Ungarisch: Alphabet

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zurück zu Einleitung Zurück zu Einleitung | Hoch zum Inhaltsverzeichnis Hoch zum Inhaltsverzeichnis | Vor zu Grammatik Vor zu Grammatik

Buchstaben[Bearbeiten]

Das ungarische Alphabet besteht aus 44 Buchstaben, die auf dem lateinischem Alphabet basieren. Davon sind 14 Buchstaben Vokale und 30 Buchstaben Konsonanten. 16 Buchstaben gibt es davon nicht im deutschen Alphabet.

Manche ungarische Buchstaben bestehen aus zwei (einer sogar aus drei) einzelnen Buchstaben, sind in der Sprache aber ein einziger Buchstabe. Diese doppelten Buchstaben bezeichnet man als Digraphen (cs, dz, gy, ly, ny, sz, ty, zs). Dzs ist hingegen ein Trigraph.

A a
a
Á á
á
B b
C c
Cs cs
csé
D d
Dz dz
dzé
Dzs dzs
dzsé
E e
e
É é
é
F f
ef
G g
Gy gy
gyé
H h
I i
i
Í í
í
J j
K k
L l
el
Ly ly
ely
M m
em
N n
en
Ny ny
eny
O o
o
Ó ó
ó
Ö ö
ö
Ő ő
ő
P p
Q q
R r
er
S s
es
Sz sz
esz
T t
Ty ty
tyé
U u
u
Ú ú
ú
Ü ü
ü
Ű ű
ű
V v
W w
dupla vé
X x
iksz
Y y
ipszilon
Z z
Zs zs
zsé
  • Vokale sind fettgedruckt.
  • Selten genutzte Konsonanten sind kursiv.
  • Die Buchstaben W w und X x werden nur in Namen oder Wörtern ausländischer Herkunft benutzt.
  • Y y wird niemals allein genutzt. Einzige Ausnahme sind internationale Namen oder Eigennamen.
  • Unter dem jeweiligen Buchstaben ist die Aussprache auf Ungarisch angegeben

Konsonanten[Bearbeiten]

Vokale[Bearbeiten]

Allgemeine Aussprache[Bearbeiten]

Neben den auf den Einzelseiten zu Konsonanten und Vokalen erwähnten Ausspracheregeln gelten folgende, allgemeine Regeln:

  • Die Buchstaben des Alphabets stehen allesamt fast ausnahmslos für einzelne Laute. Jeder Buchstabe hat seine eigene und eindeutige Aussprache. Eine Ausnahme bildet das ly, welches in der Aussprache identisch ist mit dem j. Bei einigen Zischlauten ergibt sich zusammen mit anderen Buchstaben teilweise eine angepasste Aussprache. Jedoch werden b, d oder g am Wortende nie verhärtet ausgesprochen. Die aufgrund der Vokalharmonie anzufügenden Silben variieren zwar, dies wird jedoch auch in der Schrift entsprechend dargestellt. Bei der Aussprache der Wörter wird immer die erste Silbe betont, auch bei Lehnwörtern, wo dieses in der Ursprungssprache nicht der Fall ist.
  • Vokale mit einem Akut, also ú, ó, é, á und í sowie ő und ű werden lang ausgesprochen; der Akut darf keinesfalls weggelassen werden, da sich sonst der Wortsinn ändern kann. Konsonanten werden - wie im Deutschen - durch Verdoppelung verlängert. Bei den Digraphen wird aber immer nur der erste Buchstabe verdoppelt: cs => ccs, ny => nny etc.
  • Das y findet – abgesehen von den erwähnten Digraphen gy, ly, ny und ty – nur am Ende von Familiennamen Verwendung und wird als [i] ausgesprochen. Ursprünglich handelte es sich um ein Adelszeichen, das mit dem deutschen „von“ vergleichbar ist, z. B. im Familiennamen Szalay (statt Szalai).
  • In Namen deutschen oder slawischen Ursprungs wird das ch wie das ungarische h – ggf. wie ein deutsches ch ([ç] bzw. [x]) – ausgesprochen (Lechner, Münnich). Im Wort technika ist es ein Ich-Laut.

Alphabetische Sortierung[Bearbeiten]

Für die Sortierung werden die Digraphen und Vokale mit Umlauten als getrennt eingeordnet, also

  • cukor vor csak
  • ott vor öccse
  • utca vor üdítő

Jedoch werden lange und kurze Vokale nicht separiert:

  • új vor ujj
  • éhes vor ehhez
  • ebéd vor édes

Und bei ansonsten gleicher Schreibung steht der kurze Vokal vor dem langen:

  • öt vor őt