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Traktorenlexikon: Fendt F 225 GT

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Traktorenlexikon Hersteller-/Markenübersicht Kapitel „Fendt“
Fendt F 225 GT
Fendt F225GT (Baujahr 1961)
Fendt F225GT (Baujahr 1961)
Basisdaten
Hersteller/Marke: Fendt
Modellreihe: GT
Modell: F 225 GT
Produktionszeitraum: 1961–1965
Stückzahl: 8.110
Maße
Eigengewicht: 1.430 – 1.500 kg
Länge: 3.528 mm
Breite: 1.564 – 1.742 mm
Höhe: 1.630 mm
Radstand: 2.246 mm
Bodenfreiheit: 380 mm
Spurweite: 1.250 – 1.500 mm vorne: 1.250 – 1.500 mm
hinten: 1.250 – 1.500 mm
Wenderadius mit Lenkbremse: 3.050 mm
Wenderadius ohne Lenkbremse: 3.550 mm
Standardbereifung: vorne: 5.50-16
hinten: 8-32, 9-30
Motor
Nennleistung: 18,3 kW, 25 PS
Nenndrehzahl: 2.000/min
Zylinderanzahl: 2
Hubraum: 1.810 cm³
Kraftstoff: Diesel
Kühlsystem: Luftkühlung
Antrieb
Antriebstyp: Hinterradantrieb
Getriebe: 8/4-Schaltgetriebe
Höchstgeschwindigkeit: 19,7 km/h

Der 25 PS leistende Geräteträger F225GT hat einen kastenförmigen Zentralrohrträger und wurde im Zeitraum von 1961 bis 1965 von Fendt gebaut und ist der Nachfolger des F220GT:

Es wurden zahlreiche Verbesserungen bzw. Änderungen vorgenommen:

  • Um den wachsenden Ansprüchen der Landwirte gerecht zu werden, wurde die Leistung von 19PS auf 25PS gesteigert. Fendt nahm dazu die zweizylindrige Version (MWM AKD 112Z) des Motors vom F12GT (MWM AKD 112E).
  • Die Hubkraft wurde nochmals durch Anhebung des Hydraulikdrucks erhöht. Die letzten F225GT bekamen noch einen stärkeren Hubzylinder in der Heckhydraulik (50mm anstatt 40mm)
  • Der Kraftstofftank wurde von 20 auf 24 Liter vergrößert, um die Tankintervalle zu minimieren
  • Ein leistungsfähigerer Ölbadluftfilter ersetzte den des F220GT.
  • Fendt nahm für den F225GT ein fein untersetztes 8/4-Getriebe.
  • Erstmals wurde ein Motor mit Ölkühler verbaut, wodurch die Kühlung des Motors noch effizienter wurde.
  • Der F225GT hatte ein Traktormeter, der die Drehzahl des Motors und die Betriebsstunden anzeigt.
  • Der Geräteträger F225GT hatte im Gegensatz zum F220GT eine Doppelkupplung.

Motor

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  • Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-Reihen-Dieselmotor mit Direkteinspritzung von MWM

MWM AKD 112Z ; Hubraum 1810 cm³; 25PS

  • Bohrung = 98 mm, Hub = 120 mm
  • Verdichtung = 19,5:1
  • Verdichtungs-Enddruck = 42-45 kg/cm²
  • Mittlere Kolbengeschwindigkeit = 8,0 m/sec.
  • Öldruck bei Nenndrehzahl = 1,8-2,0 kg/cm²
  • Max. Drehmoment = 9,15 mkp bei 1350 U/min.
  • Bosch-Einspritzpumpe, Typ: PFR 2 A 65243
  • Bosch-Düesen, Typ: DN 0 SD 126
  • Max. Einspritzdruck = 125 atü

Kupplung

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  • Fendt F 225 GT
    Tornado-Duplex-Doppelkupplung von Fichtel & Sachs, Typ: DO 225 Z / 200 K
  • Fahrkupplung mit 225 mm Scheibendurchmesser
  • Zapfwellenkupplung mit 200 mm Scheibendurchmesser

Getriebe

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  • Fendt-Gruppenschaltgetriebe
  • Drei Gruppen mit je vier Gängen ( Acker-, Straßen-und Rückwärtsgruppe )
  • Erster Gang als Kriechgang ausgelegt
  • 8 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge
  • Kegeltrieb = 32:7 / Stirntrieb = 58:12
  • Differentialsperre mit 5-Klauenkupplung

Geschwindigkeiten vor- und rückwärts

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  • Vorwärts von 1,0 bis 20 km/h
  • Rückwärts von 2,0 bis 9,0 km/h

Ackergruppe:

  • 1.Gang = 0,3-1,0 km/h; 2.Gang = 2,0 km/h; 3.Gang = 3,5 km/h; 4.Gang = 5,5 km/h.

Straßengruppe:

  • 5.Gang = 4,5 km/h; 6.Gang = 8,0 km/h; 7.Gang = 13,5 km/h; 8.Gang = 20,0 km/h.

Rückwärtsgruppe:

  • 1.Gang = 2,0 km/h; 2.Gang = 3,5 km/h; 3.Gang = 6,0 km/h; 4.Gang = 9,5 km/h.

Zapfwelle

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  • Hintenliegende kupplungsunabhängige Motorzapfwelle mit Normprofil, DIN 9611
  • Frontzapfwelle als Motor-und Wegzapfwelle verwendbar
  • Drehzahl der Heckzapfwelle = 552 U/min ( Leistung = 24 PS )
  • Drehzahl der Frontzapfwelle = 247 U/min, Wegzapfwelle mit 2,23 U/min. ( Leistung = 7 PS )
  • Optional mit hintenliegender Riemenscheibe, DIN 9630, rechts-links laufend
  • 170 mm Durchmesser und 95 mm Breite ( Leistung = 23 PS )
  • Drehzahl = 1840 U/min. bei Nenndrehzahl ( Riemengeschwindigkeit = 16,36 m/sec. )

Bremsen

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  • Fußbremse als Trommelbremsen 300x50 Z ( 511,2 cm² ), auf beide Hinterräder wirkend, als Einzelradbremse zu verwenden
  • Handbremse als Duplex-Bremse 180 x 30 D ( 101,2 cm² ), aufs Getriebe wirkend

Achsen

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  • Pendelnd aufgehängte Fendt-Starrachse mit Zentralholm
  • Achslast vorne = 900 kg, hinten = 1.340 kg

Lenkung

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  • Schneckenlenkung von ZF, Typ: GD 28a

Hydrauliksystem und Kraftheber

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  • Fendt-Vollhydraulik für drei Anbaubereiche, hinten mit Dreipunktaufhängung
  • Hubzylinder vorne = 40 mm Kolbendurchmesser und 415 mm Kolbenhub
  • Hubzylinder hinten = 50 mm Kolbendurchmesser und 300 mm Kolbenhub
  • Hydraulikpumpe-Bosch, Typ: HY/ZFR 1/15,5 AL 102
  • 16,0 Liter/min bei 130 bar-Betriebsdruck
  • Arbeitsvermögen vorne und zwischen den Achsen = 1.250 mkp
  • Arbeitsvermögen hinten = 650 mkp
  • Nutzlast der Pritsche = 750 kg ( 165x140x30 cm )

Steuergeräte

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Elektrische Ausrüstung

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  • Batterie 60 Ah
  • Gleichstromlichtmaschine 190 W,
  • Anlasser 1,8 PS

Maße und Abmessungen

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  • Länge = 3.528 mm
  • Breite je nach Spurweite = 1.564 – 1.742 mm
  • Höhe bis Lenkrad = 1.630 mm, Höhe mit Verdeck = 2.175 mm, Höhe mit Mähwerk = 2.000 mm
  • Bodenfreiheit = 380 mm, Bauchfreiheit = 700 mm
  • Eigengewicht ohne Pritsche = 1480 kg, mit Pritsche = 1.610 kg
  • Zul. Gesamtgewicht = 2.500 kg

Bereifung

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  • Standardbereifung: vorne 5,5x16 und hinten 9,5x30
  • Optional hinten = 8-32 AS

Füllmengen

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  • Kraftstofftank: 24 Liter
  • Hydrauliktank: 5,5 Liter
  • Getriebeöl: 19 Liter
  • Motoröl: 5 Liter
  • Luftfilter = 0,3 Liter
  • Lenkung = 0,3 Liter

Verbrauch

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185 g/PSh unter Vollast, was einem Verbrauch von ca. 5,4 Liter je Betriebsstunde entspricht.

Unter realen Bedingungen und je nach Einsatzart zwischen 1,3 Liter und 1,7 Liter je Betriebsstunde.

Sonderausrüstung

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  • Pritsche
  • Balkenmäher
  • Frontlader
  • Verdeck
  • Hackrahmen (Anbauramen/hackscharre/Dammscharre)
  • Zwischenachs- Sämaschine
  • Zwischenachs- Kartoffellegegerät
  • Frontanbau- Düngestreuer
  • Zwillingsbereifung(hinten)

Literatur

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  • Die Fendt Geräteträger Chronik, Verlag: PODSZUN, ISBN: 978-3-86133-418-7
  • Fendt, Typen und Daten ( G. Kremer ), Seite 730
  • Fendt, Schlepper-Prospekte von 1966-1978 ( G. Kremer ), Seite 122
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