Alternative Menstruationshygiene/ Druckversion

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Dies ist ein Heft über alternative Möglichkeiten zum Umgang mit „den Tagen“ und speziell Menstruationshygiene, das nicht nur für Frauen bestimmt ist.
Es ist die überarbeitet Version des Heftes „Hey Baby, kannst du bluten wie ich“, welches beim Ladyfest 2006 in Hannover verteilt wurde. Der Text hat weder Anspruch auf hundertprozentige Richtigkeit noch auf Vollständigkeit.


Inhalt

Der weibliche Zyklus

Medizinisches

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
a: Eileiter f: Eierstöcke
b: Gebärmutter g: Muttermund
c: Schambein h: Harnröhrenausgang
d: Klitoris i: Scheideneingang
e: äußere Schamlippen j: innere Schamlippen

Der Menstruationszyklus (Eumenorrhoe) ist der periodische Wechsel im Körper der Menschen mit weiblichen Geschlechtsorganen. Er beginnt mit der Menarche, der ersten Menstruationsblutung in der Pubertät und endet mit der Menopause, der letzten Menstruationsblutung, die meistens im Alter von 40 bis 55 Jahren stattfindet. Ein Zyklus dauert bei allen Frauen verschieden lang – zwischen 20 und 40 Tagen – und wird meist mit 28 Tagen angegeben. Er wird in vier Phasen unterteilt, die im Folgenden beschrieben werden sollen.

Monatsblutung

Ein Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung. Normalerweise dauert die Blutung zwischen drei und sieben Tagen. In dieser Zeit löst sich die oberste Schicht (Funktionalis) der Gebärmutterschleimhaut ab und mischt sich mit Blut. Dabei verliert mensch etwa 50 bis 100 ml Blut. Während der Blutung zieht sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammen, um den Ablösungsprozess zu unterstützen und dies kann zu Schmerzen führen (siehe auch Regelschmerzen). Gegen Ende der Menstruation beginnt bereits wieder der Aufbauprozess im Eierstock, der die Blutung beendet.

Proliferations- oder Aufbauphase

Die zweite Phase beginnt mit dem Ende der Blutung. Sie ist bei jedem Zyklus verschieden lang und dies macht die genaue Bestimmung des Eisprungs so schwierig. In einem Zyklus von 28 Tagen dauert sie etwa vom 5. bis zum 14. Tag.
Menschen mit weiblichen Geschlechtsorganen kommen mit zwei etwa 3 cm großen Eierstöcken (Ovarien) zur Welt. Darin wurden schon vor der Geburt bis zu 400.000 Eizellen (übrigens die größte Zelle im menschlichen Körper) angelegt. Jede Eizelle ist von einem Eibläschen, dem Follikel umgeben. Auf diese Weise kann sie mehrere Jahrzehnte überleben. Follikel in diesem Stadium werden Primärfollikel genannt. In der Pubertät beginnt das hormonelle Steuerungssystem im Gehirn auf die Hirnanhangsdrüse einzuwirken. Diese gibt nun regelmäßig (zu Beginn der Aufbauphase) das Hormon Follikelstimulierendes Hormon (FSH) ins Blut ab. Dadurch beginnen mehrere Primärfollikel und die darin enthaltene Eizelle zu wachsen. Sie füllen sich langsam mit Flüssigkeit und werden so Tertiärfollikel, die etwa 1 cm groß sind. Diese Tertiärfollikel produzieren das Hormon Östrogen, das in die Blutbahn abgegeben wird. Das abgegebene Östrogen bewirkt ein Wachsen der Gebärmutterschleimhaut. Es entstehen neue Blutgefäße und Schleimhautdrüsen. Eines (selten mehrere) der Tertiärfollikel wird so dominant, dass es die anderen verdrängt. Sie gehen zugrunde, produzieren aber weiterhin das benötigte Östrogen.

Follikelsprung

Das Tertiärfollikel reift weiter heran, bis es zum eisprungreifen Follikel wird. Wenn eine bestimmte Konzentration von Östrogen im Blut erreicht ist, beginnt die Hirnanhangsdrüse luteinisierendes Hormon (LH) auszuschütten. Dadurch und durch den Druck des Follikels auf die Eierstockwand reißt das Follikel auf und schwemmt die reife Eizelle (nun etwa 0,1 mm Durchmesser) in den Eileiter. Dies ist der Eisprung (Ovulation), der sich bei manchen Frauen durch den so genannten Mittelschmerz auszeichnet. Die Eizelle wandert nun in etwa drei Tagen über feine Härchen im Eileiter Richtung Gebärmutter, ist aber nur für etwa 24 Stunden fruchtbar.

Sekretions- oder Gelbkörperphase

Nun (etwa 12 bis 16 Tage vor der nächsten Blutung) beginnt die Sekretions- oder Gelbkörperphase. Die Überreste des aufgesprungenen Follikels (Follikelephitel) wandelt sich unter dem Einfluss des LH in einen Gelbkörper um. Dieser produziert das Hormon Progesteron. Das sorgt dafür, dass die Gebärmutter auf eine befruchtete Eizelle vorbereitet wird. Die Produktion von Drüsensekreten wird vermehrt, die Drüsen wachsen weiter und es wird Glykogen (Speicherform von Glukose) eingelagert. Davon könnte sich der Embryo in den ersten Wochen der Schwangerschaft ernähren.
Findet keine Befruchtung statt, baut sich der Gelbkörper in den nächsten Tagen ab. Es findet keine Produktion von Progesteron mehr statt, was dazu führt, dass sich die Arterien der Gebärmutter zusammenziehen und dadurch die Durchblutung der obersten Schicht der Gebärmutterschleimhaut verringert wird und einen Sauerstoffmangel hervorruft. Dieser lässt die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut innerhalb einiger Stunden absterben und somit beginnt die Blutung und dadurch ein neuer Zyklus.
Kommt es zu einer Schwangerschaft, wird der Gelbkörper immer größer und produziert sehr viel Progesteron. Erst mit dem vierten Schwangerschaftsmonat geht der Gelbkörper zugrunde und die Plazenta übernimmt die Hormon- und somit Nahrungsproduktion.


Geschichte

Frauen bluteten schon immer. Es gab eine Zeit, in der der weibliche Zyklus geschätzt wurde, mit all seinen Facetten. Bald jedoch begannen Tabus und Mythen zu wachsen, egal ob die Frau vergöttert, gefürchtet oder beneidet wurde für ihre Verbindung zum Rhythmus des Mondes und ihre Fähigkeit zu gebären. In manchen Kulturen gehen Frauen an einen bestimmten Ort, wenn sie bluten, alleine oder mit anderen menstruierenden Frauen. Die Menstruation wird als kraftvoll aber auch verschmutzend angesehen. Es wird sehr darauf geachtet, wo das Blut hinfließt und besonders Männer sind vorsichtig und versuchen dem Blut aus dem Weg zu gehen.
In der westlichen Geschichte hat die Menstruation ein weniger kräftiges Bild. Fast alles, was über den weiblichen Zyklus geschrieben wurde, kommt von Männern. Und logischerweise haben Männer keine Menstruation und somit keinen direkten Bezug dazu. Für sie schien es normal zu sein, nur zu bluten, wenn mensch verletzt ist. Sie hatten und haben Angst davor, dass Frauen bluten. Sie glaubten lange, dass weibliche Körper schwächer gebaut sind als männliche und deshalb bluten oder das Gott Frauen zum Bluten brachte. Auch der Mythos, dass Frauen zu viel Blut haben und somit einmal im Monat alles Überflüssige abstoßen müssen, blieb lange bestehen. Sie glaubten, dass das Blut aus der Gebärmutter kommt, weil es das schwächste Organ im Körper und somit für das Blut am attraktivsten ist. Wie ein Loch im Kessel. Eine Weile lang wurde sogar geglaubt, dass die Gebärmutter im Körper herumwandert, sogar bis in den Hals hinauf, und Ursache für alle möglichen Krankheiten ist. Dies wurde bekannt als „der wandernde Uterus“. Fast alle religiösen und medizinischen Schriften sehen die Menstruation als etwas Unreines, Ungesundes, Ekliges und sogar Beschämendes.
Bis in die heutige Zeit blieben Angst, Tabus und Mythen bestehen. Frauen gehen nicht mehr in die Isolation, wenn sie bluten, aber die meisten sind vorsichtig, damit niemensch mitbekommt, dass sie gerade ihre Periode haben. Die meisten versuchen ihren normalen Alltag weiterzuleben und nehmen sich nicht die Zeit ihren Körper die Ruhe und Geborgenheit zu schenken, die er in dieser Zeit nötig hätte. Bei Schmerzen nehmen viele starke Medikamente dagegen, damit sie weiter funktionieren. Damit es nicht auffällt, dass sie bluten, benutzen die meisten Tampons und Binden. Diese werden in dickes Toilettenpapier gewickelt und zu unterst im Mülleimer platziert. Für manche Frauen ist es sogar schwierig, Tampons oder Binden im Supermarkt zu kaufen. Fast alle haben Probleme damit, zumindest für eine Weile – aber was genau ist eigentlich so peinlich daran? Vielleicht ist es, weil die Packung mit Menstruationshygieneartikeln auf das Laufband zu legen, aussagt: „Ich blute, ich könnte genau jetzt bluten.“ Und das vor Fremden. Dies bricht wiederum die unausgesprochene Regel, das Tabu, es für dich zu behalten. Vielleicht denkst du, dass in unserer modernen Gesellschaft keine Tabus mehr existieren, dass Tabus zurückgebliebene Sachen sind. Jedoch gibt es immer noch das Tabu der offenen Kommunikation über Menstruation, Sexualität und den Körper im allgemeinen. Es ist wichtig diese Tabus zu erkennen und zu verstehen, dass sie älter sind als die Großmutter deiner Großmutter. Denn nur dann können Frauen lernen, dass es nichts Falsches ist zu bluten, nichts Peinliches, dass es einfach ein natürlicher Vorgang ist und dass mensch damit unbeschwert umgehen kann.


Wer blutet ohne Verletzung?

Viele Menschen menstruieren, viele nicht. Im Gegenteil zu dem was uns oft beigebracht wird, menstruieren nicht alle Frauen und nicht alle Menstruierenden sind Frauen. Ein Beispiel: Menstruierende, die keine Frauen sind, sind Menschen mit Vagina und Uterus, die sich aber selbst nicht als Frauen sehen. Sie wurden geboren mit diesen Geschlechtsorganen, aber identifizieren sich aus verschiedensten Gründen nicht mit dem Wort „Frau“. Sie sind vielleicht transsexuelle Männer oder genderqueers – nicht identifizierbar als Mann oder Frau. Es gibt auch intersexuelle Menschen, die bei der Geburt als Mann benannt werden, aber durch ihre nicht standardmäßigen Genitalien trotzdem menstruieren. Außerdem gibt es intersexuelle Menschen mit komplexen „weiblichen“ Organen. Manche sind Frauen, manche nicht. Wiederum gibt es aus verschiedensten Gründen nicht menstruierende Frauen. Manche haben keine Vagina, keinen Uterus, manche haben diese Organe, aber nicht in der Art, dass sie bluten. Zum Beispiel transsexuelle Frauen und vielleicht auch einige intersexuelle Menschen. Manche sind jung und haben noch keine Periode und manche sind alt und sind schon nach ihrer Menopause. Manche Frauen bluten nicht, weil sie krank sind, zum Beispiel durch Essstörungen oder als Nebenwirkung von medikamentöser Behandlung wie z. B. Chemotherapie. Meistens menstruieren Schwangere nicht, obwohl sie manchmal bluten. Auch Frauen die bestimmte Verhütungsmittel nehmen, menstruieren nicht oder nur sehr leicht. Es gibt viele Ursachen nur unregelmäßig zu bluten, z. B. in den ersten fünf Jahren nach der ersten Periode oder in der Menopause. Auch durch Reisen, Änderungen im Schlafrhythmus, Ernährungsumstellung, intensive Übungen und sportliche Aktivität (viele Langstreckenläuferinnen haben keine Blutungen mehr), Krankheit oder Stress kann der Rhythmus verändert werden.

Im weiteren Verlauf des Heftes wird von Frauen und nicht von Menstruierenden geredet, gemeint sind aber alle Menstruierenden.


Menstruationshygieneartikel

Einführung

Die Hygieneartikel, die während der Menstruation gebraucht werden, sind für viele ein sehr persönliches Thema. Durch soziale Umstände (siehe Einführung oder Geschichte) gibt es schon genug Probleme, sich während „der Tage“ wohlzufühlen. Oft erschweren auch noch Schmerzen die Umstände (siehe Regelschmerzen). Hygieneartikel sollen unterstützen, sich wohl und sicher zu fühlen. Jede Frau mag es etwas anders. Doch für viele sind die vielen verschiedenen Produkte und deren Auswirkungen sehr schleierhaft; es wird uns ja schließlich auch beigebracht nur mit engsten FreundInnen über das Thema zu reden. In der Werbung hast du bestimmt schon die Supervorteile von ultraabsorbierenden Tampons oder schwarz gefärbten Binden (kein peinliches Leuchten in der Disco) kennen gelernt. Dass es aber neben den herkömmlichen Tampons und Binden noch Alternativen gibt, bleibt den meisten für immer verborgen. In den folgenden Texten soll auf die verschiedenen (den MacherInnen dieses Hefts bekannten) Menstruationshygieneartikel eingegangen und diese mit Pro und Kontra vorgestellt werden. Die folgenden Worte sind subjektiv, aber basieren auf einer möglichst gründlich recherchierten Basis.


Geschichte

Monatsbinden (1911)

Weiche Papyrusblätter als Tampons oder Fell- und Stofflappen als Binden wurden schon seit vielen tausend Jahren benutzt. 1921 kam die erste Damenbinde mit dem Namen „Dr. White's“ auf den Markt. Dieses Modell war mit einem Gürtel vor dem Verrutschen geschützt und soll unbequem gewesen sein. Dr. Earle Haas entwickelte, angespornt durch seine Binden-hassende Frau, den ersten Tampon, „Tampax“. Schon damals bestand er aus Watte mit einem Bändchen zum hygienischen Ausführen. Der Verkauf der Tampons war anfangs schwierig, weil es den meist männlichen Apothekern peinlich war, ein solch intimes Produkt zu vermarkten. Auch das Gerücht, dass die Frau entjungfert wird durch das Einführen eines Tampons, blieb lange bestehen. Bis heute steht die Frage auf den Websites der Tamponhersteller unter den FAQ. Durch eine groß angelegte Werbe- und Aufklärungskampagne wurde „Tampax“ bekannter. 1947 erblickte ein Deutscher eine Anzeige davon und entwickelte daraufhin eine Maschine um die hochelastische Watte am Fließband und mit hohem Pressdruck in die Hülle zu stecken. In derselben Zeit (um 1930) wurde auch der Menstruationsbecher entwickelt. Jedoch galt es als unrein, dass Frauen ihren Schambereich berühren und dadurch wurde dieses Alternativprodukt lange Zeit vergessen. Erst in den Achtzigern, als mehr und mehr Frauen auf die Suche nach umweltfreundlichen und günstigen Hygieneartikeln gingen, wurde der Menstruationsbecher bekannter.


Konventionelle Artikel

Binden

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Was ist es?

Binden bestehen aus mehreren Lagen Watte, Zellstoff aus Holz, einer umfassenden Plastikschicht und einem Klebestreifen an der Unterseite um sie in die Unterhose zu kleben. Ihre Funktion basiert in der Regel auf einer Portion eines sogenannten Superabsorbers, einem Kunststoffgranulat in ihrem Kern, das das Blut aufsaugt und bindet. Sie sind in allen möglichen Größen und Dicken erhältlich und weisen teilweise auch „Flügel“ auf, um ein Verrutschen zu verhindern. Sie sollten regelmäßig gewechselt werden. Binden mit Parfümierung sollten nicht verwendet werden, da sie zu Reizungen und Allergien führen können.

Positives

  • Sie sind in jedem Supermarkt erhältlich.
  • Es gibt sie in allen möglichen Größen und Formen, somit ist eine gute Anpassung an die eigenen Bedürfnisse möglich.
  • Durch spezielle Eigenschaften wie z. B. die „Flügel“ sind sie bei regelmäßigem Wechseln ziemlich sicher.
  • Das Blut fließt aus der Scheide heraus, so wie es sein sollte.

Negatives

  • Die meist synthetische Oberfläche sorgt für ein feuchtwarmes Milieu im Scheidenbereich, was ein günstiger Nährboden für Krankheitserreger wie Pilze oder Bakterien ist. Außerdem verringert es die Luftzufuhr zur Vagina und nimmt somit der natürlichen Scheidenflora wortwörtlich den Atem.
  • Weitere Gründe siehe Tampons – Negatives


Tampons

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Dieses Kapitel oder Buch ist derzeit nicht ausreichend mit Quellen belegt. Du kannst mithelfen, es zu verbessern, indem du Zitate, Referenzen und/oder Quellen einarbeitest.

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Was ist es?

Tampons bestehen aus dicht zusammengerolltem Baumwollwattevlies und Zellstoff aus Holzbrei, umgeben von einer synthetischen Schicht, die das Ein- und Ausführen erleichtern soll. In der Mitte ist ein Faden befestigt, der das Zurückholen erleichtert. Es sind auch Tampons erhältlich, die mit einem Applikator ausgestattet sind. Dieser verringert Mithilfe der zwei ineinander geschobenen Pappröhrchen den Fingerkontakt mit der Vagina.
Tampons werden im Sitzen in die Scheide eingeführt. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich. Es sollte immer die kleinstmögliche Größe gewählt werden, da ein zu starkes Aufsaugen die Vagina austrocknen lässt und dadurch das Ein- und Ausführen erschwert und eventuell sogar schmerzhaft macht. Außerdem sollten sie nicht zu lange getragen werden (maximal acht Stunden) und am Ende der Menstruation entfernt werden, denn das aufgestaute Blut zieht gerne ungewollte Bakterien an.
Tampons und Binden sollten nicht in die Toilette geworfen werden, weil diese dadurch verstopfen könnte. Neun von zehn Verstopfungsproblemen in Toiletten rühren von Wegwerftampons und -binden. Um unnötige Irritationen zu vermeiden, sollten die Hände vor der Benutzung gewaschen werden.

Positives

  • Sie sind in jedem Supermarkt erhältlich.
  • Es gibt sie in allen möglichen Größen und Formen, somit ist eine gute Anpassung an die eigenen Bedürfnisse möglich.
  • Sie sind klein und handlich
  • Die meisten Frauen spüren die Tampons nicht beim Tragen.
  • Sie sind für alle sportlichen Aktivitäten verwendbar, ohne Angst haben zu müssen, dass Blut in deine Unterhose tropft. Jedoch solltest du sie nach dem Schwimmen auswechseln, da sie sich auch mit Wasser voll saugen können.

Negatives

  • Tampons saugen nicht nur das Menstruationsblut, sondern auch die Scheidenflüssigkeit auf. Diese ist wichtig, damit die Scheide nicht austrocknet. Auch bringt dies die natürliche pH-Balance durcheinander. Die Scheidenflora hat normalerweise ein natürliches Abwehrystem, durch Tampons wird dieses gestört und somit anfälliger für Infektionen wie z. B. den Scheidenpilz.
  • 2,4 % der Weltackerfläche werden für Baumwolle verwendet, die meist in Monokultur angebaut wird und daher großräumig das ökologische Gleichgewicht beeinflusst, teilweise sogar drastisch verändert. Baumwolle, die nicht biologisch angebaut wird, ist meistens genmanipuliert. Außerdem werden 25 % der weltweit verwendeten Pestizide und Insektizide bei der Baumwollproduktion eingesetzt. Darunter fünf der neun giftigsten Pestizide.
  • Tampons können das Toxische Schocksyndrom (TSS) auslösen, wenn man sie „vergisst“ oder aus anderen Gründen zu lange am Ort belässt. Dies ist eine Art Blutvergiftung, die von dem Bakterium Staphylococcus aureus oder seltener auch von Streptokokken ausgelöst werden kann. Die Symptome sind hohes Fieber, Erbrechen, ein Gefühl wie bei Sonnenbrand, Durchfall, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und ein allgemeines Unwohlsein. Normalerweise kann TSS erfolgreich behandelt werden, jedoch bei zu spätem Erkennen der Krankheit bis zum Tod führen.
  • Herkömmliche Tampons und Binden enthalten synthetisches Material, welches nicht biologisch abbaubar ist.
  • Eine menstruierende Person verbraucht durchschnittlich etwa 16.800 Binden oder Tampons in ihrem Leben. Dies sind bis zu 140 kg.


Alternative Artikel

Ökologische Tampons und Binden

Was ist es?

Es sind Tampons und Binden aus 100 % biologisch angebauten Materialien, in der Regel aus zertifizierter biologisch angebauter Baumwolle. Sie sind wie herkömmliche Tampons und Binden in verschiedenen Größen erhältlich. Es sind eher kleinere Betriebe, die davon profitieren und weniger große Multikonzerne. Frauen mit sensibler Haut sollten unbedingt auf alternative Produkte zurückgreifen, weil sie somit den Kontakt mit synthetischen und Petrochemikalien enthaltenden Materialien verringern.

Positives

  • Für den Bleichungsprozess werden keine Chemikalien benutzt.
  • Sie enthalten kein Plastik.
  • Für biologische Binden und Tampons wird nur biologisch angebaute Baumwolle verwendet, sie sind somit frei von genmanipulierter Baumwolle.
  • Sie sind frei von Parfüms.
  • Sie sind besser atmungsfähig als herkömmliche Tampons und Binden.
  • Sie sind komplett biologisch abbaubar, somit gibt es keine Müllberge aus Plastik und Chemiefasern.
  • Bezüglich des Toxisches Schocksyndrom (TSS) sind Baumwolltampons unbedenklich, da ein Naturprodukt wie Baumwolle - anders als synthetische Materialien - keinen guten Nährboden für Bakterien abgibt: http://www.zeit.de/1980/45/toedliche-tampons
  • Sie sind genauso hygienisch wie konventionelle Tampons.

Negatives

  • Sie sind nicht in jedem Laden erhältlich, aber in Bio- oder Gesundheitsläden oder Frauengesundheitszentren; auch gibt es mittlerweile verschiedene Internetshops, die sie anbieten.
  • Sie sind oft doppelt so teuer wie konventionelle Tampons und Binden; allerdings gibt es bereits biologische Tampons im Internet zu kaufen, die nicht teurer als konventionelle Markentampons sind.
  • Sie sind nicht wiederverwendbar und somit bleibt trotzdem der Energieaufwand für die Herstellung von Wegwerfprodukten. Allerdings sind sie organisch und verrotten; anders als konventionelle Produkte aus Synthetik.
  • Ähnlich wie bei herkömmlichen Tampons wird Scheidenflüssigkeit mit aufgesogen und kann es zu leichter Scheidentrockenheit kommen. Allerdings bilden Tampons aus Baumwolle keinen guten Nährboden für Bakterien oder Pilzinfektionen.


Schwämme

Was ist es?

Ein kleines Natur- / Meerschwämmchen, das auf die individuelle Größe zugeschnitten, wie ein Tampon verwendet wird. Es wird angefeuchtet, eingeführt, nach etwa drei Stunden herausgenommen, mit kaltem Wasser ausgewaschen, ausgedrückt und sofort wieder eingesetzt. Am Ende einer Periode wird der Schwamm gründlich ausgewaschen und luftgetrocknet. Vor der nächsten Nutzung wird er nochmals mit kaltem Wasser gewaschen und in Essigwasser desinfiziert. Erhältlich ist er in Bioläden, einigen Drogerien und Frauengesundheitszentren.

Positives

  • Es trocknet die Scheide nicht aus.
  • Es ist mehrfach wiederverwendbar (vier bis sechs Monate).
  • Es ist günstiger als Tampons und Binden.
  • Es ist enthält keine synthetischen Materialien.
  • kein chemischer Bleichungsprozess.
  • Du hast direkten Kontakt zu deinem Blut und lernst somit deinen Körper, deinen Zyklus, die Zusammenhänge zwischen deinem Blut und deinem körperlichen Zustand (Schmerzen, Depressionen, ...) besser kennen.

Negatives

  • Menstruationsschwämme sind nur in speziellen Läden erhältlich.
  • Sie können potentiell schädliche Bakterien enthalten, sea pearls (eine der Firmen, die Schwämme auf dem Markt hat) behauptet, dieses Problem durch einen umweltfreundlichen Desinfektionsprozess gelöst zu haben, aber es wurden keine unabhängigen Studien durchgeführt, um dies nachzuweisen.
  • Sie kommt vom Boden der Meere. Es kann nicht garantiert werden, dass sie wirklich umweltfreundlich sind. Sie werden oft mit riesigen Netzen vom Meeresboden heraufgeholt und somit können große Teile der Korallenriffe (woher die Schwämmchen kommen) zerstört werden. Die andere Variante sind Taucher, die die Schwämme einzeln pflücken und somit „nur“ die auf ihnen liegenden Ei- und Spermienzellen in das umliegende Wasser entlassen, aus welchen aber immer noch einige neue Schwämme wachsen können. Diese Methode wird aber vor allem in ärmeren Ländern praktiziert und meistens sind die Taucher Kinder, weil sie wendiger und billiger sind. Die genauen Umstände unter denen die Kinder Schwämme tauchen sind nicht bekannt.
  • Schwämme sind pflanzenartige Tiere und somit fragwürdig für vegan lebende Menschen. Schwämme haben ein ausgeklügeltes Immunsystem, das dem des Menschen ähnelt. 600 Millionen Jahre haben sie schon überlebt, festgewachsen auf Felsen oder an Riffen.
  • Dadurch, dass sie auf dem Meeresgrund wachsen, sind sie voll mit Giftstoffen, die wir Menschen ins Meer schütten.
  • Es besteht das Risiko an Toxisches Schocksyndrom (TSS) zu erkranken.
  • Wenn der Schwamm vollgesaugt ist, kann eine heftige Bewegung der Muskeln (z. B. durch Niesen, Lachen oder Sport) Flüssigkeit herausdrücken.
  • Nach vier bis sechs Monaten beginnen sie sich aufzulösen. Bis anhin gibt es keine Studien zu den Auswirkungen dessen auf deinen Körper.
  • Sie benötigen Zeit für gute Pflege (auswaschen, trocknen, ...)
  • Sie absorbieren mehr als nur Menstruationsblut und beeinflussen somit deine natürliche Flora negativ.
  • Sie sind nicht steril.


Wiederverwendbare Binden

Was ist es?

Stoffige, wiederverwendbare Binden funktionieren genau wie herkömmliche Binden, aber anstatt sie nach Gebrauch wegzuschmeißen, werden sie ausgekocht und wieder benutzt. Ich empfehle, dass du sie, wenn sie vollgesogen sind, von Hand mit kaltem Wasser auswäscht und am Schluss deiner Periode alle zusammen in kochendes Wasser schmeißt oder in der Waschmaschine (am besten mit biologischem Waschmittel) mitwäschst.
Du kannst sie im Laden (Bioläden, Frauenzentren und auch einigen Drogerien) kaufen oder selber herstellen. Normalerweise sehen sie aus wie herkömmliche Binden mit Flügeln, zusätzlich haben manche noch kleine Knöpfe, um sie besser zu befestigen. Am besten sind die Binden geeignet, die eine Hülle haben und eine herausnehmbare Einlage. Somit kannst du je nach Stärke deiner Blutung entscheiden, wie dick deine Binde sein muss und über Nacht dickere Einlagen verwenden. Es gibt auch die Möglichkeit, die Binde direkt in eine Unterhose einzunähen, somit fällt eine weitere Schicht Stoff zwischen deinen Beinen weg.
Ich persönlich empfehle, sie selbst herzustellen. Achte darauf, dass du atmungsaktive, natürliche Stoffe verwendest. Am besten geeignet sind Baumwolle, Frottee und Flanell. Sie sind gut waschbar und verziehen sich nicht so schnell. Synthetische Stoffe bringen dich mehr zum Schwitzen und die Gefahr, dass du sie in dieser sensiblen Gegend nicht verträgst, ist größer. Außerdem würde ich verschiedene Farben verwenden, weil Weiß viel schneller schmuddelig aussieht und einfach, weil es mehr Spaß macht.

Positives

  • wieder verwendbar.
  • Selbstgemachte Binden sind fast kostenlos, gekaufte anfangs eher teuer, jedoch durch die Möglichkeit sie jahrelang zu verwenden sehr günstig.
  • Dein Blut fließt aus der Scheide heraus, so wie es eigentlich sein sollte. Aber trotzdem hast du keine Flecken in der Unterwäsche.
  • Selbstgemachte Binden machen dich jeden Monat glücklich und stolz, weil du sie ja selbst hergestellt hast, um dir etwas Gutes zu tun. Außerdem machen die farbigen Binden viel mehr Spaß als die weißen, vorproduzierten Binden.
  • Weil du die Binden auswaschen musst, hast du direkten Kontakt zu deinem Blut und lernst somit deinen Körper, deinen Zyklus, die Zusammenhänge zwischen deinem Blut und deinem körperlichen Zustand (Schmerzen, Depressionen, ...) besser kennen.
  • weich und bequem – Benutze für die Herstellung die Art von Stoff, die dir am liebsten ist.
  • kein Risiko am Toxischen Schocksyndrom (TSS) zu erkranken.
  • luftdurchlässig.
  • Durch den Gebrauch von biologischer Baumwolle oder auch alter, schon lange benutzter Kleidung befinden sich keine Pestizide in den Binden.

Negatives

  • Du musst sie immer gut auswaschen.
  • Sie sind vielleicht nicht so praktisch, wenn du länger aus dem Haus gehst, weil du die gebrauchten und vollgesaugten Binden in einem Plastiksack wieder nach Hause nehmen musst.
  • Gekaufte, wiederverwendbare Binden können sperrig und nicht auf deine Größe passend sein.
  • Wenn du sie nur von Hand auswäschst, werden sie hart und steif, somit ist eine Waschmaschine von Vorteil.

Bastelanleitung

→ Binden – Do it yourself! – eine Bastelanleitung für wiederverwendbare Stoff-Binden


Bastelanleitung

Binden – Do it yourself! – eine Anleitung für wiederverwendbare Stoff-Binden

Du brauchst:
  • verschiedene Stoffe: Frottee, Flanell oder anderen Baumwollstoff (gut eignen sich schon oft gewaschene Klamotten oder Handtücher)
  • Kreide/einen dunklen Stift zum Vorzeichnen (abhängig von der Farbe deines Stoffes)
  • Schere,
  • Bügeleisen
  • Nadel+Faden oder Nähmaschine
  • Stecknadeln zum Feststecken
  • Druckknöpfe oder Klettverschluss zum Befestigen der Flügel an der Unterhose
Vorzeichnen & Ausschneiden...

4× Flügel (aus dünnem Stoff)
1× Vorderseite
2× Rückseite
2× Innenteil

Flügel nähen...

gute Seiten nach innen, feststecken, mit geradem Stich zusammennähen (unten offenlassen) und danach umkrempeln und glatt bügeln

Innenteil nähen...

gemusterte Seiten nach innen, feststecken, zusammennähen bis auf 2 cm, dann umkrempeln und Rest zusammennähen

Saum nähen...

Saum an der geraden Seite der Rückseite falten (und eventuell bügeln), mit geradem Stich nähen

Einzelteile aufeinander legen...
  • Vorderseite, gemusterte Seite zu dir
  • Flügel, runde Seiten nach innen
  • Rückseiten, gemusterte Seite nach innen

...feststecken und mit geradem Stich zusammennähen, Rand mit Zickzackstich (oder per Hand mit Kettenstich) zusammennähen

Fast fertig!

Jetzt die fertige Binde umkrempeln Klettverschluss oder Druckknöpfe an die Flügel nähen, um die Binde da zu behalten, wo sie sein soll Innenteil dreimal falten (wie ein Flugblatt) und durch die Öffnung auf der Rückseite in die Binde einlegen Deine erste Binde ist fertig! Jetzt kannst du noch mehr machen...

noch ein paar Waschhinweise...

Wenn die Binde voll gesogen ist, in kaltem Wasser einweichen und bis zum Waschtag Wasser täglich wechseln (das Einweichwasser ist sehr nährstoffhaltig und kann noch als Gießwasser für Pflanzen verwendet werden. Vorsicht jedoch bei als Lebensmittel genutzten Pflanzen – es könnte Infektionsgefahr bestehen.)
Flecken gehen entweder schon durchs Einweichen (nur kaltes Wasser) oder mit etwas Salz oder Backpulver raus. Die Binden können ausgekocht oder einfach in der Waschmaschine (mit Öko-Waschmittel oder Waschnüssen) mitgewaschen werden.


Menstruationsbecher

Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:
Das Einführen eines Menstruationsbechers

Ein Menstruationsbecher ist eine Auffangvorrichtung für das Menstruationsblut zum Einführen in die Scheide. Dort fängt sie das Blut auf und wird beim Herausnehmen „entleert“.

Es gibt Einweg- (Instead Softcup) und Mehrwegprodukte (Keeper, Moon- / DivaCup, Lunette).

Das Einwegprodukt sieht etwas aus wie ein Diaphragma und wird genauso ganz hinten in der Scheide getragen und deckt den Gebärmutterhals ab.

Die Mehrwegprodukte sind etwa 5 cm lange Becher von etwa 4,5 cm Durchmesser, die unterhalb des Gebärmutterhalses getragen werden. Es gibt sie aus Naturkautschuk/Latex (Produkt „Keeper“) oder Silikon (wird aus Silicium, Chlor und Methan hergestellt, Produkte "Evelina", „Moon-“ / „DivaCup“, „Lunette“), das kein allergenes Potential hat.

Die Becher sind entweder über die Seiten der Hersteller oder andere Internet-Versandhandel zu beziehen oder teils auch in der Apotheke, manchen Supermärkten, Naturkostläden u.a. zu haben.

Anwendung

Das Einwegprodukt wird wie ein Diaphragma ganz hinten in der Scheide getragen und deckt den Gebärmutterhals ab. Es wird im Sitzen eingeführt und nach Herausnehmen und Entleeren entsorgt.

Der jeweilige Becher wird zusammengefaltet, in die Vagina eingeführt und ein wenig unterhalb des Gebärmutterhalses platziert. Dort entfaltet er sich und saugt sich mit einem leichten Vakuum fest und schließt so dicht ab. Er kann bis zu 12 Stunden getragen werden. Wenn er voll ist, wird er zur Entnahme etwas zusammengedrückt, um etwas Luft einzulassen und das Vakuum aufzulösen, und dann am kleinen „Ziehstöpselchen“ herausgezogen und in die Toilette entleert. Danach wird er mit etwas Wasser ausgespült oder mit Toilettenpapier ausgewischt und wieder eingeführt. Zwischen den Blutungen wird der Keeper mit heißem Wasser und eventuell ein wenig Essiglösung gewaschen; du kannst ihn auch in die Waschmaschine stecken. Die Silikonprodukte können auch in kochendem Wasser sterilisiert werden.

Naturkautschuk-Produkte (wie der „Keeper“) sollten nicht gekocht oder mit extremen Chemikalien behandelt werden. Behandelt mit Talkpuder bleiben sie geschmeidig und halten sehr lange.

Positives

Instead Softcup
  • Es kann bis zu 12 Stunden am Stück getragen werden.
  • Die Hersteller versprechen, dass sich das Instead Softcup nicht bewegt während jeglichen Aktivitäten, sogar während des Sex' (aber Achtung, es ist kein Verhütungsmittel!).
  • kein Risiko von Toxischem Schocksyndrom (TSS) weil es nicht absorbierend ist. Es fängt das Blut und saugt es nicht auf.
  • verursacht keine Trockenheit
  • enthält kein Latex
Keeper
  • Das Latex wird vom Saft von Bäumen genommen, aber ohne diese umzusägen.
  • Alle weiteren positiven Punkte stimmen mit denen der Evelina / Moon- / DivaCup überein.
Evelina / Moon- / DivaCup / Lunette
  • Sie bieten Alternative zum Keeper für Latex empfindliche/allergische Frauen.
  • wurde bisher nie in Verbindung gebracht mit TSS
  • vegan.
  • Es wurden bis anhin keine negativen Auswirkungen der Evelina / Moon- / DivaCup auf den Körper festgestellt.
  • wieder verwendbar für bis zu zehn Jahre, dadurch extrem günstig und umweltfreundlich (zum Vergleich: 1 Menstruationsbecher oder 3500 Tampons und Binden in 10 Jahren).
  • Die Verpackungsmaterialien sind meistens aus 100 % biologischer Baumwolle und auch wiederverwendbar.
  • Der Verkauf der Menstruationsbecher läuft oft über feministische Frauengruppen.
  • Dadurch dass das Blut nur aufgefangen wird und nicht absorbiert, stören sie die natürliche Flora der Scheide nicht.
  • Er enthält keine starken Chemikalien, Parfüms, Gleitmittel oder absorbierende Substanzen.
  • Die glatte Oberfläche der Becher erlaubt der Vaginalwand alle ihre reinigenden und schützenden Funktionen weiterhin aufrecht zu erhalten und lässt keine Fasern darin zurück.
  • Es fängt etwa 20 bis 30 ml auf einmal auf und ist somit über mehrere Stunden tragbar.
  • Mensch braucht nur ein Teil mit sich rumtragen, wenn mensch menstruiert oder die Menstruation erwartet.
  • Der Menstruationsbecher ist flexibel und passt sich der Vaginalwand an, dadurch spürst du ihn nicht.
  • Sie sind für jegliche Aktivitäten (außer Sex) geeignet und im Gegensatz zum Tampon müssen sie nach dem Schwimmen nicht geleert werden, weil das Vakuum kein Eindringen von Wasser erlaubt.
  • Weil du die Becher auswaschen musst, hast du direkten Kontakt zu deinem Blut und lernst somit deinen Körper, deinen Zyklus, die Zusammenhänge zwischen deinem Blut und deinem körperlichen Zustand (Schmerzen, Depressionen, ...) besser kennen.


Negatives

Instead Softcup
  • Es sind noch keine Erkrankungen bekannt (seit etwa 20 Jahren auf dem Markt), allerdings ist unklar, woraus die Becher genau bestehen.
  • Die Becher werden nach einmaligem Gebrauch weggeworfen und vergrößern so den Müllberg.
  • Sie können schwierig zu finden sein, manchmal in Apotheken und einigen Supermärkten erhältlich.
  • Sie sind teurer als herkömmliche Tampons.
Keeper
  • im Herstellungsprozess des Keepers wird Casein, ein Milchprotein verwendet und somit ist der Keeper nicht vegan.
  • kein Produkt für Frauen mit Empfindlichkeit auf oder Allergie gegen Latex.
  • Das Risiko von TSS besteht, es wurde aber bis jetzt noch kein einziger Fall nachgewiesen.
  • Falls mensch anfällig für Urinierprobleme oder Austrocknen ist, könnte es sein, dass der Keeper dies verstärkt.
  • Der Keeper kann verschiedene Irritationen mit sich bringen, wie Juckreiz, Anschwellen, kleine Pickel bis hin zum Empfindlichkeitsverlust.
  • Weitere negative Punkte wie beim Evelina / Diva- / Mooncup
Evelina / Moon- / DivaCup / Lunette
  • Er ist anfangs eher teuer (zwischen 15 und 40 Euro), jedoch durch den jahrelangen Gebrauch kostet es fast nichts pro Periode.
  • Es gibt den Becher in zwei Größen (vor und nach der Schwangerschaft) und falls man ein außergewöhnlich großes oder schmales Becken hat, könnte dir deine Größe fehlen.
  • Der Becher ist gewöhnungsbedürftig und kann Probleme beim Leeren bereiten.
  • Falls die Blase extrem gefüllt ist und man sich stark bewegt, kann es etwas heraustropfen.


Regelschmerzen

Nicht alle Menstruierende haben Beschwerden während sie bluten. Bei manchen treten aber krampfartige Unterleibsschmerzen auf. Auch Rückenschmerzen, Energielosigkeit, Übelkeit und Durchfall können während der Periode auftreten.

Was hilft? Neben Schmerztabletten, die den Körper zusätzlich belasten und oft nach einer Weile ihre Wirkung verlieren, gibt es eine Reihe von alternativen Möglichkeiten, etwas gegen die Beschwerden zu tun. Anders als es oft vermittelt wird, müssen Schmerzen nicht zur Menstruation dazugehören.

Wärme

Einfach, aber oft wirksam gegen Krämpfe ist eine Wärmflasche auf dem Bauch oder unteren Rücken; auch ein heißes Bad kann Entspannung bringen.

Ernährung

Auch die Ernährung kann sich auf Menstruationsbeschwerden auswirken.

gegen Krämpfe soll helfen:

  • viel Wasser trinken
  • eine leichte, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse (möglichst roh), Vollkorn, Nüsse, Samen, Sprossen, Trockenfrüchte, kaltgepresste Ölen

Krämpfe begünstigen sollen:

  • salzige, zuckerhaltige und stark verarbeitete Lebensmittel wie Fastfood und Süßigkeiten
  • tierische Eiweiße und Fette – also Eier, Fleisch-, Fisch- und Milchprodukte aller Art
  • koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola, Schwarzer Tee, Alkohol und Tabakkonsum

Bewegung

Eine Runde Joggen oder Holzhacken sind eine gute Ablenkung, aber es gibt auch viele Yoga- und Gymnastikübungen, die helfen können.

Gymnastikübungen gegen Regelschmerzen

Masturbieren

– Nach einem Orgasmus entspannt sich die Gebärmutter sofort.

Entspann dich

Stress kann Krämpfe verschlimmern. Nimm dir Zeit für dich. Hör' deine Lieblingsmusik, nimm ein heißes Bad, lies ein Buch oder mach' sonst etwas, was du magst.


Kräuterteemischungen

Hier ein paar Kräuter, die bei Menstruationsschmerzen helfen können. Um die Wirkungen einzelner Kräuter auf deinen Körper zu sehen, ist es besser zunächst Tees mit einzelnen Kräutern zu trinken. Manche Kräuter können bei dir super wirken, bei anderen nicht (oder umgekehrt) – also ein bisschen rumprobieren. Dann kannst du dir auch einen auf dich abgestimmten Tee mischen.

Baldrian

(Valerianae radix)

Hilft auch bei Spannungs- und Angstzuständen und Schlaflosigkeit.

Zubereitung

2 bis 3 TL Pflanzenwurzel mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Anwendung

Bei Bedarf eine Tasse.

Frauenmantel

(Alchemillae herba)

Auch bei Brustschmerzen, verringert starke Blutungen

Zubereitung

2 bis 3 TL Pflanzenkraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Anwendung

3 Mal täglich eine Tasse

Frauenminze

(Mentha pulegium herba)

Nicht während der Schwangerschaft!
Auch bei Angstzuständen, menstruationsanregend

Zubereitung

2 bis 3 TL Pflanzekraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Anwendung

3 Mal täglich eine Tasse

Gänsefingerkraut

(Anserinae herba)

Zubereitung

2 bis 3 TL Pflanzenkraut mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Anwendung

3 Mal täglich eine Tasse

Löwenzahnwurzel

(Taraxaci radix)

Wirkt auch gebärmutterstärkend und menstruationsfördernd.

Zubereitung

1 TL Pflanzenwurzel in 250 ml kaltem Wasser aufsetzen, aufkochen, 10 bis 15 Minuten köcheln lassen, abseihen.

Anwendung

3 Mal täglich eine Tasse

Mönchspfeffer

(Agni casti fructus)

Auch bei unregelmäßiger Menstruation, PMS und nach Absetzen der Pille.

Zubereitung

2 bis 3 TL von der Frucht der Pflanze mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Anwendung

Bei Bedarf 1 Tasse, bei unregelmäßiger Menstruation, PMS und nach Absetzen der Pille kurmäßig über sechs Monate 3 Mal täglich eine Tasse.

Teemischung 1:

20 g Kamillenblüten, 20 g Schafgarbenkraut, 10 g Fenchelfrüchte, 10 g Melissenblätter, 10 g Johanniskraut, 10 g Baldrianwurzel, 5 g Faulbaumrinde

Zubereitung

2 bis 3 TL Pflanze mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Anwendung

Bei Bedarf 2 Mal täglich eine Tasse, heiß trinken, auch zwischen den Menstruationen

Teemischung 2:

20 g Gewöhnlicher Schneeball, 20 g Schneeballbaumrinde, 10 g Trauben-Silberkerze

Zubereitung

2 bis 3 TL Pflanze mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Anwendung

3 Mal täglich eine heiße Tasse während der Menstruation


Gymnastikübungen

Übung 1

Mehrmals wiederholen.

Übung 2

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Lege dich auf den Rücken und ziehe das linke Knie zur Brust. Den Kopf möglichst liegen lassen. Das rechte Bein so gerade wie möglich ausstrecken.

Langsam bis 30 zählen, dann Übung mit dem rechten Knie wiederholen.

Übung 3

Gehe wieder langsam zurück zur Ausgangsposition; entspann' dich. Wiederhole die Übung mehrmals.

Übung 4

Diese Übung hilft auch gegen Rückenschmerzen.


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