Ratgeber für Hobbyfilmer: Licht

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Dieses Kapitel bzw. dieser Abschnitt wird durch intensive Zusammenarbeit sicher schnell besser. Der Hauptautor freut sich über jeden, der mitmacht. Versucht dich vielleicht nur an den schon vorgegebenen Inhalt und an die Form (bei Listen z.B.) anzupassen. Aber wenn etwas nicht passt, rührt sich der Hauptautor bestimmt. Kaputtmachen kannst du nicht viel – also sei mutig. Danke.

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Grundsätzlich kann man das Licht setzen, wie man will. Als Standardrezept hat sich jedoch die 3-Punkt Beleutung durchgesetzt.

Die drei-Punkt-Beleuchtung[Bearbeiten]

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Bei der 3-Punktbeleuchtung werden, wie der Name schon sagt, drei Lichtquellen verwendet. Anstatt Lampen kann man wahlweise auch einen Reflektor oder die Sonne nehmen.

Dabei gibt es:

Das Hauptlicht/Führungslicht
Das stärkste Licht, welches den Schauspieler frontal leicht von der Seite anleutet, um das Gesicht nicht zu platt wirken zu lassen. Plastizität entsteht erst, bzw. wird durch Schattenwurf begünstigt.
Ein Aufheller
Steht auf der anderen Seite, als das Führungslicht, ist nicht so stark und hellt den Schauspieler auf der anderen Seite noch etwas auf.
Spitzlicht
Kommt von hinten und hebt den Schauspieler mehr vom Hintergrund ab (Kontur).

Verteilungstemperatur[Bearbeiten]

Diese wird in Kelvin angegeben und sagt etwas über die Spektralzusammensetzung des Lichtes aus. Das Auge des Menschen macht keinen großen Unterschied zwischen kalter und warmer Beleuchtung, da es entsprechend schnell adaptiert (im Hirn). Doch Filmmaterial und CCD-Sensoren der Kameras registrieren unterschiedliche Verteilungstemperaturen. Deshalb ist es wichtig die Leuchtmittel so zu wählen, dass diese homogenes Licht aussenden. Notfalls müssen Konversionsfilter eingeschoben werden, um die störenden Anteile rauszufiltern. Außerdem soll vor dem Filmen ein Weißabgleich gemacht werden, sofern die Kamera dies unterstützt. Dabei wird eine Referenzgraukarte flächendeckend vor die Linse gehalten, und dann der Weißabgleich gemacht. Wie das bei Deiner Kamera geht (wenn es überhaupt geht) musst Du in der Gebrauchsanweisung nachlesen.

Als groben Überblick von üblichen Lichtquellen und deren Verteilungstemperatur:

  • Glühlampen: Warmer Farbton (ca. 2800 K)
  • Halogenlampen: etwas kälter als Glühlampen (3000 K)
  • HMI/Quecksilberdampflampen: etwa äquivalent zu Tageslicht
  • Floureszenzröhren:
  • LED-Lampen: Jede Lichtfarbe einstellbar. Geringe Helligkeit im Vergleich zu den anderen Lichtquellen. Wird häufig nur für leichte Aufhellung eingesetzt.
  • Strahlendes Sonnenlicht (etwa 5500 K)

Leuchtstoffröhren werden normalerweise nicht als Beleuchtung im Film verwendet, da sie kein gleichmäßiges Spektrum ausstrahlen, sondern einzelne Spitzen aufweisen. Bei allen elektrischen Lichtquellen ergibt sich das Problem, bedingt durch die Bildrate der Kamera und der Netzfrequenz von 50 Hz, dass ein Flackern des Bildes entsteht.

Glühlampen und Halogenlampen, die elektrisch gedimmt werden, ändern ihre Verteilungstemperatur zum wärmeren (die Verteilungstemperatur nimmt ab).

Hartes und weiches Licht[Bearbeiten]

Gerichtetes Licht eines Strahlers, erzeugt harte Kanten zwischen Licht und Schatten. Dies ist für die Ausleuchtung von Gesichtern häufig nicht erwünscht. Deshalb gibt es einmal Lichtquellen, die von sich aus ein weiches Licht erzeugen, oder mittels einer Softbox, die vor den Scheinwerfer gestellt wird, erzeugt werden kann. Die Art des Schattens ist ein wichtiges Gestaltungsmittel beim Film.

Weiches Licht wird überall dort eingesetzt, wo das Licht zum Drehen überhaupt benötigt wird, allerdings nicht mit der Szene im Einklang zu bringen ist. Üblicherweise steht bei niemanden ein 500 W-Strahler im Wohnzimmer. Dieser wird jedoch benötigt, um überhaupt bei Kerzenlicht, einer Glühlampe o. ä., halbwegs drehen zu können. Daher wird dort nur indirektes Licht verwendet. Der Zuschauer soll eine Kerzenlichtstimmung wahrnehmen, und nicht das Gefühl, er sei an einem vom Filmset mitbekommen.