Traktorenlexikon: Hanomag Brillant 601 L (S)

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Hanomag Brillant 601 L (S)
Hanomag Brillant600 58PS 1968.JPG
Basisdaten
Hersteller/Marke: Hanomag
Modellreihe: Brillant
Modell: Brillant 601 L (S)
Bauweise: rahmenlose Blockbauweise
Produktionszeitraum: 1969–1970
Maße
Eigengewicht: 2790 kg
Länge: 3750 mm
Breite: 1950 mm
Höhe: 1910 mm
Radstand: 2270 mm
Bodenfreiheit: 360 mm
Spurweite: vorne: 1480–1700 mm
hinten: 1500–1960 mm
Wenderadius mit Lenkbremse: 3600 mm
Wenderadius ohne Lenkbremse: 4200 mm
Standardbereifung: vorne: 6.00-20, 7.50-18, 7.50-20
hinten: 11-36, 12-36, 14-30, 15-30, 15.5-38
Motor
Nennleistung: 45,6 kW, 62 PS
Nenndrehzahl: 2600 U/min
Zylinderanzahl: 4
Hubraum: 3142 cm³
Drehmoment: 187 Nm
Kraftstoff: Diesel
Kühlsystem: Wasser
Antrieb
Antriebstyp: Hinterradantrieb
Getriebe: 12/3-Getriebe
Höchstgeschwindigkeit: 19,87–27,15 km/h

Der Brillant 601 (S) wurde ab Hanomag 1969 in einer leicht überarbeiteten Version als Brillant 601 L (S) angeboten, in der er bis 1970 gebaut wurde. Er ersetzte den Brillant 601. Im Gegensatz zur ursprünglichen Version des 4-Zylindertraktors, wurde das schwere Gussteil (Lampenhalter) durch eine einfache Variante aus Stahlblech ersetzt. Dabei musste bei dieser Variante auf den ausziehbaren Lampenhalter und die Möglichkeit zusätzliche Frontgewichte einhängen zu können verzichtet werden. Zudem wurden bei dieser Version, Differential und Antriebswellen des Getriebes schwächer dimensioniert, was ihn etwas billiger in der Produktion werden ließ. Der Brillant 601 L erhielt auch noch eine Leistungsspritze von ursprünglich 58PS auf 62 PS, was sein Leistungsgewicht verbesserte. Allerdings klaffte nun eine Leistungs-Lücke in der Produktpalette der Hanomag, zum nächst niedrigeren Modell Granit 501 E mit 48PS, von satten 14PS. Diese hätte ohne weiteres mit einem Modell, um die 55PS Leistung geschlossen werden können. Den dazu vorhandenen Motor hatte die Hanomag schon in ihrem Motoren-Programm parat, den Kompaktmotor D141 R, mit 2835 ccm Hubraum. Allerdings war man bei der Hanomag, in der Phase der Marktwirtschaftlichen Lage, nicht dazu bereit ein entsprechendes Getriebe zu konstruieren, das in dem Fall der Leistung des Motors entsprochen hätte.

Motor[Bearbeiten]

  • Kompaktmotor D142 R
  • 4-Zylinder-/4-Takt-Reihen-Dieselmotor mit Wirbelkammer-Einspritzung
  • Leistung 62PS/46kW bei 2600 u/min
  • Hubraum 3142 ccm

Kupplung[Bearbeiten]

  • Doppelkupplung LuK DT 280 /280 G

Getriebe[Bearbeiten]

  • Gruppenschaltgetriebe G265/270 B
  • 4/1 Gänge unterteilt in 3 Gruppen (Kriech-, Acker-, Straßengruppe)
  • ergonomische "Lenkradschaltung" verbaut im Armaturenbrett
  • 12 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge

Geschwindigkeiten vor- und rückwärts[Bearbeiten]

  • Vorwärts 19,8 km/h bei Getriebe mit gesperrten 12. Gang, 27 km/h bei entsperrten 12. Gang und Druckluftbremsanlage
  • Bei den verwendeten Getrieben wurde der 12. Gang gesperrt oder entsperrt, je nach dem welche Höchstgeschwindgkeit erreicht werden sollte. Bei entsperrten 12. Gang und der Auslegung als Schnelle Ausführung, schrieb der Gesetzgeber die Verwendung einer Druckluftbremsanlage vor, um am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen.

Zapfwelle[Bearbeiten]

  • Eine umschaltbare Zapfwelle Normaldrehzahl 540u/min, Schnelldrehzahl 1000u/min

Bremsen[Bearbeiten]

  • Hinten hydraulische Scheibenbremse auf Vorgelegewelle wirkend, Einzelradbremse als Lenkbremse, vorwählbar an Armaturenbrett
  • Optional Druckluftbremse, bei schnellem Getriebe nach STVO verpflichtend

Achsen[Bearbeiten]

  • Vorne Spurweiten Verstellachse
  • Hinten Serie mit Differentialsperre

Lenkung[Bearbeiten]

  • ZF Gemmer GD40
  • Optional Spindel-Hydrolenkung

Hydrauliksystem und Kraftheber[Bearbeiten]

  • Regelhydaulik
  • 3to Hubkraft an der Ackerschiene

Steuergeräte[Bearbeiten]

  • einfachwirkendes Steuergerät
  • Optional erweiterbar auf 3 Steuergeräte und kreise

Elektrische Ausrüstung[Bearbeiten]

Maße und Abmessungen[Bearbeiten]

Bereifung[Bearbeiten]

  • Vorne 6.00-20 (Serie), 7.50-18, 7.50-20
  • Hinten 12-36 (Serie), 11-36, 14-30, 15-30, 15.5-38

Füllmengen[Bearbeiten]

- Motoröl mit Ölfilter 8,0l - Getriebe mit Hydraulik 50,0l - Tank Diesel 125,0l - Kühlsystem 17,1l

Verbrauch[Bearbeiten]

Sonderausrüstung[Bearbeiten]

  • Synchrongetriebe a. W. G270 B
  • ZF Hydro-Spindellenkung
  • Pilot-Regel-Hydraulik
  • hydraulisches Mähwerk
  • Frontlader
  • Radgewichte

Kabine[Bearbeiten]

  • Fritzmeier Verdeck M315
  • Fritzmeier Kabine FK6001
  • Peko Verdeck 400

Sonstiges[Bearbeiten]

Das Modell des Brillant 601 L (S) ab 1969 wurde in der leicht überarbeiteten Version bis zum Produktionsende bei der Hanomag weitergebaut. Zusätzlich wurde ihm noch eine kleine Leistungsspritze verpasst, die aber im Baureihenprogramm eine größere Lücke zu den nächst kleineren Modellen hinterließ. Man verzichtete Seitens der Hanomag darauf diese Lücke mit einem entsprechenden Modell (Brillant 551) zu schließen, obwohl dies ohne weiteres machbar gewesen wäre.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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