Labormedizin: Einführung

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Warum Labor?[Bearbeiten]

Die Analyse von Körperflüssigkeiten liefert dem behandelnden Arzt entscheidende Hinweise in der Differentialdiagnostik wie auch in der Therapiekontrolle. Die Proben können dabei prinzipiell drei großen Fachrichtungen zugeführt werden, wobei es hier auch Überschneidungen gibt. Dazu gehört erstens die klassische Labormedizin inklusive der Hämatologie, die im Mittelpunkt dieses Buches steht, zweitens die Mikrobiologie (oft gegliedert in die Virologie einerseits und in die Bakteriologie, Mykologie und Parasitologie andererseits) und drittens die Pathologie (gegliedert in die Pathologie und in die Neuropathologie).

Geschichtlicher Abriss[Bearbeiten]

Messmethoden[Bearbeiten]

Interpretation von Laborwerten[Bearbeiten]

Was ist „normal“?[Bearbeiten]

Das Intervall bzw. der Referenzbereich der Normalwerte ist willkürlich festgelegt. Er ist der Bereich eines Parameters, in dem sich 95 % der Gesunden mit ihrem Wert bewegen. D.h. umgekehrt: 5 % der Gesunden haben bei einem bestimmten Laborwert einen „nicht-normalen“ Wert, ohne dass dies krankhaft begründet ist. Schon daraus ergibt sich, dass Referenzbereiche nur als Orientierungshilfe zu verstehen sind. Die Frage nach der Normalität ist auch davon abhängig, welche Bezugsgruppe gewählt wird und wie diese stratifiziert ist. Lebensalter, Geschlecht und Ethnie sind nur drei Faktoren, die hier für Unterschiede sorgen.

Ein dritter Punkt ist die Frage, inwieweit Normalität (im Sinne von Durchschnittlichkeit) als Gradmesser für Gesundheit und Krankheit taugt. So verschlechtern sich beispielsweise mit zunehmendem Alter viele Organfunktionen wie z.B. die Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance) natürlicherweise, so dass es schwierig sein kann zwischen Physiologie (altersentsprechende Nierenfunktionseinschränkung) und Pathologie (chronische Niereninsuffizienz) eine klare Grenze zu ziehen. Hier behilft man sich z.B. dadurch, dass im Graubereich weitere Kriterien (im genannten Beispiel Nachweis einer Proteinurie oder einer Nierenerkrankung in der Bildgebung) herangezogen werden.

Sensitivität[Bearbeiten]

Spezifität[Bearbeiten]

Positiver und negativer prädiktiver Wert[Bearbeiten]

Fehlerquellen[Bearbeiten]

Labor und Patient[Bearbeiten]

Bei der Interpretation des Labors und der Ableitung von Konsequenzen muss man sich weiterhin folgenden Fragen stellen:

  • Welche klinische Relevanz hat das Laborergebnis für den Patienten?
  • Grenze zwischen therapeutischem Benefit und „Laborkosmetik“.

Fazit[Bearbeiten]

Laborwerte sind immer auf ihre Plausibilität hin zu prüfen, sowohl für sich als auch hinsichtlich der Konstellation der Laborwerte und ihrem zeitlichen Verlauf sowie im klinischen Kontext. Bei abnormalen Werten muss man sich über statistische Probleme, Aussagekraft und mögliche Fehlerquellen im Klaren sein. Der Grad der Abweichung von der Norm kann hier weitere Hinweise geben, insbesondere bei Laborwerten, die gut mit dem Schweregrad einer Erkrankung korrelieren.

Qualitätskontrolle[Bearbeiten]


Hinweis: Soweit nicht anders angegeben gelten die angegebenen Referenzwerte (Normalwerte) für Erwachsene.



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