Ing Mathematik: Matrizen
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[Bearbeiten] Matrix
- Matrix
- Als
-Matrix bezeichnet man ein rechteckiges Schema von
Elementen (Zahlen, Polynome, Differentiale, etc.), die in m Zeilen und n Spalten angeordnet sind.

oder in Kurzform

Eine Matrix mit nur einer Zeile oder Spalte entspricht einem Vektor.
Als i-ten Zeilenvektor bezeichnet man 
Als j-ten Spaltenvektor bezeichnet man 
Beispiel:
ist eine
- Matrix
[Bearbeiten] Transponierte Matrix
Tauscht man in einer Matrix A Zeilen mit Spalten, so erhält man die transponierte Matrix AT.

Beispiel:


Übung: Transponieren sie die Matrix 
[Bearbeiten] Spezielle Matrixtypen
[Bearbeiten] Quadratische Matrix
Als quadratische Matrix bezeichnet man eine
-Matrix.
[Bearbeiten] Diagonalmatrix
Die Diagonalmatrix ist eine quadratische Matrix. Bei einer Diagonalmatrix sind alle Werte außerhalb der Hauptdiagonalen mit 0 belegt.

mit
Kronecker-Delta
Als Spur der quadratischen Matrix bezeichnet man

[Bearbeiten] Einheitsmatrix
Die Einheitsmatrix ist eine Diagonalmatrix, bei der die Hauptdiagonale mit Einsern belegt ist.

Spezialfall: Obere / untere Dreiecksmatrix Def. obere Dreiecksmatrix : alle Elemente der Matrix unterhalb der Hauptdiagonale sind 0 Def. untere Dreiecksmatrix: alle Elemente der Matrix oberhalb der Hauptdiagonale sind 0
Anwendung: kann man eine beliebige Matrix durch äquivalente Umformungen in eine der o. g. Darstellungen bringen, lässt sich auf diese Weise leicht die Determinante dieser Matrix bestimmen, da das Produkt aller Elemente von beliebigen Geraden, mit Ausnahme der Hauptdiagonale 0 ist. Die Determinante ist folglich das Produkt aller Hauptdiagonalelemente
[Bearbeiten] Symmetrische Matrix
Eine symmetrische Matrix ist eine quadratische Matrix mit
A = AT
oder

Beispiel: 
[Bearbeiten] Schiefsymmetrische Matrix
Eine schiefsymmetrische Matrix ist eine quadratische Matrix mit
A = − AT
oder

Beispiel:
Die Spur muss mit Nullen belegt sein.
[Bearbeiten] Nullmatrix
Bei einer Nullmatrix sind alle Koeffizienten mit 0 belegt.

[Bearbeiten] Rechenregeln
[Bearbeiten] Gleichheit von Matrizen
Eine
-Matrix A ist gleich einer
-Matrix B, wenn
- m = r und n = s

[Bearbeiten] Matrizenaddition

Bedingung: Die Matrizen A und B müssen gleiche Zeilen- und Spaltenanzahl aufweisen.
Beispiel:

[Bearbeiten] Vielfaches einer Matrix




Beispiel:

[Bearbeiten] Matrizenmultiplikation


Bedingung: Die Spaltenanzahl der Matrix A muss der Zeilenanzahl der Matrix B entsprechen.
Achtung! Die Matrizenmultiplikation ist nicht kommutativ!

Beispiel:

Anschaulich durchführen kann man die Matrizenmultiplikation mittels Falkschem Schema:
Beispiel:
Für quadratische Matrizen sind auch Potenzen von Matrizen definiert.

A0 = E
Übung: Multiplizieren sie 
[Bearbeiten] Kommutativgesetze




[Bearbeiten] Assoziativgesetze


[Bearbeiten] Distributivgesetze


[Bearbeiten] Rang einer Matrix
- Rang einer Matrix
- Unter dem Zeilenrang rz(A) der Matrix A versteht man die Anzahl der linear unabhängigen Zeilenvektoren der Matrix A. Unter dem Spaltenrang rs(A) der Matrix A versteht man die Anzahl der linear unabhängigen Spaltenvektoren der Matrix A. Dabei gilt immer, dass rz = rs ist. Der Rang einer Matrix A (Rg(A)) ist gleich dem Zeilenrang/Spaltenrang der Matrix A.
Beispiel 1: 
Rg(A) = rz = rs = 3
Beispiel 2: 
Rg(B) = rz = rs = 1
Zur Berechnung des Zeilen-/Spaltenranges einer Matrix kann man folgende Umformungen durchführen,
für die Bestimmung des Zeilenranges:
- Vertauschung zweier Zeilen
- Multiplikation von Zeilen i mit

- Addition des k-fachen eines Zeilenvektors zu einem anderen Zeilenvektor mit

und für die Bestimmung des Spaltenranges:
- Vertauschung zweier Spalten
- Multiplikation von Spalten j mit

- Addition des k-fachen eines Spaltenvektors zu einem anderen Spaltenvektor mit

Übung: Bestimmen sie den Rang der Matrix 
Der Rang einer Matrix ist insbesondere auch für die Bestimmung der Lösbarkeit von linearen Gleichungssystemen von Interesse.
[Bearbeiten] Matrizen mit komplexen Zahlen
Für Matrizen, die komplexe Zahlen beinhalten, gelten die selben Regeln wie für reelle Matrizen.
Eine komplexe Matrix C kann man in zwei Matrizen A und B aufspalten
C = A + iB
[Bearbeiten] Ein wunderschönes Beispiel aus der Festigkeitslehre
Die allseits bekannte und beliebte Cauchysche Formel
mit
dem Spannungsvektor

dem symmetrischen Spannungstensor (= Spannungsmatrix)

und dem Normalenvektor

sei gegeben. Die Komponenten des Spannungsvektors sollen ermittelt werden:
- allgemein
- für σxx = 50N / mm2, σyy = 10N / mm2, σzz = − 10N / mm2, σxy = 20N / mm2, σxz = σyz = 0N / mm2 und

Lösung:



