Klartraum: Traumerinnerung

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Traumerinnerung[Bearbeiten]

Es ist wichtig, die Traumerinnerung zu verbessern, weil man keinen Klartraum haben kann, ohne sich daran zu erinnern. Es lohnt sich, die Traumerinnerung so weit zu verbessern, dass man sich an ein paar Träume pro Nacht erinnert. Die Erforschung der eigenen Träume erhöht ebenso die Chance, einen Klartraum zu erleben.

Grundsätzlich hilft jeder Versuch, die Traumerinnerung zu verbessern allein der Intention wegen. Man kann sich auch selbst Methoden dafür ausdenken, die einem weiterhelfen. Folgendes hat sich bewährt und gilt als allgemein gültige Richtlinie..

Zunächst eine kurze Erklärung, wie oft und wie lange wir träumen: Wir haben ungefähr alle 90 Minuten des Schlafs REM-Träume, anfangs mit einer Länge von ca. 10 bis 45 Minuten. Erwacht man während eines REM-Traums, liegt die Chance für eine Traumerinnerung bei 80 %. Hilfestellung liefert dabei der Wecker, wenn er auf 4½, 6 oder 7½ Stunden nach dem Einschlafen gestellt ist. Das sollte einen direkt nach einem Traum aufwecken.

Der wichtigste Faktor beim Verbessern der Erinnerungsfähigkeit ist das Traumtagebuch, sei es in Form eines Notizhefts, eines Zeichenblocks, eines Blattes Papier, eines Diktiergeräts oder eines Rechner-Tagebuchs. Wichtig beim Führen dieses Tagebuchs sind:

Alle Träume aufschreiben[Bearbeiten]

  • Schreibe alles auf, an das du dich aus deinem Traum noch erinnern kannst: Sätze, Farben, Gefühle – einfach alles.
  • Schreibe es gleich nach dem Aufwachen auf, je früher desto besser (aber kein Stress).
  • Skizziere Bilder in das Buch, um dich an Symbole, Orte, Gesichter oder was auch immer zu erinnern, das du später möglicherweise vergessen könntest.

Tagebuchführen als Ritual[Bearbeiten]

  • Benutze einen bestimmten Stift in einer besonderen Farbe, damit das Führen des Tagebuchs zu einem täglichen Ritual wird.
  • Vermeide grelles oder helles Licht und andere morgendliche Rituale, bevor du nicht in dein Traumtagebuch geschrieben hast.
  • Um dir den Traum fester einzuprägen, kannst du im Laufe des Tages die groben Notizen in ein schöneres Traumtagebuch eintragen.

Aufwachen[Bearbeiten]

  • Versuche, früh genug ins Bett zu gehen, um sicherzustellen, dass du aufwachst, bevor der Wecker klingelt.
  • Während des Aufwachens kannst du über die Träume nachdenken, die du hattest, und einen Realitycheck machen.
  • Versuche, die Augen so lange wie möglich geschlossen zu halten, vor allem, wenn du bei Sonnenaufgang erwachst.
  • Bleib so liegen wie du bist und überfliege in Gedanken mehrmals deine Träume, bevor du aus dem Bett steigst. Nachdem du dich so an einen Traum erinnert hast, bewege dich in eine andere Schlafposition (immer noch mit geschlossenen Augen) und versuche nun, dir andere Träume ins Gedächtnis zu rufen. Die Schlafposition kann deinem Gehirn helfen, sich an den Traum zu erinnern, den du in dieser Position hattest.
  • Wenn du dich an nichts erinnern kannst, denke an die Ereignisse und Gedanken des letzten Tages, sie könnten mit deinen Träumen verbunden sein.

Während des Tages[Bearbeiten]

  • Behalte das Traumtagebuch möglichst die gesamte Zeit bei dir. Es passiert leicht, dass du dich am Tag an einen Traum erinnerst und ihn später vergisst.
  • Auch wenn es nur ein flüchtiger Gedanke an einen Traum ist, versuche, so viel wie möglich darüber aufzuschreiben, und notiere auch, was die Erinnerung ausgelöst hat.
  • Denke während des Tages über deine Träume nach und frage dich mehrmals: „Was habe ich geträumt?“ Oft bekommst du darauf erst eine Stunde nach dem Aufstehen eine zufriedenstellende Antwort.

Zurückverfolgen[Bearbeiten]

Versuche dich an deinen Traum durch „Zurückverfolgen“ zu erinnern: Beginne bei dem Moment, in dem du aufgewacht bist, und versuche dich daran zu erinnern, was du zuvor getan hast. So kannst du möglicherweise deinen Traum bis zum Anfang rekonstruieren. Meist ist es auch hilfreich, sich erst an den groben und möglichst kompletten Verlauf des Traumes zu erinnern und dann immer weiter ins Detail zu gehen. Falls du dich nach dem Aufwachen jedoch nur an wenige zusammenhanglose Details erinnerst, solltest du den umgekehrten Ansatz nehmen und von den Details auf den gesamten Traum schließen.

Wiederkehrende Inhalte[Bearbeiten]

  • Solltest du feststellen, dass viele deiner Träume von bestimmten Dingen handeln, beispielsweise Autos oder Gemälden, dann versuche dich zu erinnern, ob der Traum diese speziellen Gegenstände enthielt, wenn du sonst überhaupt keine Erinnerung daran hast.
  • Es kann sogar hilfreich sein, ein Traumlexikon anzulegen; ein Blatt Papier, auf dem man oft vorkommende Traumgegenstände notiert, um dieses jeden Morgen in der Hoffnung auf eine Assoziation durchzulesen.

Benutze auch die Autosuggestionstechnik, um deine Traumerinnerung zu verbessern (siehe Beschreibung im nächsten Kapitel).

Hast du genug Träume in deinem Tagebuch gesammelt, so kannst du nach Traumzeichen suchen. Bekannte Traumzeichen sind zum Beispiel Flüge, Verfolgungsjagden oder sich in einem alten Haus zu befinden. Es kann alles Mögliche sein, Kriechen, Skateboardfahren oder das Fehlen eines Schuhs. Versuche, diese Traummerkmale im richtigen Leben wiederzufinden, und mache dann immer sofort einen Realitätscheck.

Ich erinnere mich an mehr Träume, als ich in der kurzen Zeit träumen könnte, während ich schlief. Ist das möglich?

Es könnten mehrere Traumszenen in einer einzelnen Traumfolge gewesen sein oder Erinnerungen von vergangenen Nächten.

Außerdem stimmt die Traumzeit meist nicht mit der tatsächlich verstrichenen Zeit überein. Im Traum können Tage vergehen während einer einzigen Nacht des Schlafes. Träume, die stundenlang zu dauern scheinen, können die Dauer von nur ein paar Sekunden oder Minuten haben. Du hast sicher schon einmal die Erfahrung gemacht, dass dich dein Wecker weckte, du auf die Schlummertaste drücktest und in der kurzen Zeit bis zum nächsten Wecken richtig lange Träume hattest.

In welcher Reihenfolge sollte ich meine Träume notieren?

Es ist für gewöhnlich schwer zu sagen, ob die Träume in derselben Reihenfolge geträumt wurden, wie man sie sich ins Gedächtnis zurückruft. Grundsätzlich sollte man sie sich in der Reihenfolge der Erinnerung oder ohne bestimmte Reihenfolge aufschreiben. Falls man träumt, dass man jemandem über den Traum der letzten Nacht erzählt, dann kam dieser Traum vermutlich vor dem aktuellen (natürlich kann dieser vorherige Traum auch eine falsche Erinnerung sein, so wie ein Déjà-vu).

Kann ich auch während eines Klartraums für bessere Erinnerung sorgen?

Ja, indem du einfach den vorangegangenen Traum nocheinmal "durchfährst" oder sogenannte Anker setzt (zum Beispiel einen Gegenstand), die für alles mögliche, auch für verstärkte Erinnerung nützlich sind.

 

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