Computerhardware: HDD: Kauf
Welche Merkmale können beim Kauf einer Festplatte wichtig sein?
- die Kapazität: die Größe der Platte in GB. Meist der wichtigste Grund für eine Neuanschaffung.
- die Anschlussart: Zur Zeit finden sich sowohl (parallel) ATA und Seriell ATA-Controller auf den Mainboards. Achten sie darauf, dass Sie eine Festplatte kaufen, die zu dem vorhandenen Controller passt. Wenn Ihre Hauptplatine SATA-Anschlüsse hat, kaufen Sie unbedingt eine SATA-Festplatte. SATA ist die neuere, schnellere Technik.
- die Übertragungsgeschwindigkeit: Die erste Generation der SATA-Platten erreichen bis zu 300 MByte/s, die neuere SATA-2 Generation bis 600 MByte/s. P-ATA-Platten erreichen bis zu 133 MByte/s. Steckt man zwei P-ATA-Geräte (z. B. Festplatte plus DVD-Brenner) an ein gemeinsames Kabel, müssen sie sich diese Übertragungsrate teilen.
Andererseits liefern die meisten Desktop-Festplatten nicht mehr als 60 MB/s. Die höhere Übertragungsrate von SATA wirkt sich nur dann spürbar aus, wenn die benötigten Daten bereits bei einem früheren Lesevorgang in den Cache geladen wurden sind. - die Umdrehungsgeschwindigkeit - beeinflusst vor allem die Zugriffszeiten: meist 5400, 7200 oder 10.000 U/min. Je höher die Drehzahl, desto höher die Datenmenge pro Sekunde. Die meisten Platten arbeiten mit 7200 U/min. Jedoch sind Platten mit geringeren Drehzahlen meist leiser.
- Festplattencache: speichert voraussichtlich benötigte Daten und beschleunigt dadurch die Zugriffe. Üblich sind 8 bis 16 MB große Cache-Speicher.
- die Zugriffszeiten (wie lange braucht die Festplatte, um den Lesekopf zum Datensatz zu bewegen). Da die Dateien nicht durchgängig auf der Festplatte abgelegt sind, muss der Lesekopf möglichst schnell zur nächsten Datenposition bewegt werden. Die Zugriffszeiten sind abhängig von der Umdrehungsgeschwindigkeit und dem Cache und liegen meist zwischen 8 und 10 ms. Bei hochpreisigen Serverplatten werden 5 ms errreicht.
- Die Baugröße: in Desktop-Rechnern werden meist 3,5-Zoll-Platten verwendet, in Notebooks Platten mit 2,5 Zoll oder 1,8 Zoll. Achten Sie bei den vielen Bauformen von Notebook-Platten auf Bauhöhe und Strombedarf!
Empfehlung: Kaufen Sie eine Festplatte mit einer Kapazität, die sehr weit über Ihrem geplanten Bedarf liegt, dann gewinnen Sie Geschwindigkeit! Je kleiner der Anteil der tatsächlich von Ihnen genutzten Kapazität ist, desto kürzer sind die Zugriffszeiten. Außerdem - wer kann wissen, wie groß Ihr Kapazitätsbedarf in ein paar Jahren sein wird?
Windows XP [Bearbeiten]
Windows XP arbeitet mit der alten Sektorgröße von 512 Byte. Neu entwickelte Festplatten haben größere Sektoren von 4096 Byte. XP kann zwar die Sektoren umrechnen, aber nur mit einem spürbaren Verlust an Geschwindigkeit. Sie sollten gezielt nach älteren Modellen mit kleineren Sektoren suchen oder zu Windows 7 wechseln.
SSD [Bearbeiten]
SSD sind geräuschlos und bieten sehr hohe Datenraten und extrem kurze Zugriffszeit. Die Startzeit von Programmen und die Hochfahrzeit des Systems wird drastische verbessert. Ihr Preis ist um ein vielfaches höher als bei Magnetplatten. Es macht Sinn, Betriebssystem und Programme auf eine SSD zu speichern und für die restlichen Daten eine Magnetplatte vorzusehen. Achten Sie auf den Typ der verbauten Flash-Speicher: SLC braucht weniger Energie und ist schneller (vor allem beim Schreiben), langlebiger, aber etwa dreimal teurer pro Gigabyte als MLC. SSD sind empfindlich gegen Frost,
Wenn Sie allerdings noch XP benutzen, bringt eine SSD-Festplatte keinen nennenswerten Geschwindigkeitsvorteil.
Festplatten über 2 TB [Bearbeiten]
Das BIOS kann mehr als 2 TB nicht verwalten. Wenn Sie den PC von einer 3-TB-Platte booten wollen, brauchen Sie eine Hauptplatine mit dem BIOS-Nachfolger „UEFI“. Die 64-Bit-Betriebssysteme kommen aber mit großen Zweitplatten zurecht.
Schnittstelle [Bearbeiten]
Festplatten gibt es mit dem neueren S-ATA-Anschluss und dem älteren IDE-Stecker. Kaufen Sie unbedingt die S-ATA-Ausführung, außer Ihre Hauptplatine ist älter und hat noch keine solche Schnittstelle.