Ungarisch: Alphabet: Konsonanten

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hoch zum Alphabet und seine Aussprache Hoch zum Alphabet und seine Aussprache

Es wird zwischen stimmhaften und stimmlosen Konsonanten unterschieden. Von den 30 Konsonanten lassen sich 18 in Zweier-Paare einteilen. Bei diesen Paaren ist eine korrekte Aussprache besonders wichtig:

stimmhaft b d dz dzs g gy v z zs
stimmlos p t c cs k ty f sz s

Bei falscher Aussprache haben die Wörter andere Bedeutungen, beispielsweise:

  • fog - der Zahn; aber fok - die Stufe

Gemination[Bearbeiten]

Auch die Gemination (also Verdopplung) von Konsonanten ist möglich. Die Konsonanten werden dann doppelt so lang ausgesprochen, vorangehende Vokale werden niemals verkürzt. Bei Digraphen und Trigraphen wird nur der erste Buchstabe verdoppelt:

  • sz wird zu ssz (Beispiel: dzsessz - Jazz)
  • dzs wird zu ddzs
  • c wird zu cc (Beispiel: vicc - Witz)

Hingegen gibt es Wörter, die Digraphen ungekürzt, aber doppelt beinhalten, beispielsweise jegygyűrű (jegy + gyűrű) - der Verlobungsring. Dies ist keine Gemination!

Aussprache[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle stellt Konsonanten dar, die nicht wie im Deutschen ausgesprochen werden. Alle anderen Konsonanten sind wie im Deutschen auszusprechen.

Schriftzeichen IPA-Lautzeichen Beschreibung Beispiel
c [ʦ] Stimmlose alveolare Affrikate, wie dt. tz oder z in „Katze“; „Zucker“ licit „Versteigerung“
cukor „Zucker“
cs [ʧ] Stimmlose postalveolare Affrikate, wie dt. tsch in „Matsch“; „Tschechisch“ palacsinta „Palatschinken“, „Eierkuchen“
kocsi „Kutsche“; „Wagen“; „Auto“
dz [ʣ] Stimmhafte Affrikate, stimmhafte Entsprechung zu c bodza „Holunder“
madzag „Schnur“
dzs [ʤ] Stimmhafte postalveolare Affrikate, stimmhafte Entsprechung zu cs, wie engl. j in „John“ dzsungel „Dschungel“
dzsúsz „Saft“
gy [ɟ] Stimmhafter palataler Plosiv, palatalisiertes d, entspricht ungefähr einem dj oder wie in „Dieu“ (frz. „Gott“) magyar [ˈmɒɟɒr] „ungarisch“
György [ˈɟørɟ] „Georg“
h [h] Stimmloser glottaler Frikativ, wie dt. h in „halten“, am Wortende stumm, intervokalisch deutlich artikuliert méh [meː] „Biene“
aber dühös [ˈdyhøʃ] „wütend“
j, ly [j] Stimmhafter palataler Approximant, wie dt. j in „Jagd“ „gut“
hely [ˈhɛj] „Ort“
ny [ɲ] Stimmhafter palataler Nasal, entspricht einem nj wie in „Cognac“ oder „Champagner“ nyíl „Pfeil“
nyugat „Westen“
r [r] Stimmhafter alveolarer Vibrant, Zungenspitzen-r (mit mehr Schlägen als das süddeutsche Zungen-r) rózsa „Rose“
rali „Rallye“
s [ʃ] Stimmloser postalveolarer Frikativ, wie dt. sch in „Schule“ oder in „schön“ spiritusz [ˈʃpiritus] „Spiritus“
sonka „Schinken“
sz [s] Stimmloser alveolarer Frikativ, wie dt. ss in „Klasse“ oder s in „Haus“ szexis „sexy“
szoprán „Sopran“
ty [c] Stimmloser palataler Plosiv, etwa wie dt. tj in „Matjes“ Mátyás [ˈmaːcaːʃ] „Matthias“
kutya „Hund“
v [v] Stimmhafter labiodentaler Frikativ, wie dt. w in „wild“, nie wie [f] vicc „Witz“
vakáció „Ferien“
z [z] Stimmhafter alveolarer Frikativ, wie s in „rosa“ oder „Seife“ zene „Musik“
zakó „Sakko“
zs [ʒ] Stimmhafter postalveolarer Frikativ, wie frz. j in „Journal“, „toujours“ zselatin „Gelatine“
zsakett „Jackett“
  • Der Unterschied zwischen ly und j ist nur die Schreibweise der Wörter. Aus historischen Gründen werden manche Wörter mit j und andere mit ly geschrieben. Die Aussprache ist identisch.