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Auge

Mit dem Auge sieht man, daher bezeichnet man es auch als ein „Sinnesorgan“. Weitere Sinnesorgane sind beispielsweise das Ohr (Hören) und die Nase (Riechen).

Das Auge eines Menschen, wie Ihr es von außen kennt
Am einfachsten lässt sich die Funktionsweise des Auges mit einer Kamera vergleichen.

Wenn man jemandem in die Augen sieht, sieht man

  • was „Weißes“, das ist das Äußere des Augapfels
  • was „Farbiges“ (blau, grün, grau, braun oder irgendwas dazwischen), das ist die „Iris“ (auch Regenbogenhaut genannt, weil sie bunt ist),
  • und in der Mitte der Iris was „Schwarzes“, das ist ein natürliches Loch in der „Iris“ und heißt „Pupille“.

Um sehen zu können, brauchen wir, wie wir alle wissen, Licht. Grob gesagt strahlt dieses Licht durch das Loch in der Iris ins Auge hinein und scheint dann an der Rückseite des Auges auf die sogenannte Netzhaut. Die Funktion der Netzhaut ist dabei mit der eines Films im Fotoapparat zu vergleichen, sie bildet also ab, was vor dem Auge ist. Dass das Bild dabei auf dem Kopf steht, macht nichts, denn das Gehirn weiß das ja und rechnet das Bild richtig herum.

Eye scheme.svg

Natürlich ist unser Auge nicht nur eine einfache Lochkamera, sondern ist wesentlich komplizierter. Im Bild rechts findet sich etwas rechts von der Mitte die Pupille, die wir oben schon erwähnt haben. Durch sie kann des Licht ins Auge gelangen. Wie groß sie ist, bestimmt die Regenbogenhaut. Wenn es hell ist, ist die Pupille klein (sonst wird es im Auge zu hell – man würde geblendet). Wenn es dunkel ist, vergrößert sich die Pupille, damit möglichst viel von dem wenigen Licht ins Auge gelangen kann. So eine Einrichtung gibt es auch bei den meisten Fotoapparaten, da heißt sie Blende.

Im Auge trifft das Licht dann zuerst auf die Linse (im Bild das helle Oval direkt hinter der Pupille). Ihre Aufgabe ist es, die Richtung der Strahlen des Lichtes so zu ändern (ähnlich wie eine Lupe), sodass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. Auch so etwas gibt es an den meisten Fotoapparaten, damit man den Fotoapparat auf verschiedene Entfernungen einstellen kann. Das macht die Linse im Auge auch. Für diesen Vorgang, den man Akkommodation nennt, hat sie winzige Muskeln. Wenn das Licht nun tiefer ins Auge kommt, muss es, bevor es die Netzhaut, also sozusagen die Fotoplatte erreicht, noch durch den sogenannten Glaskörper. Den kann man sich am einfachsten vorstellen wie eine durchsichtige, mit Wasser gefüllte Plastiktüte. Der Glaskörper ist wichtig, weil durch ihn das Auge seine kugelige Form behält.

Wenn das Licht endlich die Netzhaut erreicht hat, trifft es dort auf lichtempfindliche, winzige Zellen und reizt diese. Diese Reize überträgt der Sehnerv dann an das Gehirn, das die Bilder fast wie ein Computer errechnet. Weit über die Möglichkeiten eines Computers hinausgehende Fähigkeiten unseres Gehirns führen dann dazu, dass man Gegenstände oder Menschen erkennt und auch räumlich sieht.