Trampen - Reisen per Anhalter/ Beweggründe zu trampen

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So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich fallen auch ihre Beweggründen aus, per Anhalter zu reisen. Hier sind einige Aspekte:

Soziale Kontakte[Bearbeiten]

Beim Trampen trifft man sehr oft auf Menschen einer Gruppe, zu der man von sich aus nie den Kontakt gesucht hätte. Bei dem kurzzeitigen Aufeinandertreffen sehr unterschiedlicher Lebenswelten können sich unverhofft sehr spannende Anregungen und Bereicherungen ergeben. Ein gegenseitiger Austausch in diesem Punkt löst auch das ansonsten gegebene einseitige Nutzenverhältnis beim Trampen ein Stück weit auf.

Umweltschutz[Bearbeiten]

Durch das Ausnutzen ungenutzter Kapazitäten ergeben sich Treibstoff- und Emissionseinsparungen, entsteht weniger Abnutzung. Es fließt weniger Geld in die Herstellung zusätzlicher Autos, die Förderung fossiler Energieträger, ... – Dies trägt natürlich zur Ressourcen- und Klimaschonung und zur Erhaltung eines lebenswerten Lebensraumes bei. Allerdings dürften sich diese Auswirkungen erst einstellen, wenn ein Großteil vieler Menschen trampt.

Örtliche Nahverkehrs-Situation[Bearbeiten]

Wer gerade kein Auto zur Verfügung hat kann gezwungen sein zu trampen, sofern kein Öffentlicher Nahverkehr zur Verfügung steht – sei es, da vor Ort überhaupt keiner verkehrt, er zu unregelmäßig verkehrt oder nur zur gegebenen Uhrzeit nicht (mehr) –, die Strecke vielleicht zu weit ist um zu gehen und ein Taxi zu teuer wäre.

Geld[Bearbeiten]

Da das Trampen eine der günstigsten Möglichkeiten zu Reisen darstellt machen sich am Geld eine ganze Palette von Gründen fürs Trampen fest, die sich oft auch überschneiden:

„Armut“[Bearbeiten]

Das Nichtvorhandensein finanzieller Mittel schließt für viele Menschen ein Großteil anderer Arten zu Reisen von vornherein aus – sei es, dass sie ganz bewusst ein selbstorganisiertes Leben ohne Job führen, noch nicht Geld erwirtschaftender Teil der Gesellschaft sind oder sie unfreiwillig durch das gesellschaftliche Netz gefallen sind.

Geiz[Bearbeiten]

– eine Krankheit, die oft aus westlichem Wirtschaftsdenken entsteht – ist leider in manchen Fällen ein nennenswerter Grund.

Kritik wirtschaftlicher Verwertungslogik[Bearbeiten]

Der Tramper entzieht sich jeglicher marktwirtschaftlicher Verwertungs- oder Bereicherungsinteressen, da Autostopp im Gegensatz zu dem Modell der Mitfahrzentrale meist ohne Aufrechnen und Geld auskommt. TramperInnen laufen nicht Gefahr eine missliebige Konzernpolitik zu unterstützen, weder Autohersteller noch Versicherungen oder Mineralölkonzerne profitieren zusätzlich.

Freiheit[Bearbeiten]

Befreit von einschränkenden Geldsorgen reisen zu können hat großen Reiz! Geldsorgen beschränken nicht die Planung wohin man will, wie weit man will, wie lange man will – man kann sich einfach treiben lassen. Auch der Umgang mit dem Gegenüber ist befreiter, wenn kein Geld das Vergnügen trübt...

Abenteuer[Bearbeiten]

Manchen reizt es, mit begrenzten Mitteln etwas auf die Beine zu stellen, reizt der Faktor des Ungewissen (nicht zu wissen wo man landet, wie lange man braucht, wen man trifft, ...), ...

Komfort[Bearbeiten]

Komfort wird meist eher als Grund gegen das Trampen angeführt, doch es gibt sehr wohl auch Gründe aus diesem Bereich, die durchaus dafür sprechen:
Manche trampen auch lieber, weil sie eine Abneigung gegen überfüllte Bahnen oder Busse haben. Auch das ständige Anhalten an den Stationen, das Umsteigen, kann ein Grund für leidenschaftliches Trampen sein.

Liebhaberei, Leidenschaft, Sucht, ...[Bearbeiten]

– nichts ist unmöglich...

== Kompensation für Leben mit Behinderung, so das Erwirtschaften oder selbständige Fahren der Fahrzeuge, und damit verbundene Reise, nicht möglich ist.


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