Quick Basic: Variablen

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Variablen[Bearbeiten]

In Variablen werden Daten, die dein Programm verarbeiten soll, zwischengespeichert.

Im allgemeinen ist es sinnvoll, die benötigten Variablen am Anfang des Programms zu deklarieren, d. h. das Programm reserviert schon einmal im Vorfeld etwas Speicherplatz, um dort dann Daten zwischenspeichern zu können.


Warum müssen Variablen deklariert werden?

Im Gegensatz zu den meisten anderen Programmiersprachen müssen Variablen in QuickBasic nicht deklariert werden. Es ist aber dennoch sinnvoll dies zu tun, weil bei größeren Programmen ein nicht-deklarieren der Variablen zu einer merklich langsameren Ausführungsgeschwindigkeit des Codes führt. Es ist aber kein Beinbruch, wenn man mal vergisst, die Variable zu deklarieren.


Wie kann ich Variablen deklarieren?

Nun, das ist eigentlich ganz einfach, die Syntax dazu lautet:

DIM variable AS datentyp

Was das aber jetzt genau bedeutet, wollen wir uns in diesem Kapitel etwas genauer ansehen.


Datentypen[Bearbeiten]

INTEGER[Bearbeiten]

Ein INTEGER ist eine ganzzahlige numerische Variable, die Werte im Bereich von bis annehmen kann und benötigt einen Speicher von 2 Bytes. INTEGER werden mit einem Prozentzeichen (%) gekennzeichnet.

Beispiel:

DIM a AS INTEGER
DIM b%

Diese beiden Versionen der Deklarierung sind identisch. Zu beachten ist nur, dass bei einer Deklarierung mittels %-Zeichen dieses künftig auch ein Teil des Variablennamens ist, d. h. bei jeder Verwendung der Variable muss das %-Zeichen mitgeschrieben werden, wenn es in der Deklaration verwendet wurde.

LONGINTEGER[Bearbeiten]

Der Nachteil des INTEGER-Datentyps ist, dass Zahlen nur im Bereich von bis gültig sind. Für größere Zahlen ist es daher sinnvoll, den LONGINTEGER (oder kurz LONG) zu verwenden. Dieser kann Zahlen im Bereich von bis annehmen. Er wird durch ein kaufmännisches und-Zeichen (&) gekennzeichnet. Der LONGINTEGER benötigt 4 Byte Speicher.

Beispiele für die Deklaration:

DIM c AS LONG
DIM d&

SINGLE[Bearbeiten]

Der SINGLE ist eine Fließkommazahl mit einfacher Genauigkeit. Er wird durch ein Ausrufezeichen (!) gekennzeichnet. Gültig sind:

bis für negative Zahlen und

bis für positive Zahlen

Der SINGLE benötigt 4 Bytes Speicherplatz.

Beispiele:

DIM e AS SINGLE
DIM f!

DOUBLE[Bearbeiten]

Der DOUBLE ist eine Fließkommazahl mit doppelter Genauigkeit. Er wird durch das Zeichen # gekennzeichnet. Gültig sind:

bis für negative Zahlen und

bis für positive Zahlen

Der DOUBLE benötigt 8 Bytes Speicher. Durch seine hohe Genauigkeit, wird viel Rechnergeschwindigkeit beansprucht, daher sollte man sich vorher überlegen, ob diese hohe Genauigkeit auch wirklich nötig ist.

Beispiele für die Deklaration:

DIM g AS DOUBLE
DIM h#

STRING[Bearbeiten]

Ein STRING ist eine Zeichenkette, die beliebige Zeichen enthalten kann. Ein STRING wird mit einem Dollarzeichen ($) gekennzeichnet. Darüber hinaus wird zwischen STRINGs mit variabler und konstanter Zeichenlänge unterschieden.

Beispiele:

DIM s$
DIM zeichenkette AS STRING
DIM name AS STRING * 20

Zeichenketten mit konstanter Länge werden mit * länge am Ende der Deklaration gekennzeichnet, wobei länge für die Anzahl der Zeichen steht. Die Variable name in obigem Beispiel ist demnach 20 Zeichen lang.

Variablennamen[Bearbeiten]

Für die Namen von Variablen gilt Folgendes:

  • Der Variablenname muss mindestens ein Zeichen lang sein und mit einem Buchstaben (a-z) beginnen.
  • Zulässige Zeichen in Variablennamen sind alle Buchstaben (a..z) und Ziffern (0..9).
  • QuickBasic unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung.
  • Der Name muss einzigartig sein, d. h. es darf nicht zwei Variablen mit dem gleichen Namen geben.

Beispiele:

DIM zahl1 AS INTEGER
DIM Text AS STRING

Folgende Beispiele sind unzulässig:

DIM 123variable AS INTEGER    'geht nicht, da der Variablenname mit einer Ziffer beginnt
DIM variable_123 AS INTEGER   'geht ebenfalls nicht, da der Variablenname ein "_" enthält

Konstanten[Bearbeiten]

Manchmal ist es auch nützlich in einem Programm Konstanten festzulegen. Der Unterschied zu einer Variable ist der, dass eine Konstante - wie der Name schon sagt - konstant ist. Der Wert einer Konstanten kann also während der Laufzeit nicht geändert werden. Für die Wahl der Konstantennamen gilt das gleich wie bei Variablennamen.

Syntax:

CONST ''konstantenname'' = ''ausdruck''

und hier ein paar Beispiele für Konstanten:

CONST PI = 3.141593
CONST Info = "QuickBasic ist super!!!"
PRINT PI, Info