleber verwenden!)
  • Schleifpapier (grob, etwa Stärke P 80)
  • Anschluss- und Fugenacryl
  • Latex- Farbe (nach dem Tapezieren siehe Tapeten streichen)

Vorbereitung[Bearbeiten]

Vor Beginn des eigentlichen Tapezierens nimmt man die Wasserwaage, mit deren Hilfe man an der größten Wand mit dem Bleistift einen vertikalen Strich zieht, ausgehend von der linken Ecke im Abstand von etwa 30-40 cm. An dieser Linie wird die erste Bahn rechts angepasst. Danach wird die Höhe der Wand gemessen (In Wohnräumen allgemein ca 250 cm). Zur gemessenen Höhe mindestens 10cm hinzugeben. Prüfe die zu tapezierende Fläche auf abstehende Teile (am besten die gesamte Wand mit grobem Schleifpapier schleifen!). Kleinflächige Vertiefungen unbedingt verspachteln!

Beim Öffnen des Eimers mit dem Kleber dringend darauf achten, daß kein (auch kleinster) Fremdkörper in den Kleber gelangt. Nur absolut sauberes bzw. neues Werkzeug (Farbrolle!) benutzen. Jedes Teilchen, welches unter die Tapete gelangt, wird später deutlich sichtbar.

Grundierung[Bearbeiten]

Es wird empfohlen den Untergrund mit Tiefengrund vorzubehandeln, um eine gleichmäßige Saugfähigkeit und damit auch die Haftung der Tapete zu gewährleisten.

Tapezieren[Bearbeiten]

Tapete auf dem Tapeziertisch auf die benötigte Länge (siehe oben) mit dem Cuttermesser zuschneiden. Nach Lage einrollen und zur Seite legen. Nachdem einige Bahnen zugeschnitten wurden, streiche den Kleber mit der kurzfaserigen Farbrolle vollflächig, etwa 150 cm breit (für Ungeübte eher etwas weniger) satt an die Wand. Danach die Bahn von der Decke ab an der bereits angezeichneten Linie linksbündig exakt anheften und mit der Kunststoff-Flächenspachtel glätten. Nach Bedarf verziehen. Kleberreste auf der Spachtel großflächig verarbeiten. Weiter wird wie bei der Rauhfasertapete verfahren. Ist der Raum fertig tapeziert, so wird die gesamte Fläche nochmals mit Kleber, nicht zu dick überzogen.

Nacharbeiten[Bearbeiten]

Ebenso wie bei der Rauhfasertapete werden auch hier die Ecken und Deckenanschlüsse mit Acryl überarbeitet. Nach Beendigung des Trocknungsvorganges (mind. 24 Std.) müssen die Flächen mit Latexfarbe gestrichen werden.

Wichtiges[Bearbeiten]

Sollten bei der Arbeit auch nur kleinste Fremdkörper in den Kleberbehälter oder (und) damit an die Wand gelangen, werden diese später sichtbar sein und damit zu einem mangelhaften Ergebnis führen. Das eine oder andere Teilchen mag sich am Endergebnis nicht negativ auswirken, aber an den gut einsichtbaren Stellen der Wände sind sie sehr wohl ein Übel.