Wikijunior Medizin/ Orbitabodenfraktur

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Die Orbitabodenfraktur ist eine Verletzung der Augenhöhle (lateinisch Orbita), bei der ihr knöcherner Boden gebrochen ist. Dies passiert dann, wenn das Auge selbst, sowie alle Augenmuskeln und das Fettgewebe hinter dem Auge so stark gequetscht werden, dass ihnen in der Augenhöhle kein Platz mehr bleibt und deshalb an der schwächsten Stelle ein Bruch entsteht. Diese Stelle befindet sich am Boden der Augenhöhle.

Die Quetschungen entstehen oft zum Beispiel durch einen Faustschlag aufs Auge oder einen Tennisball, der mit ganzer Wucht auf das Auge auftrifft. Es bildet sich dann am Boden der Augenhöhle ein Spalt, in dem Augenmuskeln oder auch Bindegewebe oder Fettgewebe eingeklemmt werden. Deshalb lässt sich das Auge auch nicht mehr ungehindert in alle Richtungen drehen, weil es durch die eingeklemmten Muskeln behindert wird. In dieser Situation sieht man auch meistens alles doppelt. Außerdem kann es passieren, dass man ein taubes Gefühl in der Wange verspürt.

Eine Orbitabodenfraktur heilt selten von allein, obwohl es vorkommen kann, dass sich die Krankheitszeichen nach einigen Wochen von selbst bessern. Oft wird eine Operation durchgeführt. Die Ärzte sind sich allerdings nicht einig darüber, ob dies wirklich die beste Behandlung ist, weil eine Operation die Sache manchmal noch verschlimmern kann oder auch einfach nicht hilft.

Für die Orbitabodenfraktur gibt es auch eine gängige andere Bezeichnung, die Blow-out-Fraktur.