Islam: Das Leben und die Bedeutung Mohammeds

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Mohammed ist nach islamischer Auffassung der Prophet und Gesandte Gottes Allahs und der Übermittler des Koran, der heiligen Schrift der Muslime. Er wurde der Überlieferung zufolge um das Jahr 570 n. Chr. in Mekka geboren. Um 612 soll Mohammed sein erstes Berufungserlebnis gehabt haben: Ibn Ishaq - ein muslimischer Historiker aus dem 8. Jahrhundert n. Chr., der die früheste Biographie Mohammeds verfasst hat - zufolge soll ihm der Erzengel Gabriel in einer Vision erschienen sein und ihm befohlen haben: "Lies!" (arabisch: iqra!). Gabriel habe ihm verkündet, dass er – Mohammed – der Prophet Gottes sei. Er beschwor die Einwohner Mekkas, sich von der Vielgötterei abzuwenden und nur noch den einen, wahren Gott anzubeten. Dies sollen die Mekkaner feindselig aufgenommen haben.

Im Jahre 622 n. Chr. unternahm er daher mit zahlreichen seiner Anhänger die Hidschra (arab.: "Auswanderung") nach Yathrib, was später als al-madina an-nabawia, "die Stadt des Propheten", (kurz: Medina) bezeichnet wurde. Mit der Auswanderung nach Medina beginnt die islamische Zeitrechnung.

In seiner Zeit in Medina (622–632 n. Chr.) wurde er zunehmend politisch aktiv, überfiel in Beutezügen mekkanische Karawanen und führte auch Kriege gegen seine Heimatstadt Mekka, deren Machthaber seine Gemeinschaft und somit den Islam auslöschen wollten und in Mekka verbliebene Muslime unterdrückten. Anfang 630 soll er Mekka kampflos erobert haben.[1]

Im März 632 unternahm er mit seinen Anhängern die erste islamische Wallfahrt zur Kaaba in Mekka, die das Vorbild der heutigen Wallfahrten bildet. Mohammed starb am 8. Juni 632 in Medina. Sein Leben wird von den gläubigen Muslimen in jeder Hinsicht für vorbildhaft gehalten.

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zeittafel und Quellen in: Bernhard Lewis: Der Islam von den Anfängen bis zur Eroberung von Konstantinopel. Band I: Die politischen Ereignisse und die Kriegsführung, Artemis, Zürich und München 1981, S. 10-29. ISBN 3-7608-4523-1