Alternative Menstruationshygiene/ Hygieneartikel/ Konventionelle Artikel/ Tampons

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Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:

Was ist es?

Tampons bestehen aus dicht zusammengerolltem Baumwollwattevlies und Zellstoff aus Holzbrei, umgeben von einer synthetischen Schicht, die das Ein- und Ausführen erleichtern soll. In der Mitte ist ein Faden befestigt, der das Zurückholen erleichtert. Es sind auch Tampons erhältlich, die mit einem Applikator ausgestattet sind. Dieser verringert Mithilfe der zwei ineinander geschobenen Pappröhrchen den Fingerkontakt mit der Vagina.
Tampons werden im Sitzen in die Scheide eingeführt. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich. Es sollte immer die kleinstmögliche Größe gewählt werden, da ein zu starkes Aufsaugen die Vagina austrocknen lässt und dadurch das Ein- und Ausführen erschwert und eventuell sogar schmerzhaft macht. Außerdem sollten sie nicht zu lange getragen werden (maximal acht Stunden) und am Ende der Menstruation entfernt werden, denn das aufgestaute Blut zieht gerne ungewollte Bakterien an.
Tampons und Binden sollten nicht in die Toilette geworfen werden, weil diese dadurch verstopfen könnte. Neun von zehn Verstopfungsproblemen in Toiletten rühren von Wegwerftampons und -binden. Um unnötige Irritationen zu vermeiden, sollten die Hände vor der Benutzung gewaschen werden.

Positives

  • Sie sind in jedem Supermarkt erhältlich.
  • Es gibt sie in allen möglichen Größen und Formen, somit ist eine gute Anpassung an die eigenen Bedürfnisse möglich.
  • Sie sind klein und handlich
  • Die meisten Frauen spüren die Tampons nicht beim Tragen.
  • Sie sind für alle sportlichen Aktivitäten verwendbar, ohne Angst haben zu müssen, dass Blut in deine Unterhose tropft. Jedoch solltest du sie nach dem Schwimmen auswechseln, da sie sich auch mit Wasser voll saugen können.

Negatives

  • Tampons saugen nicht nur das Menstruationsblut, sondern auch die Scheidenflüssigkeit auf. Diese ist wichtig, damit die Scheide nicht austrocknet. Auch bringt dies die natürliche pH-Balance durcheinander. Die Scheidenflora hat normalerweise ein natürliches Abwehrystem, durch Tampons wird dieses gestört und somit anfälliger für Infektionen wie z. B. den Scheidenpilz.
  • 2,4 % der Weltackerfläche werden für Baumwolle verwendet, die meist in Monokultur angebaut wird und daher großräumig das ökologische Gleichgewicht beeinflusst, teilweise sogar drastisch verändert. Baumwolle, die nicht biologisch angebaut wird, ist meistens genmanipuliert. Außerdem werden 25 % der weltweit verwendeten Pestizide und Insektizide bei der Baumwollproduktion eingesetzt. Darunter fünf der neun giftigsten Pestizide.
  • Tampons können das Toxische Schocksyndrom (TSS) auslösen, wenn man sie „vergisst“ oder aus anderen Gründen zu lange am Ort belässt. Dies ist eine Art Blutvergiftung, die von dem Bakterium Staphylococcus aureus oder seltener auch von Streptokokken ausgelöst werden kann. Die Symptome sind hohes Fieber, Erbrechen, ein Gefühl wie bei Sonnenbrand, Durchfall, Muskelkrämpfe, Verwirrtheit und ein allgemeines Unwohlsein. Normalerweise kann TSS erfolgreich behandelt werden, jedoch bei zu spätem Erkennen der Krankheit bis zum Tod führen.
  • Herkömmliche Tampons und Binden enthalten synthetisches Material, welches nicht biologisch abbaubar ist.
  • Eine menstruierende Person verbraucht durchschnittlich etwa 16.800 Binden oder Tampons in ihrem Leben. Dies sind bis zu 140 kg.


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