Traktorenlexikon: Entwicklung: Dampftraktor

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Dampftraktor

Ein Dampftraktor (lateinisch: trahere = ziehen) bezeichnet eine selbstfahrende Lokomobile, die für direkten Zug angehängter Geräte oder Wagen konstruiert wurde. Der Dampftraktor gehörte zu der Unterkategorie Zuglokomobile und wurde, wenn er im Güterkraftverkehr eingesetzt wurde, auch Straßenlokomotive genannt.

Dampftraktoren wurden in Europa nahezu ausschließlich im Transportgewerbe bzw. zu Antriebszwecken über die Riemenscheibe eingesetzt. Der Einsatz von Dampftraktoren in der Landwirtschaft zum direkten Zug des Pfluges oder anderer Ackergeräte war in Europa aufgrund der Beschaffenheit der jahrtausendealten tiefgründigen Böden nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

In Amerika auf den wesentlich tragfähigeren Prärieböden waren Dampftraktoren jedoch häufig im Einsatz. Der Betrieb war sehr aufwendig und umständlich. Große Mengen Kohlen und Wasser mussten beigeschafft werden.

Die Ära der Dampftraktoren und Straßenlokomotiven war nur kurz. Sie endete, als die wesentlich leichteren und einfacher zu bedienenden Traktoren bzw. Straßenschlepper bzw. Lastkraftwagen mit Verbrennungsmotor aufkamen.

Bekannte Hersteller von Dampftraktoren und Straßenlokomotiven waren unter anderen die Firmen Borsig, Fowler, Kemna und Lanz.

Das Brockhaus' Konversationslexikon schätzte 1896 die Straßenlokomotive kritisch ein - die mit Petroleum oder Strom getriebenen Mobile waren im Kommen:

Unbekannt: „Unbekannt“
Quelle: Brockhaus‘ Konversationslexikon, 14. Auflage, 1894-1896, Zusatzband 17, S. 781

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dampftraktoren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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